(299) BASF-Kellereifest (1) – Der Mitarbeiter-Bandcontest


Ready’n’Rock, Citizens Of Egoland, JamSlam, das Graf Schlotz Orchester, Fine R.I.P. und Kingsavage lieferten sich einen spannenden Mitarbeiter-Bandcontest auf dem diesjährigen Kellereifest der BASF!

basf-bandcontest

Ein wunderschöner Abend erwartete uns beim diesjährigen Kellerfest der BASF auf dem Anilinparkplatz der Firma. Bestens organisiert zauberten die Verantwortlichen mit der Hilfe des Walldorfer Sessions nicht nur eine wahrlich große Bühne, sondern auch viele Essens- und Getränkestände auf das umliegende Gelände. Ein angenehmes Temperaturambiente im Vorfeld, trug ebenfalls dazu bei, dass wir einen musikalischen Abend genießen konnten, der abwechslungsreicher nicht hätte sein können.

img_3730img_3788Sechs Bands aus der hauseigenen „BASF-Schmiede“ traten heute in einem jeweils auf 15 Minuten beschränkten Set gegeneinander an, um einen der lukrativen Hauptpreise zu gewinnen, die die Verantwortlichen ausgesetzt hatten. Hier gab es entweder eine Aufnahmesession in den Studios, oder eine besondere Führung durch die Mannheimer Pop-Akademie zu gewinnen. Ein für „Pälzer“ noch viel beliebterer Preis war allerdings eine Führung mit der heutigen Moderatorin durch den BASF-Weinkeller, der ja rund eine Million Weinflaschen enthält.

img_3735Den Anfang des Mitarbeiter-Bandcontests machte die Band READY’n‘ROCK von BASF-Mitglied Andreas Eichelberger-Jaudes. Die vier Musiker machten als Opener ihrem Namen alle Ehre und servierten den Besuchern in ihren 15 Minuten vier exzellente Cover-Songs. „Bad Case Of Lovin‘ You“ von Robert Palmer, „Fairytales Gone Bad“ von Sunrise Avenue und der regionale Kult-Hit „Narcotic“ von der Mannheimer Band img_3736LIQUIDO, erklangen stark und unglaublich druckvoll durch die fantastische PA.

Daneben präsentierte sich der sympathische Sänger unglaublich publikumsnah, und bedankte sich noch einmal in aller Form bei seinen Kollegen für das tolle Geburtstagsgeschenk, das er heute voller Stolz in Form img_3744eines Basses in den Händen halten durfte.

Als besonderes Bonbönchen holte Andreas Eichelberger-Jaudes zum Finale noch seinen 15-jährigen Sohn Felix auf die Bühne. Zusammen mit ihm präsentierte das Quartett – als Quintett – nun den Song „Carry On“ von Garden Of Delight, bei dem der äußerst talentierte Teenager ein absolut großartiges Geigensolo zum Besten geben konnte, und die Band im Anschluss daran auch enorm viel Applaus seitens des Publikums erhielt.

img_3755Als Zweites betrat die Gruppe Citizens of Egoland die Bühne. Die Band um BASF-Mitarbeiter und Schlagzeuger Dr. Thomas Rühle bezeichnet sich zwar als Einwohner eines Egolandes, aber ihre Musik im völligen Gegensatz dazu als altruistisch. In Wahrheit spielen die fünf Jungs eigene Stücke, die sich dem alternativen Rockbereich zuordnen lassen, aber auch progressive Elemente img_3752beinhalten. Das Quintett, das im Februar gerade sein zweites Album „A limited Eternety“ veröffentlicht hat, arbeitet bereits fleißig am dritten Album „A wonderful Thought“. Proben tut die Band laut ihrem Schlagzeuger nur einmal im Monat in Münchweiler an der Rodalb. Die Idylle dieser ruhigen Gegend inspiriert die fünf Musiker sehr in ihrem kreativen Schaffen, von dem sich das Publikum gleich darauf auch überzeugen konnte. War der erste Set von READY’n’ROCK sehr kommerziell angehaucht, bekamen wir mit CITIZENS OF EGOLAND das völlige Kontrast, nämlich sehr anspruchsvolle, teils komplexe, teils interessant-arrangierte und filigrane Songs. So boten uns die fünf Musiker 15 Minuten alternative Unterhaltung vom Feinsten.

img_3765Danach wurde es ein wenig ruhiger, denn mit JAM SLAM betrat ein Quartett die Bühne, das sehr bekannte Rockstücke in ein neues musikalisches Gewand hüllte. So war es einerseits sehr ungewohnt den Sweet-Klassiker „Action“ in Begleitung einer  Geige zu hören, andererseits auch unglaublich interessant, wie die Band dieses Stück interpretierte. Das bisherige Trio des BASF-Mitarbeiters und Gitarristen Stefan Teutsch, das bereits im letzten Jahr auf dem img_3764Kellereifest aufgetreten ist, hat sich mit einer Violinistin zu einem Quartett aufgestockt, um so, in dieser neuen Formation, erneut um die Gunst der begehrten Preise mitzumischen.

Als zweites servierte uns die Band dann den Song „Man On The Moon“ von R.E.M. in einer exzellenten Coverversion. Sowohl spielerisch als auch gesanglich intonierte die Band diesen bekannten Hit aus den Neunzigern brillant, und brachte dabei auch die Geige kongenial zum Einsatz. Mit dem 80’er Hit „Paper in Fire“ von John  Mellencamp beendete die Band dann ihren 15-minütigen Set.

img_3783Als vierter Act stand nun das uns schon seit zwei Jahren bekannte Graf Schlotz Orchester auf dem Programm. Die Band, die ja nach dem Gitarristen und BASF-Mitarbeiter Christian Schlotzer benannt ist präsentierte sich wie immer nach dem Motto: „Zombis machen Spaß“, und hauten gleich darauf dem Publikum eine freudige Mischung aus SKA und PUNK mit eigenen Songs und urwitzigen Texten, um die Ohren.

„They Arrive“, so der erste Titel und Warnruf, der sieben Musiker, img_3781die gleich darauf, trotz der schwülen Hitze mit ihren langen „Dracula-Fracks“ auf der Bühne agierend, die musikalischen Zombies zum Leben erweckten. Ganz klassisch und charakteristisch für den SKA, dampften hier auch eine druckvolle Brass-Sessions zu einfachen und eingängigen Rhythmen, und verschmelzten diese zu „Happy-Fun-Songs“.

img_3786So machten der geniale Song „El Santo“ – „der Geist der Zombies“, das punkige „Today“, aber auch das uns bekannte „Pandemonic“ unglaublich viel Spaß, und die 15-minuten verflogen quasi wie im Fluge.     

Nachdem uns Christan Schlotzer erklärte, dass der Graf, das eigentliche, achte Mitglied der Band, heute leider zu dieser frühen Stunde nicht anwesend sein kann, wurde auch das Mysterium der vielen lustigen img_3795„Schörlehead-T-Shirts“ gelöst. Das T-Shirt, das nur rein zufällig der berühmten Band „Motörhead“ ähnelt, und daher das Wort Schorle in das Wörtchen „Schörle“ verwandelt, wurde von vielen, augenscheinlich „Hard-Core-Fans“ der Band getragen. Auch T-Shirts mit den Aufdrucken „Isch fress drei Schdegs!“, oder „Nie img_3797widda Rohkoschd“, brachten uns über den gesamten Abend zum Schmunzeln.

Genauso verrückt, um nicht zu sagen genial wie die T-Shirts rockte die „Pälzer Bänd“ – Fine R.I.P – gleich darauf die Bühne, und zelebrierte ganz bekannte Rockhymnen „uff Pälzisch“. „Wir hänn Bock zu feiern, kumm los uns feiern…“ im Original „We‘re not gonne take it“ von Twisted Sister, heizte das Publikum ein, und die Genialität, bekannte Rocksongs mit „gonz onnere img_3814unn pälzische Tekschde“ zu versehen, war kaum zu überbieten. Die Band selbst präsentierte sich als sympathische Stimmungsmachercombo, spielte ungeheuer druckvoll, wie aus einem Guss und zelebrierte sogar in Mitten der Zuschauer „pälzischen Patriotismus“ in Hochform. So konnten wir es als Badenser den Jungs auch nicht wirklich übel nehmen, dass sie den „ungenießbaren“ Badischen Wein mit dem Hooters-Song „Johnny B“ durch den „Schorle“ zogen. „Guck mol hi, was isch des für e Brie, des kipp ich gleich hi … So en Dreck dem kene Mensche schmeckt, was kann des wohl soi? – Na klar – Badische Woi!“

img_3835Nach diesem fulminanten Auftritt hatte es die sechste Band KINGSAVAGE natürlich nicht einfach hier noch einmal nachzulegen. Zwar agierten die Musiker unglaublich professionell, und präsentierten ihre harte Rockmischung aus Stoner und Grunge sehr anschaulich auf der Bühne, aber das Publikum hatte sich, so wie es aussah schon auf den Sieger des heutigen Abends festgelegt. So hatten es die Jungs, rund um img_3832den Sänger Arthur King wirklich nicht einfach das Publikum für sich zu gewinnen, obwohl sich Gitarrist und BASF-Mitarbeiter Schmecks, Bassist Johnny Savage, Schlagzeuger Fast Fred und der zweite Sänger und Gitarrist Luke le Duke wirklich mächtig ins Zeug legten.

Die Band, die ebenfalls gerade ein neues Album produziert bekam dennoch viel Applaus für ihre Darbietung, und beendete souverän ihren Set.

img_3865Gleich darauf stieg die Spannung, denn es stand die Verleihung des Publikumspreises bevor. Dieses durfte jetzt mittels Applausometers entscheiden, welche Band diesen Preis in Empfang nehmen durfte. Wie bereits vorweggenommen, war der Auftritt von Fine R.I.P. nicht zu toppen, und so gewann die Band am Ende auch den 1. Platz in der Publikumswertung.

Die zweite Wertung, die der Fachjury, stand allerdings noch aus. Diese sollte knapp 10 Minuten später erfolgen. Hier entschied sich die Jury dann für folgende Sieger:

 

1. Fine R.I.P.

2. Graf Schlotz Orchester

3. Citizens Of Egoland

 

Somit war der erste Teil des tollen Abends vorüber. Bevor stand uns jetzt noch der Auftritt der legendären 70-ies Band 10cc. Aber über diesen Event berichten wir am Freitag.

 

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ANIMUS KLUB

Die Musik drückt das was, was nicht gesagt werden kann und worüber schweigen unmöglich ist! – (Victor Hugo)

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