(483) Sprachlos


Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun! – Gemeinde Nußloch verweigert die Veröffentlichung unseres Nachrufes an Gerhard Höfer!

Sehr geehrte Frau Kempf,

ich weiß nicht, ob Ihnen in irgendeiner Form bewusst ist, was Sie und ihre SPD-Genossen meinem Vater damit angetan haben, ihn in der schwersten Not und in den schlimmsten Stunden seines Lebens, alleine gelassen zu haben.

Aber eines weiß ich, liebe Frau Kempf, und das habe ich meinem Vater auch versprochen; dieses traurige Schicksal darf nicht unerhört bleiben, oder ungeschehen gemacht werden – vergessen werden.

Jeder, liebe Frau Kempf, soll wissen, wie qualvoll mein Vater aus dem Leben scheiden musste, und wie schrecklich er darunter gelitten hat, dass ihn NIEMAND, weder Sie und ihre Parteigenossen noch seine ehemaligen Fußballkameraden, in seiner schlimmsten Not beigestanden haben. Mit Verlaub, ein schlimmeres Gedenken kann man einem verdienten Kameraden oder Genossen kaum bescheren.

Dass Sie und ihr Kollege Hinz jetzt auch noch unseren Nachruf an Gerhard nicht veröffentlichen, weil dieser angeblich nichts mit dem Animus Klub zu tun hat, das ehrt Sie besonders, und deshalb werde ich Ihnen auch am Mittwoch – am Tag der Beerdigung meines Vaters – über einen Boten eine richtig gute Flasche Sekt vorbeibringen lassen, damit sie zusammen mit ihrem Kollegen auf dieses Vermächtnis, das sie meinen Vater nicht nur zu Lebzeiten schmerzhaft im Stich gelassen haben, sondern ihm jetzt selbst sogar nach seinem Tode noch unheilbare Verletzungen zufügen, gebührend feiern können.

Was Sie, liebe Frau Kempf und ihre Parteifreunde meinem Vater, mir und meiner Familie angetan haben, das werden Sie niemals wieder gut machen können, und diese Schande wird ab heute auch unvergessen bleiben.

Selbst das legendäre Foto von Johnny Cash, dem Lieblingssänger meines Vaters, vermag derzeit nur bedingt zum Ausdruck zu bringen, wie verletzt und erschüttert ich mich fühle.

„Wir schämen uns für die Nußlocher Freunde Gerhards“ – (Zitat aus dem Beileidschreiben unserer Ungarischen Freunde) – Selbst sie leiden tief darunter und sind fassungslos, wie Sie, ihre Parteigenossen und andere Freunde einen verdienten Menschen wie Gerhard so fallen lassen konnten.

Ich kann Ihnen nur wünschen, dass Sie irgendwann einmal verstehen werden, was Sie hier ihren Mitmenschen angetan haben, und hoffe, dass der Herr Ihnen und ihren Parteifreunden vergibt.

Über den Verlust meines Vaters werde ich hinwegkommen, aber über diese, Ihre große Beschämung wird mein Herz noch sehr lange ganz bittere Tränen weinen.

 

Hochachtungsvoll

 

Alexander Höfer