(118) Ägypten-Ausstellung


Zwischen AMUN, RAMSES und dem Sonnengott RA! – ANIMUS-KLUB-KIDS durchforschten das Land der Unsterblichkeit in den Reiss-Engelhorn-Museen!

Schon seit einigen Monaten stand der Besuch der Ägypten-Ausstellung „Land der Unsterblichkeit“ in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen auf unserem Programmplan, musste aber zu Gunsten einiger kurzfristigen und einmaligen Aktionen, wie zum Beispiel „Mannheim sagt JA!“ oder „Ludwigshafen ist bunt!“ immer wieder aufs Neue verschoben werden. Erst jetzt glückte uns die Realisierung des Besuches dieser einmaligen Ausstellung, von deren Kunstgegenstände wir leider keine Fotos machen durften, wir uns aber schon im Vorfeld bei Santiago Gomez für die zur Verfügung gestellten Pressefotos bedanken möchten. Die jeweiligen Bildunterschriften haben wir aus ästhetischen Gründen am Ende des Artikel beigefügt. 

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Amulett - Udjat Auge Der König opfert vor Thot-Pavian Mumiengestaltiger Sargdeckel Votivstele für eine Stutue Ramses II

Wunderschön in Glasvitrinen beleuchtet, präsentierte das Museum den Interessierten, sehr seltene und kostbare Schätze aus dem alten Ägypten. Viele Kunstgegenstände waren dabei älter als 2000 Jahre. Angefangen von den ersten handangefertigten Waffen, wie zum Beispiel Messer oder Pfeil und Bogen, über die berühmten eindrucksvollen sphinx-ähnlichen Köpfe vieler Götter, wie eine Statue des Hori und einer Würfelfigur des Amenemhat bis hin zu wunderschön in Stein gemeißelte Hieroglyphentafeln, gab es nahezu alles zu bestaunen, was die Menschen damals im täglichen Leben benutzt haben. Selbst sogar ein Spielzeugschiff, ein Modell unschätzbaren Wertes, war in einer gesonderten Glasvitrine ausgestellt. „Schaut mal da! Das könnte der Vorläufer des ersten Playmobil-Piraten-Schiffs gewesen sein!“, so unser erster Vorsitzender beim Betrachten dieses Modelles.

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Statue des Hori Segelschiff Scheintürtafel des Itju und der Inikaes Würfelfigur des Amenemhat

Je weiter wir in das Innere des Museum vordrangen, desto größer und wertvoller wurden die Ausstellungsstücke. Viele Götterfiguren, darunter die Standfigur des Ramaat und die Statuette des Gottes Ptah-Sokar-Osirisund, sowie andere antike Helden mit schier unaussprechlichen Namen, erwarteten uns im zweiten Raum, der ebenfalls ziemlich abgedunkelt war. Hier zierten auch einige bildschöne Mumienmasken und Totenbuchpapyrus die Wände. Mystische Bilder und Wandmalereien versetzten uns genauso ins Staunen, wie eine beleuchtete kleine Kammer, deren Säulen und Wände mit riesigen ägyptischen Symbolen und Kunstwerken verziert waren.

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Totenbuchpapyrus Standfigur des Ramaat Statuette des Gottes Ptah-Sokar-Osiris Mumienmaske

Die Höhepunkte der Ausstellung waren für uns aber unzweifelhaft die Jahrtausende alte Mumien Bild Nummer 3 – sowie die Sarkophage berühmter Gottheiten, die irgendwie an die Seele der flüsternden Mumie „Ra Orkons“, aus einem Fall der berühmten Drei Fragezeichen erinnerte. Das einzige Präsentationsbild dieser unendlich kostbaren letzten Ruhestätten ist ein mumiengestaltiger Sargdeckel, aus der Sammlung von Thomas Liepsner, dessen Herkunft allerdings unbekannt ist. Experten gehen aber davon aus, dass es sich um ein Anfertigung der 3. Zwischenzeit handelt, also ca. 750 vor Christus. Ein vergleichbares Exemplar stand uns auch im Spiel- und Lernbereich des Museums zur Verfügung, wo wir versuchen mussten die einzelnen Teile zu einem Ganzen zusammenzubauen.  

Bis zum 17. Mai 2015 läuft diese außergewöhnliche Ausstellung noch in den Reiss-Engelhorn-Museen, und ist nicht nur für Altertumsforscher oder Historiker wirklich sehenswert; zumal der Besucher Kunstwerke präsentiert bekommt, die er nicht alltäglich zu Gesicht bekommt.                      

 

Die Bildunterschriften der Kunstwerke: 

1. Großes Amulett in Form eines Udjat-Auges Roemer- und Pelizaeus-Museum, Hildesheim Herkunft unbekannt Spätzeit, 25. Dynastie, 720-664 v. Chr. Fayence, polychrom glasiert; Br. 6,8 cm © Roemer- und Pelizaeus-Museum 2014, Foto: Sharokh Shalchi

2. Reliefblock aus einer Kapelle Ptolemaios‘ I.: Der König opfert vor dem Gott Thot in Paviangestalt Roemer- und Pelizaeus-Museum, Hildesheim Tuna el-Gebel Ptolemäerzeit, Ptolemaios I. Soter I.; 306-283 v. Chr. Kalkstein, bemalt; Br. 105 cm © Roemer- und Pelizaeus-Museum 2014, Foto: Sharokh Shalchi

3. Mumiengestaltiger Sargdeckel Sammlung Thomas Liepsner, Herkunft unbekannt 3. Zwischenzeit – Spätzeit, um 750 v. Chr. Holz, stuckiert und bemalt; H. 178 cm Der polychrom bemalte Sargdeckel ist mit verschiedenen religiösen Szenen dekoriert (z.B. wird im Zentrum eine Sonnenscheibe von einem geflügelten Skarabäus gehalten, verschiedene Totengötter umrahmen die Szene). Der Name des Verstorbenen lautet Padiaset. Er ist mehrmals bei den verschiedenen Götterdarstellungen in Hieroglyphenschrift genannt.

4. Votivstele für eine Statue Ramses‘ II. Roemer- und Pelizaeus-Museum, Hildesheim, Aus Piramesse Neues Reich, 19. Dyn., Zeit Ramses II.,1279-1213 v. Chr. Kalkstein; H. 24 cm © Roemer- und Pelizaeus-Museum 2014, Foto: Sharokh Shalchi

5. Statue des Hori Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim (Gekauft vom Förderkreis), Wohl aus Athribis Spätzeit, 26. Dynastie, um 570 v. Chr. Granodiorit, H. 19,4 cm © rem, Foto: Maria Schumann

6. Modell eines Segelschiffes Roemer- und Pelizaeus-Museum, Hildesheim, Wohl aus Mittelägypten Mittleres Reich, 11.-12. Dynastie, um 1940 v. Chr. Holz, stuckiert und bemalt, Leinen; L. 86 cm © Roemer- und Pelizaeus-Museum 2014, Foto: Sharokh Shalchi

7. Scheintürtafel des Itju und der Initkaes Roemer- und Pelizaeus-Museum, Hildesheim, Giza, Westfriedhof, Grab des Itju Altes Reich, 6. Dynastie, um 2250 v. Chr. Kalkstein, bemalt; Br. 57 cm © Roemer- und Pelizaeus-Museum 2014, Foto: Sharokh Shalchi

8. Würfelfigur des Amenemhat Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim (Gestiftet von Helga und Bernhard Friederich) Wohl aus Medamud Neues Reich, 18. Dynastie, um 1425 v. Chr. Granodiorit, H. 18 cm © rem, Foto: Maria Schumann

9. Totenbuchpapyrus des Amenemhat Sammlung Thomas Liepsner, Wohl aus Theben Neues Reich, 18. Dynastie, 1435-1400 v. Chr. Papyrus, beschriftet und bemalt; L. ca. 9 m Der fast 9 Meter lange Papyrus ist eine der frühsten bekannten ägyptischen Totenbuchtexte. Er ist mit zahlreichen farbigen Vignetten (Bilder) von hoher Qualität illustriert. © rem, Foto: Jean Christen

10. Standfigur des Ramaat Roemer- und Pelizaeus-Museum, Hildesheim, Giza, Westfriedhof, Mastaba D 80, Serdab Altes Reich, 5-6. Dynastie, um 2310 v. Chr. Kalkstein, bemalt; H. 52,3 cm © Roemer- und Pelizaeus-Museum 2014, Foto: Sharokh Shalchi

11. Statuette des Gottes Ptah-Sokar-Osiris Roemer- und Pelizaeus-Museum, Hildesheim, Herkunft unbekannt Spätzeit – Ptolemäerzeit, 4. Jh. v. Chr Holz; H. 55 cm © Roemer- und Pelizaeus-Museum 2014, Foto: Sharokh Shalchi

12. Mumienmaske eines Mannes Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim, Wohl aus Achmim Römerzeit, 2. Jh. n. Chr. Kartonage, bemalt; H. 34 cm Darstellung eines Mannes mit krausem Haar und Bart © rem, Foto: Jean Christen

                                    

 

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