(441) MICHAEL BUSH


„Alles ist Liebe!“ – ANIMUS KLUB interviewte in Kooperation mit der Bulgarischen Schule den Musiker und AWARD-Gewinner MICHAEL BUSH im zeitraumexit!

Nur drei Tage nach dem großartigen Konzert „Bildung ist Licht“, fand bereits das zweite ganz große Kooperationsprojekt mit der Bulgarischen Schule statt, denn Aneliya Doeva-Neumüller gefiel die Idee zusammen mit Kindern einen Künstler zu interviewen, und daraus einen Videofilm zu erstellen, so gut, dass sie es quasi, in einer Nacht und Nebelaktion ermöglichte, am kommenden Samstag, den sich gerade in Mannheim befindlichen und sehr bekannten Bulgarischen Musiker und Komponist MICHAEL BUSH zu interviewen. 

MICHAEL BUSH fing mit 13 Jahren an Gitarre zu spielen, und entpuppte sich schon sehr schnell als versierter und vielseitiger Musiker, der verschiedene Musikstile – Filmmusik, Ambient, Art-Rock und New-Age – in eigene Kompositionen einfließen lassen konnte, und damit einen ganz eigenen Sound kreierte. Sein erstes Album „Relax To A Dream“ erschien 2016 und enthält mit dem Lied „Dealer In Hope“ einen Song, der eine Reise durch ein farbenfrohes „Wunderland“ beschreibt. Mit den Songs „Your Amber Eyes“ und „Revival“ gewann er 2016 und 2017 jeweils in Los Angeles den Akademia Music Award für den besten Ambient Song. Auch in den Deutschen Top 100 der Pop-Dance und Romantic-Instrumentalmusik belegte er in der Vergangenheit schon mehrfach den 1. Platz.

So verschob unser erster Vorsitzender Alexander Höfer in dieser Zeit die Klubdokumentationen ein wenig nach hinten, und setzte sich stattdessen einen Tag vor dem Interview mit den Kindern und den Verantwortlichen der Bulgarischen Schule zusammen, um mit ihnen die Fragen zusammenzustellen. Das Interview sollte ja auf Bulgarisch stattfinden, was eine ganz neue Herausforderung darstellte.

Da die Bulgarischen Kinder noch keine Interviewerfahrung hatten, durften sie zunächst einmal unseren Vorsitzenden interviewen. Hierbei sollten sie ihm Fragen auf Bulgarisch stellen, die er ihnen dann auf Deutsch beantwortete. Da die Verwandtschaft zur Kroatischen Sprache unverkennbar ist, und viele Wörter entweder gleich oder zumindest ähnlich klingen, war unser Vorsitzender in der Lage alle Fragen zu verstehen, und natürlich auch zu beantworten. Alexander bat dann die Verantwortlichen darum den Kindern noch heute die ausgearbeiteten Fragen für Michael Bush zukommen zu lassen, damit sie diese bis Morgen noch gut einstudieren können.

Tags darauf trafen wir uns dann zwei Stunden vor dem geplanten Interview noch einmal mit den Bulgarischen Kindern, um die Fragen durchzugehen. Bereits hier zeigten sich die ersten Schwierigkeiten. So waren die Kinder aufgrund von bulgarischen Nationalfeierlichkeiten sichtlich übernächtigt und vor allem unvorbereitet, weil die Fragen leider noch nicht auf Bulgarisch übersetzt waren. Diese jetzt noch schnell aufzuschreiben und sie den jeweiligen Kindern zuzuordnen und dann einzustudieren war unheimlich stressig, allein schon deshalb, weil die meisten Kinder noch Grundschüler waren. Ein Interview benötigt mehr Vorlaufzeit.    

So gingen die Kinder mehr oder weniger unvorbereitet in das Interview mit Michael Bush hinein, und einigen sah man dabei leider auch ihre Übernächtigung direkt an.

Gut eine halbe Stunde lang beantwortete der Künstler Fragen zu seiner Kindheit, seiner Liebe zur Musik, und natürlich auch zu dem neuen Stück „Alles ist Liebe“, das zum damaligen Zeitpunkt auf Platz Eins der Instrumentalen Bestenliste stand.

Eine Verwandtschaft zu Pink Floyd und Jean-Michel Jarre, sowohl was die Musik, als auch die Machart des Videos betrifft, ist unverkennbar.

     

„Natürlich wurde ich beeinflusst und inspiriert von Pink Floyd und Jean-Michel Jarre, und allen anderen großen Künstlern. Es ist nicht möglich, nicht beeinflusst zu werden von den großen Namen und Kompositionen, der gegenwärtigen Musik. Mein Ziel war es immer originell zu sein, aber gleichzeitig auch verständlich. Was die Videos betrifft. Die sind nicht von anderen genommen. Die sind von einer Idee inspiriert, die hier bald in Deutschland realisiert wird. Das ist ein Multi-Media-Projekt. Es heißt „Everything is Love“, das bedeutet „Alles ist Liebe“. Anders gesagt. Das Universum von oben betrachtet, von dem Anfang bis jetzt, durch die Augen der Liebe. Also „Alles ist Liebe“!“, so der Künstler im Interview.

Die Nachbearbeitung, sprich die Produktion des Filmes, erwies sich dann leider als sehr schwierig, weil wir die deutsche Übersetzung von der Bulgarischen Schule nicht bekamen. So bat Alexander Höfer dreieinhalb Wochen später bulgarische Bekannte, ihm das Interview zu übersetzen. Dabei entstand an einem Nachmittag zumindest die Hälfte der Übersetzung. Die zweite Hälfte wollten dann die Verantwortlichen der Bulgarischen Schule übernehmen. Wohlbemerkt, die Betonung liegt auf „wollten“ – Es vergingen wieder zwei Wochen, in denen nichts passierte, und wir mittlerweile bereits über 80 Arbeitsstunden in diesen Film gesteckt hatten. In dieser Zeit versuchte unser Vorsitzender ebenfalls mehrfach mit den Verantwortlichen der Bulgarischen Schule Kontakt aufzunehmen. Allerdings ohne Erfolg. Selbst auf dem Handy waren sie nicht erreichbar. Auch zwei Bitten um einen Rückruf, bezüglich des Filmes und der Übersetzung, blieben bis heute, aus welchen Gründen auch immer, unbeantwortet.

„Ja, die Nachbearbeitung, und nicht die Vorbereitung, bzw. die Durchführung des Interviews, ist die eigentliche und größte Arbeit eines solchen Projektes. Und diese Arbeit will halt keiner gerne machen, obwohl die Nachbearbeitung das eigentliche Lernen für die Kinder darstellt!“ – Durch das Übersetzen dieses Interviews hätten die bulgarischen Kinder nämlich nicht nur ihre Muttersprache besser erlernen können, was bei einigen, wie man das auch im Video unschwer erkennen kann, ganz dringend erforderlich ist, sondern vor allem auch die Deutsche Sprache.

Stattdessen werden wir wieder einmal mit der traurigen gesellschaftlichen Entwicklung: „Ich mache es entweder heute, oder ich mache es morgen, oder ich mache es überhaupt nicht, weil ich keine Zeit oder keine Lust habe!“ konfrontiert, und konnten dadurch, dieses, auch für den Künstler, sehr wertvolle Filmdokument, selbst zwei Monate nach dem durchgeführten Interview, immer noch nicht beenden.

Mittlerweile war die Verärgerung über diese traurige Gegebenheit ziemlich groß, zumal unser 14-jähriger Slawa in den Pfingstferien auch mehrmals von Mannheim nach Nußloch gekommen war, um einen Großteil des Filmes zu schneiden und ideale Überblenden zu setzen.

Da sich die Verantwortlichen der Bulgarischen Schule auch nach neun Wochen (!?) immer noch nicht meldeten, blieb unserem Vorsitzenden für die Fertigstellung des Filmes nur noch eine Möglichkeit,  nämlich den Künstler selbst zu bitten, ihm die zweite Hälfte des Filmes zu übersetzen.

Michael Bush, selbst ein vielbeschäftigter Macher, der täglich gut 15 Stunden passioniert arbeitet, ließ ihm dann innerhalb weniger Stunden die noch fehlenden Teile der Übersetzung zukommen, sodass wir in der zweiten Augustwoche den Film endlich fertigproduzieren konnten.

 

Alles ist Liebe – Der Interviewfilm

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Michael Bush für das tolle Interview und die wertvollen Gedanken, die er uns in diesem vermittelt, und insbesondere für sein großes Engagement und seine schnelle Hilfe bei der Übersetzung. Wir freuen uns schon sehr auf die Ausstrahlung des Interviews im Bulgarischen Fernsehen.

Bilder: Slawa Kostin

 

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ANIMUS KLUB

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