(373) 2 Räder – 200 Jahre


TECHNOSEUM bietet einen tiefen Einblick in die 200-jährige Geschichte des Rades und lässt Kinder und Jugendliche die unterschiedlichen Fahrgefühle entdecken!

      

„Fast alles, was sich dreht, wurde in Mannheim erfunden!“ – Nicht nur das Auto, sondern auch das Fahrrad, erblickte in der Quadratstadt das Licht der Welt, und zwar genau vor 200 Jahren. Damals „fuhr“ Freiherr Karl von Drais mit seinem Laufrad von Mannheim Richtung Schwetzingen und wieder zurück. Seit dieser Zeit hat sich das Zweirad immer stärker in die Gesellschaft etabliert. Von Klein bis Groß nutzen heute sehr viele Menschen dieses Gefährt mitunter täglich.

Dennoch hatte es diese moderne Erfindung von Karl Drais, ähnlich wie fast alle „technischen“ Neuerungen dieser Zeit nicht leicht, denn die Menschen, mussten erst einmal von ihr überzeugt werden. Im Gegensatz zu heute, wurde das Rad, oder besser gesagt die Laufmaschine, damals nämlich aus recht schweren Materialien zusammengebaut, die sehr viel Kraft und Ausdauer benötigten.

So war dieses Gefährt lange Zeit ausschließlich ein Freizeit- und Ausdauergerät für junge Männer. Im Laufe seiner Entwicklung jedoch, wurde das Fahrrad immer gesellschaftskonformer, und heute gibt es den „Drahtesel“ für jede Altersklasse, und sämtliche Freizeitbereiche. 

Um dieses 200-jährige Jubiläum gebührend zu würdigen, haben die Verantwortlichen des TECHNOSUMS nun eine prunkvolle und sehr ehrenwerte Ausstellung zusammengetragen, in der man noch bis zum 25. Juni 2017 die Historie des Rades von 1817 bis in die Neuzeit verfolgen und entdecken kann.

Gerade im Bereich des Entdeckens macht das TECHNOSEUM seinem Motto: „Bei uns können die Besucher und vor allem die Kinder die Experimente oder die Phänomene selbst ausprobieren!“, wieder einmal alle Ehre, denn selbst in der Sonderausstellung durften wir testen, wie lange sich das Rad eigentlich dreht, und wie stark man in die Pedale treten muss, um eine bestimmte Drehzahl zu erreichen.

Zu sehen gibt es aber nicht nur „normale“ Fahrräder oder die Entwicklung bis hin zum Motorrad, sondern auch kreative Hingucker, wie zum Beispiel ein geniales „Schuh-Rad“. Damit wären wir zwar sehr gerne mal eine Runde durchs Museum gedüst, um zu schauen, ob das Gefährt auch wirklich funktioniert, aber dieses besondere Fahrrad war leider nur zum Anschauen.

Fahren durften wir allerdings doch, nämlich wenig später ausgangs der Sonderausstellung. Hier hatten die Technoscouts einen Bereich hergerichtet, in dem wir die unterschiedlichsten Fahrräder ausprobieren konnten. Einmal mit einem Zylinder auf einem echten Hochrad sitzen, oder die verschiedenen Bereifungen ausprobieren und dabei die unterschiedlichen Fahrgefühle kennenlernen, war eine ganz spannende Sache.

Fahrradfahren kann ja fast jeder, aber auf einem Mini-Bike eine Runde drehen, oder mit dem Fahrrad über eine Reihe Dachlatten „brettern“, ist gar nicht so einfach, wie es aussieht. Hier kamen wir doch das eine oder andere Mal stark ins Wanken, und wurden je nach Bereifung, mal mehr, oder mal weniger auf dem Sattel durchgerüttelt.

Dennoch bekamen wir diese Herausforderungen nach einigem Probieren ganz gut in den Griff, und unser Slawa glänzte gegen Ende sogar noch als „kleines Naturtalent“, weil er mit dem Mini-Bike richtig gut zurechtkam und damit in der kleinen Fahrrad-Arena einige Runden vor einem kleineren Publikum drehte.

Nach diesen neuen Erfahrungen besuchten wir natürlich auch die anderen Ebenen des Museums. Obwohl wir relativ häufig bei den Ausstellungen und Programmangeboten des TECHNOSEUMS zu Gast sind, gibt es hier immer wieder etwas Neues zu entdecken, oder Bekanntes nochmals zu entdecken und zu verinnerlichen. Hier findet man jedes Mal irgendetwas, was einen begeistert, oder so stark fesselt, dass es einen nicht mehr loslässt. Das TECHNOSEUM bietet hier wirklich geniales Lernen durch selbständiges Erlernen – Ausprobieren und Widerholen.

Besonders lange hielten wir uns dieses Mal auf der Elementa-A-Ebene auf. Hier gibt es unzählige Versuchsstationen, die uns lange Zeit in ihren Bann zogen und neue Geschicklichkeitserfahrungen machen ließen. Mittels zweier Kurbeln einen Stift so durch eine Acht lenken, dass die Linie so mittig wie möglich ist, oder aber auch Gegenstände auf einer drehenden Scheibe so anordnen, dass diese nicht aus der Bahn gerieten, und sich auf ihr weiterdrehten, waren nur zwei der größeren Herausforderungen, denen wir uns stellten. 

Unter der Anleitung von den Technoscouts durften wir dieses Mal sogar drechseln, und einen Eindruck davon bekommen, wie schwierig dieses alte Kunsthandwerk doch ist. Im Keller gab es dann noch eine interessante Wärmebildkamera zu entdecken, die unser Gesicht in ein ganz besonderes buntes Licht rückte.

      

Wir haben mal wieder sehr viel erlebt im Mannheimer TECHNOSEUM, und freuen uns natürlich schon auf die nächsten Highlights, die in diesem Jahr noch auf uns warten werden.



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