(300) BASF-Kellereifest (2) – 10cc


70-ies-Legende 10cc lässt die Blütezeit des intelligenten Songwritings neu aufleben! – Mastermind Graham Gouldman faszinierte die Besucher mit allen großen Hits der Band!

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Es ist eine der legendären Bands der Siebziger Jahre, die man nur noch ganz selten live zu Gesicht bekommt. Zusammen mit Eric Stewart, Lol Cream und Kevin Godley gründete Graham Gouldman Ende der Sechziger Jahre die Band 10cc, und feierte mit dieser Formation in den Siebzigern die größten Erfolge.  

img_3903Graham Gouldman, der im Mai gerade seinen 70. Geburtstag feiern durfte, ist das letzte noch verbliebene Originalmitglied der Band, und hält seit dem Ausstieg von Eric Stewart 1995 den guten alten musikalischen Spirit dieser goldenen Zeit noch in sehr seltenen Live-Konzerten am Leben. Es ist daher auch eine der ganz wenigen großen Bands, die unsere Vorstände noch nicht live miterleben konnten. Dass wir in den Genuss dieses absoluten Highlights kommen duften, hierfür schon einmal ganz großen Dank an die Verantwortlichen der BASF.

img_3918Der Old-Star Gouldman, der bereits in den Sechzigern für den Erfolg der Yardbirds oder auch die weltbekannten Single-Hits wie „No Milk Today“ von den Herman‘s Hermits, und „Bus Stop“ von den Hollies verantwortlich war, gründete in den Achtzigern ebenfalls das äußerst erfolgreiche Side-Projekt „WAX“, welches mit dem Song „Wherever You Are“ ebenfalls einen Welthit landete, und veröffentlichte nach dem „Album-Ende“ von 10cc 1995 zwei sehr hörenswerte Solo-Alben.

img_3889Seine 70 Lenze sieht man dem äußerst jung- und auch fitgebliebenen Graham Gouldman nicht wirklich an. Im Gegenteil, man hatte beim Konzert eher das Gefühl, dass die Liebe zu der Musik ihn nicht altern ließ. So zelebrierte Gouldman zusammen mit einer exzellenten Begleitband, die sowohl aus langjährigen und gereiften Musikern, als auch aus heißhungrigen jungen img_3929Talenten bestand, den besonderen Rock’n’Roll auf der Anilinbühne.

„The Wall Street Shuffle“, war der erste Song, den die Band spielte. In den Siebzigern ja von der Musikpresse auch mehrfach das Prädikat verleihen bekommen, die genialste Pop-Band nach den Beatles zu sein, machten Graham & Co. dieser Würdigung alle Ehre, und bereits bei den ersten astreinen Tönen war klar, dass es ein großartiges Konzert und win wunderschöner Abend werden würde.

img_3924Begleitet von einer wunderschönen Lightshow erstrahlte die Musik in einer Nostalgie, die vor allem die älteren Besucher direkt in die Siebziger zurückversetzte. Es folgten auf den Opener das beatelesque „The Things We Do For Love“, das rockige „Good Morning Judge“ und das verträumte „I’m Mandy Fly Me“, drei absolute Live-Klassiker, die aus dem Repertoire der Band nicht wegzudenken sind. Hier kam das Publikum sodann in img_3920den Genuss mehrere Multiinstrumentalisten zu sehen, denn sowohl der zweite Lead-Sänger und Gitarrist Mick Wilson, als auch der Keyboarder Keith Haymen, konnten nahezu jedes Instrument spielen, das sich auf der Bühne befand, und wechselten hier auch ständig zwischen Gitarre, Keyboard und Percussions hin und her.

Es war schon ein ganz Besonderer Moment diese Band live zu erleben. „Life is a Minestrone“, ein Hit vom dritten Album „The Original Soundtrack“ durfte natürlich auch nicht fehlen, und erklang sehr frisch, eingängig und rockig, bevor die Band die kommerzielle Phase verließ, und ihrem Publikum mit „Art for Art’s Sake“ das erste progressiv-angehauchte und längere Stück präsentierte.

img_3947Hier rückte erstmals der junge Gitarrist Nick Kendell in den Mittelpunkt, der das Lied mit einem sehr floydigen Intro begann, und die Band gleich darauf alle Facetten des Rocks bediente, und den vier minutenlangen Titel mit allen Solos in einer fast 10-minütigen epischen Version zelebrierte.

img_397310cc machte am heutigen Abend im wahrsten Sinne des Wortes Musikliebhaber glücklich. Das kurze „Silly Love“ stellte dann die Verbindung zu „Feel The Benefit“, dem zweiten lang Epos des Abends her. Hier rückten alle Musiker weit über 10 Minuten lang in den Mittelpunkt der Show. Besonders der zweite Leadsänger Mick Wilson rotierte in allen Bereichen – Gesang, Gitarre, Keyboard, Percussions – wie ein HB-Männchen.

img_3940Die Stimmung auf dem Anilinparkplatz hatte sich mittlerweile in eine wahre Wohlfühloase verwandelt, und die Zuschauer spendeten der Band großen Applaus für ihre Darbietung.

img_3951Nun folgte der Teil der Überraschungen, denn es die Band spielte mit „The Dean And I“ einen Fan-Favorit vom ersten Album, und mit dem Titel „From Rochadale To Ocho Rios“ einen sehr ungewöhnlichen Song ihres 78‘-er-Erfolgsalbums „Bloody Tourists“

10cc haben, ähnlich wie die späten Beatles sehr viel mit Sounds und Ideen experimentiert, und auf ihren Alben eine Reihe außergewöhnlicher, anders klingender Songs geschrieben, und können hier schon aus einem sehr abwechslungsreichen und kreativen Fundus schöpfen.

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Zum Finale des offiziellen Sets gab es dann natürlich noch die beiden größten Hits der Band „I’m Not In Love“ und „Dreadlock Holiday“ abzufeiern. Großartig interpretiert, servierte uns die Band diese beiden Songs in Kombination einer magischen Lightshow, die so faszinierend war, dass sie uns alles um uns herum vergessen ließ. Es war einfach nur schön ein Teil dieses wunderbaren Abends gewesen zu img_4002sein, und diese außergewöhnliche Band zu feiern. 

Frenetischer Jubel holte die Band auf die Bühne zurück. Als Zugabe kamen wir zum ersten Mal in den Genuss von „Donna“ à cappella, und danach noch das unverwüstliche „Rubber Bullets“, bei dem noch einmal alle Musiker ihr Können zum Besten geben konnten.

Mit einem in dieser Woche sehr interessanten und nachdenklichen Zitat möchten wir schließen: „Eines Tages werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können, wenn wir sie denn gemacht hätten! …

 

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