(46) Rockabout Aces unplugged


ANIMUS-KLUB-Kids chillen in der Print-Media-Lounge mit „Magic-Cocktails“ und bei der Unplugged-Show der Rockabout Aces! 

David 7  Jessy 6  Giuseppe 3  Tim 1

Eigentlich wollten wir ja heute unseren Bericht einmal „unplugged“ schreiben, sprich so ganz ohne das gewohnte „Schmackes“, und auch ganz ohne eine besondere Wortwahl, quasi in etwa so: „Am Montag, den 08. August, trafen wir uns um 20.15 Uhr mit unseren Kindern auf dem Parkplatz der Olympiahalle, um mit ihnen auf ein Konzert nach Heidelberg zu fahren. Da noch nicht alle Kinder da waren, mussten wir noch ein wenig warten, bis wir losfahren konnten. 15 Minuten später fuhren wir dann gut gelaunt und in bester Stimmung nach Heidelberg. Dort haben wir zuerst einen Parkplatz gesucht. Nachdem wir einen gefunden hatten, sind wir zur Print-Media-Lounge gelaufen. Dort hat uns dann ein Pförtner die Türe aufgemacht….“

Doch bereits nach den ersten paar Zeilen haben wir bemerkt, dass „unplugged schreiben“ im Gegensatz zu „unplugged spielen“ nicht wirklich der „Hit“ ist, es sei denn, wir wollen wirklich, dass unsere Leser aufgrund gähnender Langeweile einschlafen, oder dass der Igel in diesem Jahr zwei Monate früher seinen Winterschlaf beginnt. Auch Alexanders Hund Floh zeigte sich nicht gerade begeistert von dieser uninteressanten Form der Berichterstattung, denn er streckte seinem Herrchen derart verdächtig sein Hinterteil entgegen, ganz so, als wollte er ihm damit zum Ausdruck bringen: „Alex, wenn du jetzt noch weiter auf diesem trivialen Niveau über Davids tolle Band berichtest, oder so eine stinklangweilige grundschulkonkurrierende „Comme-d’Habitude-Schmonzette“ über eine der schönsten Heidelberger Konzert-Location schreibst, dann lass‘ ich einen fahren, dass du drei Tage lang die Fenster öffnen musst!“

Media Lounge 3Media Lounge 1Media Lounge 4

So haben wir uns schließlich dazu entschlossen von der geplanten Idee „unplugged“ zu schreiben Abstand zu nehmen, und wie gewohnt „plugged“ über dieses neue abendliche Top-Erlebnis zu berichten.

Es regnet an diesem Abend ziemlich stark als wir den Parkplatz des Landfried-Areals verließen, und gleich darauf ein Auto Gammel 02an uns vorüberfuhr, indem irgendein Deutsch-Rapper in einer brachialen Lautstärke, sowie mit einem Bassgedröhne, bei dem beinahe der sich vor uns befindliche Gullideckel aus seiner Verankerung gehüpft wäre, voller Stolz darüber sang, dass jeder seiner Freunde, jeden unserer Freunde ficken würde. „Klasse!“ Trotz des Regens musste unser erster Vorsitzender plötzlich anfangen zu lachen, weil seine innere Stimme gerade zu ihm sagte: „Hej Alex, diese Band spielt bestimmt heute Abend bei uns in Nußloch live auf dem Gammlspielplatz! – Ein passendes Ambiente, sowie eine ideale Bühnendekoration hätten sie ja dort schon zur Verfügung…“

So betraten wir gleich darauf unglaublich gut gelaunt die heute ganz in ein warmes Rot getauchte Print-Media-Lounge, indem die regionale Band Rockabout Aces aus Meckesheim viele Rockklassiker der letzten 40 Jahre in akustischem Gewand zum Besten geben sollte.

Band 2Wenige Minuten später trafen auch schon die anderen ein, und wir hatten es uns gerade in einer idealen Nische der Lounge gemütlich gemacht, als die Band ihr Konzert mit dem Pink-Floyd-Titel „Wish you were here“ eröffnete. Sehr schön interpretiert von Sänger Giuseppe Cortes und in einer Lautstärke bei der wir uns einfach nur zurücklehnen und wohlfühlen konnten, begann sich die Band fortan durch die letzten 50 Jahre Musikgeschichte zu spielen. Dabei überraschte sie gleich als Zweites mit dem Song „Layla“ von Eric Clapton, den sie fast genauso spielte, wie ihn die Musikliebhaber von dem berühmten „Unplugged-Album“ aus den Neunziger Jahren her kennen. Schön, wenn eine Band nicht nur Asse, sondern auch noch einen „Joker“ in Reserve hat, und genau diesen spielte die Band mit dem gleichnamigen Seventies-Klassiker von der Steve-Miller-Band gleich als nächstes aus.

Jessy 8David 3Über den Beatles-Titel „Let It Be“, der auf jeden Fall bei allen Generationen einen wesentlich höheren Bekanntheitsgrad besitzt als jeder primitive „Neandertalsprachakrobat“ irgendeiner musikalischen Subkultur, gelangte die Band dann zu dem weltbekannten Gospelsong „Son of a Preacherman“ von Dusty Springfield. Hier durfte sich das erste Mal die Sängerin Jessy Rupp ganz stark in Szene setzen, denn sie präsentierte uns diesen Song in einer derartigen Intention, dass wir dabei regelrecht Gänsehaut bekamen.

Etwas stimmlich verfremdet, und gut zwei Oktaven tiefer, erklang dann gleich im Anschluss daran der Neil-Young-Song „Heart of Gold“, der erstmals vom Gitarrist David Müller gesungen wurde. Gerade die Songs des legendären Kanadiers eignen sich hervorragend für eine „Unplugged-Show“, und so lieferten Rockabout Aces gleich darauf mit „Hey Hey My My – Rock’n’Roll will never die“ noch einen zweiten Titel dieses musikalischen Urgesteins hinterher.

Die Band verblieb noch einen Titellang bei den Woodstock-Veteranen und spielte als nächstes den Janis-Joplin-Song „Me and Bobby McGee“, der wieder von Jessy Rupp ganz hervorragend gesungen wurde.

Jessy 4David 4Nach dem Generationenwelthit  „No Woman No Cry“ von Bob Marley und dem Bruce-Springsteens-Mitsingklassiker „Because The Night“, wechselte Gitarrist David Müller von der Gitarre zur Mandoline, und es erklang gleich darauf der ebenfalls zeitlose R.E.M.-Titel „Loosing My Religion“. Diesen, aufgrund seiner Arrangements, live nicht gerade einfach zu spielenden Song, präsentierten die Aces dreistimmig, und so schön aufeinander abgestimmt, dass sich die Zuschauer in den unterschiedlichen Melodiestrukturen aus Mandoline und Gitarre regelrecht fallen lassen konnten. Folgerichtig war „Free Falling“ von Tom Petty & the Heartbreakers der nächste Titel, den die fünf Musiker auf der kleinen Bühne der sehr gut besuchten Print-Media-Lounge zelebrierten. So fielen, äh…, kamen immer mehr Leute von der Empore herunter, um die Band intensiver miterleben zu können.

Band 4Und das konnten sie bei dem nächsten Titel auch in vollen Zügen, denn die fünf Asse spielten den Riesenhit „What’s Up“ von den 4 Non Blondes, in einer Version, die einfach nur Begeisterungsstürme beim Publikum weckte. Vor allem wirkte der Titel so, wie wenn er der Sängerin Jessy Rupp direkt auf den Leib geschneidert worden wäre. Mit Verlaub, so gut hat die schwedische „Eintagsfliegen-Band“ diesen Titel niemals live gespielt, denn sonst gäbe es diese Gruppe wahrscheinlich heute noch.

Da die Stimmung nach diesem Song schon ein bisschen magisch war, wurde es langsam Zeit für unseren ersten gleichnamigen alkoholfreien Cocktail „It’s a magic“. Dass die Band in diesem Zusammenhang nicht den berühmten Queen-Titel anstimmte, um so unsere Berichterstattung komplett stimmig zu machen, konnten wir wirklich verzeihen, denn die Hammerballade „Nothing Else Matters“ von Metallica entschädigte uns für alles, zumal der Refrain „Alles ist bedeutungslos!“ ja auch noch textlich ein wenig unsere derzeitige gesellschaftliche Situation unmittelbar widerspiegelte. Aber so ist das Leben, so ist unser Leben, so ist mein Leben, und so beendete die Meckesheimer Tim 3Band folgerichtig auch den ersten Teil ihres großartigen Konzertes mit dem Riesenhit „It’s My Life“ von Bon Jovi.

Dass der zweite Set des Abends, mit Songs, wie zum Beispiel „Come Together (Beatles), All Along the Watchtower (Bob Dylan), I shot the Sherif (Bob Marley), Bad Moon Rising (CCR) oder auch dem fulminanten „Like The Way I Do“ bei dem die Sängerin Jessy Rupp unmittelbar zu einem Melissa-Etheridge-Klon mutierte, respektive das exzellente Cover „Here I Go Again“ von Whitesnake, bei dem sich jetzt auch Sascha 1einmal die Rhythmusfraktion im Hintergrund mit dem Bassisten Thomas Mai, sowie dem Schlagzeuger Sascha Köttig so richtig ins Szene setzen konnte“, dem ersten in Nichts nachstand, war fast klar, und so verließen wir die Print-Media-Lounge, trotz sehr starken Regens, gegen 23.45 Uhr genauso gut gelaunt, wie wir sie betreten hatten; vielleicht nur noch eine Nuance glücklicher und relaxter. „Ob das Konzert auf dem Nußlocher Gammler wohl genauso gut war, wie das hier?“, das wagte unser erster Vorsitzender allerdings sehr stark zu bezweifeln, und musste dabei wieder kräftig lachen.

Zum Schluss möchten wir uns noch ganz besonders bei Frau Barbara Losert von der Print-Media-Lounge für das zusätzliche Bildmaterial bedanken.

 

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