(445) REVERENDS REVENGE


Traditioneller New-Orleans-Brass, Cool-Jazz und ein Hauch Cabaret! – Uli Riedel-Krug bot als REVEREND REVENGE auf der Sommerbühne der Alten Feuerwache ein tolles Feierabendfeeling!

Zwei Wochen lang bot die Alte Feuerwache ihren Besuchern täglich auf der Sommerbühne ein eintrittsfreies Konzert aus dem Bereich „Besonders“. Dass wir uns bei einer solchen musikalischen Veranstaltungsreihe mindestens einmal sehen lassen, ist fast Pflicht, zumal diese Konzerte richtig gut tun, und uns kurzzeitig auch mal aus dem derzeit harten und sehr tristen Deutschen Alltagsleben herausholen. Sehr gerne würden wir alle Künstler besuchen, die auf dieser Bühne auftreten, was uns derzeit aber leider finanziell nicht möglich ist. So müssen wir Präferenzen setzen, und uns aufgrund unseres umfangreichen Programms für ein oder maximal zwei Events entscheiden.

Schon bei der Ankunft an der Alten Feuerwache blitzte uns auf der Bühne ein mächtiges, goldfarbenes Sousaphone entgegen. „So ein Instrument spielt der Uli Riedel-Krug auch“, sagte unser 1. Vorsitzender Alexander Höfer, ohne zu ahnen, dass er dem selbigen gleich gegenüberstehen würde, weil dieser ja der REVEREND war, der heute zusammen mit seiner REVENGE-COMBO auf der Sommerbühne auftrat.

Dementsprechend war die Vorfreude auf das Konzert natürlich noch um ein Vielfaches größer, weil wir den Uli in den vergangenen drei Jahren schon des Öfteren gesehen haben. Allerdings mit ganz anderen Musikgruppen oder in ganz anderen Konstellationen. Heute war er, wie bereits schon erwähnt, mit seiner REVENGE anwesend, einem Sextett, das traditionellen New-Orleans-Brass gewürzt mit einer Brise coolem Jazz spielt. Mal wieder etwas Anderes als sonst, wie immer.

Kurz nach 20.00 Uhr eröffnete dann die Gruppe ihr Konzert, allerdings nicht auf der Bühne, sondern im hinteren Zuschauerbereich. Ganz traditionell spazierte REVERENDS REVENGE ähnlich wie Straßenmusiker als Marching-Act ganz langsam durch die Zuschauer hindurch, blieb ab und zu stehen, und spielte den klassischen jazzangehauchten New-Orleans-Brass in Reinkultur. „Blue Monk“ von Thelonius Monk war das erste Gute-Laune-Stück mit dem sich die Band von hinten nach vorne durchlief.

Nach dem zweiten für uns etwas unbekannteren Stück „Comin Home Lord“, war die Band auf der Bühne angekommen, und spielte gleich einmal zu Ehren von Che Guevara und als Zeichen des Friedens und der Freiheit das Lied „Hasta Siempre“ vom Buenavista Social Club.

„Mit Gewalt lässt sich nichts auf dieser Welt verändern!“, so die Botschaft des REVERENDS. Nur mit Kultur lässt sich etwas Positives bewegen oder ein deutliches Zeichen setzen, dass sich etwas im Leben und Zusammenleben ändern muss.

So holte er als nächstes das sechste Mitglied, die Sängerin Barbara Laar auf die Bühne, die gleich darauf richtig geil die Stage rockte. Die charismatische Frau mit ihre kräftigen Soulstimme, zelebrierte Songs wie „Bye Bye Love“ und „Downtown“ unglaublich ausdrucksstark.

Es folgten Brass-Szeneninsider wie „Dumped“ und „Hot House“ von Dizzy Gillespie, bei denen sich die Band und allen voran die beiden Saxofonisten Paul Andrew am Altsaxofon und Karl Kremer am Tenorsaxofon auszeichnen konnten.

Mittlerweile war die Stimmung vor der Alten Feuerwache schon richtig gut, und das Publikum auch schon näher an die Bühne herangerückt. So schloss sich zur großen Freude des REVERENDS ganz langsam der anfangs leere Siebenmeterkreis. Grund genug weiter eine richtig groovige Musik zu machen. So spielte die Band zunächst einmal „Mardi-Grass“ à la Fat Tuesday, bevor sich Barbara Laar an dem Song „Circus Clown“ erneut als exzellente Sängerin beweisen konnte.

Uli Riedel-Krug verstand es dem Publikum eine richtig gesunde Mischung aus dem Brass- und Jazzgenres zu bieten. So ließ die Band auch moderne und hip-hop-ähnliche Beats in ihre Musik einfließen. „Potential Life“ und „Heart Gallery“ hießen die beiden nächsten Stücke, die das potentielle Leben tatsächlich in eine musikalische Galerie der Herzen verwandelte, denn mittlerweile tanzte und wippte das Publikum schon wesentlich stärker als noch zu Beginn des Konzertes.

Mit dem Song „Voodoo King“ beendete die Band ihren offiziellen Set auf der Bühne, und verabschiedete sich bei den Besuchern genauso wie sie das Konzert begonnen hatte. Sie entschwanden nämlich ganz langsam als Marching-Band im hinteren Teil des Hofes.

 

 

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ANIMUS KLUB

Um etwas zu tun, muss man es sehr lieben. Um etwas sehr zu lieben, muss man bis zur Verrücktheit daran glauben! – (Che Guevara)

      

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