(133) Wildpark, Mo. Anton & das Haus


Expedition durch den Wildpark, Mo. Anton & das Haus! – ANIMUS-KLUB-KIDS genossen erneut die große Programmvielfalt Ludwigshafens!

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Das erste Mal veröffentlichen wir den zweiten Teil einer Berichterstattungsreihe vor dem ersten Teil. Warum das so ist, darüber dürfen nun alle Leser genauso rätseln, wie einst Ende der Siebziger Jahre Musikfans darüber spekulierten und fachsimpelten, warum die kanadische Rockband SAGA auf ihrem Debütalbum zunächst das vierte und das sechste Kapitel ihrer Fantasie-Reihe veröffentlichten, und erst auf den drei darauffolgenden Studioalben, ebenfalls in nicht chronologischer Reihenfolge, die noch fehlenden sechs Kapitel nachlieferten.

Präsentation 1Unser fast 9-stündiges Programm begann dieses Mal im Wildpark Rheingönnheim. Dieser hatte nämlich zu einer ganz besonderes lehrreichen Veranstaltung eingeladen. „Welchen Baum, welches Tier erratet ihr?“, hießen die Aufgaben an diesem frühen Samstagnachmittag, und Forstwirt Michael Löhle von der Rucksackschule Speyer konnte knapp 20 Kinder und 10 interessierte Erwachsene zu dieser Expedition begrüßen.

Jannik 1Zunächst einmal erklärte uns Michael die umliegenden Bäume, und wir mussten danach anhand der Blätter herausfinden, um welchen Baum es sich gerade handelte. Im Ludwigshafener Wildpark stehen sehr viele verschiedene Bäume. Da gibt es Eichen, Buchen, Ahörner und Tenorhörner. Hier erfuhren wir auch, wie Bäume wachsen, und woran man ihr Alter bestimmen kann.

Michael 6Danach verblüffte uns der geprüfte Natur- und Landschaftspfleger mit einer ausgestopften Fledermaus, und erzählte uns, dass es insgesamt 21 verschiede Arten von Fledermäusen gäbe, wovon 13 im Wildpark Reingönnheim leben würden. Fledermäuse können unterschiedlich alt werden. Einige von ihnen sind sogar Vegetarier, und ernähren sich ausschließlich von Pflanzen und Beeren. Wir erfuhren auch, dass Fledermäuse mit einem Radarsystem ausgestattet sind, und sie so ihre Beute fangen. Fledermäuse sind nämlich fast blind.

Damit wir uns einmal in eine Fledermaus hineinversetzen konnten, machte Michael ein tolles Spiel mit uns. Einer bekam als Fledermaus die Augen verbunden, und musste nun anhand von Geräuschen die anderen Kinder fangen. Das war gar nicht so einfach, denn die jeweilige Fledermaus konnte sich ja nur auf ihr Gehör verlassen, und musste so die Bewegungsgeräusche der anderen drei Kinder wahrnehmen.

Baumkunde 6  Spiel 1  Spiel 2  Spiel 1  Baumkunde 5

Danach ging es tiefer in den Wald hinein. Hier bekamen wir viele Waldtiere zu sehen. Einigen von ihnen, wie zum Beispiel den Rehen, durften wir uns nähern, und sie sogar streicheln. Das war eine ziemlich neue Erfahrung für uns, denn Rehe sind in der Regel sehr scheue Waldtiere und mögen die Nähe zu uns Menschen eigentlich nicht wirklich. Anderen Tieren wiederum, wie zum Beispiel den Wildschweinen, durften wir uns nur vom Zaun aus anschauen. Wildschweine sind nämlich ganz  gefährliche Tiere, denn sie sind, wie der Name schon sagt, sehr wild und können, wenn sie sich bedroht fühlen, auch sehr aggressiv werden. Hier erklärte uns Michael, dass das männliche Wildschwein Keiler, das weibliche Bache und das Kind Frischling genannt wird.

Wild 1  Wildschweine 5  Wild 2  Wildschweine 7  Slawa 2

Weiter ging unsere Expedition, vorbei an Gänsen und Wildgänsen, sowie einem Ententeich, immer tiefer in den Wald hinein. Dort angekommen zeigte uns Michael, der ja auch noch zertifizierter Waldpädagoge ist, etwas ganz Außergewöhnliches. Er nahm nämlich plötzlich eine Brennnessel in die Hand, und fuhr sich gleich darauf mit ihr durch seine Hände und durch sein Gesicht, ohne dass er sich dabei verletzte.

Nessel 6„Hier zeigt sich, wer wirklich Mut hat!“, provozierte uns der Forstwirt, und fragte  uns gleich darauf ganz frech: „Nah, willst du die Brennnessel auch mal anfassen?“ – Natürlich erklärte er uns wenig später den Trick, wie man eine Schafe 5Brennnessel anfassen kann, ohne sich zu verletzten, oder besser gesagt, was man tun muss, um aus einer Brennnessel eine Taubnessel zu machen.

Gegen Ende unserer lehrreichen Tour durften wir dann noch Schafe, Ziegen und Esel füttern, und hatten erneut großes Glück, dass wir von den schweren Gewittern und Regenschauern in der kompletten Metropolregion, wie immer so gut wie verschont blieben. Die größere Gießkanne voll Regen, die während der Führung auf uns herniederprasselte, wurde großteils von den dichten Blättern der Bäume aufgefangen, sodass wir nahezu trockenen Fußes wieder den Ausgang erreichten.

Im zweiten Teil unseres Programms besuchten wir „Das Haus“ in Ludwigshafen. Dieses hatte heute wieder zu seinem traditionellen Spielenachmittag eingeladen. Hier standen uns nicht nur sehr viele hauseigene Spiele zur Verfügung, sondern die Besucher hatten natürlich wie immer auch die Möglichkeit Spiele mitzubringen, und das komplette Außengelände zu nützen, das aus einem großen Spielplatz und einem Bolzplatz besteht.

Jannik 1Wie immer durfte natürlich jeder von uns spielen, was ihm beliebte. So wurde an diesem Nachmittag neben Karten, auch Bingo und Monopoly gespielt, und als motorischer Ausgleich Fußball, denn unser 1. Vorsitzender hatte unsere ANIMUS-KLUB-Bälle mitgenommen. So war in den nächsten zwei Stunden sehr viel Spiel und Spaß garantiert.

Dass so ein ereignisreicher Nachmittag natürlich auch großen Hunger aufkommen ließ, war klar, und so wollten wir zum Finale des Tages eigentlich nur noch kurz einen kurzen Abstecher ins La Torre da Angelo, dem italienischen Ristorante mit dem wunderschönen Brunen machen, um lecker Pizza zu essen. Dort angekommen stellen unsere Kids jedoch fest, dass ein junger Musiker gerade dabei war eine Musikanlage aufzubauen und seine Musikinstrumente daran anzuschließen.

Mo 4Mo Anton, hieß der Künstler, der sowohl Keyboard als auch Gitarre spielte, und am heutigen Abend im Rahmen des Ludwigshafener Kultursommers, hier auf der Terrasse des Restaurants, ein gut zweieinhalbstündiges Konzert geben würde.

Mo 16Schnell mit dem sympathischen Spanier Freundschaft geschlossen, zeigte der Musiker unseren Kindern seine Instrumente und beantwortete in diesem Zusammenhang auch viele Fragen von ihnen. 

„Können wir das Konzert von ihm auch noch anschauen?“, fragten unsere Kinder unseren ersten Vorsitzenden.

„Wenn ihr wollt, gerne. Dann müssen wir nur kurz euren Eltern Bescheid sagen, dass wir etwas später kommen.“

Mo 19Kurz eine Nachricht in unsere WhatsApp-Gruppe gepostet, konnte die gut zweistündige Verlängerung auch schon beginnen, und unser erster Vorsitzender durfte sich auch einmal an das Keyboard setzen und ein bisschen jammen, während Mo. Anton den Sound am Mischpult auspegelte. Das bekannte AlexKeyboardstakkato des Bon-Jovi-Songs „Runaway“, sowie das ebenso berühmte Intro von „Shine On You Crazy Diamond“ von Pink Floyd, und als kleine Zugabe und Zusatzgag noch das Weihnachtslied „Ihr Kinderlein kommet“, waren die drei Titel, die unser Vorsitzender noch auswendig un spontan spielen konnte, wobei bei dem Pink-Floyd-Titel leider Richard-Wrights überlappende Kurzweil-Sound-Teppiche und die analogen Moogsounds fehlten,  so dass der Titel leider nicht ganz so originalgetreu klang. Aber cool war das irgendwie schon.

Die gute Laune am tollen Lutherbrunnen richtig ausgetobt, genossen wir dann teilweise pitschnass wie immer fantastisch knusprige Steinofenpizza, aber auch leckeren italienischen Salat.

Brunnen 2  Brunnen 1  Pizza 1    Nick 5

„Wenn ihr kommt, haben wir einfach schönes Wetter“, so Patrone Angelo, der sich überglücklich zeigte, dass der sehr starke, noch bis zum späten Nachmittag andauernde Regen vor der Cafédrale verschwunden war, und stattdessen strahlender Sonnenschein die Terrasse des Turms 33 erfüllte. Langsam erfüllte sich aber auch das Restaurant mit immer mehr Besuchern. Mittlerweile war die Hitze so groß, dass unsere Kiddies nur noch barfuß durch den langen Wasserkanal des Lutherbrunnens liefen, oder sich unter dessen Fontänen abkühlten.

Publikum 1Auch das, was das Team rund um Angelo Montano wieder aus der Küche zauberte, war nicht nur eine Augen- sondern auch eine Gaumenweide. Die Pizza schmeckte wieder mal so etwas von lecker, und der Italienische Salat, den wir dazu genossen,  erfrischte in der enormen Hitze des Abends ebenfalls unglaublich gut.

Gegen 20.00 Uhr betrat dann Mo. Anton die Bühne und eröffnete seine Show mit dem selbstkomponierten spanischen Stück Tal para cual. Von dem Stil Mo 6her ging die Musik gleich in Richtung urlaustauglicher Popmusik, und so konnten die Besucher bereits nach den ersten Tönen einen Hauch des spanischen Temperametes genießen.   

Auch der zweite Song „Consciousness 3.0“ stammte aus der Feder des jungen Spaniers, der in seinem Heimatland bereits einige Preise auf Musikfestivals einheimsen konnte, und auch bei uns schon des Öfteren im RNF-Life zu sehen war. Hier bot uns der Musiker in seiner Ein-Mann-Show wieder eine völlig andere Musikrichtung, was auch unseren Kids gleich auffiel, genauso wie im dritten selbstkomponierten Stück „Better Still“.  

Im vierten Song „Belief“, im Original von der jungen Blues-Größe John Mayer, wechselte Mo. Anton vom Keyboard zur Gitarre, und präsentierte uns eine gekonnte Akustikversion dieses exzellenten Stücks. Großer Applaus erfüllte im Anschluss an den Song die Terrasse, den auch Haushündin Leica sichtlich zu genießen schien, denn sie schlich sich während des Konzertes mal kurz auf die Bühne, um sich zu vergewissern, dass hier auch jeder mitklatschte.

Leica & Mo 3  Zuschauer 8  Kids & Leica 1  Mo 10

Nach einem für uns unbekannten Stück Gypsy MC von Jason Mraz, einer Mischung aus spanischer Flamenco und Songwriting, folgte die erste ganz große Überraschung, denn Mo. Anton präsentierte uns „Rolling in the Deep“ von Adele in der Linkin-Park-Version, und legte im Anschluss daran mit dem Klassiker „September“ von Earth, Wind & Fire, gleich noch einmal einen absoluten Mo 27Hammersong aus den Siebzigern nach.

Mo 23Lieder mussten wir nach diesem Song wirklich den Heimweg antreten, denn es war schon weit nach 21.00 Uhr und wir waren bis dato ja auch schon seit gut neun Stunden unterwegs, und durch das Herumtoben am Lutherbrunnen auch ziemlich müde geworden. Aber wir freuen uns schon auf das nächste Event in Deutschlands einzigster Kirchenpizzeria, und bedanken uns wieder einmal ganz besonders bei Patrone Angelo Montano und seinem tollen Team für diesen wunderschönen Abend und die unglaublich leckere Pizza.

 

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Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Gehalt bietet! (J. W. von Goethe)

Leica & Mo 2  Kutsche 2  Nick 2  Kids 1  Reh 5

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