(59) Harley-Davidson-Treffen


Atemberaubende Stuntshow und waghalsige Steilwandartisten raubten ANIMUS-KLUB-Kids beim Harley-Davidson-Treffen im Sinsheimer Technikmuseum den Atem!

Treffen 01  Jannik 03

Es sah wieder einmal ganz stark nach Regen aus, und auch der Wetterdienst meldete für den heutigen Tag starke Niederschläge in der Rhein-Neckar-Region. Dennoch haben wir es gewagt nach Sinsheim zu fahren, um unseren Kindern und Jugendlichen dieses sehenswerte Highlight zu ermöglichen, an einem Tag Hunderte Harleys zu sehen, und diese auch in Aktion zu erleben. Gleich vorweg. Unser Mut wurde belohnt, denn, obwohl wir ausnahmsweise mal nicht nach Ludwigshafen gefahren sind, regnete es auch in Sinsheim während dieser Veranstaltung keinen einzigen Tropfen. Ideale Bedingungen also, um nicht nur gespannt das dortige Programm zu verfolgen – und da gab es wieder einmal einiges zu sehen –  sondern auch einmal in den Genuss zu kommen, auf einer Harley Davidson mitzufahren.

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Früh angekommen, hatten wir so die Möglichkeit in aller Ruhe die vielen Maschinen anzuschauen. Sehr viel Mühe und Liebe zum Detail haben die Motorradfreunde hier investiert, um ihr jeweiliges Gefährt zu einem einzigartigen Blickfang für die Besucher zu machen. Keine Maschine gleich der anderen. Jede Harley war individuell und etwas ganz Besonderes. Wohin man auch schaute, überall gab es etwas Neues, oder etwas Anderes, Interessantes zu entdecken.

Klar, dass wir hier natürlich auch einige Fragen zu den einzelnen Maschinen hatten, oder uns natürlich auch einmal ganz neugierig auf diese „heißen“ Stühle setzen wollten. „Wau, schau mal da, eine Harley mit einem Pferdesattel, oder da, eine Maschine, die von ihrer Opulenz fast einem Auto gleicht, und hier eine Harley von Anno-Dazumal…“ So ging es quasi die ganze Zeit über.

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Ja, es war ein Treffen, bei dem vor allem Kinderaugen groß wurden, denn sowohl das Aussehen, als auch das Geräusch der Fahrzeugmotoren konnten schon faszinieren. Da fast alles, was bei den Menschen eine Faszination weckt, auch gefährlich ist, war heute die Sicherheit auf dem Gelände besonders groß geschrieben. So durften Kinder zum Beispiel nur auf den Minimotorrädern fahren, wenn sie lange Hosen anhatten. Zwar war die Wahrscheinlichkeit einer Verbrennung äußerst gering, aber sie war durchaus vorhanden, und dieser Grund, war für die Verantwortlichen ausreichend diese Sicherheitsmaßnahme durchzuführen.

Zuschauer 02

Besonders für die bevorstehende Stunt-Show von Rainer Schwarz wurden ebenfalls höchste Sicherheitsmaßnahmen getroffen. So sicherten seitliche Barrieren und sehr viele Ordnungskräfte die Strecke für den Stuntman, der erst einmal seine drei Motorräder warmlaufen ließ. In einem irren Tempo schoss der begnadete Motorradfahrer dabei schlangenlinienförmig über die gut dreihundertmeterlange Piste rauf und runter, und zeigte uns dabei auch schon als kleinen VorgeschmackRainer 10, was uns gleich erwarten würde, das eine oder andere Kunststück, indem er sich in voller Fahrt mal so mir nichts dir nichts auf den Hinterreifen seiner Harley stellte.   

Kurz darauf ging es auch schon richtig los, und in der gleichen Rasantheit zeigte uns der Barde, was man (er) alles „Verrücktes“ mit seiner Harley machen kann, die ja bekanntlich kein Sportmotorrad ist. So rauschte er nicht nur in einem Höllentempo die 300-Meterlange Piste hinunter, sondern verführte mit seiner (seinen) Maschinen die unmöglichsten „Kunststückchen“. Neben dem bereits schon in der Aufwärmphase gesehen Stand auf dem Hinterrad, brachte dieser begnadete Fahrer es doch tatsächlich fertig seine Harley auch in voller Rainer 28Fahrt auf das Vorderrad zu stellen, und in dieser Position gut die Hälfte der Strecke zu absolvieren. „Das machen Sie jetzt bitte zu Hause nicht mit ihrer Harley nach!“, warnte der Show-Moderator Rainer 30die Zuschauer, die weder aus dem Staunen noch aus dem Beifallklatschen herauskamen.

Weiter ging es mit dieser spektakulären Präsentation, bei dem der Star den Zuschauern fast keine Zeit zum Atmen ließ. „Motorrad-Rodeo“ könnte man das, was Schwarz als nächstes fabrizierte vielleicht am besten charakterisieren, sprich wie auf einem Büffel reitend, hüpfte und drehte sich der Stuntman fortan so heftig im Kreis herum, das sich aufgrund der Hitze dieser enormen Belastung ganz schnell ein weißer Nebelteppich über die Fahrbahn legte. „Da soll einer noch sagen, dass die Harley keine sportliche Maschine so!“, so der Moderator, denn der Motorad-Crack Schwarz belehrte alle eines Besseren. Was er da im Kreis alles mit seiner Maschine veranstaltete, konnten selbst einige Experten kaum glauben. Aber Rainer Schwarz drehte und hüpfte nicht nur Vollgas im Kreis herum, sondern zeigte dem Publikum auch, dass man mit seiner Harley bei Vollgas spazieren gehen kann.

Zum Schluss seiner tollkühnen Präsentation nahm er dann noch seinen Kompagnon auf die unterschiedlichste Art und Weise mit auf seinen Geschwindigkeitstrip, und verabschiedete sich mit einem platzenden Hinterrad bei den Zuschauern. Klar, dass am Ende einer solchen Präsentation sehr viele ein handsigniertes Autogrammposter von diesem Motoradgenius haben wollte. Als kleines Schmankerl haben wir euch hier knapp zwei Minuten dieser Show zusammengestellt.

 

 

Von dieser atemberaubenden Vorstellung gerade erholt, ging es gleich darauf weiter mit der nächsten waghalsigen Motoradkunst, denn der Holländer Henny Kroeze war mit seiner „Wall Of Death“ ebenfalls auf dem Harley-Treffen, und präsentierte bereits das 14. Jahr in Folge in seinem Rondell den Zuschauern zusammen mit seiner Tochter und zwei weiteren begnadeten Motoradartisten das Steilwandfahren in absoluter Perfektion.

Wall of Death 03Auch hier war von den Verantwortlichen höchste Sicherheit garantiert, denn wenn die Motorräder die Wände hochfahren, dann ist das ja für die Zuschauer bei Weitem keine alltägliche Situation. So fuhr der Meister zu Beginn der Show erst einmal selbst mit einem fast 90 Jahre alten Motorrad die runde Wand entlang, und erntete sehr viel Beifall für freihändiges Fahren, aber auch Übungen, wie dem Außenquersitz, die normalerweise nur Turner an einem Barren vollführen.     

Auch seine Tochter, offensichtlich die Nerven und das Talent ihres Vaters geerbt, fuhr ganz cool in die maximalste Höhe der Steilwand hinauf, und verführte ebenso ein Kunststück nach dem anderen, mit Händen, ohne Hände, genauso wie die beiden anderen Profifahrer, die sowohl miteinander als auch parallel nebeneinander, oder auf wilden Verfolgungsjagten die Bretter des Rondells zum Beben brachten. „Was Turner für gewöhnlich an den Geräten vollführen, präsentierten diese tollkühnen Artisten an der Steilwand fahrend!“ Da ein Fotografieren in diesem Höllentempo so gut wie unmöglich ist, haben wir euch auch hier einen kleinen Einblick dieser waghalsigen Fahrer zusammengeschnitten.

 

 

Mit dem berauschenden Gefühl wieder etwas ganz Außergewöhnliches gesehen zu haben, und noch ein wenig das surrende Geräusch der Motorräder in den Ohren, verließen wir nach Ende der Vorführung diese Arena. Groovig-rockige Blues-Riffs wehten uns beim Hinuntersteigen entgegen. Die holländischeKnuckle 26 Rusty-Knuckle-Bluesband, die bereits auf dem US-Car-Treffen vor knapp zwei Monaten die Besucher restlos begeisterte, Knuckle 23war auch dieses Mal wieder zu Gast, und spielte in der Zeit, in der wir uns ein wenig ausruhten, und genüsslich eine Tasse Kaffee tranken und Stück Kuchen aßen, einen Set aus Großteils eigenen Songs mit tollen Arrangements. Mundharmonika und Gitarre wechselten sich dabei in den Soloeinlagen ab, und die Sängerin Marina van Es veredelte die Stücke mit ihrer richtig kräftigen „schwarzen“ Blues-Stimme. „Ach ist das wieder ein schöner Tag!“, dachte unser erster Vorsitzender begeistert, der sich eigentlich überhaupt nicht für Motorräder interessiert, als er sich in seinem Stuhl zurücklehnte, und einfach nur den Klängen der Musik lauschte, die in Verbindung mit den vielen unterschiedlichen Motorgeräuschen von immer mehr anrückenden Maschinen einen ganz eigenen Soundtrack ergaben.

 

Motorrad 02Gewinnspiel:

Unter den vielen Harleys waren an diesem Tag aber auch ein paar Fremdmaschinen, wie zum Beispiel diese hier. Wer uns als erstes sagen kann, um welches Modell es sich hierbei handelt, und uns die richtige Lösung unter alexander.hoefer@animus-klub.de zusendet, erhält freien Eintritt bei unserem nächsten Besuch im Mannheimer Technoseum. Mitmachen dürfen wie immer alle Kinder und Jugendlichen zwischen dem siebten und dem fünfzehnten Lebensjahr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

 

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ANIMUS KLUB

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