(26) Pfingstferien in Györtytarló (Teil 1)


ANIMUS-KLUB-Kids nehmen Einladung von Bürgermeister István Oláh an und verbringen 12 wunderschön-heiße Ferientage in Ungarn!

Floh in GyörgytarlóUnser Bericht „Floh in Györgytarló“, den wir am 09. Mai mit rund 40 Fotos auf unserer Homepage veröffentlichten, hat in der ostungarischen Region rund um die historische Stadt Sárospatak sofort weite Kreise gezogen. Sehr viele Menschen besuchten seit dieser Zeit unsere Webseite und schauten sich an, welche tollen Erlebnisse der kleine Ungarische Dorfdackelmischling in seiner Heimatgemeinde  erlebte. Auch das in unmittelbarem Anschluss daran veröffentlichte Video-Interview mit dem Hundezüchter József Balogh stieß auf ein vergleichbar großes Interesse seitens der Bevölkerung, so dass das kleine Dorf, das vor einigen Jahren von einer Landesjury zu einem der drei schönsten Dörfern Ostungarns gewählt wurde, einen weiteren Bekanntheitsgrad hinzugewinnen konnte. Anlass genug, für Bürgermeister István Oláh, als Dankeschön die Animus-Klub-Kinder samt Hund über die kompletten Pfingstferien zu sich nach Györgytarló einzuladen.

1. Tag – Die Ankunft

Eigentlich wäre diese Reise überhaupt kein großes Problem gewesen, wäre da nicht die unerträgliche und langanhaltende große Hitze, die schon seit einigen Wochen unser Alltagsleben extrem belastet, und eine Autofahrt mit einem Hund eigentlich fast unmöglich machte. So entschied sich unser erster Vorsitzender Alexander Höfer erstmals dafür in der Nacht nach Ungarn zu fahren, was sich im Nachhinein auch als goldrichtig erwies, da wir weder mit großer Hitze noch mit hohem Verkehrsaufkommen oder langen Staus zu kämpfen hatten.

So erreichten wir unser Domizil am nächsten Tag pünktlich zum Mittagessen, und noch einige Zeit bevor die saharaähnliche Glut von knapp 40 Grad im Schatten jegliche Aktivitäten mit Ausnahme des Trinkens einstellte. Herzhaft begrüßt von Bürgermeister István Oláh und seiner Frau Aranka, gab es für uns zuerst einmal als Vorspeise drei große Teller Fleischsuppe mit Nockerl, und im Anschluss daran als Hauptgericht gefüllte Hähnchenschenkel mit Reis.

Floh pennt 1Gleich darauf begann dann auch schon völlig unerwartet unser erster Programmpunkt, denn der Bürgermeister fuhr zusammen mit uns nach Tiszakarád, wo er mit seinem Amtskollegen Herrn József Ungvári die neue Barriere des Fußballstadions einweihte, die von Fachleuten aus Györgytarló errichtet wurde. Erneut auf das Herzlichste begrüßt, gab es abermals etwas richtig Gutes zu essen. Obwohl wir eigentlich von der ersten Mahlzeit beim Bürgermeister mehr als satt waren, konnten wir dem lecker duftenden Kesselgulasch vom Feinsten nicht wirklich wiederstehen. So fielen wir am ersten Tag bereits um 17.30 Uhr hundemüde von der Fahrt einerseits aber auch etwas „überernährt“ andererseits in unsere Betten.

2. Tag – Der Kindertag!

Das Leben in einem ostungarischen Dorf beginnt traditionell sehr früh morgens und endet auch immer relativ früh abends, je nachdem, was man an einem Tag alles erlebt oder gemacht hat. Nach dem 7-Uhr-Frühstück, begann der Kindertag. Das ist ein Tag, an dem die Schule den Kindern sehr viele Aktionen im Kunst-, Freizeit und Sportbereich Kinderfest 1anbietet. Erstmals wurden dafür in der Sporthalle zwei neue Tischtennisplatten aufgebaut, an denen die Kinder diese neue und völlig unbekannte Sportart ausprobieren konnten. Daneben gab es Badminton, Wurfspiele, Bastelangebote und natürlich auch Fußball, wobei letzteres nicht in der Schule, sondern in der Nachbargemeinde Kenézlő stattfand, bei denen sich die beiden Schulmannschaften in einem Freundschaftsspiel begegneten..

Da wir in der Schulmannschaft nicht partizipieren konnten, und die Rektorin Ilona Szendrely-Sikora unseren ersten Vorsitzenden Alexander Höfer bat, die Anleitung beim Tischtennisspielen zu übernehmen, verbrachten auch wir den größten Teil des Tages überwiegend in der Sporthalle.

Die vielen Spielaktionen verbunden mit der großen Hitze und dem reichhaltigen Essen, das wir von der Schulküche bekamen, machten uns erneut hundemüde, sodass wir auch an diesem Tag bereits schon kurz nach 21.00 Uhr einschliefen.

3. Tag – Der Kindergarten, Flohs Mama Pici und das Végardó Schwimmbad von Sárospatak!  

Ein weiterer Tag mit fast 40 Grad stand uns bevor. Bereits morgens um 7 Uhr war so heiß, dass man nur einmal schwitzten musste. Das empfanden auch die Erzieherinnen des Kindergartens nicht anders, und so entschieden sie sich für den weisen Entschluss nach dem Frühstück zusammen mit den Kindern unter dem Schutz der Apfelbäume des Außengeländes etwas Schatten zu suchen. Selbst einfaches Graben oder das Schieben eines Spielzeuges war bei diesen Temperaturen Schwerstarbeit für die Kinder. Nachdem wir gut anderthalbstunden einen Einblick davon bekommen haben, wie die Kindergartenkinder spielen und lernen, kam erstmals unser Hund Floh auf seine Kosten, denn er durfte wieder seine Mama Pici besuchen.

Was wir ihm allerdings nicht verrieten war, dass seine Mama vor ein paar Wochen erneut vier bildhübsche Welpen zur Welt gebracht hatte. So war unser „Kleiner“ nicht nur aufgeregt seine Mama wiederzusehen, sondern auch völlig verdutzt, als er die vier Winzlinge sah.

Klar, dass diese vier niedlichen Hündchen auch unsere Aufmerksamkeit voll in Anspruch nahmen. Um die Kleinen nun streicheln und auf den Arm nehmen zu können mussten wir uns nun ganz vorsichtig und behutsam nähern, da die Welpen von Flohs Mutter Pici bewacht und verteidigt wurden. Onkel József und natürlich auch Floh halfen uns dabei der Mutter die Angst vor uns zu nehmen, so dass wir bereits schon nach ganz kurzer Zeit mit den neugierigen Welpen spielen konnten.

Végardó Fürdö 1Aufgrund der immer noch nahezu unerträglichen Hitze machte unser erster Vorsitzende Alexander Höfer nach dem Besuch bei Onkel József den erfrischenden Vorschlag, heute nach dem Mittagessen ins Végardó Schwimmbad nach Sárospatak zu gehen, um uns ein bisschen abzukühlen.    

Waschmaschine 1Dort angekommen, mussten wir zu unserer Überraschung feststellen, dass auch der Osten Ungarns, zumindest, was die Freizeitattraktionen betrifft, auf Westpreisniveau angekommen ist, denn der Eintritt betrug für Kinder 4 Euro und für Erwachsene 6 Euro. „Puh, ist das teuer!“, und unter dem Gesichtspunkt, dass die Menschen hier auf dem Lande nur im Schnitt zwischen 150 und 250 Euro im Monat verdienen – gut 15% der Bevölkerung hat sogar weniger als 100 Euro monatlich zur Verfügung – ist so ein Ausflug für die Familien eigentlich so gut wie unbezahlbar oder nur für die Reichen und Wohlhabenden der Region wirklich erschwinglich.

Végardó Fürdö 2Im Innern, des in den letzten Jahren komplett renovierten und modernisierten Schwimmbades, erwarteten uns dann insgesamt fünf verschiedene Bäder und Becken mit unterschiedlichen Attraktionen, sowie ein sehr großer Spielplatz, und natürlich die oben abgebildete waschmaschinenähnliche Attraktion, die sofortWaschmaschine 3 unsere komplette Aufmerksamkeit erweckte. „Was ist denn das? – So etwas haben wir ja noch nie gesehen!“ Natürlich war uns sofort klar, dass wir diese Maschine auch einmal ausprobieren wollten. 300 Forint, also gut einen Euro, kostete dieses ultimative Vergnügen sich zweiminutenlang von dieser Maschine, sowohl vorwärts als auch rückwärts durchschleudern zu lassen. Damit die Teilnehmer auch wirklich in den Genuss einer Vollwäsche kamen, wurde der Innenraum der Trommel zusätzlich noch mit sehr viel Wasser gefüllt. Nach vier Stunden Schwimmbad und fünfmal Durchschleudern fielen wir auch an diesem Tag wieder todmüde gegen 21.00 Uhr in unsere Betten, und schliefen wie die Engel durch bis zum nächsten Morgen. (Fortsetzung folgt)

 

ANIMUS KLUB

Der letzte Verein der Nußlocher Rathaus Rundschau bedankt sich bei 26.000 Webseitenbesuchern!



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