(302) Mannheimer Flugtage 2016


„Abenteuer Segelfliegen 2016!“ – Der Beginn einer neuen ANIMUS-KLUB-Ära mit neuen, wissbegierigen Kindern und Jugendlichen und wirklich interessieren Eltern!

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Das „Abenteuer Segelfliegen“ war einer der schönsten Momente, den wir unseren Kindern und Jugendlichen im letzten Jahr angeboten haben. So schön dieser Moment auch war, er markierte gleichzeitig das Ende einer Ära, nämlich der Ära, dass unsere damaligen Kinder auf fast allen Veranstaltungen immer wieder sehr unangenehm durch ihr unmögliches Sozialverhalten auffielen, oder sie sich bei nahezu jeder Autofahrt verbal auf das Übelste beleidigten; im schlimmsten Fall sogar auf der Rückbank prügelten bis die Tränen flossen.

Neben diesem traurigen, und im Auto teilweise auch sehr gefährlichen Sozialverhalten, katapultierten sich unsere damaligen Kinder ebenfalls mit einem völlig indiskutablen Spielverhalten – als Spielverderber – regelmäßig ins Abseits.

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So haben wir als Vorstand, nicht nur in den beiden zurückliegenden Jahreshauptversammlungen, sondern auch in sehr vielen Elterngesprächen, immer wieder auf dieses untragbare Verhalten der Kinder hingewiesen, und in diesem Zusammenhang auch deutlich gemacht, dass wir dieses unschöne Sozialverhalten der Kinder, neben dem ohnehin schon sehr schlechten „Standing“, das die Jugendarbeit seit eh und je hier in Nußloch besitzt, als eine Hauptursache dafür sehen, dass wir in den zurückliegenden Jahren keine neuen Mitglieder hinzugewinnen konnten, bzw. niemand bei uns mitmachen will.

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Die folgenden zwei Bemerkungen Dritter, komplementierten damals unseren Eindruck und spiegelten, wenn auch ziemlich drastisch, aber durchaus ehrlich und authentisch die Situation anno 2015 und früher wieder.

„Was ihr im ANIMUS KLUB macht, ist alles absolut super, aber mit diesen Kindern, mit diesen Spielverderben und Kameradenschweinen macht das Spielen überhaupt keinen Spaß!“ – (Zitat: Walldorfer Jugendliche)

„Wenn heute eine normale Familie mit ihren Kindern das erste Mal an eurem Programm teilgenommen hätte, dann wär sie heute gleichzeitig auch zum letzten Mal dabei gewesen, denn dieses abweichende Sozialverhalten deiner Kinder und Eltern ist für jemanden ohne professionelle Ausbildung nicht zu ertragen!“ – (Loretta Moore, Kindertherapeutin)

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Nach einem fachlich absolut korrekten Kommentar, den unser erster Vorsitzender hinsichtlich der Droge Ritalin im Zusammenhang mit der sozialen Auffälligkeit ADHS beinahe zeitgleich in einem sozialpädagogischen Forum geäußert hatte, verließen alle betroffenen ADHS-Familien ad hoc unseren Verein. Diese Aktion brachte uns zwar damals mitgliedermäßig ein wenig in die Bredouille, aber schon wenig später lernten wir die unglaubliche Ruhe bei unseren Ausflügen und Programmen sehr zu schätzen.

Dennoch blieb die interne Situation extrem kritisch, denn außer unseren Mannheimer Mitgliedern hatten wir KEINE wirklich interessierten oder aktiven Kinder und Jugendlichen, aber vor allem, was noch viel schlimmer war, KEINE aktiven Eltern (!) bei uns im Verein. Auch die Tatsache, dass die IMG_9059umliegenden Schulen – also die Schulen, die von Nußlocher Kindern besucht werden – keinerlei IMG_6604Interesse daran hatten, ihren Schülern in Kooperation mit uns, die Chance zu bieten, große Persönlichkeiten wie Hartmut Engler, Hans Klok, BLACK oder EUROPE etc. kennenzulernen, bzw. diese zu interviewen, war ziemlich ernüchternd, um nicht zu sagen niederschmetternd. Das eigentliche Vereinsmotto: „Jeder darf sich aktiv im Animus Klub einbringen und etwas machen!“, lautete bis dato immer noch, genauso wie in den drei Jahren zuvor: „Der Alex macht alles, und wir machen gar nichts!“

Pur 1Hier gebührt unsererseits vor allem der Bammentaler Elsenztalschule rund um ihr hochengagiertes Rektorenteam Peter Fanta und Christian Klapp ganz großen Dank, denn sie waren es, die zusammen mit ihrem nicht weniger engagierten Musiklehrer Johannes Solf die Interviews mit Black 2015den großen Stars weiter ermöglichten, und damit unseren ANIMUS KLUB am Leben erhielten. Gewinnen neuer Mitglieder war aber immer noch nicht möglich.  

Erst nachdem im Juli die letzte, mehr oder weniger inaktive Familie aus der Anfangszeit den Verein verlassen hatte, verbesserte sich unsere interne Situation schlagartig. So haben wir in den letzten sieben Wochen mehr Familien für unseren Klub hinzugewonnen, als in den ersten vier Jahren zusammen. Und nicht nur das. Wir haben vor allem Familien hinzugewonnen, die auch wirklich interessiert sind, sich hier aktiv mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten einzubringen, bzw. das Programm mit Ideen und Vorschlägen nachhaltig zu bereichern und unseren Klub auch mit persönlichen Kompetenzen zu unterstützen.

img_4203Das „Abenteuer Segelfliegen 2016“ markiert damit den Beginn einer neuen Ära, unseres ANIMUS KLUBS, der sich endlich – nach nunmehr fast vier Jahren – auch in der Öffentlichkeit mit seiner Gruppe sehen lassen kann, ohne ständig unangenehm aufzufallen, oder sich regelmäßig für das Verhalten seiner Mitglieder schämen und entschuldigen zu müssen, und wir können mit dem folgenden Zitat auch ein für alle Mal einen Schlussstrich unter dieses traurige Kapitel, bzw., diese langjährige harte Zerreißprobe für unseren Vorstand ziehen.

„Der ANIMUS KLUB ist ein Verein für Kinder, Jugendliche und Eltern, die Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten besitzen, und diese AKTIV einbringen möchten, aber auch Wünsche haben, und kein Abstellgleis für sozial auffällige Kinder, die keinen Bock haben etwas zu machen, oder verantwortungslose Eltern, die keine Zeit oder keine Lust haben sich um ihre Kinder zu kümmern!“

img_4195Seit August macht sich natürlich dieses neue positive Feeling auf allen Veranstaltungen bemerkbar, denn wissbegierige Kinder haben in erster Linie eines; ein ganz großes Interesse neue Erfahrungen zu machen und etwas dazuzulernen.

So haben unsere neuen Jungs den verantwortlichen Segelfliegern auf dem City Airport sehr viele Löcher in den Bauch gefragt und auch die Informationstafeln vor dem Start genauestens studiert. „Mit img_4188welchem Flugzeug fliege ich? –  Wie schwer ist dieses Segelflugzeug eigentlich? – Und wie schnell, bzw. wie hoch kann es fliegen?“, etc.

Die Aussage: „Wir haben heute die einmalige Chance etwas Neues zu erleben und neues Wissen zu erwerben!“, verbunden mit der Gefühlsäußerung: „Hier könnte man einfach nur fünf oder sechs img_4214Stunden herkommen, sich hinsetzen und einfach nur Zuschauen und Genießen!“, zeigten, wie wohl sich die neuen Kids fühlten, und wie sehr sie das Programm in sich aufnahmen.

Es ist schon etwas Besonderes, wenn im Minutentakt Flugzeuge starten und landen, Oldtimer – (Doppeldecker), oder außergewöhnliche Helikopter in der Luft herumschwirren, bzw. Modellflieger parallel dazu ihre Künste zeigen. Und es ist noch viel schöner, wenn Jugendliche so ein neues Erleben wirklich verinnerlichen und wertschätzen können, img_4197und nicht einfach nur konsumieren und danach wieder vergessen.

So haben die Animus-Klub-Kids anno 2016 bei den Segelfliegern eine sehr schöne Visitenkarte abgegeben; eine Visitenkarte, die erstmals seit vier img_4174Jahren auch seitens der Jugendlichen die bisher sehr seltenen Worte „Dankeschön für diesen wunderschönen Tag“ in sich geschrieben trug.

Wir, der ANIMUS-KLUB-Vorstand, möchten uns ganz recht herzlich bei euch für dieses wunderschöne neue Gefühl bedanken, das ihr uns in den ersten gemeinsamen Projekten geschenkt habt, und wir wünschen euch hier bei uns im ANIMUS KLUB sehr viele wunderschöne Erlebnisse und unvergessliche Momente.

 

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