(104) Get Closer Weekend (Teil 2)


Neal Morse und seine Familie schenkten den Besuchern mit ihren wohlklingenden Gospelsongs und ihren emotionalen Gebeten zu Gott auch in diesem Jahr wieder sehr viele heilende Worte!  

Neal 01Ein wunderschönes Ambiente, wesentlich schöner und wärmer als im letzten Jahr in Frankfurt, erwartete uns in dem neuen Gebäude der Freien Kirche Germersheim. Helle Räume zum Wohlfühlen und ein gemütlich hergerichteter Saal mit einer Konzertbühne ließen uns ebenfalls aus dem Staunen fast nicht herauskommen.

Wie im letzten Jahr begrüßte der Musiker alle Besucher persönlich und freute sich sehr darüber, dass wieder so viele Menschen den Weg zu seinem seit 2008 regelmäßig jährlich stattfindenden „Get Closer Weekend“ gefunden haben.

Gerade die Tour zu seinem aktuellen Album „The Grand Experience“ beendet, stellte der unerschöpflich kreative und musikalische Workerholic Neal Morse mit ein paar langjährigen Freunden wieder dieses besondere Zusammentreffen auf die Beine, um zwei Tage lang mit einer gesunden Mischung aus christlichen Liedern und berührenden Geschichten aus dem Leben das Wort Gottes zu loben und zu preisen.

Jeyda 09  Gospel 04    Jeyda 08

Die große Bühne erlaubte ebenfalls eine größere Band und auch eine bessere Beschallung, sowie den Einsatz von bunten Lichteffekten, die an diesem Tag meist in Lila gehüllt waren. Neben Julie Harrison (Gesang, Gitarre, Klavier) und Marie Toussaint (Gesang), zwei Musikerinnen, die auch schon beim letztjährigen „Get Closer Weekend“ in Frankfurt mit von der Partie waren, hatte Neal mit Peter Domanski (Bass), Ruben Schuring (Cajon) und Tom van der Maat (Schlagzeug) eine ganz internationale Rhythmusfraktion dabei, die gleich zu Beginn des Meetings ihr Können gut 45 Minuten lang unter Beweis stellen durfte.


Neal Morse & Friends – Gospelmedley 2015

 

Danach war die Bühne wie immer frei für die Besucher. Nach und nach durfte nun jeder, der etwas auf dem Herzen hatte vor das Mikrofon treten, und sich entweder mit Botschaften, Gebeten oder Liedern an seine Mitmenschen wenden.

Martin 02Den Anfang machte hier der englische Priester Martin Er erzählte davon, dass er heute das erste Mal seit langer Zeit wieder einen Daily Mirror gekauft hätte. Eine gute halbe Stunde las er in der Tageszeitung, um sich die Zeit bis zum Abflug nach Frankfurt zu vertreiben, wobei er sehr schnell feststellte, dass es darin überhaupt keine neuen oder überraschenden Nachrichten gab.

Alle Reportagen, die er dort zu lesen bekam, kannte er schon. Martin teilte uns mit, dass er wieder darauf aufmerksam gemacht wurde, wo, und in welcher Region auf dieser Erde gerade Krieg herrschte, und wie viele Tote und Verwundete es dabei gab. Er durfte auch lesen, in welchen Ländern oder Städten gerade mit höchster Gewalt demonstriert wurde. Weiter erfuhr er, wer gerade, wen belogen, betrogen oder hintergangen hatte, und welche neuen Intrigen es gab, bzw. welche Regierung eine andere ausbeutete.

„Wenn heute ein Alien auf unsere Erde kommen, und den Daily Mirror lesen würde, dann müsste er denken, dass unsere Welt ausschließlich aus Gewalt, Hass, Neid, Missgunst, Habgier und Rachsucht besteht, aber es nur sehr wenig Liebe zwischen den Menschen gibt. …“

Jeyda 13Auch unser erster Vorsitzender Alexander Höfer trat wie im letzten Jahr vor das Mikrofon, um den anwesenden Christen ein paar nachdenkliche Worte mit auf den Weg zu geben, die wir unseren Lesern natürlich nicht vorenthalten wollen.

„Hallo liebe Freunde, heute ist ein ganz besonderer Tag. Der heutige Tag ist aber nicht nur deshalb so besonders, weil wir wieder aus vielen Teilen dieser Welt zusammengekommen sind, um gemeinsam zu beten, sondern heute ist der Internationale Tag gegen Rassismus. – Auf der einen Seite ist es zwar gut und wichtig, dass es einen solchen Gedenktag gibt – auf der anderen Seite ist es aber auch sehr traurig, dass es auf dieser Welt einen Tag gegen Rassismus geben muss.

Wir 1Ich weiß jetzt nicht, ob Martin heute Morgen mein Skript gelesen hat, aber genau das, was er zu euch sagte, wollte ich in meiner Rede auch ansprechen. So kann ich mich kürzer fassen und an Martins Worte anknüpfen. Im letzten Jahr habe ich euch davon erzählt, dass ich als Sozialpädagoge meinen Beruf nur sehr schwer moralisch einwandfrei ausüben kann.

Diese Situation hat sich nach dem Besuch des letztjährigen „Get-Closer-Weekends“ noch einmal drastisch verschlechtert, denn unser Bürgermeister und der Gemeinderat untersagten einstimmig die Veröffentlichung unseres Berichtes über das Meeting. Für die Ablehnung gab es gleich zwei Begründungen. Die erste war, dass wir eine zu starke soziale Kritik gegenüber der Nußlocher Bevölkerung und auch der deutschen Gesellschaft im Allgemeinen geübt hätten. Das kann ich gerade noch akzeptieren, obwohl wir eigentlich nichts geschrieben haben, was nachweislich nicht der Wahrheit entspricht, und ich ja in meiner damaligen Rede auch nur gesellschaftliche Missstände angesprochen habe, die von unzähligen Soziologen in wissenschaftlichen Studien schon aufgezeigt und bewiesen wurden.

Kids 2Der zweite Ablehnungsgrund ist der eigentliche Grund, der mich so unendlich traurig stimmt, denn der Bürgermeister und der Gemeinderat lehnten unseren Bericht auch deshalb ab, weil sie angeblich keinen Sinn darin sehen könnten, dass ein Jugendklub mit seinen Kindern ein christliches Gospel-Weekend besucht. Ich glaube, dass jetzt viele von euch meine Situation sehr gut nachvollziehen können, und ich würde mich sehr freuen, wenn wir heute für diese armen Menschen beten könnten.

Nach dem Gebet folgte dann der sympathische und unterhaltsame Spanier Javier Ezpeleta. Er hatte für den heutigen Tag ein Lied komponiert, das er mit uns zusammen singen wollte. Javier nahm sich die Gitarre und stimmt uns auf seinen achtzeiligen Text ein. Hier zeigte sich auch, was für ein fantastischer Musiker Neal Morse war, denn ohne das Lied zu kennen, setzte er sich wenig später an das Klavier und begleitete Javier bis zum Ende.


Javier Ezpeleta – Song For The Lord

 

Natürlich erfuhren wir auch wieder sehr viele Einzelschicksale von Menschen, die einst auf eine schiefe Bahn geraten waren, und dann den Weg zu Gott oder Jesus gefunden haben. Tief berührt waren wir hierbei von der Geschichte von Joshua Winterstein. Dieser lebte in seiner Jugend auf der Straße, rutschte in dieser Zeit ganz tief ins Drogenmilieu ab, wurde Jonathan 1Drogen-Dealer, und war irgendwann sein bester Kunde. Eines Tages erschrak er beim Anblick seines Spiegelbildes, und verspürte danach das Gefühl, etwas in seinem Leben verändern zu müssen.

Heute widmet er sich ganz seiner zweiten großen Passion, nämlich der Musik, schreibt Lieder für Gott, und geht auf viele Veranstaltungen, um den Menschen damit große Freude zu bereiten.

Das „Get Closer Weekend 2015“ war wieder einmal eine reiche Quelle der Hoffnung, und ein Treffen, das uns sehr viel Liebe, spirituelle Kraft und Schöngeist mit auf den Weg gegeben hat. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.



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Wir widmen diesen Artikel allen Opfern und Hinterbliebenen des Absturzes der Germanwings 4U9525, und hoffen, dass Gott den Betroffenen die Kraft geben wird über den schmerzhaften Verlust ihrer Angehörigen hinwegzukommen.

Jeyda 01  Martin 01  Jeyda 16  Neal 02

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