(599) HAMMERFALL


ANIMUS-KLUB-KIDS erhoben würdevoll den Hammer, und ließen es bei der 20-Jahre-Jubiläums-Tour von HAMMERFALL in der Halle02 so richtig krachen!

        

Ziemlich kurzfristig, fast zeitgleich zu unserem großen Jahresausflug nach Stuttgart, kam die Zusage des HAMMERFALL-Managements, dass wir Oscar Dronjak, den Gründer der schwedischen Power-Metal-Band in der Halle02 in Heidelberg interviewen dürfen.

So war die Zeit für die Vorbereitungen dieses Mal extrem knapp, und die Frage: „Wie schafft ihr es eigentlich, sonntags nach Stuttgart zu fahren, dort das PORSCHE-Museum, den StadtPalais, das Mercedes-Benz Museum und die Sprungbude zu besuchen, und dann, nur fünf Tage später – mit Fünftklässlern – auf allerhöchstem Niveau ein Interview mit einer der renommiertesten Bands dieses Genres auf Englisch vorzubereiten und durchzuführen?“ durchaus berechtigt. – Die Antwort darauf ist eigentlich, auch wenn sie vielleicht ein bisschen überheblich klingen mag, ganz einfach: „Wir machen es einfach!“, vor allem, weil wir derzeit Kinder haben, die buchstäblich alles rocken, was wir machen. So nutzten unsere unheimlich fleißigen Mädels bereits die Fahrt nach Stuttgart, um die ausgearbeiteten Fragen einzustudieren und die Rollen für das Interview zu verteilen. Hier ein ganz besonderes Dankschön an Janine Süngü, die unsere Fragen in perfektes Englisch übersetze, so dass unser Vorsitzender nun in den Herbstferien dieses Interview mit den Kindern richtig gut vorbereiten konnte.

Eine schwere Erkältung machte noch einen Tag vor dem Interview eine kurzfristige, aber geniale Umbesetzung notwendig, und wir hatten mit Lenas Cousine Michelle ein weiteres Mädchen mit an Bord, die ihr Glück noch gar nicht fassen konnte, und die es im ersten Moment auch überhaupt nicht glauben wollte, dass sie morgen einige ihrer ganz großen Idole persönlich kennenlernen durfte. „Was ihr interviewt HAMMERFALL, die große schwedische Power-Metal-Band? – Das glaube ich euch jetzt nicht! – Ihr verarscht mich doch, oder?“   

„Nein, der ANIMUS KLUB verarscht niemanden, außer dass wir uns vielleicht am 1. April immer mal wieder einen unheimlich genialen Aprilscherz erlauben!“ – So nahmen wir die total „geflashte“ und extrem unter Adrenalin stehende Michelle sehr gerne mit zu diesem Interview, für das wir natürlich auch ein paar „Hammer-Fragen“ zusammengestellt hatten.

        

Ganz so einfach, wie wir das gerade erwähnt haben, ist es allerdings nicht, ein Video-Interview in die Tat umzusetzen, denn neben dem Einstudieren der Fragen, müssen auch Kamera und Technik rechtzeitig besorgt und Treffpunkte genau koordiniert werden, damit das anschließende Interview reibungslos und stressfrei über die Bühne laufen kann. Die eigentliche Hauptarbeit eines solchen Projektes erfolgt allerdings erst nach dem Interview, denn das Video muss geschnitten und bearbeitet werden. Da wir das wie immer sehr schön machen wollen, dauert das natürlich ein paar Wochen, um das jeweilige Konzept zusammenzustellen und das Ganze zu produzieren.

Routiniert und in absoluter Ruhe und Stressfreiheit begann dann am 2. November ein weiteres fast 13-stündiges ANIMUS-KLUB-Projekt. Überpünktlich vor Ort angekommen, konnten wir in aller Ruhe die Technik aufbauen, und noch einmal einen kleinen Frage-Check durchführen, bevor der gestandene Gitarrist und Songwriter Oscar Dronjak in unserer Mitte Platz nahm.

Fernab von Kommerz, oder 08/15-Standartfragen, hoben unsere Kiddies bereits mit ihrer ersten Frage die Messlatte für das folgende Interview ziemlich hoch, und wollten von dem Gitarristen wissen, ob er und seine Bandkollegen sich eigentlich bewusst für diese Musik-Stilrichtung entschieden haben, die ja jede Menge hymnische Gesangspassagen und epische Sounds miteinander vereint.

Oscar Dronjak, sichtlich dankbar darüber, dass er in einem Interview auch mal Fragen gestellt bekommt, zu denen er mehr als nur einen Satz sagen kann, fing daraufhin an, ganz munter los zu plaudern, und nahm so den Kindern die große Anfangsnervosität und das Lampenfieber. Schnell erkannt, dass neben ihnen auch nur ein ganz normaler Mensch sitzt, stellten insbesondere unsere Fünftklässler-Mädchen ihre detaillierten Fragen zu der Musik, sowie dem technischen Equipment der Band, respektive speziellen Raffinessen wie Tappings oder Overdubbings.

Hammerfall ist noch eine traditionelle Heavy-Metal-Band, und sehr stark geprägt von den Einflüssen aus den Spätsiebzigern und vor allem den Achtzigern. So erzählt uns Oscar, dass die Band getreu ihren großen Vorbildern aus dieser Zeit keine Spezialeffekte oder Overdubbings bei den Konzerten verwendet, sondern sich darauf konzentriert, Songs zu schreiben, die jederzeit auch live performt werden können.  

        

Schweden ist ja derzeit das kinderfreundlichste Land Europas, und auch die anderen skandinavischen Länder rangieren in der Top-10 der Kinderfreundlichkeit ganz weit vorne. Deutschland hingegen belegt hier schon seit Jahren den mit Abstand letzten Platz. Nun wollten unsere Kinder von Oscar wissen, was er den glaubt, warum Schweden das kinderfreundlichste Land Europas sei, und Deutschland das kinderfeindlichste, und was die Schwenden denn anders machten als die Deutschen, und ob sie vielleicht sogar ihre Kinder anders lieben?

Den Hauptgrund dafür sieht der Musiker einerseits in der Mentalität begründet, sowie andererseits in der Tatsache, dass Schweden eines der ersten, wenn nicht sogar das erste Land Europas war, das bereits schon Mitte der Sechziger Jahre Vätern erlaubt hat zu Hause zu bleiben (Vaterschutz), damit sie sich um die frühkindliche Erziehung ihrer Kinder kümmern können. Schweden war immer ein Land, das darauf bedacht war, das Leben und die Entwicklung für die Kinder gut zu gewährleisten.

Weitere „Hammer-Fragen“, wie zum Beispiel: „Welche Werte im heutigen Zusammenleben in den letzten Jahren eigentlich verlorengegangen sind? – Und worauf die Menschen in der nahen Zukunft wieder mehr achten sollten?“ – hoben das Interview auf ein Level, das uns bei dem Gitarristen, der eigentlich mal Lehrer werden wollte, eine ganz große Sympathie einbrachte. Der gestandene Musiker sieht den Verlust des Zusammenlebens und des oftmals auch sehr unschönen Umgangs miteinander insbesondere in den Medien begründet, und machte deutlich, dass hier Erwachsene und Eltern in einer wesentlich größeren Verantwortung gegenüber ihren Schützlingen stehen würden, als noch zu seiner Kindheit.  

Über die Kinderhelden Michel aus Lönneberga und Pipi Langstrumpf, sowie Fragen nach seinen schönsten Kindheitserinnerungen und Lieblingsspielzeugen, die den 46-jährigen sowohl als Mensch, als auch als Musiker nachhaltig prägten, wurde das Interview noch persönlicher und sympathischer, denn Oscar erzählte uns unheimlich süß über seine beiden Hunde, die derzeit zusammen mit seiner Lebensgefährtin sehnsüchtig darauf warteten, dass er bald wieder nach Hause kommt. Alles Weitere erfahrt ihr hier in unserem Live-Interview:

 

 

Damit war der tolle Tag bei HAMMERFALL aber noch lange nicht vorbei, denn unsere Kiddies durften auch noch beim Soundcheck der Band live dabei sein, und sogar die Instrumente der Musiker ausprobieren.

„Heute ist der schönste Tag meines Lebens!“, so Michelle, als ihr Frederik Larsson seine Bassgitarre persönlich zum Jammen überreichte.

      

Während Yasin und Daniella nun auch mal ganz kräftig auf das HAMMFALL-Schlagzeug hauen durften, bekam Lena die besondere Ehre auf Oscars Gitarre spielen zu dürfen. Oscars Gitarre ist ein Unikat, sprich, diese Gitarre gibt es nur ein einziges Mal auf dieser Welt. Sie entspricht ganz dem Wahrzeichen der Band, denn sie sieht aus wie ein HAMMER. Natürlich trägt sie auch diesen unvergleichlich wuchtigen Sound in sich, den der Gitarrist benötigt, um den Power-Metal in Reinkultur auf der Bühne zu zelebrieren.

     

„Wollt ihr auch mal den Tour-Bus sehen?“, fragte Oscar, während unsere Kids sich immer noch absolut fasziniert um die vielen Instrumente tummelten. Dass sich unsere Kiddies diese Einladung nicht entgehen ließen, war klar, und so fanden sie sich wenig später am Tour-Bus der Band ein. Fortan hieß es allerdings leise sein, denn die Busfahrer, die die Band ja nachts quer durch Deutschland und Europa kutschieren, schliefen gerade.

Im Herzstück des Busses angekommen, gab es zunächst mal für unsere mittlerweile hungrigen Kiddies leckere Tortilla-Chips, und Oscar erklärte uns, wie das Leben und der Tagesablauf eines Musikers auf Tour aussieht.

Jetzt war es aber Zeit Abschied zu nehmen, den Oscar musste nun zum Abendessen, und wir konnten die Zeit bis zum Konzert auf dem wunderschönen neuen Spielplatz des Zollhafens überbrücken.

Was am Abend dann auf dem Konzert abging bleibt für unsere Kiddies unvergesslich, und sie feierten und zelebrierten erstmals auf dem Rücken unseres Vorsitzenden Oscar und seine vier Mitstreiter auf ihrem Streifzug durch ein „Best-Of“ ihrer 20-jährigen Karriere.

Wir bedanken uns ganz besonders bei Oscar Dronjak für das tolle Interview, und den Bandkollegen Joacim Cain, Frederik Larsson, Pontos Lofgrenn, David Wallin für diesen wunderschönen Tag. Ein weiteres ganz großes Dankeschön geht an die Managerin Claudia Steinlechner von NAPALM RECORDS, die uns dieses Interview vermittelte. Last but not least möchten wir uns noch beim OK Ludwigshafen für das Kamera-Equipment bedanken.

Fotos: Yasin Süngü

 

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