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(119) Gitarrenfestival

ANIMUS-KLUB-KIDS erlebten ein spontanes Harfenkonzert in der Mannheimer Musikschule und erweiterten ihre Horizonte!

Gitarrengruppe 2Nach unserer gut 90-minütigen Inspiration durch die Ägypten-Ausstellung der Reiss-Engelhorn-Museen, hatten wir noch jede Menge Zeit, und wollten auf jeden Fall noch etwas unternehmen. Während andere Jugendgruppen nach Beendigung einer Aktion in der Regel nach Hause fahren, organisieren unsere Betreuer oft spontan ein zusätzliches Programm. Diese Improvisationsfähigkeit ist quasi eines der ganz großen und lebenden Geheimnisse unseres Klubs, und da wir uns heute wieder einmal in der Kulturhauptstadt Mannheim befanden, hatten unsere Betreuer auch ganz schnell ein geniales Zusatzprogramm gefunden. Weit laufen mussten wir auch nicht, denn gerade um die Ecke der Reiss-Engelhorn-Museen veranstaltete die Mannheimer Musikschule einen Tag der Offenen Tür mit einem Gitarrenfestival.

Gitarrengruppe 7Als hätte es so sein sollen, kamen wir noch genau pünktlich zu dem ersten Auftritt der jüngsten Kindergitarrengruppe Young Emotions. Die ausschließlich aus Grundschülern und blutigen Anfängern bestehende Gruppe bot uns unter der Leitung von Herrn Walter Barbarino in den vier instrumentalen Akustikstücken – Auf Kapernfahrt von Lina Heidi Kistner, dem Can Can von Loïc Berlinghof, dem Cat Walk von Judith Wolter, sowie dem Mexican Hat Dance von Emina Meißner, wirklich junge Nachwuchsemotionen, die von den Zuschauern mit dankbaren Beifall gewürdigt wurden.

Nach einer Umbaupause, die wir dazu nutzten, um uns mit Kuchen und Erfrischungsgetränken zu stärken, überraschte die Mannheimer Musikschule die Besucher des Gitarrenfestivals mit einem Harfenkonzert. Die Harfe ist zwar keine Gitarre, aber es auch ein Zupfinstrument, und ein schwer zu erlernendes noch dazu. Hier bedarf es nicht nur Können, sondern auch einer sehr filigranen Feinmotorik, um dem Instrument diese zauberhaft-schönen Klänge zu entlocken, die uns ja besonders aus Märchenfilmen bekannt sind. 

Spieler 2Spieler 1Erster Solist war Johannes Pohlner, der uns mit dem „Konzert in B-Dur op. 4 Nr. 6“ ein Stück von Georg Friedrich Händel vortrug. Gekonnt spielte sich der junge Nachwuchsspieler durch die anspruchsvolle Partitur dieses gut 300 Jahre alten und bekannten klassischen Stückes. 

Als nächstes folgte mit Lili Schönfeld eine weitere junge Nachwuchskünstlerin, die Alfonso Haselmans „La Source“ zum Besten gab. Von nun an wurde es musikalisch genrespezifischer, und so erklangen fortan auch Werke, die für uns völlig unbekannt waren. Aber das Schöne am Animus Klub ist es, dass uns unsere Betreuer immer wieder ermöglichen neue Welten zu entdecken, sich auf sie einzulassen, Zugang zu ihnen zu finden, und wir dadurch unseren Horizont erweitern können. 

Harfe 4Dementsprechend interessant waren die Stücke „Pistache und Cannelle“ aus dem Werk Epices von Bernard Andrès, die sich vor allem durch ganz originelle Fingertappings auszeichnen. Mal wie eine Gitarre klingend, mal wie die weichen Töne eines Klaviers, präsentierte Annika Bertz mit ihrem Harfenspiel dem Publikum diese beiden Stücke, wobei wir, um die Musiker nicht in ihrer Konzentration zu stören, fortan keine Bilder gemacht haben. 

Harfe 2Als nächstes stand ein Harfenduett mit den Titeln „Roter Himmel und Blaue Wolken“ aus dem Werk Blaue Diamanten von Christian Pampuch an. Hier trat erneut Lili Schönfelder auf die Bühne und bot zusammen mit Amelie Schwarz, einer ebenfalls sehr jungen Musikerin dieses anmutige Duett, bei dem die beiden Harfenspielerinnen sowohl zusammen, als auch im Wechsel die Melodien und die Begleitungen darboten. 

Nicht weniger originell war auch das Harfen-Flöten-Duett „Spiegel im Spiegel“ des estnischen Komponisten Arvo Pärt, das im Anschluss daran von den beiden Geschwisterkindern Fiona Edler an der Harfe und Marlene Edler an der Flöte aufgeführt wurde. Spätestens jetzt waren wir wirklich im musikalischen Märchenland der schönen Klänge angekommen. „Ian“ Andersons Märchenparadies? 

Die melancholischen Töne der Flöte noch in den Ohren, folgte als Höhepunkt des Konzertes das höchst anspruchsvolle Stück „Ballade“ von Alfonso Haselmans. Präsentiert wurde dieses lange, und sehr abwechslungsreiche Werk, welches sich mal samtweich und melodiös, mal bizarr-virtuos und komplex entwickelte, von Annika Bertz, die hier noch einmal zeigen konnte, wie großartig sie die hohe Kunst Harfe zu spielen beherrscht. 

Mit dem langanhaltenden Applaus in den Ohren, traten wir dann wieder unseren Heimweg an, wobei mit der Musik der französischen „Les Enfoirés“ noch ein weiteres musikalisches Bon-Bon im Auto unseres ersten Vorsitzenden auf uns wartete.

Bilder: Alexander Höfer

 

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