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Der Animus Klub e.V. ist ein internationaler Lern-, Spiel- und Freizeitverein für die ganze Familie und fördert Kinder und Jugendliche aus der Metropolregion Rhein-Neckar in ihren besonderen Talenten. Er steht unter dem Motto: „Ich kann etwas! – Ich will etwas! – Ich mache es!
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(755) Die Zeit nach CORONA!

Nie wieder Massenveranstaltungen! – Und keine Schulen mehr mit 1.000 Schülern! – ANIMUS-KLUB-Vorsitzender Alexander Höfer fordert ein neues gesellschaftliches Zusammenleben und ein neues Schulsystem!

Machen wir uns nichts vor. Das Corona-Virus zwingt nicht nur uns, sondern vor allem die Politik und die Wirtschaft schon seit einigen Wochen ganz tief in die Knie. Vieles, was früher normal war oder selbstverständlich, ist heute aufgrund von Corona und der Ansteckungsgefahr nicht mehr möglich. Und vieles kann und wird wahrscheinlich allein schon aus Sicherheitsgründen auch in der Zukunft nicht mehr geben (können), wenn wir Pandemien generell verhindern wollen.

Veränderungen in unserem Leben, Handeln und Konsumieren, sind daher unausweichlich und zwingend notwendig, wenn wir die Ausbreitung des Virus stoppen oder zumindest einigermaßen eindämmen möchten. Das erfordert natürlich auch tiefe Einschnitte in die Freiheit jedes einzelnen Menschen. Wobei, so tief sind diese Einschnitte eigentlich gar nicht, wenn die Menschen bereit wären, ab morgen nicht nur zum Wohle ihrer Gesundheit, sondern auch zum Wohle der Natur und der Umwelt, auf bestimmte Dinge zu verzichten.

„Wann, wenn nicht jetzt, hätte die Politik die große Chance das gesellschaftliche Leben neu zu regeln, oder das Schulsystem komplett zu verändern, bzw. zu reformieren?“ – „Und wann, wenn nicht jetzt, hätte die Politik die Möglichkeit bestimmte Märkte, die nicht wirklich für das Leben notwendig sind, generell einzustellen, und das dafür zur Verfügung stehende Geld, in sinnvolle Projekte, wie zum Beispiel ein neues Schulsystem zu investieren, um das Leben auf der Erde auch für die nächsten Generationen zu sichern?“

Ein schneller, höher und weiter wie bisher, darf es in sehr vielen Bereichen nach Corona nicht mehr geben. Vor allem darf es keine Massenveranstaltungen mehr geben. Weltmeisterschaften, Olympiaden, Marathons mit 20.000 Läufern und 100.000 Zuschauern, Rockkonzerte mit 50.000 Besuchern. Das alles muss Vergangenheit sein, genauso wie der unsinnige und gesellschaftlich absolut wertlose Kauf eines Fußballspielers für 120 Millionen Euro. In einem Interview sprach unser Vorsitzender Alexander Höfer nicht nur ausführlich darüber, dass die Politik nun in erster Linie die Aufgabe hätte, das gesellschaftliche Leben neu zu ordnen, bzw. darüber, dass sich die Wirtschaft an die gegebenen sozialen Umstände anpassen müsse, sondern er sprach vor allem auch explizit darüber wie für ihn ein sehr gutes Schulsystem aussieht.

In Anbetracht der aktuellen Situation sollte eigentlich jedem klar sein, dass ab morgen auch keine Tausend Schüler mehr in ein Schulgebäude, bzw., 30 Schüler in eine Klasse gehen können (dürfen). Hier müssen wir umdenken und schauen, welche anderen Möglichkeiten und Ressourcen wir haben, und zwar alternativ zu einem digitalen Onlineunterricht, der langfristig nicht wirklich sinnvoll ist.

Um zu erreichen, dass weniger Kinder zur gleichen Zeit in ein Schulgebäude gehen, wäre es aus Sicht unseres Vorsitzenden sehr sinnvoll und dringend notwendig den Unterricht zu dezentralisieren, und die Klassenstärke in den Lernfächern auf eine Workshop-Größe von max. 10 Kindern zu begrenzen.

Um eine Dezentralisierung zu realisieren schlägt unser Vorsitzender vor, die Firmen, die Vereine – insbesondere Sport-, Musik- und Kunstvereine, aber auch kirchliche Einrichtungen, Jugendzentren, Schülerhorte, Bildungsträger und Nachhilfe-Einrichtungen in das Schulsystem zu integrieren. In all diesen Einrichtungen und deren Räumlichkeiten könnten dann ab sofort ebenfalls kleine Gruppen unterrichtet werden, bzw. Schulstunden abgeleistet.

Kinder, die zwei Mal in der Woche ein Sporttraining besuchen, müssen nicht noch zusätzlich in der Schule an einem Sportunterricht teilnehmen. Gleiches gilt für Kinder, die einen Musikinstrument erlernen oder einen Kunstunterricht besuchen. Allein schon mit der Möglichkeit, dass die Kinder fortan in einem Sport-, Musik- oder Kunstverein Schulstunden ableisten könnten, würde sich die Anzahl der Schüler, die sich gleichzeitig in einem Schulgebäude befinden, deutlich verringern. Des Weiteren bietet dieses System die Möglichkeit, dass interessierte Kinder auch mehr Stunden ableisten können, als vorgeschrieben.

Wir brauchen in erster Linie ein Schulsystem, bei dem jedes Kind bereits frühzeitig individuell seinen persönlichen Neigungen und Fähigkeiten entsprechend ausgebildet und gefördert wird, und kein System, das Kindern vorschreibt, welches Wissen sie für einen bestimmten Abschluss erwerben müssen. Ein Kind, das später einmal Betriebswirtschaft studieren möchte oder Industriekaufmann werden will, sollte in der Schule auch einen Abschluss im Fach BWL ablegen und keine Prüfung in einem nicht berufsrelevanten Fach wie zum Beispiel Physik machen müssen. Ein Kind, das Chemie studieren möchte, macht seine Abschlussprüfung im Fach Chemie. Und ein Kind, das Medizin studieren möchte in Medizin, usw.

Ein guter KFZ-Mechaniker muss zum Beispiel nicht wissen, wann König Ludwig XIV geboren wurde, oder wie die Hauptstadt von Arizona heißt, sondern er muss wissen, wie ein Motor funktioniert, oder wie die Bremsen bei einem Auto gewechselt werden. Parallel dazu muss der Historiker nicht wissen, wie ein Vergaser funktioniert oder wie der Abgasausstoß ausgerechnet wird. Wir müssen die Schüler frühzeitig ihren Neigungen entsprechend ausbilden und ihre Talente fördern, und sie nicht mit Lerninhalten langweilen oder gar quälen, die später nicht mehr relevant für ihr Leben oder ihren Beruf sind. Nur weil ein Schüler vielleicht eine schlechte Note in Geschichte erzielte, oder eine durchschnittliche Note in Mathematik vorzuweisen hat, und damit nicht den erforderlichen Numerus Clausus erfüllt, darf er nicht Medizin oder Englisch studieren. Ein solches antiquiertes Denken, hat in der heutigen Zeit keine Daseinsberechtigung mehr, und muss fortan wirklich der Geschichte angehören.

Wir brauchen ein Schulsystem, bei dem Kinder ihre Fächer und Lernschwerpunkte – ab der 7. Klasse selbst bestimmen können, und vor allem jedes Fach und jeder Beruf gleich viel Wert besitzt. Unstrittig bleibt in diesem Zusammenhang natürlich, dass die Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen erlernen müssen. Gerade in diesen drei wichtigen Fächern mangelt es derzeit sehr.

Um die eigentlichen Fähigkeiten und Neigungen der Kinder frühzeitig zu erkennen, schlägt unser Vorsitzender ein mehrstufiges Schulsystem vor, das sich wie folgt zusammensetzt:

 

Grundstufe Klasse 1-4
Orientierungsstufe I    Klasse 5-6
Qualifikationsstufe I Klasse 7-8
Orientierungsstufe II Klasse 9-10
Qualifikationsstufe II Klassen 11-13

 

Die Grundstufe – (Klasse 1-4):

In der Grundstufe werden die Kinder explizit in den drei wichtigsten Fächern Lesen, Schreiben und Rechnen ausgebildet und je nach ihren Fähigkeiten in bestimmte Leistungsstufen eingruppiert.

Hier schlägt unser Vorsitzender ebenfalls ein mehrstufiges System vor, indem Kinder jedes Jahr immer wieder aufs Neue in jedem Fach in eine bestimmte Leistungsstufe eingruppiert werden können.

 

Stufe 1 – (sehr gut)

Stufe 2 – (gut)

Stufe 3 – (durchschnitt)

Stufe 4 – (schwach)

Stufe 5 – (sehr schwach)

 

Dieses System hat den Vorteil, dass fortan keine Kinder mehr durchfallen können, und dass sich keine Kinder mehr in einem unliebsamen Fach mit Nachhilfe zu einer rettenden Vier quälen müssen. Kinder, die zum Beispiel sehr gut Lesen und Schreiben können, belegen in diesen beiden Fächern die Stufe 1 oder 2. Kinder hingegen, die in diesen Fächern Schwierigkeiten aufweisen, werden, je nach dem Grad ihrer Defizite, in den Stufen 4 oder 5 gefördert.

Die beiden Stufen 4 und 5 könnten zum Beispiel problemlos in den Nachhilfe-Einrichtungen durchgeführt werden, mit dem Ziel, dass die Schüler mittel- bis langfristig die nächsthöhere Stufe erreichen können. Dadurch, dass in diesen Gruppen dann intensiv gearbeitet und geübt werden kann, entfallen auch die regelmäßigen Klassenarbeiten. Ein Kind, das zum Beispiel in die Stufe 2 eingruppiert wurde, muss nicht mehr ständig beweisen, dass es gut ist, sondern es kann fortan auf dieser Stufe, sowohl individuell, als auch in Projekten gefördert werden. Werden die Anforderungen in einem bestimmten Fachbereich zu hoch, dann belegt das Kind einfach eine niedrigere Stufe.

 

Das Zeugnis eines Viertklässlers könnte nach der Grundstufe z. B. so aussehen:

 

* Muttersprachlicher Unterricht

 

Empfehlungen: Aufgrund des Interesses und den Neigungen empfehlen wir dem Schüler Thomas X in der Orientierungsstufe I naturwissenschaftliche Fächer auszuprobieren, wie zum Beispiel Biologie, Chemie und Physik, aber auch das Fach Technik zu belegen. 

Im Fach Polnisch empfehlen wir dem Schüler weiter am muttersprachlichen Unterricht teilzunehmen. Der Schüler hat sowohl ein gesteigertes Interesse an sportlicher Betätigung, als auch ein Musikinstrument zu erlernen. Er errichte in den ersten vier Jahren vier Mal in Folge das Golden Sportabzeichen.  

 

Die Orientierungsstufe I – (Klasse 5-6):

In der Orientierungsstufe I müssen die Schüler in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch jeweils eine bestimmte Stundenzahl (150) absolvieren, wobei im Fach Deutsch auch Allgemeinbildung und das aktuelle Tagesgeschehen einfließen sollten.

 

Die Eingruppierung könnte dann wie folgt aussehen:

Im Orientierungsbereich können die Schüler dann alle bisherigen Schulfächer als Workshop belegen und ausprobieren. Physik, Chemie, Biologie, Technik, Hauswirtschaft, Kochen, Handarbeit, Französisch, Latein oder andere Sprachen etc. Bei einer Gruppenstärke von max. 10 Schülern kann der jeweilige Dozent ziemlich schnell erkennen, ob Kinder tatsächlich ein Interesse an diesem Fach haben, oder ob sie sogar eine außergewöhnliche Begabung in diesem Bereich besitzen. Gleichwohl kann er ebenfalls sehr schnell erkennen, ob ein Kind mit diesem Fach überhaupt nicht zurechtkommt, oder sich sehr schwer mit den Lerninhalten tut.

Dementsprechend kann der Dozent dann auch eine Empfehlung für die Qualifizierungsstufe I aussprechen, bzw., den Schüler am Ende der 6. Klasse in eine bestimmte Leistungsstufe eingruppieren.Eine Eingruppierung in den Orientierungsfächern erfolgt allerdings nur auf den Stufen 1 und 2, bzw. sind nur auf diesen beiden Stufen erlernbar, weil es keinen Sinn und auch keinen Spaß macht, wenn Schüler ein Fach erlernen müssen, indem sie nur durchschnittliche, schwache oder sehr schwache Leistungen erbringen können.

 

Das Zeugnis nach der Orientierungsstufe I könnte wie folgt aussehen:   

                         

 

Empfehlungen:  Aufgrund des Interesses und den Neigungen empfehlen wir dem Schüler Thomas X in der Qualifikationsstufe I die Fächer Chemie und Biologie auf Stufe I zu belegen. Für den praktischen Bereich empfehlen wir ein betriebliches Praktikum in einem Chemielabor.  

Im Fach Deutsch kann der Schüler aufgrund seiner positiven Entwicklung ab dem neuen Schuljahr die Stufe 3 besuchen.

Wir empfehlen ihm weiterhin seine Muttersprache Polnisch zu belegen, aber auch die Russische Sprache weiter auf Stufe 2 zu fördern.  

Der Schüler hat nach wie vor ein gesteigertes Interesse an sportlicher Betätigung. Er hat in den letzten beiden Jahren sowohl das Goldene Sportabzeichen als auch das Silberne Schwimmabzeichen erreicht.

 

Die Qualifikationsstufe I – (Klassen 7-8):

In der Qualifikationsstufe I können die Schüler nicht nur ihre Schwerpunkte festlegen, sondern sie haben auch einmal in der Woche die Möglichkeit ein betriebliches Praktikum zu absolvieren.

Nach der Eingruppierung in die jeweilige Leistungsstufe haben die Schüler den Vorteil, dass sie sich fortan ihre Lehrer aussuchen können. Sie müssen also nicht mehr zu einem Lehrer gehen, den sie nicht mögen, oder dessen Unterricht sie nicht verstehen. Sie müssen auch nicht mehr in eine Gruppe gehen, in der sie sich nicht wohlfühlen. Sie können selbst entscheiden, wann und bei wem.

Gleiches Recht gilt natürlich auch für die Lehrer. Auch diese können sich ihre Schüler fortan selbst heraussuchen, weil die Stufen den jeweiligen Leistungsstand der Schüler widerspiegeln. Sind die Anforderungen für einen Schüler in einer Stufe zu hoch, dann muss dieser in eine niedrigere Stufe wechseln, was keinerlei Auswirkung auf seine spätere berufliche Laufbahn hat.

Ganz wichtig, der Lehrer sollte hinsichtlich der Themen und der Unterrichtsgestaltung freie Hand haben, also er sollte selbst entscheiden können, welche Lerninhalte er mit der jeweiligen Gruppe durchführen möchte. So kann er seinen Unterricht sowohl dem Wissensstand der Schüler anpassen, als auch der Aktualität.

 

Die Eingruppierung könnte wie folgt aussehen:

Ein weiterer ganz großer Vorteil dieses Systems besteht darin, dass die Lehrer ab der 7. Klasse in jedem Fach, insbesondere in den Stufen I und II nur noch Schüler unterrichten, die das jeweilige Fach wirklich erlernen wollen, und die ein gesteigertes Interesse mitbringen, sich die jeweiligen Lerninhalte des Fachgebietes anzueignen. Die Lehrer können also Kinder, die sich zum Beispiel sehr stark für Chemie interessieren von der 7. bis zur 13. Klasse zu regelrechten Experten auf ihrem Fachgebiet ausbilden.

Mit diesem System könnte auch die Motivation der Lehrer enorm gesteigert werden, denn es ist etwas ganz anderes, wenn ein Lehrer eine Gruppe mit zehn Kindern unterrichtet, die wirklich großes Interesse haben, sich die Lerninhalte selbständig zu erarbeiten, oder wenn er, wie aktuell, eine Klasse mit 30 Schülern in einem Fach unterrichten muss, für das 20 oder 25 Kinder überhaupt keine Lust haben, oder sich nur mit Nachhilfe zu einer Vier quälen können. So etwas macht, wie bereits erwähnt, weder Spaß, noch Sinn, denn der Schüler verschwendet mit dem Lernen eines für ihn und seine berufliche Zukunft völlig unnötigen Wissens sehr wertvolle Zeit, in der er sich Lerninhalte oder Kompetenzen aneignen hätte können, die wirklich für ihn und sein späteres Berufsleben wichtig gewesen wären.

„In der Zeit, in der ich mich in den Fächern Physik und höherer Mathematik mit intensiver Nachhilfe zu einer Drei quälen musste, um die Kaufmännische Fachhochschulreife (?!?) zu erhalten; in dieser Zeit hätte ich stattdessen fünf Fremdsprachen auf der Stufe 1 erlernen können.

Es macht überhaupt keinen Sinn etwas zu erlernen, das man im späteren Leben und in seinem späteren Beruf nie wieder braucht, und es macht auch überhaupt keinen Sinn, etwas zu erlernen, das man spätestens ein Jahr später nicht mehr kann! – Aber ich habe eine „Drei“ in Physik, obwohl ich heute in diesem Fachbereich definitiv gar nichts mehr weiß und gar nichts kann!“ – (Zitat: Alexander Höfer)

Das weiter bestehende betriebliche Praktikum erhöht in dieser Phase nochmals die fachlichen und praktischen Kompetenzen und Fähigkeiten der Schüler um ein Vielfaches.

 

Das Zeugnis nach der Qualifikationsstufe I könnte wie folgt aussehen:

 

Empfehlungen:  Aufgrund des Interesses und der Neigungen empfehlen wir dem Schüler Thomas X in der Orientierungsstufe II weiterhin die Fächer Chemie und Biologie auf Stufe I zu belegen. Des Weiteren empfehlen wir ihm die Fächer Höhere Mathematik, Medizin, Pharmazie und Latein auszuprobieren. 

Aufgrund seiner Entwicklung kann Thomas X ab dem neuen Schuljahr Englisch auf Stufe 2 besuchen. Ebenfalls empfehlen wir dem Schüler weiterhin seine Muttersprache Polnisch zu belegen und die Russische Sprache zu fördern.  

Für den praktischen Bereich empfehlen wir ein betriebliches Praktikum in einer Klinik oder beim Roten Kreuz.  

Der Schüler hat nach wie vor ein gesteigertes Interesse an sportlicher Betätigung. Er hat in den letzten beiden Jahren abermals das Goldene Sportabzeichen abgelegt und auch das Goldene Schwimmabzeichen erzielt. Wir empfehlen ihm daher das Rettungsschwimmer-Abzeichen zu absolvieren.   

 

Die Orientierungsstufe II – (Klassen 9-10):

Auf der Orientierungsstufe II sollten die Schüler die Möglichkeit haben alle beruflichen Felder, insbesondere alle studierbaren Fächer als Schulfach ausprobieren, bzw. belegen zu können, also auch Fächer wie zum Beispiel Informatik, Medizin, Pharmazie, Pädagogik, Psychologie, Literatur, Poesie, BWL, Rechtskunde (Jura), höhere Mathematik, Astronomie etc.

Möchte ein Schüler nach der 10. Klasse eine Ausbildung machen, dann wählt er berufsbezogene Fächer als Prüfungsfächer. Wenn ein Schüler zum Beispiel Bäcker werden möchte, dann legt er in den Fachbereichen Backen und Ernährungslehre eine Prüfung ab. Möchte er KFZ-Mechaniker werden, dann absolviert er eine Prüfung in den Fächern Motorentechnik und Fahrwerktechnik. Und wenn er Einzelhandelskaufmann werden möchte, dann macht er eine Prüfung in Wirtschaftslehre und Rechnungswesen oder alternativ Buchhaltung, etc.

 

Die Eingruppierung in die Orientierungsstufe II könnte wie folgt aussehen:

Der Schüler hat in der Qualifikationsstufe II nun die Möglichkeit weitere Fächer auszuprobieren, die ihn interessieren, und kann sich dadurch weiter beruflich spezifizieren. Innerhalb der neuen Fächer kann er auf bereits vorhandenes Fachwissen und auch erlernte Fähigkeiten zurückgreifen, und diese Erfahrungen in die neuen Lernfelder einfließen lassen.

Da die betriebliche Praxis in dieser Phase weiter bestehen bleibt, kann sich der Schüler auch hier noch viel mehr praktische und berufliche Kompetenzen aneignen. Da der Schüler im Qualifikationsbereich in den jeweiligen Fächern nur die Stufe I oder II belegt, entscheidet sich in den nächsten zwei Jahren, ob der Schüler nach der 10 Klasse eine Ausbildung machen wird, oder ob er in einem Fachbereich später studieren kann.

 

Das Zeugnis nach der Orientierungsstufe II könnte wie folgt aussehen:

 

Empfehlungen: In der Orientierungsstufe II kristallisierte sich heraus, dass der Schüler Thomas X ein gesteigertes Interesse im Bereich Medizin besitzt. Wir empfehlen ihm deshalb dieses Fach als Hauptschwerpunkt in der Qualifikationsstufe II zu belegen.

Begleitend dazu empfehlen wir ihm ebenfalls das Fach Pharmazie auf Stufe 2 sowie weiterhin die Fächer Chemie und Biologie auf Stufe 1.  

Im Fremdsprachlichen Bereich empfehlen wir ihm seine Muttersprach Polnisch weiterhin zu belegen und auch die Russische Sprache weiter zu fördern. Für die Qualifikationsstufe II erachten wir es als sinnvoll, dass der Schüler Latein anstatt Englisch als Fremdsprache wählt.  

 

Die Qualifikationsstufe II – (Klasse 11-13):

Hier entscheidet der Schüler nun, welche Fächer der Orientierungsstufe II er in den nächsten beiden Jahren auf der Qualifikationsstufe II belegen möchte, und er entscheidet im letzten Schuljahr in welchem Fach, bzw. in welchen Fächern, er eine Abschlussprüfung ablegen möchte.

Eine Berechtigung für ein Studium erfordert das Niveau der Stufe 1 und eine Abschlussprüfung in dem jeweiligen Fachbereich, indem er später studieren möchte.

Hier kann er auch ein Wahlfach, das er bisher auf Stufe 1 erlernt hat, oder die Fächer, Sport, Musik und Kunst in den Qualifikationsbereich II, bzw. später dann auch in den Prüfungsbereich wählen.

 

Thomas X entscheidet sich für folgende Fächer:

In der folgenden Zeit kann der Schüler wieder frei entscheiden, wie viele Stunden er im Qualifikationsbereich in den einzelnen Fächern ablegt. Um für die Abschlussprüfung zugelassen zu werden, muss er allerdings mind. 400 Stunden in dem jeweiligen Fach, indem er geprüft werden möchte, absolviert haben.Thomas X hat also jetzt die Möglichkeit entweder nur in Medizin oder in allen drei Fächern eine Prüfung zu absolvieren. Da er seine Muttersprache ebenfalls auf Stufe 1 erlernt, kann er, wenn er möchte, auch eine qualifizierte Prüfung in Polnisch ablegen.

 

Das Abschlusszeugnis könnte nach der 13. Klasse nun wie folgt aussehen:

 

 

Empfehlungen: Der Schüler Thomas X hat das Fach Medizin mit der Note sehr gut bestanden. In den letzten 5 Jahren hat er insgesamt 700 Stunden Medizin auf Stufe 1 absolviert. Zusätzlich hat er sieben Jahre lang in den Fächern Chemie und Biologie ebenfalls auf Stufe 1 ein sehr großes Fachwissen erworben.

In der Qualifikationsstufe I hat er zwei Jahre bei der Chemie AG praktische Erfahrungen in diesem Berufsfeld erworben. In der Orientierungsstufe II hat er sowohl im Klinikum als auch beim Roten Kreuz praktische Erfahrungen im medizinischen Bereich gesammelt, und diese bei einem dreijährigen Praktikum in der Qualifikationsstufe II im Universitätsklinikum noch weiter spezifiziert.  

Zusätzlich hat er sich in den letzten fünf Jahren gute Pharmazeutische Kenntnisse erarbeitet. Wir empfehlen dem Schüler aufgrund seiner Fähigkeiten und seines erworbenen Wissens Medizin zu studieren.  

Im Fach Polnisch hat er die Prüfung auf Muttersprachen-Niveau mit der Note sehr gut bestanden. Der Schüler ist berechtigt in Polen Medizin zu studieren, usw.

 

Mit diesem neuen Schulsystem könnte jedes Kind seinen individuellen Fähigkeiten entsprechend einen Abschluss machen. Das einzige, was wir machen müssen, ist es einzuführen. Aber unser Vorsitzender ist nicht naiv, um zu glauben, dass die Politik oder auch die Wirtschaft sich auf diese wichtige Veränderung einlassen wird. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und Gewohnheiten zu verändern bedarf großen Mutes.

Und unser Vorsitzender sieht bereits jetzt schon sehr viele Kritiker, die das alte und schlechte System verteidigen werden, und die von vorneherein sagen, dass so ein Schulsystem nicht vorstellbar, nicht realisierbar oder nicht finanzierbar sei. Wirklich nicht. Der Kaufpreis und das Jahresgehalt von aktuell 20 Fußballspielern oder Stars der Fußballbundesliga würde locker ausreichen, um dieses gerade aufgeführte Schulsystem zu finanzieren. Aber auch Milliardengelder, die für völlig unnötige und absolut sinnlose Forschungszweige, wie zum Beispiel das Prüfen der Bewohnbarkeit auf Exoplaneten in 14 Lichtjahren oder 400.000 Jahren Entfernung, könnten ebenfalls ausreichen, um das 5 Fache an Lehrern und Pädagogen einzustellen.

Schauen wir also weiter auf die ganz großen Vorteile, die dieses System für die Schüler und Lehrer bringen würde. Fortan könnte jeder Unterricht am Heimatort angeboten werden. Die Schüler müssten also nicht mehr morgens in aller Herrgottsfrühe kilometerweite Fahrstrecken auf sich nehmen müssen, um zu einer bestimmten Uhrzeit in einem bestimmten Schulgebäude zu sein.

Jeder Lehrer könnte also fortan für zehn Schüler einer bestimmten Altersklasse und einer bestimmten Leistungsstufe sein Unterrichtsfach anbieten. In welchem Gebäude oder in welchem Raum dieser Unterricht dann stattfindet ist egal. Die Kinder buchen das Programm, finden sich zu der besagten Zeit an dem besagten Ort ein, und bekommen nach jeder Teilnahme die Stunden aufgeschrieben.

Einige Lehrer, besonders diejenigen, die Fremdsprachen unterrichten, könnten ihren Unterricht sogar problemlos zu Hause durchführen. Deutsch, Literatur, Geschichte, Poesie könnte man sehr schön in einer Stadtbibliothek unterrichten. Informatik oder Wirtschaftslehre bei den Firmen. Religion in den Räumlichkeiten der Kirchen. Sport, wie bereits schon erwähnt im Sportverein, usw. Die Möglichkeiten dezentral zu unterrichten wären grenzenlos.

Die Kinder hätten dann ab der fünften Klasse lediglich innerorts den einen oder anderen etwas größeren Platzwechsel zwischen den einzelnen Stunden durchzuführen, der sich aber, wie wir aus der Erfahrung wissen, wiederum sehr positiv auf das Lernen auswirken würde.

 

Der Tagesablauf unseres Thomas X könnte in der 5. Klasse wir folgt aussehen. (Kurzessay)

 

Montag:

08.00 – 09.30 Uhr Deutsch (Stufe 4) Ort: Schülerhilfe
10.00 – 11.30 Uhr Mathematik (Stufe 1) Ort: Schillerschule
11.30 – 13.00 Uhr Essen & Spielen Ort: Schülerhort
13.30 – 15.00 Uhr Musik – Klavierspielen Ort: Musikschule
15.30 – 17.00 Uhr Sport – Fußball Ort: Max-Berk-Stadion

 

Dienstag:

08.00 – 09.30 Uhr Chemie Ort: Schillerschule
10.00 – 11.30 Uhr Biologie Ort: Lindenschule
11.30 – 13.00 Uhr Soziale Kompetenz Ort: Jugendtreff
13.30 –  15.00 Uhr Polnisch Ort: Polnische Schule
15.30 – 17.00 Uhr Sport – Schwimmen Ort: Hallenbad

 

Bei diesem System könnten die Kinder natürlich auch am Wochenende oder in den Ferien Stunden für ihre Fächer erhalten. Wenn ein Schüler zum Beispiel samstags von 8.00 Uhr bis 10.00 Uhr das Sportabzeichen absolviert, dann bekommt er drei Schulstunden für das Fach Sport gutgeschrieben. Gleiches gilt, wenn der Schüler sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr in einem Museum an einem Mal-Workshop teilnimmt, usw. Dieses System würde vor allem die Kinder sehr gerne etwas zu lernen und wahrscheinlich auch noch ein bisschen mehr zu lernen. Auch die Eltern wären viel stärker in einem solchen System eingebunden, als bisher, einem System, bei dem es keine Lehrerkonferenzen mehr geben müsste, und auch keine Konferenzen mehr über versetzungsgefährdete Schüler. Selbst der bürokratisch riesige Aufwand für mit Unter 80 Schulklassen Stundenpläne sowie Pläne für Lehrer zusammenzustellen fiele komplett weg, da die Schüler ja zu dem jeweiligen Lehrer an den Ort kommen, an dem er das Fach unterrichtet.

Ob es so ein Schulsystem, oder so ein ähnliches Schulsystem irgendwann einmal geben wird, kommt einzig und alleine auf uns an, insbesondere auf die Erwachsenen, die Eltern und die Politiker. Wenn sie so ein Schulsystem wollen, dann lässt sich so ein System auch ganz schnell und einfach realisieren, und auch die digitalen Möglichkeiten hinsichtlich dem Buchen der jeweiligen Kurse ideal nutzen.Fest steht für unseren Vorsitzenden auf jeden Fall eines, nämlich, dass das derzeitige Schulsystem nicht mehr zukunftstauglich ist.

Aus diesem Grund hofft er inständig darauf, dass viele Leser seine Gedankengänge und Ideen verstehen und nachvollziehen können, und auch tatkräftig dabei mithelfen dieses System zu verändern. Wir, der ANIMUS KLUB, gehen schon seit Jahren den Weg hin zum schöneren, interessanteren und intensiveren Lernen. Deshalb wäre es schön, und wir wurden uns riesig freuen, wenn fortan noch mehr Eltern zusammen mit ihren Kindern diesen Weg gehen würden.

Bilder: Rainer Bender

 

 

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