(406) AMIR AHMAD NASR


„Wie fühlt es sich an Deutsch zu sein?“ – Ökonomie, Arbeiten und Geld – Alles andere ist im Kapitalismus gleichgültig! – Bolgger Amir Ahmad Nasr erneut zu Gast im DAI!

Mit seinem Buch „Mein Isl@m“ hat er nicht nur die Welt des Vorderen Orients und der islamisch geprägten Länder ganz gewaltig aufgerüttelt, sondern auch hierzulande Menschen erreicht und sie zum Nachdenken über das ganz wichtige Thema „Islam & Terrorismus“ gebracht.

Im letzten Jahr war er bereits zu Gast im Deutsch-Amerikanischen Institut und referierte ganz offen und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, aber stets mit einer scharfen Intelligenz, über dieses aktuelle Thema, das viele Menschen unmittelbar betrifft und beschäftigt. Mehr zu damals, findet ihr unter diesem Link: Mein Isl@m.

Geändert hat sich seinerzeit sehr wenig. Deshalb sprach der sympathische junge Schriftsteller Mitte Mai abermals über dieses wichtige Thema zu den Menschen, und stellte dabei auch die kapitalistischen Werte ganz gewaltig in Frage. Während die unterdrückten Menschen in den meist diktatorisch geführten Ländern der islamischen Welt sich primär nach Freiheit sehen, wünschen sich die Menschen hierzulande immer mehr Wohlstand und mehr Geld. Und für dieses MEHR an Wohlstand wird pausenlos gearbeitet und geackert. Ob diese Dinge – MEHR Wohlstand und MEHR Geld – tatsächlich das eigentliche Leben wirklich wertvoller oder lebenswerter machen, wollte der Blogger nicht bewerten, sondern ließ diese Frage offen, und stellte sie eher zur Diskussion.

„Wie fühlt es sich eigentlich an Deutsch zu sein?“ – Auch das ist eine nicht einfach zu beantwortende Gefühlsfrage, die uns Amir Ahmad Nasr stellte. Immerhin hat Deutschland geschichtlich eine ganz düstere Vergangenheit, mit der wir uns auseinandersetzen müssen, ob wir wollen oder nicht. Er selbst lebt heute in Kanada und ist unheimlich glücklich Kanadier zu sein. Im ersten Jahr sei er nur Gast gewesen, im zweiten Jahr bereits ein anerkannter Einwohner, und ab dem dritten Jahr fühlte er sich ganz und gar wie ein Kanadier. Es ist einfacher Kanadier zu sein, als Deutscher oder Franzose. Beide Nationen sind einerseits geprägt von ihrer kriegsgetränkten Vergangenheit, andererseits auch von dem krankhaften Wahn und der Besessenheit die Welt vollständig zu erobern, und alles Andersdenkende zu vernichten.

Genau das sei auch der Punkt bei dem der Islam zum Islamismus mutiert. Immer dann, wenn ein Gläubiger des Islams das, was er glaubt, als einzig wahr und richtig empfindet, und in diesem Zusammenhang anderen seinen Glauben oder seine Sichtweise und Vorstellungen meint aufzuzwingen zu müssen, mutiert der Islam automatisch zum Islamismus. Der Dschihadismus missbraucht den Islam zu militärischen und kriminellen Zwecken. Die Dschihadisten dulden keine Andersgläubigkeit.

Die Frage unseres ersten Vorsitzenden, ob jemals der Tag kommen wird, dass Religionen und besonders der Islam nicht mehr zur politischen Machtausübung oder zu militärischen Zwecken missbraucht werden, beantwortete der Blogger sehr diplomatisch. „Es gibt eigentlich im Nachhinein nur die Möglichkeit eines NIE WIEDER, so wie das auch in Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und später dann auch nach Beendigung des Krieges in Bosnien und anderen Regionen der Welt praktiziert wurde. Irgendwann kommt man an die „Rote Linie“, und dann gilt es dieses NIE WIEDER in die Tat umzusetzen.“

Ob es in Syrien jemals Frieden geben wird, hängt für ihn auch sehr stark mit der Ökonomie zusammen. Solange an dieser Misere Geld verdient wird und Bündnispartner profitieren, oder die weltpolitische Lage so bleibt, wie sie derzeit ist, wird sich an der Lage Syriens nicht viel ändern.   

Überhaupt wurde an diesem Abend sehr viel philosophiert. Menschen unterschiedlicher Herkunft und Ethnie waren zu diesem Vortrag gekommen, um ihre teilweise recht komplexen Fragen an den Blogger zu richten.

So wurden hochphilosophische Themen wie Nihilismus oder auch die Transzendenz im Kontext der Ökonomie betrachtet. In diesem Zusammenhang machte Amir Ahmad Nasr auch ein sehr unterhaltsames Beispiel.     

Gerade die Frauen in der arabischen Welt genießen die Freiheit des Internets, und die Möglichkeit über dieses neue Medium an Lerninhalte zu kommen, die ihnen bislang verborgen geblieben sind. Über das Internet sei es ihnen heute sogar möglich ein eigenes Geschäft aufzumachen, und dieses zu präsentieren und zu bewerben. Nasr sprach hier ganz locker über geschäftstüchtige Frauen, die zum Beispiel Cupcakes zubereiten, diese Bilder ins Internet auf Facebook oder Instagram stellen, und sie danach via Internet verkaufen. Bezahlt wird ebenfalls via Internet, sodass sich hier sehr lukrative Möglichkeiten für Frauen bieten ein gut florierendes Geschäft aufzubauen.

Bleibt uns zum Schluss nur den Verantwortlichen des DAI’s zu danken, dass sie der Bevölkerung regelmäßig die Möglichkeit bietet, mit solchen Persönlichkeiten wie Amir Ahmad Nasr regelmäßig in ein persönliches Gespräch zu kommen. So etwas ist ein unheimlich wertvoller Moment für das Leben.  

 

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