(154) Tischlein deck dich & Street-Foot-Weekend


„Tischlein deck dich!“ – Das urbane Frühstück des Hack-MuseumsgARTens für ein schöneres Zusammenleben! – Street-Food-Weekend in Heidelberg für wundersame Gaumenfreuden!

IMG_2911  IMG_2918  IMG_3069  IMG_3077

Im letzten Jahr überraschte uns das Wilhelm-Hack-Museum mit einer tollen Spaghetti-Transaktion, die in Kooperation mit der Lutherkirche und Angelo Montano, dem Patrone der Cafédrale Turm 33 durchgeführt wurde. Hier brachten alle Gäste entweder eine Vorspeise oder ein Dessert mit, und legten die Gaben auf eine dafür bereitgestellte Tafel. Im Gegenzug dazu gab es an diesem Tag Spaghetti Aglio i Olio, sowie Wasser und Apfelsaftschorle bis zum Abwinken, und jeder Gast durfte sich von dem reichhaltigen Büffet etwas nehmen.

Tischlein-deck-dich (5)Tischlein-deck-dich (7)Dieses gegenseitige „Geben und Nehmen“, eine Tugend, die in unserer heutigen Gesellschaft leider bei vielen Menschen nur noch auf das „NEHMEN“, sprich auf die „Bedürfnisbefriedigung“ beschränkt ist, war auch das Motto bei dem niedlichen Programm „Tischlein deck dich“ des HackmuseumsgARTens. Auch hier waren die Gäste angeregt etwas Leckeres mitzubringen und auf eine Tafel zu legen, von der sich dann jeder bedienen konnte.

Toll organisiert von den Initiatoren Gerold Blaese und Rolf Grzan und tatkräftig unterstützt von IMG_2919Tischlein-deck-dich (12)Ilona Schäfer, füllte sich schnell ein Gabentisch, der bunter, vielseitiger und internationaler kaum hätte sein können. So gab es neben uns bekannten Speisen wie Nudelsalat, Frischkäse und Joghurts auch eine libanesische Wahlnusspaste, einen chinesischen Glasnudelsalat, ein indisches Reisgericht, und noch viele, viele Sachen mehr. Schnell wuchs das Büffet auf eine Größe, dass ein mehrstündiges gemütliches Beisammensein und miteinander reden bei gutem und gesunden Essen möglich war.

IMG_2902Der Duft von frischgebackenem Zwiebelbrot und Mehrkornbrötchen, mit, oder ohne Zwiebeln, aber auch die mit Käse überbackenen Schrippen, ließen uns bereits zu Beginn des Festes das Wasser im Munde zusammenlaufen.

IMG_2896Der Garten selbst zeigte sich ebenfalls in einer wunderschönen, bunten Farbenpracht, und wir entdeckten erstmals den riesigen Zwerg, der bisher immer so gut wie unsichtbar hinter dem Bücherregal stand, und heute mehr in den Mittelpunkt des Gartens gerückt wurde.

IMG_2906Anfangs haben unsere Kids ja noch gedacht, dass dieses Programm vielleicht ein wenig langweilig für sie sein könnte, aber jetzt wuchs bei ihnen, wahrscheinlich auch aufgrund der vielen unterschiedlichen und teilweise völlig unbekannten Speisen des Büffets, plötzlich ein gewisses Interesse an den einzelnen Beeten, und sie stellten hier und da einige Fragen. IMG_2907Ja, die kreativen Beete intensiv betrachten, dabei die Muse fördern, aber auch erraten, welche Früchte oder Blumen denn in den einzelnen Beeten wuchsen, und parallel dazu, von dem reichhaltigen Büffet naschen, war wieder einmal etwas ganz Anderes als sonst, um nicht zu sagen etwas Neues, und diese neue Erfahrung mussten sich unsere Kiddies erst ein IMG_2923bisschen erarbeiten. Aber so ist das nun mal mit der Kunst und den eigentlichen Dingen des Lebens. Die bekommt man halt nicht auf Knopfdruck.

„Interesse für Kunst wächst langsamer, aber auch nur dann, wenn man es regelmäßig fördert!“ – Somit ist das Interesse für Kunst durchaus vergleichbar mit einem Garten. Dieser trägt auch nur Früchte, wenn man ihn regelmäßig hegt und pflegt, aber verwelkt oder verwuchert, wenn man das nicht tut oder es vergisst.

Somit ist das Näherbringen von Kunst und Kultur nicht nur eine sehr wichtige elementare Aufgabe im erzieherischen Bereich, sondern auch für die persönliche Entwicklung und Horizonterweiterung eines Kindes unerlässlich.

Hier hatte der HackmuseumsGARten vor drei Jahren die geniale Idee mit einem urbanen Garten nicht nur die Kreativität der Menschen zu fördern, sondern ihnen damit auch regelmäßige Zusammenkünfte zu ermöglichen. Im Garten selbst dürfen dann die jeweiligen Gärtner oder Kunstkreativen ihren Ideen freien Lauf lassen und ihre Beete nach Belieben gestalten. Dem Einfallsreichtum sind hierbei keine Grenzen gesetzt, und so findet man im Hackgarten fast ausschließlich unglaublich außergewöhnliche und sehr originelle Beete.  

Gummistifelbeet 2  IMG_2898  IMG_2914  IMG_2892

Aus diesem Grund stehen sowohl die Kunst, als auch der Genuss von nicht alltäglichen Spezialitäten regelmäßig auf unserem Programmplan, denn diese beiden Lebensgüter leisten einen sehr großen Beitrag dazu, dass unsere Kinder langfristig zu interessierten, weltoffenen und verantwortungsbewussten Menschen heranwachsen, denn nur wer den Wert der Kunst und das Gut und die Würde seiner Umwelt (seiner Mitmenschen, der Pflanzen- und der Tierwelt) innerhalb des Heranwachsens zu schätzen lernt, lernt auch die Werte des Lebens und des Zusammenlebens achten, und hier leistete der HackmuseumsGARten mit seinem Programm „Tischlein deck dich“ wieder einmal einen sehr schönen und würdevollen Beitrag.

IMG_3039Ein paar Tage später stand dann mit dem BE! Street-Food-Weekend auf dem Heidelberger Messplatz ein weiteres kulinarisches Highlight auf unserem Programmplan. Über die letzten zwei Jahre haben unsere Kinder und Jugendlichen bei vielen unterschiedlichen Veranstaltungen die sehr schöne Erfahrung gemacht, dass es eine unglaubliche Bereicherung sein kann, einfach einmal etwas anderes zu Essen, als das, was es traditionell auf nahezu jedem Fest gibt. So haben sich einige IMG_3060von ihnen schon zu kleinen Gourmets entwickelt, die schon wesentlich mehr internationale Speisen und Köstlichkeiten probiert haben als ihre gleichaltrigen Kammeraden. Ganz nach dem neugierigen Motto: „Interessant ist immer nur das, was ich nicht kenne!“, war es für uns natürlich fast schon selbstverständlich, dass wir diese gaumenfreudige Veranstaltung an einem der beiden Tage besuchen werden.

IMG_3043So war die Freude bei unseren Kiddies natürlich riesig, als sie erfuhren, dass sie heute mal wieder in den Genuss kommen würden, außergewöhnliche Spezialitäten zu genießen.

Über Facebook schon seit Monaten beworben, hatte das Organisationsteam von DER BRGR und Be! Street Foot über das Wochenende rund dreißig, meist internationale Stände auf dem Kirchheimer Messplatz platziert.

Außer den berühmten Pommes frites (diese, allerdings aus Belgien) und natürlich Hamburgern (selbstverständlich ebenfalls anders belegt und kreiert, als nur mit Salatblatt, Gurke, Ketchup und Majo) konnte man auf dem Be! Street-Foot-Weekend, wirklich an jedem Stand nur die „etwas anderen“ Speisen genießen.

IMG_3075  IMG_3048  IMG_3042  IMG_3057

Da gab es zum Beispiel Wikingerbrot – was das ist, das werden wir euch gleich näher vorstellen – Laotische Spezialitäten wie GIO KHAO, PIN LUK SIN und SEI GORK MAK HUN, Japanisches Sushi, Englische FISH & CHIPS, eine Hipster-Rolle, die dem Ungarischen Kürtőskalács sehr ähnlich sah, Chilenische Empanadas, Chinesisches DYM SUM GYOZA mit Huhn und frischem Trüffel, sowie SHUMAI mit frischen chiliverfeinerten Garnelen, Schweizer Strudel in vielen bunten Variationen, KOTTHU und DHAL aus Sri Lanka und noch vieles, vieles mehr.

IMG_3067Obwohl unsere Kids, genauso wie viele Besucher, vor der äußerst schwierigen Frage standen: „Was essen wir denn jetzt. Das sieht ja ALLES richtig lecker aus!“, konnten sie sich doch relativ schnell entscheiden, was sie heute gerne einmal probieren wollten. So gab es als Horsd’œuvre vier leckere, mit Sesam verfeinerte Lachs-Sushi-Maki und als Hauptmenü Wikingerbrot.

IMG_3063Sushi müssen wir euch hier jetzt nicht näher vorstellen, denn diese Fischspezialität hat sich in den letzten 10 Jahren schon ein wenig in unserer Esskultur etabliert, und genießt daher auch einen gesellschaftlichen Bekanntheitsgrad. Das Wikingerbrot hingegen, ist da
schon etwas unbekannter. Es handelt sich dabei, um ein spezielles Brot, das nicht im Ofen, sondern in der Pfanne gebacken wird. Es ist ein IMG_3072wenig dicker als ein Pfannkuchen, und ähnelt ein bisschen der Ungarischen Lángos. Auf den Teig, der so weich gebacken ist, dass er auf der Zunge zergeht, werden dann Meeresspezialitäten wie Garnelen, Lachs oder Nordseekrabben gelegt und diese dann mit einer Soße nach Wahl verfeinert.

Mehr Appetit wollen wir euch jetzt allerdings nicht mehr machen, da diese ganzen Köstlichkeiten leider nicht über den Bildschirm essbar sind, sondern nur vor Ort probiert und gegessen werden können. Deshalb „Hingehen“ und genießen!   

Zu guter Letzt bedanken wir uns wieder bei Ilona Schäfer vom Hackmuseumsgarten, die uns wie immer ein paar ganz tolle Fotos für unseren Bericht zur Verfügung stellte. 

 

ANIMUS KLUB

Wir wissen die Kunst und das Kulinarische zu schätzen!

IMG_2908  IMG_3051  IMG_3065  IMG_2930

„Hat euch unser Bericht gefallen?“ – Wenn ja, dann würden wir uns über euer „Like“ und einen Kommentar auf Facebook sehr freuen. Vielen Dank

Tweet about this on TwitterPrint this pageShare on Google+Share on FacebookEmail this to someone