(468) Laternenfest in der Nacht der Genüsse


Eine mystische Wanderung durch den Wildpark Rheingönnheim und Arancini auf der Nacht der Genüsse im Lindenhof! – ANIMUS KLUB erlebte zwei wunderschöne Abendprogramme!

      

In der Regel besuchen wir den Wildpark Rheingönnheim ja nur tagsüber, wenn wir entweder an einer Wissensexpedition über Hirsche und Fledermäuse teilnehmen, oder einfach mal nur so dort vorbeischauen, um uns die Tiere aus der Nähe zu betrachten. In der letzten Woche gab es allerdings ein abenteuerliches Abend-Special durch das Gelände, denn es fand das traditionelle Laternenfest mit Lagerfeuer statt, eine Veranstaltung auf der wir auch sehr gerne die Jahre zuvor teilgenommen hätten. Aber wir können leider nicht immer überall gleichzeitig sein, und so mussten wir bis heuer auf dieses besondere Erlebnis verzichten, im Dunkeln, umhüllt von hunderten Laternen und Fackeln durch den Wildpark zu wandern.

      

So freuen wir uns sehr euch nun über dieses vorabendliche Event und unsere Eindrücke berichten zu können. Das Laternenfest durch den Wildpark ist etwas völlig anderes, als ein traditioneller Laternenumzug mit St.-Martins-Reiter durch die Straßen. Es ist wesentlich mystischer, gespenstiger und natürlich auch entdeckungsreicher.

Pünktlich im Wildpark angekommen, zog sich alsbald ein Tross von schätzungsweise 1.000 Menschen – Eltern und Kinder – mit den interessantesten Lampen, Laternen und mittelalterlichen Fackeln, sowie modernen Lichtern durch den Wald des Parks. Hin und wieder erklangen die beiden berühmten Sankt-Martins-Lieder „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne…“, und „Rabimel-Rabamel-Rabumm“. Aber großteils der Strecke herrschte mehr Stille, denn es war schon atemberaubend durch das Dunkel des Waldes zu laufen und dabei das Antlitz der vielen Lichter in sich aufzunehmen.

      

Die Wildschweine waren an diesem Abend die einzigen Tiere, die wir ein wenig aus der Nähe betrachten konnten, denn die Frischlinge, also die kleinen Ferkel, wagten sich an den Zaun heran, wahrscheinlich in der Hoffnung, dass es da jetzt gleich etwas zu fressen gibt. Mehr als eine zarte Streicheleinheit gab es leider nicht für die sehr gefräßigen und süßen Vierbeiner.

Am Ende der Expedition angekommen, wurde gleich darauf von den Verantwortlichen des Wildparks ein riesiges Lagerfeuer entfacht. Ein vergleichbar großer Kreis aus Besuchern bildete rings um den hoch aufgeschichteten Holzstapel, und wartete gespannt auf den großen Moment. Bereits kurze Zeit später sprühten die ersten Funken gen Himmel und gleich darauf verwandelte sich das aufgeschichtete Holz in eine Megaflamme, deren enorme Hitze meterweit spürbar war.

Nach diesem eindrucksvollen Schauspiel, besuchten wir im Mannheimer Lindenhof die diesjährige Nacht der Kunst und Genüsse, eine Veranstaltung bei der sich mittlerweile 300 Betriebe aus 14 Mannheimer Stadtteilen beteiligen. Ziel dieser Veranstaltung ist es den Besuchern dabei eine Mischung aus Kunst und vergleichbar kunstvoll gestalteten kulinarischen Genüssen zu bieten, quasi ein Rundumwohlbefinden aus Gaumenfreunden und dem gleichzeitigen Blick auf das Schöne.

Dementsprechend gab es bei den Anbietern entweder etwas ganz Besonderes zu essen, bzw. unbekannte Spezialitäten zu probieren, sowie Kunst zum Anfassen, oder auch beides gleichzeitig im Doppelpack. Bei 300 verschiedenen Akteuren solle eigentlich für jeden etwas dabei sein, und für uns, den ANIMUS KLUB, natürlich sogar jede Menge, denn wir machen ja alles, wir probieren alles und wir interessieren uns auch für alles, was sich uns bietet oder über den Weg läuft.

So war der Fokus unseres Besuches ganz klar auf Neugierde gerichtet ganz nach dem Motto: „Wir-schauen-einfach-mal,-was-es-dort-Interessantes-gibt-und-probieren-uns-durch-die-Kulinarik-der-einzelnen-Stände.“

Angefangen haben wir bei unseren Freunde, aus Döringer’s Backhaus. Herzlichst von dem großartigen Bäckereiteam empfangen, durften wir als Horsd’œuvre herzhafte Baguette-Häppchen genießen. Jede Menge verschiedene Sorten hatten das Team vorbereitet, so dass wir uns überhaupt nicht entscheiden konnten, welche dieser lecker aussehenden Köstlichkeiten wir uns denn zu Gemüte führen sollten. Unsere Auswahl viel letztendlich auf ein Panini mit Lachs und drei Panini mit einer Mett, Crème-Frâiche und Gurke verfeinerten Paste.

Die Pizzeria PARADISO stand als nächstes auf unserem Appetit-Plan. Hier gab es heute Abend nicht nur lecker Pizza, sondern auch Arancini zu probieren. „Arancini? – Was ist das denn?“ – Arancini ist eine italienische Spezialität, die hierzulande nicht ganz so bekannt ist, wie Pizza, Spaghetti oder Lasagne. Ja man könnte fast sagen, sie ist für viele gänzlich unbekannt. Das Arancini, das ein wenig aussieht wie ein gebackener Tannenzapfen, war das absolute kulinarische Highlight unseres Besuches auf der Nacht der Genüsse. Es handelt sich hierbei, um eine frittierte Reisspezialität, die mit Safran und im Innern mit einer Hackfleisch-Erbsen-Paste, sowie Mozzarella-Käse gefüllt ist. So war fast klar, dass wir uns alle nach dem Verputzen eines riesigen Pizzastücks auch diesen Genuss nicht entgehen ließen. Leider können wir den großartigen Geschmack dieser Spezialität hier in unserem Bericht nicht wiedergeben; wir können nur sagen: „Es war unheimlich lecker!“

Weiter ging es vis à vis in den Lanzpark, der uns im Eingangsbereich mit bunten beleuchteten Kegeln begrüßte. Im Innern gab es ein ähnlich buntes Programm, denn neben verschiedenen Suppen und Qualitätsweinen kamen wir auch in den Genuss von Kunst und Musik. Ein Trio präsentierte großteils unplugged, also mit akustischen Instrumenten bekannte Songs à la Bob Dylan.

Mittlerweile war es schon richtig spät geworden, sodass wir den uns auf den Heimweg machten. Dass es zum Schluss dieses schönen Abends natürlich noch etwas Süßes gab, war klar, und so beendete ein besonderer Berliner von Döringer‘s Backhaus unseren erlebnisreichen und genussreichen Abend.

 

 

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ANIMUS KLUB

Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend! – (Johann-Wolfgang von Goethe) 

      

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