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Der Animus Klub e.V. ist ein internationaler Lern-, Spiel- und Freizeitverein für die ganze Familie und fördert Kinder und Jugendliche aus der Metropolregion Rhein-Neckar in ihren besonderen Talenten. Er steht unter dem Motto: „Ich kann etwas! – Ich will etwas! – Ich mache es!
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(764) YESTERDAY – TOMORROW

Gesellschaftliche Phänomene! – Ägyptische Mythen und Recht und Gesetz! – Reiss-Engelhorn-Museen bieten einen aspektivischen Blick auf die Realität in einer Zeit, in der sehr viele Menschen immer mehr den Verstand verlieren!

„Weitspringer sind Kriegsverbrecher!“, so lautete vor ein paar Wochen eine hochinteressante Aussage einer offensichtlich geistig völlig verwirrten Frau. „In Heidelberg wäre Corona – und wir sollen doch bitte aufhören hier zu laufen, damit die Corona nicht nach Mannheim käme!“, diese panikverbreitende Botschaft oder Erkenntnis ist nun eine kongeniale Fortsetzung einer spontanen Bewusstseinserweiterung, die eigentlich nur Kopfschütteln lässt. Die Absurdität, mit der wir beinahe wöchentlich im Unteren Luisenpark bei unserem Lauftraining konfrontiert werden, erweckt durchaus den Eindruck, dass wir uns nicht wirklich auf einer öffentlich zugänglichen Sportanlage befinden, sondern eher in einem anderen, geschlossenen Etablissement, welches ca. zwei Kilometer von unserem Heimatort entfernt, oben auf dem Berg liegt. Und das macht wirklich Nachdenklich.

Wie dem auch sei, wir lassen uns durch solche „kranken“ Menschen nicht die Freude am Sport und der Bewegung nehmen. Wir trainieren so lange wir wollen, und solange es erlaubt ist.

Stets bei strahlendem Sonnenschein, großteils im Schatten der Bäume und umringt von dem wunderschönen Ambiente des Unteren Luisenparks, können wir immer ein sehr schönes und unterhaltsames Koordinationstraining anbieten. Jedes Mal anders, und immer wieder eine neue Herausforderung suchend, damit es nicht langweilig wird. Im Anschluss daran, je nach Wetter, laufen wir dann unterschiedliche Strecken. Mal 400 Meter, mal 800 Meter, aber auch mal 1.200 Meter oder 1.600 Meter. Je nach Verfassung unserer Teilnehmer auch in unterschiedlich hohem Tempo. Einfach nur bewegen, ohne das Ziel, die Runden so schnell wie möglich zu laufen oder gar Erster zu werden. Es ist jedes Mal ein erholsames Training, das auch den Grundstein dafür legt, bei den anschließenden Besuchen der Ausstellungen den jeweiligen Schöngeist noch besser und intensiver in sich aufnehmen zu können. So auch dieses Mal.

 

„Yesterday – Tomorrow“, heißt die neue und faszinierende Ausstellung der Reiss-Engelhorn-Museen. Bereits bei unserem Besuch der Fotobiennale war uns klar, dass wir hier auf jeden Fall vorbeischauen werden. Zu magisch anziehend war dieser Interessensmagnet.

„Fotorealistische aspektivische Figuren“, so der Aufhänger, der unsere Neugierde gänzlich erweckte. Marc Erwin Babje präsentiert uns mit „A Work in Aspective Realism“ auf überdimensional großen Fotos eine ganze Reihe bekannter Geheimnisse ausgestorbener ägyptischer Kunst und Mythen, die wir allesamt – unisono – auch in die Neuzeit und die Zukunft transportieren können.

So sind bestimmte gesellschaftliche Phänomene, wie zum Beispiel Herrschafts- und Machtverhältnisse, der Überwachungsstaat, die Integration, die Bedingungen am Arbeitsplatz, die Suche nach Schönheit und Reinheit, aber auch das Liebesleben und die Beziehungen die zentralen Themen, die heuer nichts an ihrer Aktualität verloren haben. Im Gegenteil, sie sind heute vielleicht sogar noch viel aktueller, als in der Zeit der Antike.

 

Die Ausstellung bietet gleiche Motive, die wir aus unterschiedlichen Blickwinkeln und in unterschiedlichen Kontexten betrachten können. Mal frontal, mal von der Seite fotografiert, mal als aussagekräftiges Porträtfoto, mal als integriertes Objekt eine Geschichte erzählend oder aber auch einen bestimmten gesellschaftlichen Zustand widerspiegelnd. Es war schon atemberaubend wie der Künstler diese eingefangenen Momente hier präsentiert.

Ebenfalls hochinteressant waren die vielen versteckten Botschaften in den Werken. Die Ägypter sind ja bekannt für die Verschlüsselung geheimer Botschaften in Hieroglyphenform, aber auch für die Kunst der Kalligraphie, dem besonders schönen Schreiben. So war diese Ausstellung auch ein geniales Rätselspiel, denn wer sich die Botschaften erschließen wollte, der musste sich nicht nur das von Babje selbsterfundene, aber auf ägyptischen Hieroglyphen determinierende Alphabet erschließen, um die Worte entschlüsseln zu können, sondern er musste im Anschluss daran die Nachricht auch noch von Englisch auf Deutsch übersetzen.

 

„Maat“ – die ägyptische Form von „Recht und Gesetz“, bzw. von Gerechtigkeit und Wahrheit, lässt uns doch ein wenig daran zweifeln, ob es diese Werte, also so etwas wie Recht und Gerechtigkeit überhaupt gibt, oder ob diese beiden wunderschönen Dinge nicht am Ende so gesteuert sind, dass nur ganz bestimmte Menschen Recht per Gesetz bekommen, andere aber nicht.

„Wer kontrolliert die Vergangenheit? – Wer kontrolliert die Zukunft?“, aber vor allem „Wer kontrolliert die Gegenwart?“ – Das waren ebenfalls zentrale Fragen, die uns in antiken Bildern unmissverständlich den Machtmissbrauch, und die damit verbundene Unterdrückung des Volkes in einer authentischen Realität vor Augen führten.

 

Nach dieser faszinierenden Reise durch die Antike, schloss ein Besuch bei Dario Fontanella unseren lehrreichen Programmkreis, der uns an diesem Tag wieder einmal ein Komplettpaket aus Sport, Kunst, Geschichte Lernen und Kulinarik schenkte. Wir sagen wie immer Danke für diese wunderbaren Eindrücke.

Bilder: Alexander Höfer

 

 

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