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(687) Hanne Hukkelberg

Alternativ! – Independent! – Und ein Hauch Björk à la RADIOHEAD! – Die norwegische Musikerin Hanne Hukkelberg präsentierte in der Alten Feuerwache anspruchsvolle Pop-Musik zum Abtauchen!

Es ist irgendwie unglaublich, aber wahr. Unser Glück mit dem Wetter, und dass es in der Regel bei unseren Outdoor-Aktivitäten nicht regnet, oder erst dann anfängt zu regnen, wenn das Programm vorüber ist, ist absolut einzigartig. So auch an diesem Tag. Bis kurz vor 19.00 Uhr haben wir trainiert und uns auf die nächsten Läufe vorbereitet, und erst als wir mit unserem Training fertig waren und im Auto saßen, hat es angefangen zu regnen. Irgendwie haben wir einen richtig guten Draht nach oben. Oder anders ausgedrückt, irgendwie gibt es da oben jemanden, der sieht, dass wir etwas richtig Gutes und Wichtiges für Kinder und Jugendlichen anbieten, und es dementsprechend nur an den Tagen regnen lässt, an denen wir kein Programm anbieten, oder nur Indoor-Programme durchführen.

So hat es in den letzten fünf Jahren bei über 380 Veranstaltungen, Ausflügen und Aktionen nur vier Mal so stark geregnet, dass wir das geplante Programm entweder nicht durchführen konnten, oder es von den Veranstaltern abgebrochen werden musste. Ein wahrlich fast unglaublicher Schnitt.

Aufgrund des Regens wurde das Konzert heute in die Halle der Alten Feuerwache verlegt. Ein Teppich zierte die Bühne, auf der sich nur ein Laptop und die berühmte japanische Begleitband von Oli Roth befanden. Ein Mikro lag ebenfalls auf dem Boden, und wartete auf die junge norwegische Nachwuchskünstlerin.

Die Alte Feuerwache bietet schon seit Jahren in der Sommerzeit zwei Wochen lang fast jeden Abend entweder einen Newcomer, oder eine regionale Band bei freiem Eintritt. Die Konzerte, die wir hier bisher erleben durften waren von den musikalischen Genres so abwechslungsreich wie unser Aktionsprogramm. Kein Künstler gleicht dem anderen. Von eingängig bis absolut alternativ und komplex, bieten die Verantwortlichen ihrem Publikum hier in der Regel Musik, weit jenseits des Kommerzes oder der Hitparadentauglichkeit. Vor allem bieten sie Musik, auf die man sich stets einlassen muss.

Demensprechend unterschiedliche ist auch jedes Mal das Publikum. So treffen wir immer wieder neue Menschen, die unser Leben irgendwie bereichern.

Kurz nach 20.00 Uhr betrat dann die Künstlerin zu einem meditativ-sphärischen Intro die Bühne. Gleich darauf schillerten alternativ programmierte Beats durch die Halle, und Hanne Hukkelberg präsentierte uns im Schneidersitz einen Hauch Björk à la RADIOHEAD. Soundorientierte und sehr atmosphärische Indi-Pop-Mucke vom Feinsten erfüllten unsere Ohren. Tiefe mäandernde Beats und Bass-Strukturen zogen uns fortan magisch in ihren Bann, und die Stimme der jungen Künstlerin wurde von Lied zu Lied immer ausdrucksstärker und meditativer.

Die Musik war so tief inspirierend, dass die Künstlerin selbst abtauchte, und ihre Songs mit geschlossenen Augen zum Besten gab.

Hanne Hukkelberg ist in der Independent-Musik-Szene keine Unbekannte mehr. Schon seit gut 14 Jahren mischt sie besonders in ihrem Heimatland Norwegen kräftig mit. Fünf Alben, darunter zwei auf Norwegisch, sowie eine EP hat sie bereits veröffentlicht. In der nächsten Woche wird ihr aktuelles Album erhältlich sein, von dem sie uns heute ein paar neue Stücke vorstellte.

Wie bereits erwähnt. Hanne Hukkelbergs Musik ist absolut unabhängig, und nicht wirklich einen Genres zuzuordnen. Es ist Musik, die die komplette Aufmerksamkeit beim Zuhören benötigt. Musik auf die man sich als Hörer einlassen muss. Also nichts für kommerzielle Ohren oder Freunde der „Olé-Olé-Refrains“. Eine Party-Stimmung wollte daher nicht wirklich aufkommen. Dafür aber Faszination, und das Gefühl, das Musik einfach mehr ist als nur Mitsingen.

Auch an diesem Abend mussten wir wieder etwas früher nach Hause gehen, weil am anderen Tage ein neues Programm auf uns und unsere Kids wartete.

Wir bedanken uns sehr für diese neue musikalische Bereicherung, und freuen uns schon auf den nächsten Künstler, den wir auf der Sommerbühne der Alten Feuerwache genießen dürfen.

Bilder: Alexander Höfer

 

 

Hanne Hukkelberg – My Devils

 

 

 

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