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Der Animus Klub e.V. ist ein internationaler Lern-, Spiel- und Freizeitverein für die ganze Familie und fördert Kinder und Jugendliche aus der Metropolregion Rhein-Neckar in ihren besonderen Talenten. Er steht unter dem Motto: „Ich kann etwas! – Ich will etwas! – Ich mache es!
Der Animus Klub e.V. ist ein internationaler Lern-, Spiel- und Freizeitverein für die ganze Familie und fördert Kinder und Jugendliche aus der Metropolregion Rhein-Neckar in ihren besonderen Talenten. Er steht unter dem Motto: „Ich kann etwas! – Ich will etwas! – Ich mache es!

(39) Nacht der singenden Balkone

In Ludwigshafen pfiffen nicht nur die Spatzen von den Dächern! – Die Singenden Balkone ließen ANIMUS-KLUB-Kids in der Abendstunde rocken und abfeiern!

„Die Nacht der singenden Balkone“, zu diesem einmaligen und absolut außergewöhnlichen Event lud das Wilhelm-Hack-Museum am letzten Samstag die Ludwigshafener Bevölkerung im Rahmen seiner derzeitigen Sonderausstellung „LIEBE“ ein. „Was bitteschön, ist denn ein singender Balkon?“, wird sich jetzt wohl der eine oder andere Leser vielleicht verwundert fragen. Die Antwort darauf ist eigentlich recht simpel, weil die Idee so originell. Über die ganze Innenstadt verteilt, präsentierten an diesem Abend unzählige Künstler – Chansoniers, Kabarettisten, Musiker, Opernsänger und wortgewandte Rhetoriker – ihr großes Können dem Publikum entweder von den Balkonen oder anderen bekannten Erhöhungen der Stadt.

Dass wir, ein Verein, der seinen Kindern und Jugendlichen jede Woche immer etwas anderes, und vor allem auch sehr gerne immer etwas Besonderes anbieten möchte, bei einer so genialen Veranstaltung natürlich nicht fehlen dürfen, war klar, und so fanden wir uns auch pünktlich, genauso wie mehrere Hundert Interessierte, um 18.00 Uhr vor dem Stadtjugendamt ein, und waren gespannt darauf, was uns dort erwarten würde.

Gleich vorweg, die Stadt Ludwigshafen, die uns ja schon sehr lange als ein Garant für kulturelle Höhepunkte und unvergessliche Erlebnisse bekannt ist, übertraf auch mit diese Aktion wieder sämtliche Erwartungen. Hervorragend organisiert von Frau Regina Pfiester vom Wilhelm-Hack-Museum, begann jetzt nicht nur ein Streifzug durch die ganze Innenstadt, sondern auch eine Reise durch unzählige künstlerisch Genres und Klischees. Den Anfang machten Antonio und Santo mit dem CIAO-Chor, Michelina Mandato und Nicola Bellantuno, die vom Balkon des zweiten Stockwerks mehrere bekannte italienische Liebeslieder, wie zum Beispiel „Marina“ sangen.

Ein paar Minuten später ertönte dann einige hundert Meter weiter auf dem Balkon des dritten Stockwerks eines Mehrfamilienhauses der bekannte Super-Hit „Chiquitita“ von Abba, gesungen von den Systas. Bereits jetzt war schon absehbar, dass das Museum mit dieser Veranstaltung einen absoluten Volltreffer landen würde, denn immer mehr Menschen begleiteten fortan den großen Menschenzug durch die Straßen und Innenhöfe.

Carlos GraciAls nächstes begeisterte der „Singende Pizzabäcker“ Carlos Graci das Publikum, indem er in exzellenter Beschallung Andrea Bocellis Superhit „Con te partirò“ (Time To Say Goodbye) zum Besten gab, und durch minutenlange Beifallsstürme in der Tat die Frage aufkommen ließ, ob er sein Metier tatsächlich hauptberuflich ausübt, oder nicht nur als Hobby. „So gut, wie der singt, kann er niemals Pizzabacken! … Oder, umgekehrt, wenn er so gut Pizza backt, wie er singt, dann gibt es hier die beste Pizza der Welt!“, so die humorvolle Bemerkung unseres 1. Vorsitzenden Alexander Höfer, der uns nach dieser eindrucksvollen Darbietung versprach, dass wir hier in naher Zukunft bestimmt auch irgendwann einmal Pizza essen gehen werden.

Jay'n'Kay 2Mittlerweile angekommen am Hans-Klüber-Platz, bot uns zunächst einmal das Duo Jay’n’Kay zwei traditionelle deutsche Chansons über die Liebe, die sie dem Publikum mit vielen Zeichnungen veranschaulichten, bevor uns gleich darauf vis à vis die wortgewandte Garbriele, hoch oben auf dem großen Blumentopf der botanischen Gartenausstellung einige lyrische Verse zum GabrieleBesten gab und als Zugabe noch den berühmten Gospel-Song „Amazing Grace“ à cappella sang. Ein Hauch von Freiheit ging durch die Zuschauermenge, die sich mit großem Beifall für diese originelle Vorführung bedankte.

Wenig später erwartete uns im vierten Stock eines Innenhofes Mackie Knife, um uns seine vorzüglich-amüsanten „Null-Groschen-Lieder“ darzubieten. Mit gekonnter Gestik und Mimik, sowie professionell ausgebildeter Stimme (Knife sang ohne Mikrofon seine Worte und Verse über die Dächer Ludwigshafens) entführte uns der großartige Entertainer mit Mackie Knifeanspruchsvollem Sprachwitz und dem dazugehörigen Cabaret-Gesangsflair in die Klischees, Milieus und Gelüste vergangener Zeiten. Wer das Genre Cabaret sein Eigen nennt, der kam hier voll und ganz auf seine Kosten, denn man hätte diesem charismatischen Vertreter dieser Kunst noch stundenlang zuhören können, wie er diesen provokanten und gewagten Sprachjargon vom Balkone intonierte.

Floh & LucaEbenfalls aus dem vierten Stock, allerdings eine Ecke weiter, ertönten danach die Trompeten von Floh und Luca, in der untergehenden Abendsonne. Mittlerweile übertrug sich die Stimmung auch auf die Anwohner, denn einige von ihnen öffneten überrascht oder auch sehr neugierig ihre Fenster, um den schönen Klängen zu lauschen. Begleitet von der weltbekannten Melodie des Gospel-Songs „Oh, when the Saints go machring in“, ging es dann weiter zu dem berühmten Knödelbrunnen in der Bismarckstraße. Dort angekommen präsentierte uns das Erzieherinnenquartett ganz im Zeichen der Liebe den bekannten Schlager „Marmor, Stein und Eisen bricht“, von Drafi Deutscher, und „paartherapierte“ gleich im Anschluss daran mit der Hilfe von der sympathischen Beraterin Frau Ilse Schwätzer-Hauser die Zuschauer noch mit einem gekonnten Verkuppelungs-Improvisationstheater à la William Shakespeare.

Gut unterhalten und mit viel positiver Energie geladen machten wir uns im Anschluss daran auf zum Rathaus-Center, wo uns am Rande der großen Treppe die Original Kurpfälzer Alphornbläser erwarteten. Zu den angenehm beruhigenden Klängen machten wir nach knapp zwei Stunden Programm unsere erste kleinere Pause und stillten dabei vor allem unseren großen Durst, bevor wir uns dann auf den Weg in Richtung des großen Finales begaben. Dieser führte uns zunächst auf den Europaplatz. Hier präsentierte uns das Duo Blandine & Cinzia bereichert mit einem Akkordeonspieler auf der Treppe des Ludwigshafener Sozialamtes gekonnt einige Insider dieses Französischer und Baskischer Chansons.

Der Spirit von Edith Piafs „La vie en rose“ oder Jacques Brels „Ne me quitte pas“ wurde an diesem Abend zwar aufgrund des großen Verkehrsaufkommens rund um den Europaplatz nicht erreicht, dennoch konnten unsere Kinder und Jugendlichen mit einer neuen, und für sie noch völlig unbekannten Musikrichtung Bekanntschaft machen, bevor es für sie bei der nächsten Vorführung wesentlich interessanter wurde, denn diese behandelte musikalisch das Coming-Up-Ages-Thema „Willst du mit mir gehen?“LU-Reds

Dementsprechend passend wurde dieser Programmpunkt auch im Schulhof der Gräfenauschule aufgeführt, wo die schuleigene Band „LU-Reds“, diesen bekannten deutschen Schlager auf den Mauern des Wasserturms vortrug.

Roswitha GoosAls vorletzte Station stand dann Roswitha Goos auf dem Programm. Auch sie hatte sich für diesen Abend ebenfalls etwas ganz Besonderes für die Zuschauer überlegt, denn sie präsentierte uns auf einem eigens dafür errichteten Podest vor dem Ludwigshafener Spielhaus Österreichische Chansons, unter dem Motto „Die Dame im Frack“. So eng wie im Frack, ging es mittlerweile auch auf der Straße zu, denn die komplette Gräfenaustraße war überfüllt mit Menschen.

Am Ziel in der Prinzregentenstraße vor dem Offenen Kanal angekommen, stieg dann die Spannung unter der Zuschauern ins Unermessliche, denn angekündigt war die tolle Mannheimer Alternativrockband „Rooftop Gateway“. „Nur, wo war die junge Band denn?“ Weit und breit waren weder Musiker, noch Instrumente oder Boxen zu sehen, und einen Balkon gab es hier ja auch nicht. Das einzige, was wir vorfanden waren einige Bierbänke zum Sitzen, die vor dem Offenen Kanal zwischen den quadratisch angeordneten Blumenkästen standen. Doch ein Blick nach oben, brachte schon wenige Momente später die Gemüter zum Staunen, denn die Verantwortlichen des OK Ludwigshafen zauberten die Band mit drei riesigen Leinwänden in die Fensterfront des ersten Stocks hinein, und erweckten so den Anschein, dass die Gruppe auf einem imaginären Balkon spielen würde.

Gleich darauf ging dann hier auch schon ganz mächtig der „Punk“ ab, denn die Nachwuchsband spielte eine „Green-Day-ähnliche“ Stimmungsmukke, mit sehr vielen einfachen Refrains zum Mitsingen. Fasziniert von den vielen Beats und eingängigen Gitarren-Hooklines fingen auch einige unserer Kids dann ebenfalls an hier vor den Zuschauern „abzurocken“, was das Zeug hielt.

 

Der ANIMO bedankt sich beim Wilhelm-Hack-Museum für die zur Verfügungstellung der tollen Fotos, sowie auch in dieser Woche bei fast 2.000 Webseitenbesuchern, und wünscht seinen Kindern, Jugendlichen und Familien sehr viel Spaß bei den kommenden Aktivitäten und Aktionen. Der Bericht über die Tisch-Spaghetti-Transaktion, sowie das Mittelalterliche Kochen in Adventon folgt am Montagabend.

Bilder: Alexander Höfer



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