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(715) Was für ein Zufall!

„Warum würfelt der Würfel so wie er würfelt, und nicht so wie man es gerne hätte? – Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit auf Sechs Richtige? – Und kann man Melodien von Mozart würfeln? – Carl-Bosch-Museum bietet Mathespaß für Jung und Alt nach dem Motto: „Mensch ärgere dich nicht!“

Das etwas versteckte Carl-Bosch-Museum oberhalb des Heidelberger Schlosses, steht seit einigen Jahren immer mal wieder auf unserem Programmplan. Einfach gut, spannend, lehrreich, aber insbesondere kindgerecht präsentieren sich insbesondere die Sonderausstellungen. So auch dieses Mal, bei dem die Themen Mathematik und Zufall im Mittelpunkt der Ausstellung standen.

Mensch ärger dich nicht! – Fang den Hut! – Monopoly und Kniffel! – „Wer kennt diese berühmten Gesellschaftsspiele eigentlich nicht?“ – Obwohl es sich hierbei um vier völlig unterschiedliche Spiele handelt, haben sie zwei Dinge gemein. Das Glück und den Zufall. Oder besser gesagt, die Spieler müssen würfeln, um entweder ihre Figur vorwärts bewegen zu können, oder eine bestimmte Zahlenfolge zu erreichen. Dementsprechend kann man im Vorfeld niemals sagen, ob man gewinnt, oder verliert. So ähneln diese Spiele auch dem Leben. Niemand weiß, was der nächste Morgen bringt. Niemand weiß, ob das Glück einem hold ist, sprich niemand weiß, wie der Würfel fällt.

„Doch kann man das berechnen? – Kann man den Zufall oder das Glück irgendwie vorhersehen? – Gibt es vielleicht doch eine Möglichkeit vorherzusagen, ob man der Glückliche sein wird, der die Sechs Richtige im Lotto gewinnt oder bei Monopoly die Schloss-Allee erwirbt, bzw. weniger im Gefängnis landet?“ – Das und noch vieles mehr gab es am letzten Wochenende herauszufinden.

Ein riesiges „Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel“ begrüßte uns am Eingangsbereich des Carl-Bosch-Museums. Zum Würfeln war es aber heute allerdings noch etwas zu nass, und so betraten wir lieber gleich den Sonderausstellungsbereich, in der uns, wie immer, eine Reihe von unterschiedlichen Stationen erwartete.

Fortan durfte geforscht, gerätselt und gewürfelt werden bis zum Abwinken. „Wie häufig fällt der Würfel auf die Rote Seite?“ – Bestätigt sich tatsächlich die vorgegebene Wahrscheinlichkeitskurve, oder fallen vielleicht doch alle Würfel gleich auf Rot? – Hier waren wir sehr überrascht, dass die Kurve doch ziemlich genau die Häufigkeit vorhersagen konnte.

Bei der nächsten Station war das Glück oder der Zufall dann schon nicht mehr so vorhersehbar, denn wir sollten herausfinden wie oft wir würfeln mussten, um alle sechs Zahlen des Würfels einmal gewürfelt zu haben. Hier schwankte die Skala dann doch von acht Versuchen bis zu mehr als zwanzig Versuchen. Also selbst bei nur Sechs Zahlen gab es schon eine so hohe Differenz in Sachen Erreichen des Ziels. Wer also Glück hatte, der benötigte wesentlich weniger Versuche.

Ist die Wahrscheinlichkeit beim Monopoly ins Gefängnis zu kommen tatsächlich höher, als während des Spieles die Schloss-Allee zu ergattern? – Dieses durften wir beim nächsten Versuch ausprobieren.

Das berühmte „Sechs aus Neunundvierzig“ wurde als Diamantenspiel präsentiert. Hier durften wir uns über einen QR-Code einloggen und versuchen eine Jahreskarte zu gewinnen. Bisher hatten schon weit über 3.400 Besucher vergeblich versucht die „Sechs Richtigen“ zu erzielen, was kein Wunder ist, denn die Wahrscheinlichkeit liegt ja immerhin bei knapp 1:140 Millionen. So ist die Wahrscheinlichkeit äußerst gering, dass bis zum Ausstellungsende am 29. März 2020 ein Besucher es schaffen wird, die richtigen sechs Diamanten auszuwählen.

„Würfel dir deine Melodie“ war ebenfalls eine Station bei der wir uns etwas länger verweilten. Hier mussten wir die Augenzahlen der Würfel in den PC eingeben, und dieser spielte danach eine Melodie frei nach Mozart. Da die zufällig erwürfelten Melodien allerdings sehr schön waren, hatten wir hier das Gefühl, dass diese doch vorprogrammiert waren, denn so schön stimmig klingen eigentlich keine Melodien, die zufällig zusammengestellt wurden. Wie dem auch sei. Es war viel Unterhaltung geboten.

„Wie viele Smarties sind auf diesem Bild?“ – Mit einer quadratischen Lupe konnten wir einen kleinen Ausschnitt messen, die Smarties zählen und dann multiplizieren. Dennoch kamen hierbei, je nachdem an welcher Stelle man die Lupe ansetzte, ganz unterschiedliche Ergebnisse heraus. So schwankten diese teilweise sogar zwischen 1.000 und 3.000 Stück. Wie viele Smarties das Foto tatsächlich zeigt, das könnte man vielleicht nur dann erreichen, wenn man sie einzeln zählen würde. Dafür hatten wir allerdings nicht genügend Zeit.

Ja, wir haben wieder einmal etwas Anderes geboten, und etwas Tolles und Neues erlebt. Willst du auch einmal etwas Anderes erleben, dann melde dich doch einfach bei uns unter hallo@animus-klub.de oder bei Alexander Höfer, Tel: 06224-12399.

Bilder: Alexander Höfer

 

 

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