(84) Weihnachtsferienprogramm


Kunsthalle, Eishalle, Kegelhalle, Schwimmhalle und Rappen mit den Meistern…! – Gerade in den Weihnachtsferien ist ein abwechslungsreiches Programm für Kinder und Jugendliche sehr sehr wichtig!

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Mittlerweile verbringen sehr viele Kinder, unabhängig der Jahreszeit, wesentlich mehr Freizeit ALLEINE am PC oder im Internet, bzw. an den Spielkonsolen und natürlich auch auf ihrem „mobilen Spielplatz“ – dem Handy (Fernsehen ist hier noch gar nicht inbegriffen), als dass sie zusammen mit anderen Kindern spielen, etwas lesen, oder sich intensiv mit einer kreativen Sache beschäftigen – etwas bauen, etwas malen, etwas erstellen, ein Musikinstrument erlernen etc. Zwar ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder beim Spielen das Allermeiste lernen – vor allem kameradschaftliches Spiel- und Sozialverhalten, Sicherheit, Reaktionsvermögen usw. –  gemeint ist aber nicht das Spielen mit einem Medium, sondern gemeint ist hier das aktive Spielen (!) zusammen mit anderen Kindern und vor allem den Eltern (!) auf den Spielplätzen, bzw., zu Hause, das gemeinsame Bauen im Kinderzimmer, das gemeinsame Singen und Musizieren oder auch das gemeinsame Spielen von altersgerechten Gesellschaftsspielen.

PaarDie Folgen der medialen Vereinsamung einerseits, sowie die unmittelbar damit verbundene, bequeme, passive Erziehung vieler Eltern andererseits, sind bereits heute schon sichtbar, und sie sind verheerend; und wenn die derzeitige Entwicklung, sowohl im Lese- und Rechtschreibebereich, als auch im sozialen Kompetenzbereich genauso weitergeht, wie bisher, dann werden rund 25% unserer Kinder in der Zukunft nicht mehr in der Lage sein die Deutsche Sprache richtig in Wort und Schrift zu erlernen.

HaushaltViele Kinder und Jugendliche (auch Realschüler und Gymnasiasten) werden also sowohl durch die mediale Dauerberieselung, als auch, und vor allem durch die erzieherische Resistenz kaum noch persönliche (besondere) Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln, außer vielleicht dieser, dass sie mit ihrem Zeigefinger einen virtuellen Helden erfolgreich über einen Touchscreen steuern oder das „richtige“ Knöpfchen auf dem Handy drücken können. Dementsprechend ist eine Zuwanderung von sehr gut qualifizierten, aber vor allem lernwilligen Fachkräften nicht nur für jedes renommierte deutsche Wirtschaftsunternehmen unausweichlich, wenn es global konkurrenzfähig bleiben möchte, sondern auch für den Staat von großer Bedeutung, wenn er den Wohlstand hierzulande dauerhaft aufrecht erhalten möchte.

Engel 1Auch eines der höchsten Güter des Menschen, nämlich die Fantasie, wird durch diese mediale Sintflut, in der unsere Kinder – anders als in einem Buch oder bei einem Hörspiel – NICHTS mehr machen müssen, und buchstäblich ALLES bis ins kleinste Detail wunderschön bunt und actionreich vorgefertigt (!) präsentiert bekommen, sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Kreative Menschen und Wissenschaftler mit eigenen Ideen und Vorstellungen werden also in der Zukunft hier in Deutschland ebenfalls entweder Fehlanzeige oder Mangelware sein, sprich Seltenheitswert besitzen.

StadtDie mediale Vereinsamung, verbunden mit der frühzeitigen Beraubung der Fantasie unserer Kinder, wird sich auch spürbar auf ihre Allgemeinbildung, sowie ihr Sozialverhalten in der Gruppe auswirken. KEINE eigene Meinungsbildung, NICHT wissen, worüber gesprochen wird, und daher auch NICHT Mitredenkönnen, KEINE Lösungen für Probleme finden, weder für ganz gewöhnliche Alltagssituationen oder altersgerechte Aufgabenstellungen und Herausforderungen, noch für entstehende soziale Konflikte, und auch KEINE Ideen zum Gelingen eines Projektes oder eines Erfolges beitragen können, werden die ganz großen Folgenerscheinungen sein, mit denen wir in der Zukunft im pädagogischen Bereich konfrontiert werden.  

Modern 4Der mediale „Over-Kill“ bestehend aus geschätzten 5000 Fernsehsendern, 150 Millionen Spielfilmen und Unterhaltungs-Shows, 30 Milliarden Youtube-Videos, 1.000 Facebook-Freuden, von denen fast jeder, jeden Tag, jeden „Scheiß“ teilt, und 150 Games, die man unbedingt gespielt haben muss, wenn man zu der dekadenten Toppelite der „kreativen Hornochsen“ oder weltweit zu den besten „sozialen Volltrotteln“ der Premier League dazugehören möchte, nehmen viele unserer Kinderseelen gefangen wie persönliche Sklaven.

Portrait 5So werden wir uns in naher Zukunft auch mit der erzieherischen Apokalypse auseinandersetzen dürfen, nämlich der, dass wir im Alltag tagtäglich sehr vielen motivationslosen und sehr schwach gebildeten „Sozialen Zombies“ begegnen werden, die so gut wie KEINE Lebenskompetenzen und Empathiefähigkeiten mehr besitzen, und denen deshalb wahrscheinlich auch alles um sie herum genauso egal sein wird, wie der „Herr Hempel“, der jede Woche auf einem Nußlocher Spielplatz seine Notdurft verrichtet, um zu verhindern, dass Kinder dort spielen. „Hoppla!? – Ist das nur eine Zukunftsvision, oder ist das bereits schon die Gegenwart?“

Portrait 4Wie dem auch sei, wir werden – und dass ist das Allerschlimmste daran – nur noch Kinder und Jugendliche haben, die sowohl vom Staat, als auch von der Wirtschaft hundertprozentig kontrolliert, überwacht und gesteuert werden können, solange Eltern innerhalb ihrer Erziehung KEINEN Riegel vorschieben oder ihnen KEIN anderes VORBILD vorleben. 

Diesem sozialen und intellektuell sichtbaren und spürbaren Zerfall versuchen wir mit einem vielseitigen Programm aus Kunst, Kultur, Literatur, Musik, Sport, Theater und HundSchauspiel, sowie interessanten Themen, aber vor allem mit Bildung ganz entscheidend entgegenzuwirken, denn nur dann, wenn unsere Kinder frühzeitig Gefallen an den wahren Schönheiten des Lebens finden, haben sie eine reelle Chance nicht in den schrecklichen Teufelskreis dieser sozialen Verrohung hineinzugeraten, und stattdessen das eigentliche Leben und seine Reichtümer schätzen zu lernen.

Viele Sachen haben wir wieder einmal über die Weihnachtsferien durchgeführt. Über zwei Aktionen – das WEEKEND IN BULGARIA sowie der erneuten Silvesterflucht „St Sylvestre avec Floh (2. Épisode)“ haben wir bereits ausführlich in der letzten Woche hier auf unserer Homepage berichtet, und bedanken uns ganz herzlich bei erstmals 10.784 Besuchern.

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Wie schön Kunst sein kann, das zeigten uns hier bislang einige begleitende Bilder aus der ARCHE-Vernissage der Mannheimer Kunsthalle, die derzeit mit einer sehr kontrastreichen Ausstellung aufwartet. Dabei bekommen die Gäste sowohl sehr anspruchsvolle Gemälde als auch einfache „moderne Kunstwerke“ aus Strichen und Punkten zu sehen. Zwei wunderschöne, durch die künstlerische Gestaltung, dreidimensional wirkende Bilder von Vincent van Goch sowie einige tolle Exponate von Manet, Cézanne und Eliasson bilden die Hauptattraktionen einer äußerst sehenswerten Ausstellung, die wir jedoch nicht fotografieren durften. Aus diesem Grund möchten wir hier nur ein paar Anregungen aus der ARCHE präsentieren und unseren Lesern damit diese Ausstellung wärmstens ans Herz legen.

Rap 04Auch rappen beim „Who-Am-I-RAP-WORKSHOP“ stand wieder auf unserem Programm. Inspiriert von unserem letzten Besuch, wollten wir dieses Mal etwas Hörbares mit nach Hause nehmen. So haben wir uns ein paar Stunden an J Da’s M-PC gesetzt, und einfach mal drauflosexperimentiert. Bei dieser „Herumwurstelei“  kamen dann jede Menge Beats und Sounds zusammen. Angefangen von einer völlig unbrauchbaren, ja fast unerträglichen Studio 5„Katzenmusik-Oper“, bis hin zu genialen und  angenehm groovenden Motown-Beats sowie Small-Techno-Vibes, denen man durchaus schon irgendwelche Lyrics auf den Leib schneidern hätte können.

Tobi 1Gekrönt wurde unser heutiger Besuch im Rap-Workshop noch mit den Auftritten von Tobi Meyerer und seiner Schwester Eileen, die uns drei selbstgeschriebene und emotional tiefberührende Songs über aktuelle Themen wie Mobbing an der Schule und soziale Ausgrenzung vorstellten. Ganz fasziniert waren wir auch von Eileens Soloauftritt. Die junge Teenagerin, stimmlich einzuordnen irgendwo zwischen Heather Nova, Sophie B. Hawkins und Julia Stone, gab hier ein Stelldichein, dass großen Beifall mehr als verdient hatte. Gut 15 Minuten präsentierte sich das junge Nachwuchstalent dem Publikum, und wurde von Song zu Song besser, aber vor allem mutiger und selbstbewusster. Es ist doch immer wieder schön, wenn Jugendliche etwas aus sich, ihrem Talent und ihrem Leben machen. Das gefiel auch Tobias Schirnecks Hund Justus sehr, der über die ganze Zeit wachsam die Ohren spitzte und ganz gebannt den wundersamen Melodien zuhörte. Respekt.

Studio 6  Sax 1  Röe  Justus  J Da 1

Danach legte sich der Saxophonist Peter Müller mächtig ins Zeug, und spielte eine gute halbe Stunde „Lounge- und Chillout-Musik“, indem er zu unterschiedlichen Beats passende Improvissationen zum Besten gab. Diesen tollen musikalischen Hintergrund veredelte wenig später dann noch der Mannheimer Rapper Sir Meon of Littleton, der uns ebenfalls zwei seiner Songs vorstellte. Auch die beiden Chefs Likkle T alias Tobias Schirneck und J Da zeigten uns am heutigen Nachmittag, was richtig gute Rapper drauf haben müssen, und das weit jenseits der berühmten „M- und F-Niveaus“.

Damit ihr euch einen kleinen Eindruck darüber machen könnt, was dieser tolle Rap-Workshop so alles macht und produziert, möchten wir euch hier das neue Video „True Soldia“ von Likkle T präsentieren.

 

 

Was wäre der ANIMUS KLUB eigentlich ohne seine regelmäßig sportlichen und motorischen Bewegungsangebote? – „Wahrscheinlich das gleich wie …“ – So haben wir unseren Kindern und Jugendlichen mit Schwimmen im Walldorfer AQUA-Park, Billardspielen in der Wiesenbacher Lounge (natürlich wie immer mit riesigem Hamburgeressen), sowie Kegeln im Walldorfer Lokalderby und last but not least den Besuchen im Eppelheimer ICEHOUSE und in der Wieslocher Eishalle ebenfalls ein unglaublich tolles Freizeit-Feeling geboten.

Daniel 1 Adrian 2 Eppelheim Disco Jannik Jonas 1

Hier konnten wir feststellen, dass unsere Kinder und Jugendlichen in allen Disziplinen schon Fortschritte gemacht haben. So gab es beim Kegeln erstmals fünf Neuner zu bewundern, und beim Billard war es möglich in zwei Stunden doppelt so viele Partien zu absolvieren, wie noch 2014. Auch beim Schlittschuhlaufen sind große Verbesserungen zu sehen, so dass wir uns auf die nächsten Besuche sehr freuen. Also Leute, auf geht’s, zu neuen, großen und unvergesslichen Erlebnissen, getreu dem Motto des folgenden Kunstwerkes:

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ANIMUS KLUB

Wir nehmen mit großer Freude zur Kenntnis, dass die Gemeinde einen neuen Spielplatz und ein Jugendhaus bauen möchte. Wir hoffen allerdings inständig, dass die Gemeinde dieses Mal Fachleute kontaktiert, die wirklich wissen, was Kinder und Jugendliche brauchen, oder noch besser, die Jugendlichen fragen, was sie denn haben wollen. 

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