(535) Unter dem Rosenbogen (2)


Die Eberstadter Tropfsteinhöhle! – Wiesenbacher Hamburger-Billard! und Dielheimer Spaghetti-Eis! – Der 2. Teil unseres ereignisreichen Wochenendes mit vielen gemeinsamen Erlebnissen!

Programme verändern, oder bestimmte Dinge erneuern, dabei aber auch Bewährtes beibehalten; das sind drei ganz wichtige Charaktereigenschaften unseres Klubs und der sozialen Arbeit, die uns jede Woche ein neues und abwechslungsreiches Programm garantieren. Bei uns sind also nicht nur Ausflüge möglich; bei uns sind Ausflüge an der Tagesordnung. Je nachdem, wie aufwendig die einzelnen Aktionen sind, können wir unseren Familien jährlich zwischen 100 und 150 Programme anbieten, und wenn es klappt auch Freizeiten oder spontane Übernachtungswochenenden. Bei dieser großen Menge von Aktivitäten ist es natürlich so gut wie unvermeidlich, um nicht zu sagen, völlig normal, wenn ein Programm mal nicht ganz so läuft, wie geplant, aber irgendwie können wir aufgrund unserer tollen Kids jede Aktion, zu jeder Zeit, spontan verändern und etwas völlig anderes machen. So müssen wir niemals ein Programm komplett ausfallen lassen, und die Alternative hat sich bisher immer als eine goldrichtige entpuppt, vor allem als eine ganz große Bereicherung. 

Auch das Wochenende, mit dem schönen lyrischen Namen Unter dem Rosenbogen“, hätte es niemals gegeben, bestünde innerhalb unseres Klubs nicht die Möglichkeit jedes Programm spontan im jetzt und hier zu verändern. Geplant war eigentlich der Besuch des Internationalen Straßentheaters in Ludwigshafen. Erst zwei Tage zuvor erkannte unser Vorsitzender, dass er im großen Trubel seiner hohen familiären Belastung versehentlich das Datum verwechselt hatte, und so vollständig umdisponieren musste. Schnell tauschte er die beiden Wochenend-Programme miteinander aus, und gestaltete den Sonntag, über den wir heute berichten möchten, komplett neue.

Die Eberstadter Tropfsteinhöhle – das nächste spannende Unterfangen Odenwald – stand plötzlich auf unserem Aktionsplan. Höhlen erforschen, die Gesteinswelt kennenlernen, aber auch die unschätzbare Schönheit von Naturwundern verinnerlichen, sind nicht nur ganz wichtige Lern- und Lebensbereicherungen für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Die Eberstadter Tropfsteinhöhle steht daher schon seit geraumer Zeit auf unserem Wunschzettel, konnte aber aus Zeitgründen bisher noch nicht realisiert werden. Nun war der große Moment endlich gekommen, auch dieses geologische Naturwunder zu erkunden, und hier auf unserer Homepage zu verewigen.

Nach einer wunderschönen Fahrt durch die Urlaubslandschaft des Neckar-Odenwald-Kreises, kamen wir pünktlich zur ersten Führung in Eberstadt an. Die Tropfsteinhöhle wurde 1971 bei einer Sprengung im angrenzenden Steinbruch entdeckt. Sie besteht aus mehreren Höhlen, wobei nur eine für die Besucher zugänglich ist. Die Sehenswürdigkeit schätzt man auf ca. 1,5 Millionen Jahre. Sie ist rund 600 Meter lang und bietet auf dieser Strecke jede Menge Schönheiten. Unzählige Stalaktite, Stalagmite, aber auch ein paar ganz besondere Stalagnate sind darin zu bewundern. Viele Tropfsteine sind dabei zu Gebilden gewachsen, die Tieren, bzw. Gegenständen aus dem täglichen Leben sehr ähneln. Da die Luftfeuchtigkeit bei 95% liegt, wurde darum gebten keine Fotos zu machen. Die Führerin Frau Jäschke erlaubte uns aber für unsere Berichterstattung ein paar Bilder mit dem Handy zu machen und die Verantwortlichen stellten uns hierfür auch die Pressefotos ihrer Homepage zur Verfügung. Dafür recht vielen Dank. 

Dass so eine Höhle natürlich auch ein paar Sagen und mystische Geschichten verbirgt, ist klar, und so erfuhren wir im Mittelteil der Führung von der Weißen Frau, eine Prinzessin, die einst auf wundersame Weise verschollen ist, und hier dann kurz nach der Entdeckung der Höhle in Form eines Stalagnates wiedergefunden wurde.

Einige Höhlendurchgänge sind unverändert, also so wie sie über die Jahrtausende entstanden sind. Vor der Weißen Frau mussten sich die Erwachsenen dann sogar kurzzeitig verneigen, um die Höhlenexpedition weiter fortsetzen zu können.

Im weiteren Verlauf der Höhle gibt es Räumlichkeiten, die einem Dom ähneln. Darin steht auch eine riesige fünf-meter-hohe Hochzeitstorte, so die Bezeichnung einer der schönsten und größten Tropfsteine Europas, inklusive einem Brautpaar. „Wunder? – Koinzidenz? – Oder einfach nur Zufall?“ – Wie dem auch sei. Die wunderschön beleuchteten Tropfsteine nahmen uns in einem atemberaubenden Gefühl gefangen, zumal an einigen Stellen sogar die herunterfallenden Tropfen Kaleidoskop-farbig leuchteten.

Eine riesige Märchenlandschaft, die an Künstler wie zum Beispiel Roger Dean oder Mark Wilkinson erinnert, sowie ein Tropfstein, der zu einem mystischen Drachen zusammengewachsen war, ließen uns aus dann dem Staunen überhaupt nicht mehr herauskommen.

        

Nach dieser gut einstündigen Bereicherung durch eines der schönsten Naturwunder der hiesigen Region, hatten wir natürlich großen Hunger, und so steuerte unser Vorsitzender Alexander Höfer auf dem Rückweg noch unsere geliebte Wiesenbacher Lounge an; wohlwissend, dass es hier bei Robert die mit Abstand besten Burger der Region gibt. In der Lounge essen wir aber nicht nur gerne Hamburger, sondern wir spielen hier vor allem Billard.

So überbrückten wir die Zeit zum leckeren Festschmaus des Tages mit ein paar Partien. Wie immer kam dabei jede Menge Fun auf, denn unsere Kiddies fabrizierten ein paar ganz außergewöhnliche Kunststöße. Einmal flog die Weiße Kugel sogar auf den gegenüberliegenden Tisch, ganz so, als wolle sie dort eine Kugel einlochen. Ein anderes Mal rutschte der Queue tangential ab, und die Weiße Kugel machte dabei eine 180-Gradwende.

Ihr seht schon, wir hatten wie immer jede Menge Spaß, und gleich darauf mächtigen Hunger. Die Hamburger waren dann wie immer, fast zu schön zum Essen. Aber im Anschluss daran waren wir buchstäblich „babsatt“.

        

Das abschließenden hammerleckere Spaghetti-Eis in Dielheims Adria, war dann die Krönung eines unheimlich erlebnisreichen Wochenendes, bei dem der Rosenbogen, wie ihr zu Beginn unseres Berichtes sehen konntet, eine neue Heimat gefunden hat, und wir wieder ein paar Dinge verändert, erneuert oder in einen nunmehr sehr schönen Zustand versetzt haben. Viel Spaß, zu essen und lehrreiche Unterhaltung gab es obendrein. „Herz, was willst du eigentlich mehr, als Animus?“ 

 

 

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