(21) Kochen in Adventon & Spaghetti-Transaktion


Mittelalterliches Kochen in Adventon und eine geniale Ludwigshafener Tisch-Spaghetti-Transaktion lassen ANIMUS-KLUB-Kids mal so richtig chillen!

Gelände 1      Gelände 2 

Jedes Jahr veranstalten die Siedler des Mittelalterdorfes Adventon in Osterburken für die Freunde dieser historischen Zeit, eine Vorführung, wie die Menschen damals vor 500 bis 1.500 Jahren gebacken oder ihr Essen gekocht haben.

So war der Programmablauf an diesem Wochenende wesentlich ruhiger und weniger aktionsreich als gewohnt, denn heute erwarteten uns weder „blutige“ Ritterkämpfe oder „brutale“ Wikingerschlachten, noch zaubernde Gaukler und freche Schalks, sondern stattdessen ein originalgetreu nachgebauter Lehmbackofen aus dem 16. Jahrhundert, der mit Holz Lehmofen 2angefeuert wurde, und sehr viele Wasserkessel, die in der Gärten der jeweiligen Parzellen über den offenen Feuerstellen gemütlich vor sich hin köchelten.

Gerade, was den Lehmbackofen betraf, bekamen wir sehr viele wissenswerte Informationen von den Siedlern. So erklärten sie uns zum Beispiel, dass wir auf gar keinen Fall zu nahe an den heißen Ofen herantreten dürften, weil hier ansonsten die ganz große Gefahr bestünde, sich dabei die Augenbrauen ganz böse zu versengen.

RäucherofenVon der Bäuerin erfuhren wir weiter, dass sie heute kein Weizenbrot backen würde, da der Weizen zu der damaligen Zeit leider noch nicht bekannt war. So wurde der Brotteig an dem heutigen Nachmittag aus Roggen und Dinkel erstellt.

Auch einen Räucherofen der damaligen Zeit hatten die Siedler in Gang gesetzt, um darin acht große Fische zum Abendessen zu räuchern.

In einer anderen Parzelle gab es sehr viele unterschiedliche Kräuter zu entdecken. Hier wurden unter anderem Hirsebrei, sowie ganz andersartige Soßen gekocht. An die Zutaten dieser Köstlichkeiten können wir uns jetzt allerdings nicht mehr im Einzelnen erinnern, aber den Geschmack werden wir wohl immer für uns bewahren können. Auch getrockneten Fisch durften wir probieren, eine Spezialität, die heute noch, vor allem in Russland, sehr gerne als abendlicher Snack zum Bier gegessen wird.

Neben den vielen unterschiedlichen Koch- und Backstationen gab es aber auch wie immer sehr viele Tiere zu bewundern. Egal ob nun Schafe oder Ziegen, die auf den saftigen Wiesen, der schön hergerichteten Einzäunungen grasten, oder die Hasen im Streichelzoo, sie alle waren eine ganz große Bereicherung des Lebens in diesem einzigartigen Dorf; einem Dorf, indem vor allem die Uhren etwas anders – langsamer – laufen, als in unserem wahren und oftmals sehr stressigen Leben.

In Adventon wird derzeit aber auch ganz fleißig gebaut und erweitert. So hatten wir an diesem Tag das große Glück, dabei zuschauen zu Pflasterstraßedürfen, wie die Siedler eine neue Straße, ganz getreu nach mittelalterlichem Baustil errichteten. Gekonnt fügten die Fachleute dabei unterschiedlich große Steine nebeneinander zusammen, sodass ein schönes, aber nicht gleichmäßiges Muster entstand. War eine derartige Straße im Mittelalter noch in jeder Stadt Gang und Gäbe, würde man heute als Autofahrer wahrscheinlich ein solches unebenes und gewölbtes Pflaster verfluchen wie die Pest. Aber in Adventon fahren ja zum Glück keine Autos, sodass sich diese Straße sicherlich in naher Zukunft zu einem ganz großen Besucherhighlight entwickeln wird, weil sie den Spirit der damaligen Zeit exakt wiederspiegelt.


Ludwigshafen und „Hack and the City“

Spaghetti 2Ebenfalls sehr ruhig und „chillig“, aber nicht weniger kulinarisch, ging es dann einen Tag später auf der genialen Tisch-Spaghetti-Transaktion in Ludwigshafen zu. Eingeladen zu dieser ebenfalls außergewöhnlichen Aktion hatte erneut das Wilhelm-Hack-Museum, im Rahmen seiner derzeitigen Ausstellung „Liebe“. In Kooperation mit der Citykriche Ludwigshafen und dem Chef des Restaurants „La Torre da Angelo“ Signore Montana stand der diesjährige Familientag anlässlich des 37. Internationalen Museumstages kindergetreu unter dem niedlichen Motto „Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb!“

Spaghetti 3„Was bitteschön, ist denn das nun schon wieder, eine Tisch-Spaghetti-Transaktion?“ Auf so ein geniales Programm, kann nur die Stadt Ludwigshafen kommen. Das Prinzip ist ganz einfach, du gibst etwas von dir und bekommst etwas von mir. Und genauso fand bei strahlendem Sonnenschein auf dem großen Vorplatz, des in die Turm-Kathedrale eingebauten Restaurants, diese tolle und einmalige Begegnungsfeier statt.

Von 12-14 Uhr konnten nun alle Besucher im Tausch gegen eine Vorspeise oder ein Dessert kostenlos so viele Spaghetti „Aglio olio“ essen, wie sie wollten, und bekamen vom Patrone höchstpersönlich den geriebenen Parmesankäse serviert. Auch Getränke wie zum Beispiel Apfelschorle und Wasser waren an diesem Tag kostenlos, genauso wie die unglaublich wichtige und erfrischende Abkühlung in dem wunderschönen Brunnen am Fuße der Treppe.

Frisch gestärkt und gut erholt machten wir uns dann noch auf in die sehr sehenswerte Liebesausstellung des Hack-Museums, die wir unseren Lesern zum Schloss ebenfalls noch ganz wärmstens ans Herz legen möchten. Last but not least möchten wir uns noch ganz herzlich bei Frau Pfarrerin Barbara Schipper und Frau Bärbel Bähr-Kruljac von der Lutherkirche Ludwigshafen für die Fotos bedanken, die sie uns für unsere Veröffentlichung zur Verfügung gestellt haben.


ANIMUS KLUB

Leben kann so schön sein, allerdings nur dann, wenn man es gemeinsam lebt!



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