(110) Rappen mit Flüchtlingskindern


„Sprachen, die verbinden!“ – Mehr, als nur ein Projekt des Zusammenlebens! ANIMUS-KLUB-KIDS rappen das Dachjuchhe, des Who-Am-I-Rap-Workshops!

Flüchtlingskids  Rappen 2  Jannik Cool

Miteinander leben und miteinander etwas erleben, das sind zwei ganz große Mottos unseres Animus Klubs. Miteinander leben, sprich zusammenleben, oder miteinander etwas erleben, funktioniert aber auch nur dann, wenn die Menschen etwas zusammen machen, oder wenn sie etwas zusammen unternehmen. Der Mannheimer „Who-Am-I-Rap-Workshop“ geht hier in unserer Gesellschaft wieder einmal einen ganz mutigen Weg voraus, denn er unterstützt mit „Sprachen, die verbinden!“ ein Projekt der Interssensgemeinschaft Käfertaler Vereine, das nicht nur unseren beiden Mottos gerecht wird, sondern damit gleichzeitig auch, zumindest für Kinder und Jugendliche, eine Option geschaffen hat, Grenzen und Mauern zu überwinden und Sprachbarrieren interessant zu finden.

Rap 1Ziel dieses Teilprojektes ist es mit Flüchtlingskindern einen RAP-Song einzustudieren, der die unterschiedlichen Sprachen der Kinder mit der Deutschen Sprache verbindet. So lernen die Flüchtlingskinder in diesem Projekt unsere Sprache besser kennen, und die deutschen Kinder erfahren gleichzeitig eine sprachliche Horizonterweiterung, indem sie Textzeilen auf Albanisch, Bosnisch, Bulgarisch, Serbisch, Russisch oder anderen Sprachen erlernen und rappen müssen. Hierbei wird ebenfalls versucht zusammen mit den Kindern einen Text zu schreiben, der in direktem Zusammenhang zu der Botschaft „Sprachen, die verbinden“ steht.

Gruppe 3Ein nicht gerade einfaches Unterfangen, zumal die unterschiedlichen Sprachen ja auch völlig andere grammatikalische Strukturen aufweisen, und sich dadurch bestimmte Gedanken, Reime oder Sprichworte nicht einfach Eins zu Eins übersetzen lassen. Auch eine sinngemäße Übersetzung eines deutschen Satzes hat oft zur Folge, dass sich der Text dann in der Fremdsprache leider nicht mehr reimt, genauso wie umgekehrt. 

Zuschauer 1Hinzu gesellt sich noch die ganz große Schwierigkeit, dass bei vielen Flüchtlingskinder aufgrund ihrer Sozialisation einerseits, aber auch aufgrund vieler traumatischer Erlebnisse andererseits, nur ein sehr geringer Wortschatz in ihrer Muttersprache vorhanden ist. Das wiederum hat unmittelbar zur Folge, dass sie sehr lange und unglaublich viel Anleitung benötigen, um in ihrer Muttersprache einfache Worte und Sätze zu finden, die sich aufeinander reimen oder sinngemäß zusammenpassen. Hier ist von den Verantwortlichen ebenfalls Text 1unglaublich viel Geduld und vor allem persönliche Zuwendung notwendig, um diese Kinder zu motivieren schöne Textbotschaften zu erstellen. 

Zu guter Letzt müssen dann die jeweiligen Textverse der einzelnen Sprachen auch noch miteinander harmonieren. Spätestens jetzt wird deutlich wie anspruchsvoll dieses Projekt doch ist, und dass nicht jeder Textverfasser dieses Genres in der Lage ist, Lyrics zu schreiben, dessen Worte dem Hörer am Ende auch noch eine sinnvolle Gesamtbotschaft vermitteln. „Wie reimt man albanische, bosnische, bulgarische, serbische, russische und ungarische Sätze mit deutschen, englischen, italienischen und anderen Sprachen?“ 

Jannik 2Gute Frage! – Nächste Frage! – Und wie lernen die Kinder diese unterschiedlichen Sätzen sprechen (rappen)? 

HängematteGanz einfach! – Man versucht über den bereits vorhanden Rhythmus die Ideen aus den Kindern heraussprudeln zu lassen, und diese dann sinnvoll mit ihnen zusammenzubauen. Aber auch das hört sich leichter an als getan, und so waren an diesem dreistündigen Treffen nicht nur für die Flüchtlingskinder, sondern auch für unsere Kids, einige Pausen in der pfundsgemütlichen Hängematte des Studios notwendig, um wieder neu Kräfte zu sammeln.

MittagessenNeben dem gemeinsamen Rappen und Texten, gab es an diesem Tag aber noch wesentlich mehr Aktionen. Ein gemeinsames Mittagessen wurde ebenfalls von den Verantwortlichen zusammen mit den Kindern vorbereitet. Auch hier konnten wir uns natürlich tatkräftig einbringen.

Nach dem Essen teilten wir die Teilnehmer in drei Gruppen auf. Die erste Gruppe lernte unter der Anleitung Violetta 2von Tobias Schirneck das richtige Rappen; die zweite Gruppe arbeitete zusammen mit unserem ersten Vorsitzenden und „Multisprachler“ Alexander Höfer daran die verschiedenen Sprachen in Einklang zu bringen, und noch weitere Ideen zu sammeln, und die dritte Gruppe übte zusammen mit Lisa Marie eine Tanzchoreografie mit Gesang à la Walt Disneys Violetta ein. 

Justus & JungeNatürlich gab es an diesem Tag auch wieder ziemlich viele Streicheleinheiten für Tobias Schirnecks‘ unglaublich lieben Hund Justus, der im späteren Teil des Tages auch sein Gesangstalent zum Besten geben durfte. „Singen, oder Rappen für Hunde“, das wäre doch auch mal ein ganz tolles Programm. 

Während der Tag für die Flüchtlingskinder pünktlich um 14.00 Uhr endete, ging unserer noch eine ganze Weile weiter, denn wir fuhren erst einmal wieder zurück nach Nußloch und gingen eine größere Runde zusammen mit Floh, dem Hund unseres ersten Vorsitzenden, im Feld spazieren, und hatten danach noch einmal zwei weitere Stunden riesigen Spaß im Walldorfer AQUA-Park.

 

 

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ANIMUS KLUB

Ahány nyelven tudsz, annyi ember vagy. – So viele Sprachen du sprichst, so viel Mensch bist du! – (Ungarisches Sprichwort)

Violetta  Junge 3  Gruppe 4

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