(90) K♥banê


ANIMUS KLUB unterstützt Ludwigshafener Hilfe für die Flüchtlinge aus der Region K♥banê! – Kinder malen einen Friedensbaum als Anti-Kriegs-Zeichen!

Ibrahim Baum 4 Buffet 1 Kobane

Kobanê, die Stadt im Türkisch-Syrischen Grenzgebiet steht immer noch im Visier der IS-Terrormilizen, und ein Ende der blutigen Kämpfe scheint auf absehbare Zeit nicht in Sicht zu sein. Hunderttausende Menschen sind seit letztem Jahr auf der Flucht vor der IS. Das Leid und das Elend, was die Freischärler des selbsternannten Kalifen Abu Bakr al Baghdadi, der dschihadistisch-salafistischen Terrororganisation (ISIS) hier über die Bevölkerung Syriens, und besonders über die im nördlichen Grenzgebiet zu der Türkei lebenden Kurden gebracht haben, ist unermesslich. Über Monate wurden tausende Menschen aus der Zivilbevölkerung, unter ihnen viele Frauen und Kinder, entweder ermordet, öffentlich hingerichtet und teilweise sogar wie Vieh abgeschlachtet.

ZeitungDie IS, die über mehrere Monate in dieser Region genauso schamlos wütete, wie einst Hitlers SS im Zweiten Weltkrieg, schreckte auch nicht davor zurück alle vier Krankenhäuser von Kobanê zu zerstören, und auch viele Verbindungsstraßen in Schutt und Asche zu legen.

Flüchtlingslager sind schon seit Monaten an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Die sich vor Ort befindlichen Ärzte ebenfalls am Limit, da sie die Versorgung der Verletzten und der kranken Kinder nicht mehr ausreichend gewährleisten können. Zusätzlich fehlt es an Lebensmitteln, Kleidung und natürlich Medikamenten. Erschwert wird die ganze Situation derzeit noch durch die klirrende Kälte, sowie einen akuten Mangel an Heizmitteln. Zelte drohen ebenfalls bei längerer Nässe weggeschwemmt zu werden. Die Lage für die dortigen Menschen ist also mehr als fatal, und die Kollateralschäden durch die IS-Terrorkämpfer werden Syrien Jahrzehntelang in große Armut stürzen.

Ibrahim 2Ähnliche Worte fand auch Ibrahim Yetkin, der Verantwortliche für die Initiative Ludwigshafener Hilfe für die Flüchtling aus der Region Kobanê, der uns in seiner Begrüßung großen Dank aussprach, dass wir heute diesen Benefiz-Brunch tatkräftig unterstützen, da jeder Euro und jede Spende an die vor Ort befindliche Hilfsorganisation Medico International und damit direkt den hilfsbedürftigen Menschen in Kobanê und in der türkischen Grenzstadt Suruç zu Gute kommt.

VerantwortlichenAuch Frau Eleonore Hefner, eine ehemalige Dozentin unseres ersten Vorsitzenden Alexander Höfer, und heutige Geschäftsführerin von Kultur Rhein-Neckar, zeigte sich ebenfalls überwältigt von der großen Resonanz, dass an diesem Nachmittag fast 500 Menschen in „Das Haus“ gekommen waren, um zusammen mit den Flüchtlingen aus der betroffenen Region ein ganz deutliches Zeichen für ein friedliches Zusammenleben und Miteinander zu setzen.

Im Anschluss an die freundlichen Willkommensworte erwartete uns dann das erste musikalische Ereignis des heutigen Tages. Die Gruppe Morgentau, ein Deutsch-Griechisch-Türkisches Quartett betrat die Bühne, und präsentierte uns eine unglaublich angenehme Musikmischung, aus orientalischen und balladesquen Songs, die uns Morgentau 2unmittelbar an den sonnigen Strand der Türkischen Adria versetzten. Sehr abwechslungsreich, mal griechisch und mal türkisch gesungen, veredelte uns diese Formation das reichhaltige Essen.

Und das nicht zu knapp, denn gerade hier boten die Verantwortlichen ihren Gästen eine unglaublich bunte Vielfalt. Da gab es zum einen ein Schwedisches Buffet, das sehr reichhaltig mit kurdischen, türkischen und orientalischen Spezialitäten aufwartete. Hier konnte man seinen Geschmäckern wahrlich freien Lauf lassen. Angefangen von leichten Speisen wie Nudelsalate, Gurken, EssensbuffetTomaten und div. Wurstsorten, gab es auch deftigere und würzigere Speisen, wie zum Beispiel die bekannten Weinblätter, Schafskäse mit Curry, sowie feurige Hirsesalate und auch Peperoni, die es in sich hatten.

Zum anderen, gab es einen Lamacun-Stand, an dem die fleißigen Bäcker die türkische Pizza mit kurdischem Geschmack herstellten, sowie eine Suppenstation an der man neben einer Hühnersuppe auch eine etwas bitzelnde, pürierte Erbsensuppe probieren konnte.

Abgerundet wurde die Essensauswahl mit einem Dessertstand, an dem es zahlreiche Kuchen und Torten, aber auch eine besonders leckere Zitronencreme gab. Natürlich durfte hier auch der starke türkische Tee nicht fehlen, der traditionell in einer wunderschönen orientalischen Semaver-Teekanne gekocht wurde.

BerndZwischenzeitlich hatte der bekannte regionale Liedermacher Bernd Köhler die Bühne betreten, und präsentierte uns innerhalb seines 45-minütigen Auftrittes sehr Buttonnachdenkliche und stille Songs über Krieg und Frieden mit sehr tiefgehenden Texten. 

Aber auch für die Kinder wurde an diesem Nachmittag etwas geboten. Neben der Erstellung von I-Love-K♥banê-Buttons, durften sie auch den kompletten Nachmittag einen Friedensbaum nach ihren Wünschen und Vorstellungen gestalten. Viele Ideen kamen hierbei zum Vorschein. So füllten sich die anfangs noch leeren Äste sehr schnell mit farbenfrohem Leben. Hier ließen die Kinder besonders ihrer Fantasie freien Lauf, und so bekamen die Äste am Ende auch ein paar ganz lustige Ideen zum Tragen, denn Hände, Herzen oder Palmen und Regenbögen hängen normalerweise nicht auf einem Baum. 

Baum 1 Kids 2 Kids 4 Baum 2

Dann hieß es Bühne frei für die Gruppe „Meltem“. Das Quintett rund um die charismatische Sängerin mit der märchenhaft-schönen Stimme Handan Akkaya-Kapan spielte 45 Minutenlang wunderschöne, ja fast heilende Musik, deren Klänge regelrecht verzauberten. Hier wurde vor allem wieder einmal deutlich, dass man die gesungen Worte nicht unbedingt verstehen muss, um von einer Musik ganz tief in ihren Bann gezogen zu werden. So gelang es den fünf sympathischen Musikern in ihren Stücken auch traumhafte Bilder bei den Zuhörern entstehen zu lassen, die besonders von Yolanda Diefens instrumentalen Sopran-Saxofon-Soli und den akustischen Zaubereien der beiden Gitarristen Selahattin Cetin und Holger Hentschke faszinierte.  

Selhattin Hadan 2 Meltem Yolanda Holger

Ein ebenfalls 45-minütiger Auftritt des kurdischen Sängers Ali Garzan, der traditionelle Lieder über Kurdistan in einem popangehauchten Gewand präsentierte, rundete den kulturreichen Nachmittag ab, bei dem die Moderatoren Nesrin Akpinar vom Kurdischen Kulturverein und Manfred Asel vom Freundeskreis Gaziantep am Ende voller Stolz verkünden konnten, dass bei der Veranstaltung 3.000 Euro an Spenden zusammenkamen, und damit eine Gesamtsumme von 10.000 Euro für Medico International erreicht werden konnte.

Sie wollen helfen? Kein Problem. Mehr Informationen zu diesem Projekt findet ihr auf der Homepage von Kultur Rhein Neckar www.kulturrheinneckar.de oder auf Facebook auf der Seite Ludwigshafener Hilfe für die Flüchtlinge aus der Region Kobanê

 

 

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Mädchen 2  Ali 4  Teekanne  Ali 3  Mädchen 1  Jannik 1

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