(70) RAP-Workshop


ANIMUS-KLUB-KIDS rappen „Alle meine Entchen“ in der ULTRA-JAZZ-Version beim „Who-Am-I-Workshop“ – Programm: RAP-Contest für 11-17-Jährige!  

Rap 4  Rap 3   Rap-Work-Shop 1

„Alle meine Entchen schwimmen auf dem See. – WO?“

„Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh‘ – Oh JÄA! … Come on!“ 

Dazu einen selbstprogrammierten Beat, sowie einige Akkordsequenzen und Leads aus J Da’s M-PC, kombiniert mit einer Prise cooler elektronischer Improvisations-Picks, und es war eine „Melodie“ geschaffen, um diesem Kinderschlager einen ziemlich neuen, fetten Touch zu verleihen. Hart „beatend“ – aber immer noch weit entfernt von distanzierungswürdigem „Aggro“ oder primitiver „O.G.-Mukke“, eher in Richtung sperrigem Ultra-Jazz à la Felix Martin mit einem Hauch Fusion-Flair, sowie dem mäandernden Flow einer etwas unstrukturierten Hook, verbunden mit ein bisschen zu nervigen Vibes – ertönte das bekannte Kinderlied dann doch sehr stark verfremdete durch die Boxen des Studios. 

Jannik 1„Jäa, jäa, Alex ist der Bär!“, pointete in diesem Zusammenhang ebenfalls unglaublich „tight“, und klang überhaupt nicht „wack“. Ja, an diesem Nachmittag nudelten wir mal die Deutsche Sprache so richtig modern durch den Mixer, aber jederzeit auf eine anständige oder lustige Art und Weise, und nicht wie in dem Milieu oft üblich, versehen mit unzähligen „F-Wörtern“, bzw. sinnesleeren Texten oder gewaltverherrlichenden Botschaften. 

Letztere sind übrigens ein absolutes Tabu beim „Who-Am-I-Rap-Workshop“. Viel mehr wird von den Verantwortlichen sehr darauf geachtet, dass die Teilnehmer einerseits zwar kritische, aber andererseits noch akzeptable Texte verfassen, was vielleicht weniger „cool“ ist, dafür aber wesentlich schwerer. „Etwas Gutes oder Schönes (Anspruchsvolles) zu kreieren, ist halt immer aufwendiger, als etwas Schlechtes, Anspruchsloses oder schlicht und ergreifend gar nichts zu machen. Das war im Leben bisher schon immer so, und wird auch immer so bleiben, allein schon deshalb, weil man zum „Blödsinnmachen“, keine besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten braucht, und auch kein großes Talente besitzen muss. Für etwas Gutes oder Schönes hingegen, benötigt man auch beim Rappen sehr viel Fleiß, Geduld und Wille, aber vor allem Zeit und Lust. 

Rap-Work-Shop 4So ist das, was Tobias Schirneck und sein Kumpel J Da hier mit ihrem Rap-Work-Shop-Studio in den letzten Jahren mit sehr viel persönlichem Engagement und Herzblut aufgebaut haben, schon etwas ganz Besonderes und verdient damit auch unseren größten Respekt. Ein kleines, aber sehr fein und gemütlich eingerichtetes Dachgeschoss mit schallisolierter Profi-Sprecherkabine, sowie einer ebenfalls sehr ansprechenden Ausstattung im Technik- und Produktionsbereich, vermitteln ein Ambiente, indem sich der Besucher sofort unglaublich wohl fühlen kann. 

Rap-Work-Shop 5Dementsprechend stürzten sich unsere Jungs auch gleich auf die vielen bunt blinkenden Gerätschaften. Der M-PC, ein Gerät, mit dem man nicht nur Beats kinderleicht selbst erstellen kann, war das erste Highlight, das unsere Kids für längere Zeit in Beschlag nahmen. Hier erklärte uns J Da die vielen unterschiedlichen Funktionen der einzelnen Knöpfe und Tasten, und durch das gleichzeitige Ausprobieren hatten wir sehr schnell einen relativ gut klingenden Rhythmus programmiert. 

Auch die anderen typischen Fragmente des Rap- oder Hip-Hop-Sounds, konnten wir mit diesem Gerät erstellen und aufnehmen. Dabei entstand dann eine mehr oder weniger zugängliche Musik, die sich vielleicht, wie schon erwähnt, sehr gut als Ultra-Jazz vermarktet ließe. 

Rap-Work-Shop 2Wesentlich schwieriger als die Produktion der Beats, war da schon das Rappen, also der Sprachgesang an sich. Das ist nämlich nicht leicht. Selbst einfache Kinderlieder wie „Alle meine Entchen“, oder „Fuchs du hast die Gans gestohlen“, synchron auf einen schnellen Rhythmus zu rappen, stellte sich im Nachhinein für uns als ziemlich schwierig heraus. 

Dennoch stand für uns nach diesem tollen Nachmittag fest, dass wir den „Who-Am-I-Rap-Workshop“ auf jeden Fall noch des Öfteren besuchen werden, allein schon deshalb, weil man von Tobias und J Da wirklich lernen kann, wie man anständig rappt. Und wer weiß, vielleicht gehen wir ja auch einmal in eine andere, und ganz neue Richtung, indem wir zum Beispiel klassische Literaturwerke rappen, denn gerade in diesem von sehr vielen Sprachwissenschaftlern und Germanisten oft so hochgepriesenen Genre, gibt es ja haufenweise Sachen, die für den Ottonormalverbraucher“ absolut unverständlich sind, aber vielleicht gerade deshalb unglaublich viel Spaß machen (würden), sie zu rappen. 

Rap-Work-Shop 6„Die Hose bootet’s an den Tag. Man weissach wie’s ist. Wer die Zeit nicht zähmt, dem blüht Notstund. Wie du flutest, so sollst du erbben. Getrübener Hurke! Mischt in die Lehe und schließt in die Luv. Riff gauche war im Recht, und Riff drôite war ihm schlechter. Und der Zuschnitt! Und der Ausschnitt! Und immer das Haupt howth-hoch, dieser deukältische Herzögler mit dem pompigen Huckel, wie’n Wanderratz.“ (Auszug aus „Der Anfang“, James Joyce, 1939) 

Echt genial, was einige Lyriker des letzten Jahrhunderts so alles an Gedankengut zu Papiere getragen haben. Ein Grund mehr vielleicht mal wieder rappen zu gehen. Aus diesem Grund möchten wir auch am 28. Dezember einen RAP-Contest anbieten.

 

RAP-CONTEST

Du bist zwischen 11 und 17 Jahre alt?

Hast nicht nur eine „große“ Klappe, sondern auch etwas dahinter!

Und du willst rappen?

 

Kein Problem!

Dann hast du jetzt die große Chance dein Talent unter Beweis zu stellen.

 

Weitere Informationen und Anmeldung unter:

 

Alexander Höfer

Telefon: 06224-12399

 

Diese Berichte könnten euch auch interessieren:

Begegnungsfest URIAH HEEP Schlossfest Mannheim Burgfest Dilsberg

 

Alla-Hopp-Spielplatz Lichtmeile Frank Schätzing Theres & Fr. Schäufele

                      

ANIMUS KLUB

„Bababadalgharaghtakamminaronnkonnbronntonnerronntuonnthunntrovarrhounawnskawntoohoohoordenenthurpnuk?“ – Klassische Literatur? Oder vielleicht doch lieber Rappen?

Rap 2  Rap 1  Rap-Work-Shop 3

„Hat euch unser Bericht gefallen?“ – Wenn ja, dann würden wir uns über euer „Like“ und einen Kommentar auf Facebook sehr freuen. Vielen Dank

Tweet about this on TwitterPrint this pageShare on Google+Share on FacebookEmail this to someone