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(716) Die Welt der Musikautomaten

Musikdosen – Salondrehorgeln – Die ersten Juke-Boxen – Standuhren mit Musikwerken – Musikpuppen und Wurlitzer-Schätze! – Bruchsaler Schloss bietet fantastische Musikautomaten bis in die Zeit der Antike!

 

Die Schlechtwetterzeit hat begonnen, und mit ihr finden sich natürlich wieder verstärkt musische Programme, sehenswerte Ausstellungen, geniale Workshops, aber auch interessante Vorträge über Bildung, Gesundheit und das Lernen auf unserem Aktionsplan.

Abwechslungsreichtum steht ebenfalls im Fokus der nächsten Wochen und Monate. Kein Programm gleicht dem anderen. Jedes Programm ist neu, bedient unterschiedliche Genres, und bei jedem neuen Programm, kann man natürlich auch wieder etwas völlig neues erlernen und erleben.

Das Musikautomatenmuseum im Bruchsaler Schloss stand schon seit einiger Zeit auf unserem Programmplan. Da es sich hierbei um eine Dauerausstellung handelt, und diese uns nicht durch die Lappen gehen würde, hatten natürlich Sonderausstellungen oder einmalige Programme Vorrang; immer in weiser Voraussicht, dass der Tag kommen würde, an dem wir uns diese wertvolle Schmuckstücke in den prunkvollen Räumen und Adelsgemächern zu Gemüte führen würden.

In der letzten Woche stand dann unserem Besuch des Bruchsaler Schlosses nichts mehr im Wege, und wir waren sehr gespannt darauf, was uns in dieser Ausstellung erwarten würde.

Musik erklingen lassen, ohne selbst ein Instrument zu spielen – Musikhören – das war schon immer ein sehr inniger Wunsch des Menschen. Dementsprechend haben sie schon sehr früh damit angefangen Musik auf irgendeine besondere Weise „künstlich“ zu erzeugen und steckten in dieses Unterfangen nicht nur ihren kompletten Entdeckergeist, sondern auch ihren grenzenlosen Ideenreichtum und Schöngeist hinein.

Das Bruchsaler Musikautomatenmuseum hat hier ein paar ganz besondere Schätze und Schmuckkästchen zu bieten, die bis in die Anfänge des 16. Jahrhunderts zurückreichen.

Den Anfang machten hier bildschöne, hinter großen Glasvitrinen geschützte, Standuhren mit Musikwerken sowie Orgeln unterschiedlicher Bauarten, wie zum Beispiel Salondrehorgeln. Selbst ein akustisches Hörbeispiel dieser antiken Erstlinge konnten wir hier erlauschen.

Im großen Salon ging es dann weiter mit Musikautomaten, die man nicht alle Tage zu sehen bekommt, und denen man auf den ersten Blick auch nicht wirklich ansieht, dass sie Musikautomaten, wie zum Beispiel Bilder und Schiffe.

Die ersten Androids, also menschenähnliche Puppen, die auf ganz wundersame Art und Weise Musik machten, wie zum Beispiel der berühmte Affe, den wir aus zahlreichen alten Filmen kennen, oder der bunte Schalk mit seiner Querflöte. Alles, was das Herz eines Musikfans höher schlagen lässt, bietet diese Ausstellung.

Viele Musikautomaten wurden bis spät ins 19 Jahrhundert als robuste Möbelstücke präsentiert. Musikdosen, in Form von Sitzbänken oder Aufbewahrungstruhen. Einige wirkten wie Zauberkästen. Bei Öffnen der Dose, erklang dann ein Lied, das entweder bekannt war oder von dem Erbauer eigens programmiert wurde.

Im weiteren Verlauf der Ausstellung gab es bombastische Akustik in Reinkultur. Ganze Schrankwände mit eingebautem Musikwerk beschallten die Räumlichkeiten mit bekannten Walzerklängen und Kirmesmusik. Wer nichtsahnend durch die Ausstellung wanderte, der konnte schon ein bisschen erschrecken, wenn urplötzlich, aus heiterem Himmel diese lautstarke Musik ertönte, war aber gleichzeitig wahrscheinlich genauso überwältigt wie wir von dem exzellenten Klang, den diese monumentale Möbelstücke zum Vorschein brachten.

 

Die Wurlitzer-Schätze bilden den Abschluss Ausstellung. Der berühmte Musikinstrumenten- und Juke-Box-Hersteller bekommt hier im Bruchsaler Schloss eine ganz besondere Ehrung, denn die Sammlung enthält zwei der allerschönsten Musikboxen, die es jemals gegeben hat.

Wir sagen den Verantwortlichen des Bruchsaler Schlosses recht vielen Dank für diese wunderschöne Reise durch die Welt der Musikautomaten, und wir freuen uns natürlich heute schon auf unseren nächsten Besuch.

Bilder: Alexander Höfer

 

 

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