(514) Ram-it-Down-Weekend (2)


Klettern im Wieslocher Hochseilgarten, zwei Partys und fünf Tonnen Bauschutt! – ANIMUS-KLUB-KIDS erlebten neue Erfahrungen in allen Sinnesbereichen!

      

Nach dem schweißtreibenden ersten Tag unseres Zeltlagers bei unserem 1. Vorsitzenden und dem genialen Abbruch der Gartenmauer, durften unsere Kids erst einmal richtig gut ausschlafen. Ein gemeinsames Frühstück im Garten eröffnete dann ziemlich gemütlich den zweiten Tag, der neben ein paar weiteren Abbrucharbeiten und einer Gulaschparty auch einen Besuch des Wieslocher Hochseilgartens beinhaltete. Hierfür hatten wir im letzten Jahr drei Freikarten erhalten.

Hinsichtlich der Freikarten gibt es allerdings noch eine sehr nachdenkliche Geschichte zu erzählen, die leider den spürbaren Interessenzerfall unserer Gesellschaft sehr deutlich und schmerzhaft widerspiegelt.

Im letzten Jahr beteiligten wir uns erstmals mit einem ANIMUS-KLUB-Stand auf der Mannheimer Festlichkeit Sport & Spiel am Wasserturm. Dabei boten wir auch die Disziplin an, den Rubiks Zauberwürfel auf Zeit zu machen. Die schnellsten drei Kinder sollten dann die Freikarten für den Hochseilgarten erhalten, die dazu berechtigten, jeweils drei Stunden im Wert von ca. 25 Euro klettern gehen zu können. Alle anderen Gewinner sollten einen Gutschein für das TECHNOSEUM erhalten.

Zu unserer großen Überraschung schafften insgesamt sechs Kinder den Zauberwürfel. Da am Ende der Veranstaltung keiner der Sieger mehr anwesend war, meldete sich unser Vorsitzender tags darauf entweder telefonisch oder via Email bei den jeweiligen Eltern und teilte ihnen den Gewinn mit. Zu unserer noch größeren Überraschung, wollte jedoch KEIN EINZIGER der drei Sieger oder deren Eltern diesen Preis annehmen, selbst die viert- bis sechstplatzierten verzichteten dankend auf die Freikarten. (!?!)

Wie dem auch sei. Der einen Wertlosigkeit, ist den anderen Lohn und Anerkennung für eine richtig großartige Arbeit; eine Arbeit auf die unsere drei Kiddies auch mächtig stolz sein dürfen. So freuten sie sich auch sichtlich auf diesen spannenden Programmpunkt, der sie wenig später in schwindelerregenden Lüften vor ganz große Herausforderungen stellen sollte.

„Ich geh‘ aber nicht ganz nach oben! – Oder muss ich?“, so die Frage von Daniella, als sie am Fuße des 15-Meter-hohe Gerüstes stand und mit großem Respekt empor blickte. „Du darfst die Stationen machen, die du möchtest, und die Dinge absolvieren, die du dir zutraust!“, so unser 1. Vorsitzender. Es oblag also wie immer jedem selbst zu entscheiden, welche Stationen er machen möchte und welche nicht.

Gerade beim Klettern ist die Selbsteinschätzung und das Kennenlernen, aber auch das Akzeptieren der persönlichen Grenzen eine ganz wichtige Erfahrung. Noch viel wichtiger ist es allerdings, die Sicherheitsregeln ganz genau zu beachten. Hier bekamen unsere Kiddies erst einmal eine intensive Einführung, wie sie sich auf dem Gerüst zu verhalten haben und absichern müssen. Das Absichern erfordert in erster Linie eine hundertprozentige Disziplin, denn wer ungesichert oder falsch gesichert klettern sollte, so die Anweisung des Verantwortlichen, für den wäre mit sofortiger Wirkung das Klettern zu Ende.

      

Nach einem kurzen Testparcours konnten sich die Kinder dann selbständig ihre Stationen heraussuchen, die sie bewerkstelligen wollten. Der Wieslocher Hochseilgarten bietet 90 verschiedene Stationen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen an. Allerdings sind die Schwierigkeitsstufen nicht immer an die Höhe geknüpft. So gab es auch auf der untersten Ebene, die eine oder andere Herausforderung, die einiges an Überwindung kostete.

Während Daniella sich zunächst einmal auf der Ebene Eins aufhielt, um hier nach und nach eine Station nach der anderen zu bestehen, fingen unsere beiden Jungs – Marlon und Slawa – ganz mutig auf der zweiten Ebene an. Und das war alles andere als „ohne“! – Jede Menge Stationen, die zwar machbar aussahen, entpuppten sich als regelrechte Herausforderungen. Neben der Schwierigkeit über bewegende Schwebebalken hinweg zu laufen oder sich durch hin- und herpendelnde Autoreifen zu schlängeln, stellte die Jungs insbesondere die Station mit dem Fahrrad auf eine ganz große Zerreißprobe. In einer Höhe von gut 10 Metern mussten sie mit dem Fahrrad von einer Seite auf die andere fahren, was noch relativ gut machbar war.

      

Schwieriger war allerdings das Absteigen vom Rad. Hier hatten die Jungs, obwohl sie nach oben bombenfest gesichert waren, doch einen enormen Respekt, und es kostete sie schon jede Menge Überwindung, sich leicht nach Hinten fallen zu lassen, um sich mit diesem Schwung dann vom Rad auf die Plattform zu schwingen.

Aber auch unser kleines „Kletteräffchen“ Daniella probierte sich auf der unteren Ebene regelrecht aus, durchlief manche Stationen gleich drei Mal, und wurde am Ende dann regelrecht mutig, indem sie auf der zweiten Ebene ebenfalls die eine oder andere Station sicher meisterte.

Ebene Drei und Disziplinen, wie zum Beispiel Surfen über dem Tennisplatz, bzw. ein gemütliches Päuschen auf einer Biergarnitur einlegen, sowie an mehreren frei in der Luft stehenden Pflöcken entlangklettern; diese Herausforderung, hoben sich die Drei dann doch für das nächste Mal auf.

Wieder zu Hause angekommen, ging es weiter mit dem Abbruch des Gartengeländers. Hier hatten wir zwei der Füße bereits freigelegt. Drei weitere mussten allerdings noch aus dem Betonbett herausgeschlagen werden. Während Daniella die morschen Bretter des Geländers nacheinander abschraubte, halfen unsere beiden Jungs Rainer Bender und unserm Vorsitzenden Alexander Höfer den Beton zu zerschlagen und die schweren Teile im Container zu entsorgen.

      

Im Anschluss daran wurde dann der Hof noch mit einem Hochdruckreiner gesäubert, und Überstehende Metallteile entfernt. Während Rainer zusammen mit Slawa den Hof reinigte, bereiteten Daniella und Marlon bereits schon die Zutaten für unsere Gulaschparty vor. Über die Vorgehensweise und die Zubereitung einer Gulaschparty haben wir ja schon des Öfteren in unseren zurückliegenden Artikeln berichtet. Es ist immer eine unheimlich schöne und erholsame Angelegenheit gemeinsam zu kochen, und das Flair, welches dabei entsteht ist immer ein unvergessliches. Besonders wenn es dunkel ist, und man direkt neben dem Kessel sitzen darf. Dieses Mal gab es zur Abwechslung mal das Gulasch mit Schweinefleisch. 

Tags darauf, war dann nicht nur aufräumen und Geschirrspülen angesagt, sondern auch die Vorbereitung für unsere erste Pelmeni-Party. Was das genau ist, darüber möchten wir allerdings ein anderes Mal berichten.

Ich bedanke mich ganz besonders bei meinen fleißigen Helfern Daniella Kostina, Slawa Kostin, Marlon Remmlinger, sowie Rainer Bender und last but not least auch bei unseren Nachbar Lissy und Hans Menrath, die uns bei dieser Aktion ganz toll unterstützten. Am Ende hatten wir fünf Tonnen düsteren Bauschutt entfernt, und den Grundstein für eine schönere Zukunft gelegt. Vielen Dank dafür. (Alexander Höfer)

 

 

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