(72) Wunderwelt Winterwald


Fast 200.000 Besucher in einem Jahr! – ANIMUS KLUB sagt DANKE und wünscht weltweit allen Menschen ein frohes und gesundes Weihnachtsfest mit der abendlichen Geschichte aus der „Wunderwelt Winterwald“!

   Station 03  

„Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen!“, so lautet ein bekanntes deutsches Sprichwort, und am letzten Wochenende durften wir im Programm „Wunderwelt Winterwald“, des Handschuhsheimer Waldtreffs in der Abenddämmerung einmal ganz aus der Nähe miterleben, wie mühsam sich das Eichhörnchen tatsächlich seine Wintervorräte anlegt.  

Gruppe 01Doch bevor die lehrreiche Expedition durch den Wald des Mühltals und den eigens dafür präparierten Lichterpfad begann, bekamen wir zuerst einmal von Fabienne und ihren beiden jungen Helferinnen ein Namensschild ausgehändigt, und auch ein paar ganz wichtige Informationen mitgeteilt. Abends im Wald spazieren gehen, ist nämlich gar nicht so ungefährlich, und da sollte man sich schon, an die eine, oder andere wichtige Regel ganz genau halten.  

Wanderung 01So wurden wir darum geben, die Wege nicht zu verlassen, und uns auch nicht allzu weit von der Gruppe und den Erwachsenen zu entfernen. Des Weiteren machte Fabienne uns darauf aufmerksam, dass wir im Wald keine Stöcke werfen, und uns auch sonst, so ruhig wie möglich verhalten sollten, ganz einfach um die Tiere nicht unnötig zu erschrecken.  

Wald 04_2Der erste Weg führte uns dann zu einem Lagerplatz am Rande des Waldes. Hier dienten uns Baumstämme als Sitzgelegenheiten. Immer noch voller Tatendrang und auch ein bisschen überflutet von den vielen Eindrücken, die uns hier ringsherum erwarteten, hatten wir anfangs ein bisschen Schwierigkeiten uns auf das bevorstehende Programm zu konzentrieren; zu attraktiv und abenteuerlich war das unbekannte Gelände. 

Wald 03_2So dauerte es einige Zeit bis uns Fabienne schließlich sehr viel Wissenswertes über die Eichhörnchen und deren Lebensweisen erzählen konnte. Hier erfuhren wir auch, was diese Tiere eigentlich alles fressen. Diese „Nager“ fressen nämlich weit mehr als nur Nüsse. Eichhörnchen, oder richtiger, Eichkätzchen (Eichhörnchen haben nämlich keine Hörner), sind in der Regel Allesfresser. Das heißt, sie fressen neben Nüssen, so gut wie alles, was sie im Wald finden können. Angefangen von Beeren, Früchten und Samen, bis hin zu Blüten, Knospen, ja selbst sogar Baumrinden, und, wer hätte das gedacht, auch „fleischhaltige Produkte“ wie Insekten, Larven, Vogeleier und Würmer.  

Wald 02_2Das Eichhörnchen baut sich sein Nest immer sehr geschützt hoch oben auf einem Baum. Das Nest, auch Kobel genannt, ist ein 30 bis 50-Zentimenter großer Bau, der überwiegend aus kleinen Ästen, aber auch Tannennadeln und Blättern besteht. Da Eichhörnchen keinen Winterschlaf halten, müssen sie sich schon frühzeitig einen Nahrungsvorrat für den Winter anlegen. Dazu suchen sie sich geeignete Plätze (Verstecke) im Wald, um ihre Vorräte zu „bunkern“.

Wald 01Das war auch das erste Spiel, das wir am heutigen Abend absolvieren durften. Jeder von uns bekam von Fabienne jeweils fünf Nüsse ausgehändigt, und hatte nun die Aufgabe dafür geeignete Verstecke zu finden. Um diese kleine Herausforderung zu lösen, hatten wir insgesamt zwei Minuten Zeit. Was wir allerdings noch nicht wussten, war die Tatsache, dass wir die Nüsse wenig später auch wiederfinden mussten. Jetzt hatten wir allerdings ein ganz großes Problem, Samuel 01_2denn wir konnten uns im Nachhinein beim besten Willen nicht mehr ganz genau daran erinnern, wo wir denn die Nüsse eigentlich versteckt hatten. Vielleicht haben wir sie auch so gut versteckt, dass wir sie gar nicht mehr finden konnten, was aber für Eichhörnchen, im Ernstfall, ganz fatal wäre, denn die Verstecke, oder besser gesagt Vorräte, gewährleisten ihnen ja das Überleben im Winter. „Gott sei Dank sind wir keine Eichhörnchen!“, kann man da nur sagen, denn sonst hätten wir wahrscheinlich den Winter nicht überlebt.  

Fell 02_2Als nächstes durften wir Tierfelle erraten. Dazu hatte Fabienne drei unterschiedliche Felle mitgebracht. Diese durften wir auch in die Hand nehmen und befühlen. Das Fuchsfell war für uns ziemlich einfach zu erraten, zumal auch noch ein Kopfteil vorhanden war. Weitaus schwieriger war da schon das Dachsfell. Dieses war nämlich, genauso wie das Fell des Rehs, im Zuge der vorabendlichen Dunkelheit, nicht ganz so einfach zu erkennen.  

Station 05Nach diesem sensorischen Programm, starte dann eine sehr abenteuerliche und längere Abendwanderung durch das Mühltal, bei der uns rund 300 Teelichter den sicheren Pfad durch das Dunkel der Nacht wiesen. Hin und wieder gab es auch Stationen, an denen wir etwas ganz Interessantes über den Wald, seine Bewohner und seine Pflanzen erfahren und lernen konnten.  

Ja, die Verantwortlichen hatten sich schon unglaublich viel Mühe Station 02gegeben, um uns diese Wanderung zu einem besonderen Erlebnis zu machen. So gab es auch Stationen, an denen wir weihnachtliche Düfte wie Anis, Vanille und Zimt am Geruch erkennen, oder kleine Aufgaben bewerkstelligen konnten.  

Als wir das Domizil der Wanderung erreichten, war es auch schon merklich kühler geworden. So tat der leckere Kinderpunsch sehr gut, um uns aufzuwärmen. Auch die Kekse und Lebkuchen trugen dazu bei, dass wir uns im Anschluss daran, bei der Weihnachtsgeschichte eines Tausendfüßlers rund um wohlfühlen konnten.  

Wir bedanken uns bei knapp 200.000 Besuchern unserer Webseite im letzten Jahr und wünschen allen Menschen auf dieser Welt ein frohes Weihnachtsfest und einen gesunden Rutsch ins Jahr 2015, vor allem aber wünschen wir uns, dass unserer Kinder und Jugendlichen, genauso wie ihre Spielbedürfnisse, im nächsten Jahr mehr Beachtung von unserer Gesellschaft erfahren.

 

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Wald 05  Punch 03_2  Leuchte 01  Station 04

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