(313) Mannheimer Bündnis


Bündnisgründungsveranstaltung für ein Zusammenleben in Vielfalt, setzte ein neues Zeichen für die Förderung der Chancengleichheit und die Anerkennung der Gleichberechtigung unterschiedlicher Identitäten und Lebensentwürfe!

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Anfang Juli erhielten wir die Einladung zu der Neufassung der Mannheimer Erklärung für das Bündnis „Zusammenleben in Vielfalt“. Mit unserer Unterschrift konnten wir uns ganz klar gegen die Diskriminierung von Menschen aussprechen, und gleichzeitig für die Anerkennung und Gleichberechtigung unterschiedlicher Identitäten und Lebensentwürfe, sowie der Förderung der Chancengleichheit positionieren.

img_5980Rund 140 Vereine, Organisation, soziale Einrichtungen und politische Vereinigungen unterschrieben diese Erklärung der Stadt Mannheim, und legten damit den Grundstein für ein ganz neues Netzwerk, indem fortan Erfahrungen und Wissen in diesen Bereichen ausgetauscht werden können.

img_5978Wir, der ANIMUS KLUB, fühlen uns sehr geehrt, dass wir als einziger nicht Mannheimer Verein ein Teil dieses großen Bündnisses sein dürfen, und wir haben durch unsere neuen und hochengagierten Familien auch die Möglichkeit uns fortan aktiv an diesem Bündnis zu beteiligen, um mit den einzelnen Einrichtungen und Verantwortlichen gemeinsame Projekte oder Veranstaltungen in diesen Bereichen durchzuführen.

img_5990Dass so eine Gründung natürlich gebührend gefeiert werden muss, steht für die Stadt Mannheim natürlich außer Frage, und so ist unser Vorstand natürlich der Einladung von Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz gefolgt, und möchte nun kurz diesen besonderen Abend im Kulturhaus Käfertal zusammenfassen.

img_5997Nach einem musikalischen Beitrag der multikulturellen Gruppe WIR! e.V. mit dem Protagonisten Uli Riedel-Krug am Sousaphone, betrat der Mannheimer Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz die Bühne. In seiner anschließenden Rede machte der OB darauf aufmerksam, dass die Stadt Mannheim schon immer eine offene Stadt für Migration war, und sich in der Vergangenheit auch immer für kulturelle Vielfalt auszeichnete. Besorgniserregend sieht er derzeit allerdings die fremdenfeindliche Entwicklung auf den Deutschen Straßen, und erwähnte hier besonders die unschönen Krawalle in Dresden am Tag der Deutschen Einheit.

Die lautstarken Rufe „Wir sind das Volk“, seine für ihn im Umkehrschluss auch eine Botschaft der Ausgrenzung, denn „Wir sind das Volk“, bedeutet gleichzeitig – also im Umkehrschluss, dass andere nicht das Volk sind, sprich nicht dazugehören.

Genau aus diesem Grund liegt ihm dieses Bündnis besonders am Herzen, zeigt es doch, dass es noch viele engagierte Menschen, teils auch Idealisten gibt, die sich für ein Zusammenleben in Vielfalt und Respekt einsetzen. Deshalb wünsche er sich auch sehr viele fruchtbare gemeinsame Programme und Aktionen.

img_6005Als nächster Redner stand Andreas Foitzik vom Netzwerk Antidiskriminierung der Region Reutlingen-Tübingen am Rednerpult, und machte in seinem Impulsvortrag auf die vorhandene, teils auch nicht sichtbare Diskriminierung in Deutschland aufmerksam. Ähnlich wie wir vor knapp anderthalb Jahren in unseren Berichten über die Demonstration „Mannheim sagt JA!“ und „Ludwigshafen ist BUNT!“ deutlich gemacht haben, erwähnte auch er, dass zum Beispiel eine Person mit einem türkisch klingenden Namen wesentlich schwieriger eine Arbeitsstelle fände als eine Person mit einem deutschen Namen. Trotz gleicher Fähigkeiten und Grundvoraussetzungen muss sich eine Person mit ausländischem Namen bis zu img_6002sieben Mal häufiger bewerben, um einen Arbeitsplatz zu bekommen, als eine Person mit einem deutschen Namen.

Hochinteressant war in diesem Zusammenhang auch das Forschungsergebnis im Benotungsbereich. Und zwar wurde Lehrern der inhaltlich gleiche Aufsatz entweder mit dem Namen Kevin oder dem Namen Maximilian vorgelegt, mit dem Resultat, dass die Aufsätze von Kevin deutlich schlechter bewertet wurden, als die von Maximilian.

Auch Andreas Foitzik begrüßte die Vorreiterrolle die Mannheim img_6019hinsichtlich dieses Bündnisses einnimmt, und machte den Verantwortlichen Mut viele gemeinsame Zeichen gegen die Diskriminierung von Menschen zu setzen.

Nach einem Intermezzo des Wir!-Quintetts, das dieses Mal mit Gaio Ansu Mane am Gesang und an der Kora, begann das Herzstück des heutigen Abends, nämlich die Podiumsdiskussion, an der fünf unterschiedliche Unterzeichner teilnahmen, und dabei ihre Beweggründe nannten, warum sie diesem Bündnis beigetreten sind. img_6024Dabei waren Karin Heinelt vom Stadtjugendring, Margret Göth vom Team Plus, Jan-Christoph Schüler, Personalleiter von ABB, Joachim Hefele, Abteilungsleiter vom TSV Mannheim und Ulrich Wellhöfer vom Wellhöfer Verlag. Weitere Informationen findet ihr hier: Mannheimer Bündnis

img_6029Zum Finale der Veranstaltung brachte Claus Peißler, der Integrationsbeauftragte der Stadt Mannheim in seiner abschließenden Rede ebenfalls noch einmal zum Ausdruck, wie wichtig dieses Bündnis für die Stadt sei, und wünschte allen Beteiligten ein gutes Gelingen.

Ein reichhaltiges Büffet, bei dem unser erster Vorsitzender auch neue Menschen, Einrichtungen, und zukünftige Kooperationspartner kennenlernen konnte, rundete die gelungene Gründungsveranstaltung ab. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei Herrn Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und der Stadt Mannheim dafür bedanken, dass wir ein Teil dieses tollen Bündnisses sein dürfen. 

 

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ANIMUS KLUB

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! – (Erich Kästner)

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