(266) Afrikamarkt


Zwischen LOVE-FOOD und kunterbunter Kleider. Der 8. Mannheimer Afrikamarkt servierte seinen Besuchern kulinarische, modische und künstlerische Köstlichkeiten aus der Wiege der Menschheit!

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Unser Besuch auf dem diesjährigen Afrikamarkt war aufgrund der aktuellen Wetterlage wieder einmal ein unglaublich kritisches Unterfangen. Mehre Wetterdienste warnten in ihren Vorhersagen vor sehr starken Regenfällen und Unwetter über Süddeutschland, allerdings sollte uns diese Sturmfront erst gegen Nachmittag erreichen. So nahmen wir die einzige Chance war, gleich zu Beginn morgens um IMG_063011.00 Uhr den Afrikamarkt in Mannheim zu besuchen. Kräftige Sonnenstrahlen erfüllten zu dieser Zeit noch den Alten Messplatz, und ließen unsere Augen ein wenig schmerzhaft zukneifen.

IMG_0638Der Duft von unbekannteren Spezialitäten stieg uns in die Nase – ein Gemisch aus Curry verbunden mit einer Nuance süßlicher Früchte und Kokos – und in Kombination mit den farbenfrohen Kleidern der Verkaufsstände, sowie dem warmen Sonnenschein verwandelten sie den Alten Messplatz in ein wunderschönes Wohlfühlambiente.

IMG_0632Masken grinsten uns an einigen Ständen entgegen, und die berühmten Djembe boten sich in allen verfügbaren Größen zum Kauf an. Neben den Verkaufsständen für afrikanischer Mode, Kunst und jeder Menge Kinderspielsachen fanden sich auch wieder allerlei ehrenamtliche Helfer, Vereinigungen und Organisationen ein, um auf diesem Markt ihre Arbeiten und Projekte vorzustellen.

IMG_0679Mit von der Partie war auch der Chef des Hofateliers 17 – der Maler und Künstler – Alexander Bergmann –  der den Kindern und Jugendlichen an diesem Tag die Möglichkeit bot, Postkarten mit afrikanischen Motiven zu malen. Um das passende Motiv zu finden, hatte er ein großes Afrikanisches Lexikon, das nicht nur sämtliche Tiere, IMG_0649sondern auch alle bekannten Landschaften enthielt.

Je nach Können konnten die Kinder und Jugendlichen nun ihre Vorlagen aussuchen, und dann versuchen diese abzupausen, oder im jeweiligen Verhältnis auf die Postkarte zu malen. Hier waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt, und jedes Kind durfte auch entscheiden, ob es das Bild mit Buntstiften oder mit Wasserfarben ausmalen wollte. Schwarz-Weiß-Zeichnungen waren natürlich ebenfalls willkommen, und selbstverständlich bekamen die kleinen Künstler auch Tipps von dem IMG_0654großen Meister persönlich.

Gleich daneben befand sich der Verein STARKMACHER e.V. Die Verantwortlichen organisieren regelmäßig in Schulklassen oder auch in Gruppen an den Nachmittag Projekte gegen Mobbing. Interkulturellen Treffen,  sowie Ferienprojekte werden ebenfalls angeboten. Ähnlich wie bei uns, gilt auch bei den STARKMACHERN die Devise AKTIV MITMACHEN.

IMG_0653Nur durch Aktivität, bzw. durch ein AKTIVES Handeln – sprich durch das Übernehmen von sozialer Verantwortung – lässt sich in unserer Gesellschaft und im Zusammenleben der Menschen etwas verändern. Heute mit dem Projekt gegen Stigmatisierung auf dem Afrikamarkt vertreten, suchten sie Menschen, die bereit waren, sich für diese Kampagne fotografieren zu lassen. Dass wir eine so gute Sache unterstützen, versteht sich von selbst, und so stellte sich unser P1020331Vorsitzender Alexander Höfer hierfür sehr gerne zur Verfügung.

AKTIV etwas machen und AKTIV ein friedliches Zeichen für eine gute Sache setzen. Das ist ein wichtiges Zeichen für ein gesundes Zusammenleben, für ein gesundes Miteinander. Wir hoffen, oder besser gesagt, wir würden uns sehr wünschen, wenn dieses Vorzeigebeispiel in Deutschland Schule machen würde, und bestimmte Bevölkerungsgruppen, bevor sie mit gewaltsamen Aktionen oder Reaktionen auf etwas aufmerksam, das ihnen nicht gefällt, dieses Geheimnis vielleicht erkennen und auch beherzigen würden.

IMG_0667Pünktlich um 12.00 Uhr begrüßte dann Isabelle François, die Verantwortliche vom Eine-Welt-Forum die Besucher, und machte IMG_0671auf die Wichtigkeit und Bedeutung dieses kulturellen Festes aufmerksam. Nach den Ansprachen von Oliver Behrens vom Afrika! Magazin, der die Besucher über neue Hilfsaktionen aufmerksam machte, sowie Martin Krumm vom Weltladen, der darüber informierte, dass sich die Verantwortlichen hier ganz stark für einen fairen Handel und faire Preise einsetzen, bzw. ausschließlich biologische Produkte verkaufen, betrat der Künstler Lovefood Soundsystem die Bühne. Nur mit einer Gitarre im Gepäck und einem kleinen begeisternd-tanzenden Fan – seinem Sohn – spielte der afrikanische Musiker passend zu der Wärme der Sonnenstrahlen, teils fröhliche Fingerstyle-Musik, teils IMG_0676folkloreangehauchte afrikanische Songs im Unplugged-Gewand.

IMG_0684Auch für den kulinarischen Gaumen waren mittlerweile die Stände eröffnet, und es gab allerlei besondere Spezialitäten zu probieren. Neben der Ghana-Union Mannheim-Ludwigshafen, die Frittierte Bananen und Bohnensuppe anboten, war auf dem Afrikamarkt auch das Speiselokal TIMANGA mit einem bunten Stand vertreten. Hier konnten wir die Spezialitäten MATAPA, FEIJOADA und CARIL DE FRANGO aus Mosambik genießen. Der Afrikanische Catering- und Partyservice BLACK PEARL war ebenfalls vor Ort, und offerierte seinerseits den Besuchern eine gemischte traditionelle Palette Afrikanischer Speisen, wie zum Beispiel: „Kokosnuss-Nuggets, Basmati Reis entweder mit Palmcremegemüse oder Kräuterhähnchen etc.“

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Dass wir uns diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen ließen, hier die eine oder andere uns noch völlig unbekannte Spezialität zu probieren, war klar, und so gab es am heutigen Tag als Vorspeise Frittierten Kokosnuss-Nuggets, danach als Hauptgericht CARIL DE FRANGO – ein Hähnchenbrustfilet in Kokos-Curry-Soße und als Nachtisch etwas, dass sich Meeet Pie nannte, und IMG_0689man vielleicht mit einer mürbsähnlichen Teigtasche vergleichen kann, die mit Hackfleisch gefüllt war.

IMG_0686Gegen 13.00 Uhr rückten dann die ersten dunklen Wolken langsam gen Mannheim, und wir traten in weiser Voraussicht, dass es am frühen Nachmittag noch zu ganz heftigen Regenschauern kommen würde, den Heimweg an.

So konnten wir leider die anderen Künstler und Bühnenbeiträge nicht mehr miterleben. Wir freuen uns aber schon auf das nächste Jahr, und wünschen uns vor allem an diesem Tag dann durchweg strahlenden Sonnenschein.

 

 

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ANIMUS KLUB

Für gutes Essen braucht es weder Zwiebel noch Tomaten. – (Afrikanisches Sprichwort)

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