(539) Ludwigshafen City Shred


Verrückte Ollies und geniale Flips & Slides! – Ein Handstand auf dem Penny-Board! – Und herum-cruisen zu der coolen Punk-Rock-Mucke von den IRON KEYS! – ANIMUS KLUB zu Gast bei der urbanen Ludwigshafener Skater-Elite!

      

Erstmals sah es seit langer Zeit wieder danach aus, dass es nicht nur regnen könnte, sondern dass es wahrscheinlich auch regnen würde, und damit die bevorstehende Veranstaltung „Ludwigshafen City Shred“ ins Wasser fallen könnte. Doch es gibt ja zum Glück immer noch unseren lieben und treuen ANIMUS-KLUB-Wettergott, der im richtigen Moment die Weichen stellt, und uns anstatt Regen, entweder trockenes, oder richtig warmes und sonniges Wetter beschert.

So auch dieses Mal. Obwohl es in Mannheim sehr stark regnete, erwartete uns in Ludwigshafen nur noch ein leichtes Tröpfeln und zu Beginn des urbanen Highlights dann trockenes, und gegen Ende sogar richtig warmes Wetter zum Skaten und natürlich auch „ab-punken“.

Zum ersten Mal veranstaltete der Betreiber des Hausboots Michael Dester und seinerseits auch Vorstand von Klanghaus e.V. zusammen mit dem Skaterfreak Andreas Heinrich von Studio Ludwigshafen im Rahmen des Ludwigshafener Kultursommers dieses fantastische Hype für Skater und alle, die es heute werden wollten. Der Karl-Kornmann-Platz bietet die einzige Fläche für Skater im Zentrum Ludwigshafens, und so wollten die Verantwortlichen mit dieser Veranstaltung die Gelegenheit nutzen ihren Vertretern mal die Chance zu geben, sich und ihre tolle Sportart hier im Herzen der Stadt der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das Skateboard, bzw. das Skaten an sich, erfuhr Anfang der Achtziger zusammen mit dem Breakdance die erste größere Popularität bei uns in Deutschland, und erlebte spätestens mit den Rollerskates in den Neunzigern einen regelrechten Boom. Die urbane Sportart trat aus ihrem Schattendasein heraus, und erfreute sich fortan immer größerer Beliebtheit bei der Bevölkerung. Insbesondere natürlich bei der Jugend. In den letzten 20 Jahren hat sich allerdings vieles verändert. Nicht alles, wirklich zum Positiven. Die schnelllebige Zeit einerseits, und die zunehmende mediale Freizeitberaubung durch Handy und interaktive Spiele andererseits, aber auch der damit verbundene Anspruch, dass alles sofort und auf Knopfdruck funktionieren muss, haben nicht nur das Skaten, sondern auch viele andere Freizeitbeschäftigungen wieder weit aus dem Interessensfokus der Jugend herausgerückt. Skaten ist nicht einfach, und benötigt halt im Gegensatz zum „Daddeln auf dem Handy“ sehr viel Fleiß und vor allem Übung, bis man es richtig gut kann oder auch bestimmte Tricks beherrscht. Das geht leider nicht von heute auf morgen, und schon gar nicht im Jetzt und Hier. Es verlangt schon die berühmten Tugenden „Ohne Fleiß, kein Preis“ oder „Es-ist-noch-kein-Meister-vom-Himmel-gefallen“, um die Grundlagen zu beherrschen, das Gleichgewicht nicht zu verlieren, sowie lenken und vor allem bremsen zu können.

Und wo könnte man diese Dinge besser erlernen, oder mehr Tipps und Anregungen zum richtigen Skateboardfahren erhalten, als im Kreise von den Besten der Besten?

Da wir einige Kids in unseren Reihen haben, die Skaten unheimlich lieben, landet so ein Event natürlich sofort auf unserem Aktionsplan. Ferienbedingt befand sich an diesem Tag leider noch ein Großteil unserer Kids im Urlaub, sodass unsere Daniella die einzige war, die bei dieser Veranstaltung die Fahne des Animus Klubs ganz vorbildlich und hoch hinaus hielt. 

Als Erste angekommen, nutzte sie gleich mal die Gelegenheit sich mit dem großen Gelände rund um das Kulturzentrum das Haus vertraut zu machen, und sauste Rampen und leichte Abhänge rauf und runter, sowie quer über den Karl-Kornmann-Platz, während Andy und Mike die ersten Rampen und Hindernisse für die Skater und den Contest aufbauten. Es dauerte noch ein bisschen, bis sich die Crème de la Crème der Ludwigshafener Skater am Hausboot einfand. Das Wetter war immer noch ein bisschen kritisch, aber die dunklen Wolken verzogen sich zunehmend Richtung Mannheim. So füllte sich nach und nach die Terrasse mit richtig guten Könnern und absoluten Freaks, die sich zu passender Skatermukke für den bevorstehenden Contest warmmachten, und bereits in dieser Phase schon richtig coole Sprünge vollführten.

Inspiriert von der tollen Atmosphäre,  sowie den kreativen Jumps der Skater, kam unsere Daniella plötzlich auf die total verrückte Idee auf ihrem Penny-Board einen Handstand zu vollführen, wobei wir nur von der umgekehrten Übung – das Balancieren des Skateboards im Handstand – ein Foto haben. Da ihr dieses Kunststück kein anderer Skater nachmachen konnte, erhielt sie von Mike als Sonderpreis eines der vier vom Ludwigshafener Online Skatershop Sicktree gespendeten Skateboards geschenkt.

Beim Contest wurde dann das berühmte „Game of Skate“ veranstaltet. Hierbei geht es darum, dass reihum immer ein Skater einen Trick vormacht, und die anderen müssen diesen dann nachmachen. Gelingt es den Mitspielern nicht diesen zu kopieren, dann erhalten diese Skater einen Buchstaben als Negativpunkt. Wer als erstes fünf Negativpunkte – das Skate – gesammelt hat, verliert den Contest. Sieben Fahrer stellten sich dieser Herausforderung, die am Ende Roman Ricken gewann.   

Wenig später ging vor dem Hausboot dann buchstäblich der „Punk“ ab, denn die Verantwortlichen engagierten keine Geringeren als die Ludwigshafener „Spaß-Punk-Combo“ THE IRON KEYS, nicht zu verwechseln mit IRON MAIDEN, aber doch vielleicht ein bisschen verwandt zu der Musik aus deren Anfangstagen. Das Quartett bestehend aus Mathias Neef, Eric Seitz, Oliver Laier und Carsten Behring besteht schon seit 2013 und spielt auf ihren Konzerten ausschließ eigene Stücke. Ein gewagtes Unterfangen in der heutigen Zeit, in der Punk wieder mehr und mehr in den Underground gerückt ist. Dennoch verstanden es die vier sympathischen Jungs mit ihren positiven Gitarrenriffs, und eingängigen Rhythmen, Melodien und natürlich ganz klar dazugehörenden lustigen Texten eine richtig gute Laune zu vermitteln.

Motiviert durch die Musik im Hintergrund fuhr es sich als Skater beim zweiten Contest, die am Manual Pad und Flatrail durchgeführt wurden natürlich gleich mal irgendwie besser und die Fahrer wurden zunehmend mutiger und waghalsiger bei ihren Sprüngen – Grinds und Slides – was dazu führte, dass der eine oder andere ab und zu auch mal auf dem berühmten Popo landete. 

        

Parallel dazu versorgten uns die „Gute-Laune-Mukker“ Mr. Iron, Mr. Keys, Mr. Olala und Mr. Lovesticks, wie die vier „Wilden“ von den Eisernen Schlüsseln mit Spitznamen genannt werden, mit unheimlich lustigen Sprüchen wie: „Wir spielen jetzt den nächsten Song. Der klingt genau wie der, den wir gerade gespielt haben!“ – oder „Der nächste Song ist ganz neu, der ist sogar so neu, dass wir ihn noch gar nicht kennen!“ Aber die Band machte nicht nur durch tolle Musik und lockere Sprüche auf sich aufmerksam, sondern sie zeigte sich auch als absolut kinderlieb und unheimlich spendabel. 

        

So bekamen heute alle Besucher Sticker für die Skateboards und CD’s für umme, und die Kiddies durften diese sogar verteilen. Wer mehr über die tolle Band und deren Auftritte erfahren möchte, der sollte unbedingt mal auf der Homepage THE IRON KEYS vorbeischauen.

Ein wunderschöner Samstagnachmittag mit Skateboard und Punk geht zu Ende, und wir würden uns sehr freuen, wenn es diese tolle Veranstaltung auch im nächsten Jahr im Rahmen des Kultursommers geben würde, und sagen nochmals Danke an Andy und Mike für diesen tollen Samstagnachmittag.

 

 

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