(443) Unterwegs im Lehrgarten


ANIMUS-KLUB-KIDS erforschten im Rahmen des Agenda-Diploms den Zentralen Mannheimer Lehrgarten und erstellten Naturbilder à la Andy Coldsworthy!

      

Eine Woche nach unserem interessanten Besuch im Mannheimer Klärwerk, wartete in dem Stadtteil Sandhofen, bereits das nächste Agenda-Diplom-Programm auf uns. Die Verantwortlichen des Zentralen Lehrgartens boten den Kindern eine Erforschungsreise durch das große Gelände, verbunden mit einem Kunstworkshop, sowie einer anschließenden Vernissage an.

Erstmals auf dem farbenfrohen Gelände zu Gast, waren wir gespannt darauf, was uns heute hier erwarten würde. Ein biotopähnlicher Teich, der von Libellen freudig umflogen wurde, war die erste spannende Sache, die unsere Kinder, bereits vor dem eigentlichen Programm, ganz tief in ihren Bann zog. Blitzartig sausten die helikopterähnlichen Wesen über den Teich hinweg, oder vergnügten sich in dem großangelegten Schilf an der gegenüberliegenden Seite des Teiches.

Den Zentralen Lehrgarten gibt es schon seit 1990. Auf einer Fläche von rund 2,5 Hektar, die überwiegend mit Gemüse- und Heilkräutergärten, sowie Rosenbeeten und Streuobstwiesen angelegt sind, vereint der Garten vor allem Umweltschutz und Umweltpädagogik miteinander. Ziel der Verantwortlichen ist es unter anderem, Kinder für die Natur und das umweltbewusste Handeln zu sensibilisieren. Durch selbständiges Tun soll auch ein persönlicher Bezug zu diesen Themen hergestellt werden. Daher wird der Garten jährlich von rund 120 Schulklassen besucht.

Herzlichst begrüßt von Frau Dr. Ulrike Reutter, bekamen die Kinder zunächst einmal ein Namensschild. Wenig später erklärte ihnen die Leiterin, was sie heute hier im Garten künstlerisches erstellen durften.

      

Frau Reutter hatte sich hier etwas ganz Besonderes überlegt. Die Kinder durften in den nächsten zweieinhalb Stunden Naturbilder erstellen. Als kleine Anregung präsentierte sie ihnen einige Werke von Andy Coldsworthy, einem der Protagonisten für diese Kunstform. Um die Naturbilder zu erstellen, stand den Kindern der ganze Reichtum des Gartens zur Verfügung.

So machten sie sich also erst einmal auf den Weg, um Blätter, Blumen, Blüten, Moos und Steine für ihre Bilder zu sammeln. Eine spannende Expedition durch den Garten begann, denn um bestimmte Farben, wie zum Beispiel „Blau“, „Orange“, „Lila“ oder „Violett“ zu finden, musste sie schon ein wenig suchen.

Vorbei an bildschönen Beeten und angelegten Baumreihen, durchforsteten die Kinder ab sofort das riesige Areal bis in die letzten Winkel hinein, und pflückten sich nach und nach die Farben, die sie für ihre Bild benötigten. Etwas Ähnliches haben wir ja bereits im letzten Jahr im Hackmuseum erlebt. Damals durften wir zum Beispiel mit den Blumen malen, oder scharfe Duftbilder aus Curry erstellen. Heute war die Kunst allerdings vergänglich, denn das Naturbild entstand ja auf dem Boden, und konnte daher nicht mit nach Hause genommen werden.

      

Während die Kinder nun ganz eifrig ihre Blumen und Blüten zusammensammelten, markierte Frau Reutter die Bilderrahmen für die kleinen Künstler. Es sollte ja am Ende eine Gemäldegalerie entstehen, die dann den Eltern präsentiert werden sollte.

Eine halbe Stunde später war es dann soweit, und die ersten Kinder fingen damit an ihre Ideen mit den gesammelten Blüten und Farben umzusetzen. Jedes für sich, oder zu zweit, entstand nun ein Kunstwerk nach dem anderen. Jedes anders, jedes für sich individuell, und jedes auch in einem ganz anderen Stil.

Unsere Daniella ließ sich offensichtlich sehr von dem Teich und seinen Seerosen inspirieren. So versuchte sie diese Eindrücke in ihrem Bild zu verwirklichen. Victoria hingegen wollte eine besonders bunte Katze erstellen, und mischte so die unterschiedlichen Farben in sich zusammen.

Etwas weiter hinten hatte Slawa die Idee eine Fantasieblume zu erstellen. Da diese zur Hälfte aus Lila bestehen sollte, benötigte er sehr viel Zeit zum Auffinden der Farbe, und musste zwischendurch erneut aufbrechen, um weiteres Material zu holen.

      

Eifrig, und mit sehr viel Mühe, arbeiteten die Kinder an ihren Bildern. Fortan wurde gebaut und umgebaut. Ab und zu verwarfen die Kinder bereits vorhandene Ideen, und ließen in ihr Kunstwerk einfließen. Der kreative Prozess, der ja erst beim Machen entsteht, erzeugte bei den Kindern eine intrinsische Motivation, und so flitzten alle noch ein paar Mal durch den Garten, um neues Material zu holen, damit sie das Bild noch farbenfroher gestalten konnten.

So entstanden am Ende neun wunderschöne und einzigartige Gemälde, unter denen sich auch ein Triptychon befand.

      

Wir bedanken uns ganz besonders bei Frau Dr. Ulrike Reutter für diesen großartigen kreativen Input, und wir freuen uns schon auf das nächste Agenda-Diplom, das uns unsere Ferien weiter mit sehr viel Wissen und neuen Erfahrungen bereichern wird.

Bilder: Daniella Kostina

 

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ANIMUS KLUB

Wer andern eine Blume säht, blüht selber auf! 

      

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