(354) Leonardo da Vinci


Kugellageraxial, Archimedische Schraube und Halbverzahntes Ritzel-Getriebe! –  Carl-Bosch-Museum präsentiert die lehrreiche Ausstellung „Bewegende Momente“ des Universalgenies Leonardo da Vinci!

„Bewegende Momente“ ist eine sehr bodenständige und natürliche Ausstellung für kleine Tüftler. Interessante Stationen zum Selberausprobieren und Experimentieren zeigen sich im Sonderausstellungraum des Museums und erwecken buchstäblich das Kind im Manne.

Derzeit sind dort folgende interessante technische Raffinessen zu sehen:

Schneckenradgetriebe, Sperrklinke, Trommelautomat, Einrad-Messwagen, Steinzange, Schwungrad, Kugellageraxia, Drehkran, Stufengetriebe, automatischer Lastkran, Kettenbrunnen, Schwerlastheber, halbverzahntes Ritzel-Getriebe, Dreifach-Bohr-Reib-Spindel, Wechselhubzahnstange, Pontonbrücke, Fachwerkbrücke, Seilbrücke, Fliegende Brücke, Schwenkbrücke, Ratschengetriebe, Nockenhammer, Archimedische Schraube u.v.m.

Leider durften wir im Museum keine Bilder machen, sodass wir dieses Mal nicht über unsere Eindrücke berichten können, die wir dort gewonnen haben. So können wir auch unseren Lesern leider keinen richtigen Appetit auf diese kleine aber feine Ausstellung machen.

Das moderne Carl-Bosch-Museum, das sich sehr abseits gelegen befindet, ist besonders für technisch interessierte Menschen ein Besuch wert. Man bekommt dort alle Informationen rund um Carl Boschs Leben und sein Schaffen. Ausgestellt sind dort vor allem der Nobelpreis, den er 1931erhalten hat, sowie ein sehenswerter siebensitziger Maybach-Oldtimer von den 40’er Jahren. Mehrere Filme dokumentieren ebenfalls das Lebenswerk des Pioniers, der Ammoniak und Salpetersäure berühmt gemacht hat.

Dennoch birgt die Ausstellung eine gewisse Düsterheit, waren Boschs Erfindungen doch alle maßgeblich für die Waffenproduktion des 2. Weltkrieges von großer Bedeutung, sprich sie dienten in erster Linie dazu Menschen zu vernichten, und nicht dem Menschen zu nützen.

Auch eine alte Originalzapfanlage von Leuna ist dort ausgestellt. Die Leunawerke waren einst das größte Chemieunternehmen der ehemaligen DDR. Nach der Wiedervereinigung wurde sie 1990 privatisiert, und sollten auf Wunsch des französischen Präsidenten François Mitterrand und des deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl an den französischen Konzern Elf Aquitaine verkauft werden. 

In der anschließenden Leuna-Affäre wurden dann 47 Millionen Euro Schmiergeld aus den Schwarzgeldkassen des Elf-Konzerns bezahlt. Ein Fall, der auch die Medien zu der damaligen Zeit ganz kräftig aufwirbelte.  

Für Grundschüler ist die Sonderausstellung „Bewegende Erfindungen“ auf jeden Fall einen Besuch wert. Für Jugendliche hingegen bietet diese Ausstellung mit Ausnahme des Herzstücks – Das Leben von Carl Bosch – nicht wirklich viel Neues.

 

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