(385) FASZINATION MODELLTECH


„Nicht nur was für Insider!“ – Messe Sinsheim präsentierte Flugzeuge, Cars, Trucks und Militärfahrzeuge im Miniaturbereich, sowie spektakuläre Indoor-Flights!

      

Hin und wieder steht auch einmal eine interessante Messe auf unserem Programm. Gerade noch rechtzeitig von einem Vater in dem mittlerweile unendlichen Dschungel von Angeboten entdeckt, schoben wir dieses Programm natürlich noch auf unseren Aktionsplan. So etwas lassen wir uns nicht gerne entgehen.

Die MODELLTECH ist eine Messe für absolute Baselfreaks, und für alle, die es werden wollen. Da die unbegrenzten Möglichkeiten, dank der Technik, schon längst den Hobbybastelbereich erreicht haben, gibt es auf einer solchen Messe Unglaubliches zu sehen, denn alles, um es mal ein bisschen salopp auszudrücken, was im Großen geht, geht mittlerweile auch alles im Kleinen.

Viele Stunden Arbeit und sehr viel Liebe zum Detail stecken in den jeweiligen Modellen, die die Veranstalter hier präsentieren. Die ersten besonderen Hingucker für uns waren fantastische Flugzeugmodelle, die uns auf grünen Samtteppichen ihre Aufwartung machten. Naturgetreue Nachbildungen von Motorfliegern, Segelfliegern und Helikoptern zogen ihre uneingeschränkte Aufmerksamkeit auf sich, und luden zum sofortigen Fotografieren ein. „Man will ja schließlich der Mama oder den Großeltern zeigen, was man mit Papa wieder so alles Tolles am Wochenende erlebt hat!“

      

Raketentechnik, und die Möglichkeit selbst eine Rakete zu bauen, das bot uns die HGV Raketenmodelltechnik. Hier bekamen wir nicht nur ganz genau erklärt wie eine Modellrakete funktioniert, sondern auch die kompletten technischen Details nähergebracht. Eine Modellrakete kann nämlich Geschwindigkeiten bis zu 360 km/h erreichen. Fragt uns jetzt aber bitte nicht, wie das Ding wieder zurück auf die Erde kommt. Von zu viele Attraktionen und Informationen wurden wir an diesem Tag überhäuft, dass wir uns an dieses technische Detail nicht mehr exakt erinnern können.

Als nächstes erwartete uns eine große Schneelandschaft, in der rund zehn Schneeschieber, bzw. Pistenrauben arbeiteten, und die Pisten von zu vielem Schnee befreiten. Ob das allerdings kinderzimmertauglich ist, wagen wir mal zu bezweifeln, aber gerade hier machte die FASZINATION MODELTECH ihrem Namen alle Ehre. Es ist eine Faszination, die vor allem Kinderaugen ganz große werden lässt. 

Weiter ging es mit Baufahrzeugen aller Art. Einen riesigen Baumaschinen-Parcours hatten die Verantwortlichen in die Halle gezaubert. Hier konnten wir dabei zuschauen, wie von Baggern tiefe Löcher ausgehoben, und die Erde danach auf LKWs verladen und abtransportiert wurden. Alles wie im richtigen Leben, nur kleiner. Schaufelradbagger agierten auf Baugeländen oder brachliegenden Gebieten und schoben die Erde zusammen, die dann wenig später ebenfalls auf die LKWs verladen wurde. Ein Kran hob „schwere“ Lasten auf mehrere Großtransporter und weiter hinten fuhren Allroundfahrzeuge über die Hügel. Allein das Gelände so zu präparieren, dass die Fahrzeuge sich absolut authentisch bewegen konnten, muss Tage gedauert haben. Aber dieser Aufwand hat sich mehr als gelohnt, den wir bekamen einen tiefen Eindruck in das Nutzfahrzeugengenre.  

      

Nebenan gab es einen Militärmodellbau-Parcours. Hier erwarteten uns originalgetreue Panzer und Kriegsfahrzeuge aller Art. Diese manövrierten wie in echt über ein präpariertes Übungsgelände hin und her. Zwischen einer ebenfalls sehr aufwendig gestalteten Hügellandschaft und einigen teils zerstörten Straßen und Häuserversaden, zeigten diese kleinen und naturgetreuen Weggefährten ihr Können. Selbst schießen war möglich. Aber keine Angst. Verletzt wurde dabei niemand, und zerstört wurde dabei auch nichts, denn die Treffer wurden jeweils nur elektronisch angezeigt. Ein Moderator erklärte sämtliche technischen Daten der Modelle und seinen großen Originalen. Zwischen 800 und nach oben hin gibt es keine Grenze, kostet je nach Größe und Beschaffenheit ein Militärfahrzeug, oder ein Fahrzeug eines anderen Genres; Zusammenbau nicht mitberechnet. 

Vis à vis kamen wir dann in den Genuss der größten Anlage der Messe. Hier waren Straßen aufgebaut, auf denen die Profis „riesige“ und „schwerbeladene“ LKWs und Trucks verkehrsgerecht mit ihrer Fernbedienung steuerten. Es war in der Tat faszinierend wie das alles funktionierte. Wie von Geisterhand wurden zum Beispiel Fahrerkabinen ausgetauscht, Holz und andere Güter von A nach B transportiert oder Frachten vom Industriegebiet in die Wohnviertel befördert. Höhepunkt war allerdings die Präsentation der Feuerwehr. Hierfür wurde ein Haus in Brand gesetzt, und dann wie im echten Leben die Feuerwehr gerufen, die dann schnurstracks mit Blaulicht und Sirene angebraust kam, um den Brand zu löschen. Leider kamen wir aufgrund der vielen Besucher nicht sehr nahe an den Brandherd heran, sodass wir das Löschen des Feuers nicht festhalten konnten. Das brennende Häuschen kann man durch einen Doppelklick auf das zweite Bild jedoch sehr gut erkennen. Das Löschen des zweiten Brandes im hinteren Bereich der Anlage – siehe drittes Bild – ging dann so schnell, dass wir nur noch den Rauch einfangen konnten. 

      

„Modellfahrzeuge können ein Feuer löschen?“ – Ja, das können sie, auch wenn sich das jetzt unglaublich anhört – Anno 2017 ist das alles möglich. Die Modellfahrzeuge, die sich hier bewegen, sind eigentlich keine Spielzeuge mehr, sondern sie sind die perfekte eins-zu-eins-funktionierende Imitation des großen Vorbildes in Klein.

Zum Finale unseres Besuches gab es dann noch eine Vorführung im Indoor-Fliegen. Ein junger „Profi“, der heute gerade mal seinen 10. Geburtstag feierte, bekam die Aufgabe mit seinem Flugzeug die Geburtstagskerzen seiner Torte auszublasen, und auch sonst noch zu zeigen, was er alles so drauf hat. Die leichten Indoor-Flugzeuge bekommen einen unglaublichen „Zacken drauf“, wenn sie durch die Lüfte heizen. Deshalb benötigt es sehr viel Training und auch eine ruhige Hand, um diese blitzartig agierenden Flugzeuge sicher zu steuern. Die kleinste Unsicherheit, kann schon den Absturz der Maschine verursachen. Aber der kleine „Dreikäsehoch“ glänzte mit perfekter Beherrschung seines Könnens, ließ seine Maschine horizontal über der Torte still im Raum schweben, so dass der dadurch entstehende Luftdruck die Kerzen im Nu ausblies.

Fazit: Die FASZINATION MODELLTECH, bot in der Tat faszinierende Modelle und Ausstellungsstücke. Aber jede Faszination hat ihren Preis. So ist dieses Hobby nicht für jeden Geldbeutel geeignet. Aber Träumen darf man ja immer!

 

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