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Der Animus Klub e.V. ist ein internationaler Lern-, Spiel- und Freizeitverein für die ganze Familie und fördert Kinder und Jugendliche aus der Metropolregion Rhein-Neckar in ihren besonderen Talenten. Er steht unter dem Motto: „Ich kann etwas! – Ich will etwas! – Ich mache es!
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(196) Tout d’un LOUP

Schriftstellerin Géraldine Elschner und der berühmte französische Illustrator Antoine Guilloppé ließen im Montpellier-Haus die Kreativität von Kindern höher schlagen!

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Sie, Géraldine Elschner, eine in Heidelberg lebende französische Kinderbuchautorin – Er, Antoine Guilloppé, einer der besten Illustratoren Frankreichs – Zusammen, ein fast unschlagbares Kreativ-Duo –  kamen im Rahmen der 10. Französischen Woche im Heiderberger Montpellier-Haus zusammen, um Kindern in einem speziellen Workshop nicht nur das neue und gemeinsam gestaltete Buch „Tout d’un LOUP“ zu Deutsch „Wie ein WOLF“ vorzustellen, sondern auch, um die Kinder im malerischen Bereich zu inspirieren und zu fördern.

IMG_4683Etwas früher als die Kinder im Montpellier-Haus angekommen, hatte unser erster Vorsitzender Alexander Höfer noch ausreichend Gelegenheit mit den beiden Künstlern persönlich zu sprechen. Géraldine Elschner lebt schon seit vielen Jahren in Heidelberg, und schreibt überwiegend lyrische und sehr tiefgehende Kinderkurzgeschichten, die dann jeweils passend der Erzählung illustriert werden. In den letzten Jahren hat die eigentliche Bibliothekarin, die zusätzlich noch als Übersetzerin tätig ist, mehrere Bilderbücher veröffentlicht, die auch in ihrem Heimatland Frankreich auf große Beliebtheit bei Kindern und Eltern gleichzeitig gestoßen sind.

In ihrem neuen Buch „Wie ein WOLF“ geht es eigentlich um einen Hund, der angekettet in einem IMG_4690IMG_4685Hinterhof ein hundsmiserables Leben führt und in der Folgezeit einige unglaublich aufregende und spannende Momente durchleben muss. Mehr möchten wir euch jetzt allerdings nicht verraten, denn diese Kurzgeschichte kommt ohnehin nur mit den exzellenten und unglaublich beeindruckenden Licht- und Schattenillustrationen von Antoine Guilloppé richtig zur Geltung. Der in Chambéry in der Rhône-Alps-Region geborene und heute in der Nähe von Paris lebende Illustrator, ist schon seit einigen Jahren einer der ganz, ganz großen seines Metiers, und hat schon unzählige Kinderbücher und Kurzgeschichten illustriert. Besonders gerne malt er in schwarz-weiß, weil ihm die Konturen hier sehr gut gefallen, und die Geschichten dadurch spannender präsentiert werden können.

In einer zusätzlichen Vernissage, ist nicht nur der „Wolf“ buchgerecht in Pose aufgestellt, sondern es IMG_4676sind auch die Werke des Buches in Großformat zu sehen, so dass die Besucher die Geschichte noch einmal pantomimisch, sprich ohne Worte nachvollziehen und verinnerlichen können.

Antoine Guilloppé erstellt aber auch ganz besondere Gruß- und Glückwunschkarten. Aufwendig ausgestanzte, in IMG_4679Schwarz gehaltene Motive, kommen beim näheren Betrachten fast dreidimensional zur Geltung, je nachdem wie man die Karten hält und öffnet.

Langsam füllte sich das Montpellier-Haus mit Leben. Die ersten Kinder kamen und stürzten sich gleich auf die Lese-Exemplare, die ihnen Géraldine Elschner zum Anschauen zur Verfügung gestellt hatte. Hier waren natürlich auch die anderen Bücher, wie zum Beispiel „L’heure rouge“ zu Deutsch mit dem Titel „Schattenspiele im Abendrot“ und IMG_4677„Tief im Dschungel“ von großem Interesse, die aufgrund ihrer Aufmachung ebenfalls ein ganz großer Hingucker für die Kinder waren.

Ein paar Minuten später platze der Ausstellungsraum des Montpellier-Hauses buchstäblich aus allen Nähten, denn es waren gut 30 Kinder gekommen, die sich diesen besonderen Moment nicht nehmen lassen IMG_4681wollten, einmal im Leben einen Malworkshop zu besuchen, der von einem so berühmten Illustrator wie Giulloppé durchgeführt wurde. 

Über diesen großen Andrang freute sich natürlich auch die Leiterin Klara Jauregui ganz besonders. Nach einer begeisternden zweisprachigen Begrüßung, begann dann im Atelier des Montpellier-Hauses der von vielen Kindern aber auch Eltern bereits mit großer Spannung erwartete Literatur- und Malworkshop von Géraldine und Antoine.

IMG_4697Da auch einige Kinder anwesend waren, die kein Französisch verstanden, las Géraldine zuerst ihr neues Buch auf Deutsch vor, während Antoine gleichzeitig die Bilder präsentierte. Konzentriert und gespannt lauschten die 30 Kinder der Geschichte, sowie dem traurigen Schicksal des schwarzen Hundes, der sich am Ende dann aber doch als „guter Hund“ fühlen durfte.

Im Anschluss an die Kurzgeschichte bekamen die Kinder von Antoine die Malinstruktionen des Tages. „Wir werden heute nur ein Bild malen“, begann der Illustrator „Ich werde euch hier an der Tafel etwas vorzeichnen, und könnt das dann genauso, oder so ähnlich abmalen.“ In der Folgezeit zeigte der routinierte Zeichner den Kindern, wie sie mit ganz wenigen Strichen große Stimmungen und Gefühle ausdrücken können. Langsam und deutlich erklärte der Franzose die Vorgehensweise und Klara Jauregui übersetzte das Gesagte auf Deutsch, damit auch die deutschen Kinder diesen Anweisungen folgen konnten. So entstand aus einem anfänglichen große „U“, mit der Zeit ein ganz lustiges Gesicht, das frech grinsend nach links schaute.

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Besonders schön war die allgemeine Ruhe unter den 30 Kindern, die sich zwei Stunden lang sehr fleißig und konzentriert bemühten, die so „einfach“ aussehenden Striche von Antoine, so gute wie möglich auf ihr Papier zu kopieren. Da einige von ihnen noch Schwierigkeiten mit den Proportionen hatten, zeigte ihnen der Illustrator an einem Bereich der Tafel, was sie es nicht machen sollten. Dabei entstand dann eine ganz lustige Fratze, die eher einem kleinen Schweinchen, als einem hübschen Jungen ähnelte.

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So vergingen die zwei Stunden Malworkshop bei Antoine Guilloppé wie im Fluge, und die Kinder im Anschluss daran mit der unbekannten Bereicherung nach Hause, heute gelernt zu haben, wie man mit ein paar „ganz einfachen“ Strichen ein unglaublich aussagekräftiges Bild zeichnet. Ein Wert, der gerade in der heutigen Zeit, unbezahlbar ist.  

Bilder: Alexander Höfer

 

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ANIMUS KLUB

À l’inconnu qui chaque matin faisait le loup… (Géraldine Elschner)

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