(506) Leben & Zusammenleben


Intensives Relaxing am Vogelstangsee und eine tolle Ungarische Gulaschparty als ganz großes Dankeschön für alle Mitglieder und sehr guten Freunde!

      

Eigentlich wollten wir ja zum Tag der Pinguine in den Luisenpark. Doch erstmals, seit dem Bestehen unseres Klubs, machte uns das sehr gute, bzw., viel zu heiße Wetter einen ganz gewaltigen Strich durch unsere Rechnung, denn erstmals fanden wir rund um Mannheims berühmten Park keinen einzigen Parkplatz. Tausende von Menschen pilgerten heute dorthin, und so mussten wir unser Programm spontan umdisponieren.

Zwar haben wir uns sehr auf die Pinguine gefreut. Doch wenn heute so viele Menschen den Luisenpark besuchen, dann hätten wir wahrscheinlich auch so gut wie überhaupt keine Gelegenheit gehabt die Tiere aus der Nähe zu beobachten, oder sie sogar im Rahmen der Präsentation zu füttern. Kurzum ein Alternativprogramm musste her.

Ein kurzes Telefonat genügte, um dieses auf die Beine zu stellen. So war gleich darauf der Vogelstangsee unser neues Ausflugsziel. Der See, dessen wunderschöne Herrlichkeiten wir bereits im letzten Jahr zusammen mit den Mannheimer Instagramern dokumentierten, ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel für viele Urbaner, und wertet – insbesondere in der Schönwetterzeit – den nicht gerade schönsten Mannheimer Stadtteil Vogelstang deutlich auf.

Teils von Bäumen umringt, teils aber auch mit einer idyllischen Flurlandschaft Richtung Wallstadt ausgestattet, bietet der Vogelstangsee nicht nur einen erholsamen Wanderweg, sondern auch noch einen zweiten See zum Baden. Das umliegende Gelände lädt außerdem zum Chillen und Grillen ein. Egal ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad, es ist einfach sehr schön einmal eine Runde, um dieses Areal zu laufen, und sich dabei vom Alltagsstress zu erholen.

Wasserfontänen schossen heute in Mitten des Sees empor, und Hunderte hungrige Karpfen schwammen in der Nähe des Ufers herum und hofften gespannt darauf etwas Leckeres „abstauben“ zu können. Hier am Vogelstangsee gibt es die einzigen fußballspielenden Karpfen der Region. Quasi jeden Tag liefern sich die Karpfen aus Vogelstang immer ganz spannende Duelle mit ihren Kontrahenten von der Wallstadt-Seite. Und wer so eine großartige Partie einmal live erleben möchte, der braucht nur ein hartes Brötchen in den See hinein zu werfen, und gleich darauf geht es auch schon ganz heftig rund. Hüpfende und freudig im Wasser herumflitzende Karpfen kann man dann dabei beobachten, wie sie anfangen, sich das Brötchen mit ihren schnappenden Mäulern gegenseitig zu passen, oder durch die Luft zu wirbeln. Es ist ein Heidenspaß diesen heißhungrigen Fischen bei diesem Spiel zuzusehen. Besonders cool wird es allerdings, wenn gleichzeitig zwei Brötchen im Spiel sind.

      

Ja, es sind die kleinen und ruhigen Momente, die unsere großen Aktionen noch größer machen, denn die kleinen und persönlichen Momente vollenden das Erleben ganzheitlich, und bieten den idealen Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung.

Leben und Zusammenleben, sowie füreinander da sein, besonders, wenn Not am Mann ist, oder jemand Hilfe benötigt. Diese Werte stehen im zentralen Mittelpunkt unseres Vereinslebens. Seit acht Monaten befindet sich unser 1. Vorsitzender Alexander Höfer in der wohl bisher schwierigsten Lage seines Lebens. Acht Monate, in denen er einige sehr schmerzhafte Déjà-vus erleben musste, mit denen er bereits vor mehr als 25 Jahren das erste Mal konfrontiert war. Seit Ende August 2017 und den zwei extremen Zusammenbrüchen seines Vaters, verschlechterte sich seine ohnehin schwierige private Lebenslage noch einmal drastisch. Fortan musste er nämlich tagtäglich noch viel mehr Zeit für die Pflege, die Versorgung, sowie die anschließende Betreuung seines Vaters investieren als zuvor. Zusätzlich zu dieser riesigen Belastung gesellten sich noch die enormen Schwierigkeiten hinzu, dass seine Mutter schon seit 12 Jahren verschwunden ist, sich als Hauseigentümerin um rein gar nichts kümmert, seine Großmutter ebenfalls der Pflege und Unterstützung bedarf, und sich sowohl das Haus, als auch das Grundstück in einem ganz erbärmlichen Zustand befand. Des Weiteren musste die Wohnung seines Vaters schnellstmöglich behindertengerecht renoviert werden, damit dieser nach der Kurzzeitpflege wieder nach Hause zurückkehren konnte.

      

Nur wer zu Hause ebenfalls eine pflegebedürftige Person hat, weiß, oder kann wirklich nachvollziehen, was das bedeutet, und welche enormen Aufgaben und unendlich große bürokratischen Hürden in diesem Fall von der Familie gemeistert werden müssen. So benötigt unser Vorsitzender seit dem Tode seines Vaters Anfang Januar einen täglichen Zeitaufwand von vier bis acht Stunden, um nicht nur den Schriftverkehr bewerkstelligen zu können, sondern auch um Lösungen für die vielen bestehenden, und teilweise auch unlösbaren Schwierigkeiten und Hinterlassenschaften seiner Eltern zu finden. 

Da auch kein einziger ehemaliger Freund seines Vaters die Dankbarkeit, oder die freundschaftliche Selbstverständlichkeit in seinem Herzen trug, seinem einstigen Kameraden in den schwersten Stunden seines Lebens beizustehen, oder seine Not zu erkennen und selbstlos zu helfen, ist unser Vorsitzender seit August 2017 mit dem denkbar schlimmsten „Worse-Case-Szenario“ konfrontiert, das man sich überhaupt vorstellen kann und das wir niemandem auf dieser Welt wünschen möchten.

      

„Von ganzem Herzen bedanke ich mich bei allen Animus-Klub-Mitgliedern und meinen ungarischen Freunden, auf die ich in meiner bisher schwersten Not meines Lebens jederzeit zählen konnte, und die mir tatkräftig dabei geholfen haben die Wohnung meines Vaters wunderschön zu renovieren. Mit großer Selbstverständlichkeit seid ihr regelmäßig aus Bruchsal, Speyer, Mannheim, Ludwigshafen oder Gauangelloch zu mir nach Nußloch gekommen, um einfach zu helfen!“ (Zitat: Alexander Höfer aus dem Animus-Klub-Artikel (484) Gerhard Höfer R.I.P.)

So war es für mich geradezu eine Ehre als Dankeschön für eure große Hilfsbereitschaft und wahre Freundschaft eine echte Ungarische Gulaschparty vorzubereiten. Eine Ungarische Gulaschparty ist etwas ganz Besonders, denn es ist in erster Linie ein gemeinsames Erlebnis, denn das Herzstück der Party ist nicht das Essen, sondern das gemeinsame Kochen.

Deshalb möchte ich mich auch für euch große Unterstützung bei der Vorbereitung und der Durchführung ganz herzlich bedanken. Durch euer Mitwirken und euer Tun, konnten wir diesen Tag zu einem wunderschönen Erlebnis machen, bei dem wir nicht nur gut drei Stunden essen, sondern auch gut acht Stunden zusammen feiern, spielen, mit Würfeln knobeln und mit Hunden relaxen konnten.

      

Dass das Gulasch dann natürlich auch dem Floh, dem Hund unseres Vorsitzenden schmeckte, war klar, denn er stammt ja aus Györgytarló und liebt die kulinarische Küche Ungarns so sehr, dass er an diesem Nachmittag, genauso wie wir, gleich zwei große Teller Gulasch verputzte. Nochmals Danke für diesen schönen Tag, den wir in einigen Wochen mit einem anderen Spezialitätennachmittag fortsetzen werden. Alexander Höfer

 

 

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