(14) Asiatisch-Badensisches Wochenende


Asiatisches Wochenende mit abstrakter Kunst vielen Tieren und Badischer Geschichte!

Mit einer Gemäldeausstellung des Künstlers Bertold Mathes begann ein abwechslungsreiches, aber auch ein sehr improvisiertes Wochenende. Der Mittfünfziger präsentiert gerade seine neuen Gemälde in der Galerie des Heidelberger Kunstvereins. Mathes zeichnet sich vor allem dadurchaus, dass er abstrakte Bilder mit gegenständlichen Abbildungen in sehr schönen und Bertold Mathes kräftigen Farben zum Leben erweckt. Je nachdem, wo man steht, wirken die Bilder entweder räumlich oder es entsteht aufgrund der Anordnung vieler gleichartiger Formen ein neues Bild, ähnlich wie man es von stereoskopischen Werken her kennt. Felder, Linien aber auch geometrische Körper zieren die meisten Gemälde, auf denen der Maler meist auch den Gegenentwurf zeichnet. Mathes wirft hier vor allem die Fragen auf, warum ein Bild so und nicht anders ist, und ob ein Gemälde nicht nur sich selbst, sondern auch seine Alternativen abbilden kann?“ Dass dem so ist, konnten wir vor allem erkennen als wir die Bilder aus der Vogelperspektive betrachteten. Hier wurden wir beim intensiven Anschauen direkt in die lebendige Räumlichkeit dieser Kunstwerke hineingezogen. (Bilder BKV Potsdam e.V.)

Bereichert von der Farbenfreude und dem harmonischen Wohlklang dieser Ausstellung, stärkten wir uns in einem Chinesischen Restaurant mit Pekingente, Reis und vielen anderen asiatischen Leckereien, bevor wir dann, mehr oder weniger spontan, dem Heidelberger Zoo einen Besuch abstatteten. Der Zoo präsentiert sich nach seinem aufwendigen Umbau in einem völlig neuen Glanz.

Viele Gehege wurden erneuert und es gibt derzeit auch richtig tolle Tiere zu bewundern. Allen voran der coole Orang-Utan, sowie die unglaublich sympathischen Schimpansen. Nach dem wir im Streichelzoo kleine Zicklein und Schäfchen füttern und wie der Name schon sagt, auch streicheln durften, bekamen wir neben bildschönen Raubtieren – Löwen und Tigern – auch sehr viele seltene Vogelarten zu sehen. Gerade die warme Strandatmosphäre dieses Geheges versetzte uns unweigerlich in Urlaubsstimmung, zumal auch die Sonne sich an diesem Tag in ihren kräftigsten Farben präsentierte. Der neue und hervorragend gestaltete Spielplatz mit seinem riesigen Piratenschiff war ebenfalls ein Anziehungsmagnet für unsere Kinder.

Dass so ein so intensiver Besuch auch Hunger verursacht war klar, und so kehrten wir auf Wunsch der Kinder zum Abschluss noch in Heidelbergs bestes „Sushi-Restaurant“ in der Alten Eppelheimer Straße ein, und ließen uns ein paar kleine aber bildschön zubereitete Kunstwerke schmecken.

Mimi 1Einen Tag später versetzte uns das Waschweib Mimi in Karlsruhe ins 18. Jahrhundert zurück. In originaler Tracht führte sie uns durch das Herz Karlsruhes, und präsentierte uns die Stadtgeschichte mal auf eine ganz andere Art und Weise. So musste jeder von uns in eine damalige Persönlichkeit schlüpfen, und bekam von Mimi ganz genau erzählt, welche Rolle er zu dieser Zeit verkörperte. 

Karlsruhe ist noch eine sehr junge Stadt und wurde erst vor knapp 300 Jahren von Markgraf Karl-Wilhelm von Baden-Durlach gegründet. Die Stadt ist benannt nach seinem ersten Vornamen und seinem großen Wunsch sich hier zur Ruhe begeben zu wollen.

Ähnlich wie die Stadt Mannheim, die sehr gerne als Quadratstadt bezeichnet wird, nennt man Karlsruhe häufig auch die Fächerstadt, weil die sieben Gassen, rund um das Schloss, strahlenförmig wie Fächer angeordnet sind. Die sieben Gassen (Fächer), sind allesamt benannt nach den damaligen Kneipen der Stadt. 

Nach und nach führte uns das Waschweib dann zu den sehenswertesten Plätzen und Straßen, was an diesem Tag gar nicht so einfach war, denn die Karlsruher Innenstadt – das Schloss inbegriffen – ist derzeit eine riesige Baustelle. Karlsruhe bereitet sich auf die 300-Jahrfeier im nächsten Jahr vor. Dann sollen nämlich alle sehenswerten Gebäude und Straßen saniert sein, und 300.000 Tulpen den Schlossgarten zieren.

Markgraf Karl-Wilhelm von Baden-Durlach hatte nämlich einen großen Faible für den Garten und die Tulpen. Außerdem gefielen ihm die Frauen sehr, und er hatte gerade was diese betraf, einen nicht unwesentlich hohen Verschleiß. Heute würde man ihn vielleicht als einen „Womenizer“ bezeichnen, denn er hielt sich über 60 Frauen (!) in seinem Schloss, von denen, zum Leidwesen seiner Frau, jeden Tag immer 24 anwesend und zu seinen Diensten sein mussten. Dass sich diese Dienste nicht nur auf das Anpflanzen der vielen Tulpen beschränkte, blieb dem Volk großteils verwehrt, und so wurden diese Dienstmädchen auch sehr gerne als Tulpenmädchen bezeichnet. 

Bei dieser Führung erfuhren wir noch sehr viel mehr Details über Karlsruhe und die Gelüste der damaligen Hohen Herrschaften, die wir aber jetzt nicht verraten wollen. 

Carl-Friedrich

Carl-Friedrich

 

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