(150) BASF-Kids-Lab & Anilinausstellung


„Einmal sehen, wo der Papa arbeitet!“ – ANIMUS-KLUB-KIDS kühlen sich bei der BASF im „Keep-Cool-Workshop“ des Kids‘ Lab kräftig ab, und erfrischen sich unter den Wasserfontänen des Friedensparks!

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„Wo arbeitet eigentlich unser Papa und was macht er denn dort ganz genau?“ – „Wie kann man aus Wärme Kälte erzeugen?“ – „Und wie verändern Alginate und Kalziumchloridlösungen ihre farbliche Konsistenz bei Wärme- oder Kältezufuhr?“ – Diese Experimente und noch vieles mehr, erwarteten uns bei unserem diesjährigen Besuch in der BASF.

Raru 1Doch bevor es im Kids‘ Lab mit „Keep cool“ losging, durften wir uns zuerst einmal von der großartigen Anilinausstellung faszinieren lassen. Hier waren nämlich über die Stockwerke des Besucherzentrums verteilt, rund 200 multimediale Exponate und IMG_1817interessante Alltagsphänomene aus 150 Jahren BASF-Geschichte aufgebaut, die wir natürlich auch ausprobieren durften (wollten).

Um tiefer in die Historie der BASF einzutauchen, haben die Verantwortlichen riesige Touchscreens in ihren Ausstellungsräumen aufgestellt, an denen man interaktiv und multimedial die wichtigsten Stationen, quasi ein Retrospektiv, der ersten 150 Jahre einsehen und bewundern kann.

IMG_1793„Wenn ich an diesem Hebel drehe, dann passiert ja gar nichts!“, stellten unsere Kids auf einmal fest – „Nah, dann musst du halt den Hebel ein bisschen schneller drehen und schauen, was sich dann verändert!“, so die Antwort von einem unserer Väter, der als Ingenieur bei der BASF arbeitet. IMG_1792Wenige Augenblicke später schoss dann ein Raketenteil, begleitet von einem lauten Knall nach oben. Teils etwas erschrocken, teils aber auch völlig verblüfft schauten sich unsere Kids an. „Ja, genauso funktioniert ein Raketenstart!“ – Deshalb heißt das Exponat auch Knallgasrakete, denn hier wird Wasser durch das Kurbeln in elektrischen Strom umgewandelt und dadurch in die Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff gespaltet. Das Volumenverhältnis 2 zu 1 lässt dann den Knall entstehen und die Rakete nach oben IMG_1779schießen. Grund genug für unsere Kids das ganze Experiment noch einmal auszuprobieren, um zu sehen, ob das jedes Mal funktioniert, oder ob das nur ein Zufall war.

Spielen mit dem Superabsorber, könnte man das nächste Experiment wohl am besten bezeichnen, denn hier durften unsere Kinder ein kugelförmiges, spielzeugähnliches Etwas in die Hand IMG_1789nehmen und auseinanderziehen. Sobald sie es die größtmögliche Position erreicht hatte, schnalzte es, fast wie von Geisterhand, wieder in den Ursprungszustand zurück. „Hoppla! – Was war das denn Verrücktes?“ – Das war ja so lustig, dass das unsere Kids  gleich noch einmal ausprobieren mussten.

IMG_1803Die BASF stellt ziemlich viele Sachen her. Um bestimmte Produkte besser kennenzulernen, haben die Verantwortlichen einen Experimentiertresen eingerichtet. Hier können die Besucher durch fühlen, sehen und riechen unterschiedliche Erzeugnisse erforschen. Im Mittelpunkt stand dabei vor allem der vielseitig einsetzbare Kunststoff Polyurethan, ein Schaumstoff, der Fenster und Türen in Mauern festhält oder in Autocockpits zur Verschönerung eingesetzt wird. Sitzen und Schlafen kann man auf diesem Kunststoff ebenfalls sehr komfortabel.

IMG_1800Direkt nebenan stand ein großer gläserner Kasten, indem sich allerlei gefährliche Sachen befanden. Schnell fanden wir heraus, dass es sich hierbei um ein interaktives Periodensystem handelte, denn in dem IMG_1784Kasten waren alle Elemente des Periodensystems in Acrylwürfel eingearbeitet. Mit zwei Sicherheitshandschuhen konnten wir nun jedes einzelne Element greifen und in eine dafür vorgesehene Halterung einlegen. Gleich darauf erfuhren wir dann an einem Monitor die wichtigsten Informationen über dessen Eigenschaften. „Glovebox“, zu Deutsch „Handschubox“ wird dieser gläserne Kasten offiziell genannt, für den die BASF mit dem Designerpreis „reddot design award“ ausgezeichnet wurde.   

Nach diesem tollen und spannenden Einblick in die Anilingeschichte der BASF betraten wir des Mitmachlabor H2O & Co, in dem heute, passend zum Wetter, der Workshop „Keep cool“ angeboten IMG_1822IMG_1825wurde. Während also ganz Deutschland in der Sommerhitze schwitzte, durften wir, angeleitet von der Mikrobiologin Frau Reuschenbach und der Physik- und Mathematikstudentin Thao Ngo, im sehr angenehm klimatisierten Kids‘ Lab, und passend zum Wetter, das Geheimnis lüften, warum Wärme zum Kühlen wichtig ist, und wie man mit Wärme kühlen kann. Leider durften wir während den Versuchen keine Fotos machen, so dass wir euch jetzt in unserem Bericht nicht zeigen können, wie viel Spaß uns das ganze gemacht hat. Aus diesem Grund haben wir noch einige Bilder von der Anilinausstellung eingefügt, weil ein Bericht über Jugendarbeit ohne Bilder ein bisschen farblos aussehen würde.   

IMG_1821Um Herauszufinden wie man mit Wärme kühlt, bekamen wir von Frau Reuschenbach eine Thermosflasche aus Metall. In diese durften wir nun mit Hilfe eines Trichters kaltes Wasser einfüllten und gleich darauf mit einem Thermometer die Temperatur bestimmten. 3,3° C war die IMG_1756Anfangstemperatur unseres Wassers. Nun sollten wir die Flasche mit Wärme dämmen und schauen, wie sich die Temperatur verändert. Zum Dämmen wurden uns verschiedene Materialien zur Verfügung gestellt. Hier entschieden wir uns für eine Dämmung aus Flies, Styropor, sowie einem speziellen Verpackungsschaumstoff und stellten dann die Flasche zusätzlich noch in einen Messbecher. Parallel dazu stellte Frau Reuschenbach eine ungedämmte Flasche auf den Tisch, damit wir sehen konnten, welches Wasser länger kalt blieb.

Nach 10 Minuten hatte sich unser Wasser auf 5°C erwärmt, während das Thermometer des ungedämmten Wassers von Frau Reuschenbach bereits 6°C anzeigte. Deutlich wärmer war das Wasser von der Mikrobiologin aber nach 20 Minuten. Während unser Thermometer erst 6,6° C anzeigte, lag die Temperatur bei der ungeschützten Flasche bereits bei 10,8°C, also 4,2° Grad wärmer. „Wärme eignet sich also tatsächlich zum Kühlen!“

IMG_1807Das lustigste Experiment des heutigen Workshops, war aber die Herstellung von Würmchen mit einem dicken Kopf und einem dünnen Schwanz. Dazu verwendete Frau Reuschenbach ein Alginat, das sofort mit Wasser reagierte und daraus blaue und rosane Würmchen entstanden.

IMG_1760Jetzt bekamen wir sowohl ein Glas mit kaltem, als auch ein Glas mit warmem Wasser, und natürlich auch ein blaues, sowie ein rosanes Würmchen, um zu testen wie diese auf Kälte bzw. Wärme reagierten. Hier konnten wir feststellen, dass das blaue Würmchen im kalten Glas seine Farbe beibehielt, während das rosane im warmen Wasser fast bis zur Farblosigkeit verblasste. Bei Tauschen der Würmchen erhielt das rosane Würmchen sofort, wie IMG_1752durch Zauberhand, seine Farbe wieder zurück, und aus dem dunklen Blau wurde ein fast durchsichtiges Weiß.

Nach dieser tollen Chemiestunde, gab es dann zusätzlich noch eine unglaublich beeindruckende einstündige Werksrundfahrt unter rund 3.000-Kilomter-Rohren hindurch und an 120 Firmen vorbei. Auch hier durften wir leider keine Fotos machen, sodass wir euch die faszinierenden Eindrücke dieses Monuments ebenfalls nicht in Bildform hier in unserem Bericht präsentieren können.

IMG_1847Da wir noch sehr viel Zeit hatten und die Hitze am späten Nachmittag etwas erträglicher wurde, fuhren unsere Betreuer mit uns noch in das Kinderparadies des Friedensparks. Das Ludwigshafener Kinderparadies ist ein sehr großer und betreuter Spielplatz, der im Sommer mit seinem IMG_1851großen Wasserareal, eine richtig tolle Erfrischung bietet. Mehrere Fontänen und ein kleiner Höhlenwasserfall, sowie ein kleines Planschbecken oberhalb, sorgen hier für unglaublich erquickenden Spaß. „Das war mal etwas anderes, als immer nur ins Schwimmbad oder an den See zu gehen!“ – Hier konnten sich unsere Kiddies nun gut zwei Stunden austoben, durch die meterhohen Fontänen laufen oder sich einfach unter dem Wasserfall abkühlen.

IMG_1894Beendet wurde unser abwechslungsreicher Tag, dann noch mit einem fast schon traditionellen Besuch bei unserem Lieblingsitaliener Angelo Montana in der Cafédrale Turm 33, wo wir wie immer, zu dem wundervollen Terrassen-Ambiente, eine richtig knusprige Pizza verputzten.

Last but not least möchten wir uns bei mittlerweile 350.000 Webseitenbesuchern und bei über 500 Facebook-Fans ganz herzlich bedanken.  

 

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