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(686) TASCOSA

Geisterstädte! – Klapperschlangen! – Und viel Independent! – Mannheimer Newcomer-Band TASCOSA bot an der Alten Feuerwache Musik à la Etheridge, Nova und Vega!

Nach dem erfolgreichen Lauf in Worms-Rheindürkheim, gab es als völligen Kontrast dazu wieder ein etwas ruhigeres und musisches Programm. Die gesunde Balance zwischen Anspannung und Entspannung. Sie ist nicht nur sehr wichtig für Körper und Geist, sondern sie ist auch eines der Herzstücke unseres Klubs, und unser Vorsitzender Alexander Höfer ist stets sehr darauf bedacht unseren Kiddies dieses Gleichgewicht regelmäßig anzubieten. So gab es einen Tag nach dem Lauf zunächst einmal einen vierstündigen Besuch im Herzogenriedbad. Hier wollten wir einerseits ein wenig für das Sportabzeichen trainieren, und andererseits auch schauen, ob unsere Mädchen schwimmen können.

Die Kombination aus Schwimmen, Rutschen und Springen vom Turm, sowie geistige Tüftelspiele in den Pausen, erwies sich mal wieder als großartig, denn unsere Kids erlebten einen tollen gemeinsamen Nachmittag im Herzogenried.

Danach hieß es an der Alten Feuerwache Bühne frei für TASCOSA, eine Mannheimer Newcomer-Band, die heute im Rahmen der Mannheimer Sommerbühne gleichzeitig ihren 1. Geburtstag feierte.

Benannt hat sich die Band nach einer Geisterstadt in Texas. Ähnlich geisterhaft präsentierte sich ihre Musikmischung, die sich nicht wirklich einem bestimmten Genre zuordnen ließ. Die Sängerin ähnelte in den rockigeren Passagen ein wenig an Melissa Etheridge, bei den Independent Songs Heather Nova und in den ruhigeren Passagen hören wir auch Suzanne Vega heraus.

Ansonsten bedienen die fünf Musiker viele musikalische Stile querbeet, auch innerhalb der Songs. So sind insbesondere bei dem Gitarristen viele Instrumentenwechsel notwendig. Ein Song mit der Klassischen Klampfe. Danach ein Song mit der Rockabilly, und der nächste mit der kräftigen E-Gitarre und sehr viel „Wah-Wah-Pedal“ – Die Band bot tatsächlich zeitweise wie versprochen Wüstenrock, oder wüsten Rock, der für das heutige Publikum wahrscheinlich ein bisschen zu anspruchsvoll daherkam.

So wollte im ersten Teil der Show bei den doch ziemlich steifen und distanzierten Besuchern keine wirkliche Stimmung aufkommen. Viele Zuschauer ließen sich zwar von den fünf Musikern berieseln, doch wenige, so war unser Eindruck, hörten der Band wirklich zu und nahmen die Mucke richtig in sich auf. „Ja, es spielt nicht jede Band die berühmten Na-Na-Na- oder Ola-Ola-Refrains, die alle begeistert mitsingen können, wenn sie das gewisse Quäntchen Alkohol intus haben.“

TASCOSA boten in ihrem Set allerdings das völlige Konträr. Weit weg vom Kommerz. Absolut alternativ und überraschend, agierte die Band, rund um ihre charismatische Sängerin.

So kommen an diesem Abend ausschließlich Menschen wie wir, also Menschen, die anspruchsvollere, abwechslungsreiche und komplexere Songs wesentlich mehr lieben, als die kommerziellen „La-La-La-Songs“ voll auf ihre Kosten. Die anderen jedoch weniger. Aber die waren ohnehin nur da, um entweder zu trinken, oder ihren langweiligen Lebensalltag im Kreise Gleichgesinnter auszublenden. TASCOSA spielte tatsächlich vor einem Geisterpublikum, das sich nur sehr schwer erreichen ließ. Da nützten auch gesunde, musikalische Botschaften über die Liebe, und die Schwierigkeiten des täglichen Lebens nicht viel. „Geister lassen sich halt doch nicht wirklich wecken!“

„Nach dem Konzert werden einige von denen ganz große Problem haben nach Hause zu kommen“, so Rainer Bender, der weiter genüsslich an seiner kühlen Brause nippte, und sich darüber amüsierte, welche teilweise doch sehr „strangen“ Gestalten sich heute in gutem Abstand zu der Bühne herumtummelten, oder auf dem Boden herumsaßen.  

Wir hatten allerdings nach einem tollen Nachmittag im Herzogenriedbad und der leckeren Brause, sowie der alternativen Musikbereicherung von TASCOSA keine Probleme Nußloch am späten Abend wiederzufinden. Wir fuhren nur ein wenig früher nach Hause, weil wir tags darauf wieder sehr früh aufstehen mussten.

Bilder: Alexander Höfer

 

 

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