(536) Einfach tierisch


Dinos und Löwen füttern! – Tiger und Leoparden streicheln! – Und Seeungeheuern auf den Pelz rücken! – Reiss-Engelhorn-Museen bieten eine geniale Mitmachausstellung zum Posieren und Verinnerlichen dreidimensionaler Kunst der Extraklasse!

„Einfach tierisch“, oder besser gesagt „Einfach genial“, oder noch besser ausgedrückt „Einfach tierisch genial“, so präsentierte sich uns die neue Ausstellung der Reiss-Engelhorn-Museen. Die Ausstellung ist nicht nur ein ultimativer Hingucker für Kinder, sondern auch für die Erwachsenen. Atemberaubende Tierbilder in überdimensionaler Größe zieren noch bis nächstes Jahr im März die Räumlichkeiten. Die abgefahrene Duckomenta-Ausstellung noch in bester Erinnerung freuten wir uns nun auf ein regelrecht tierisches Vergnügen, und wie in der Reklame beschrieben, auf eine richtig spannende Fotosafari, denn so nahe wie heute, konnten wir gefährlichen Raubtieren und Reptilien noch nicht kommen.

Was die chinesische Künstlergruppe hier auf die großen Leinwände gezaubert hat, ist sensationell, und regt durch seine in drei Dimensionen gemalten Werke bei kreativen Kindern unweigerlich den Schöngeist, die Spontaneität und die Lust zum Posieren mit den „niedlichen“ Tierchen ein. So auch bei unserer Daniella, die sofort den tieferen Sinn der Ausstellung erkannte, und die Chance ergriff, sich mit fast allen Helden in richtig lustigen Schnappschüssen verewigen zu lassen.   

Daneben erfährt man natürlich sehr viel Wissenswertes über die Tiere selbst. Löwen, Tiger, Leoparden, Bären, Delfine, Eulen und Wildschweine sind für uns die geläufigsten Arten, da sie alle noch leben und wir sie in den Zoos besuchen können. „Wie sieht es aber bei Konsorten, wie zum Beispiel einem Ornithocheirus, einem Hyazinth-Ara, einem Stegosaurus oder einem Nothosaurus etc. aus? – Wie und wo leben, oder besser gesagt, lebten diese Tiere? – Und was aßen sie eigentlich zum Frühstück?“ – Das sind gute Fragen, die wir hier in der Ausstellung beantwortet bekamen.

Die Saurier lebten vor Hunderten Millionen von Jahren, noch lange bevor es den ersten Menschen gab. Der Nothosaurus zum Beispiel lebte vor 247 bis 228 Millionen Jahre im Trias-Zeitalter, also zu Beginn des Zeitalters der Dinos. Der Nothosaurus kann bis zu 80 Kilogramm schwer und bis zu vier Meter lang werden. Ernährt hat er sich überwiegend von Reptilien und Fischen, was auch damit zusammenhängt, dass er an Flüssen und Meeren lebte. Besonders Spaß machte es natürlich so einem gefährlichen Ungeheuer mal so richtig das Maul aufzureißen.

Sein Artgenosse, der Stegosaurus hingegen, lebte knapp Hundertmillionen Jahre später in der Zeit der Jura, also vor knapp 157 bis 147 Millionen Jahre. Er war allerdings deutlich schwerer, als sein Vorgänger; er wog nämlich bis zu zwei Tonnen und er konnte auch bis zu 9 Meter lang werden. Im Gegensatz zum Nothosaurus war der Stegosaurus Vegetarier, und ernährte sich überwiegend von Pflanzen wie Moose und Farne. Eine Bekanntschaft mit diesem Ungetüm wollen wir aber trotzdem nicht machen, denn unabhängig davon, dass dieser Kamerad nur Pflanzen frisst, erschüttert er doch seine Umgebung beim Spazierengehen ziemlich heftig. Allerdings kamen wir heute nicht umher, diesem mal ganz tief in die Augen zu schauen, und „Hallo zu sagen“.   

Auch das „Ungeheuer von Loch Ness“ gibt es in der Ausstellung zu bewundern. Das als Teilwürfel gezeichnete Werk brilliert mit eine Authentizität, die wir so in dieser Form noch niemals in der Malerei gesehen haben. Die Künstler malten das Bild nämlich dreidimensional in die Dreidimensionale, sprich sie malten nicht nur zwei Plesiosaurier, welche ganz hungrig und bedrohlich seitlich aus dem Meer herausschießen, sondern auch das Meer selbst, täuschend echt auf den Boden. Da wir barfuß darüber laufen durften, konnten wir auch diesen beiden Monstern ganz gehörig auf den Pelz rücken.

Apropos Pelz. „Habt ihr eigentlich schon einmal Haifischhaut berührt, oder das Fell eines Wildschweines?“ – Nein, noch nicht. In dieser Ausstellung habt ihr die große Gelegenheit dazu, diese Sachen zu erfühlen und zu verinnerlichen, denn fast alle Exponate dürfen berührt und erforscht werden. Ja selbst sogar Luchsspuren durften wir in einem Sandkasten nachstellen.

      

Ein Natur-Memory-Spiel im hinteren Teil der Ausstellung regte dann in Mitten von Fossilien zum Denken an. Hier gab es auch ein Skelett eines Ornithocheirus zu bewundern. Der Ornithocheirus ist ein Kurzschwanzsaurier, der überwiegend in Brasilien „wohnte“. Er ähnelt sehr dem heutigen Albatros, und konnte bis zu 80 Kilogramm schwer werden. Auch er lebte in der Kreidezeit, und gehört damit zu den Ur-Arten der Dinos. Seine Flügelspannweite konnte bis zu 12 Metern betragen, das entspricht in etwa der Breite eines größeren Mehrfamilienhauses. Somit wäre dieser „Vogel“ sicherlich der ultimative Schocker, wenn er morgen mal bei euch ans Fenster klopfen würde.

Auch die mit den Dinos artverwandten Drachen, waren in der Ausstellung zu bewundern. Ja, wir mussten uns sogar vor dem Feuer schützen, das sie ausspien. Im Gegensatz zu den Dinos, haben die Drachen jedoch niemals gelebt, und existieren nach wie vor nur in Fabeln oder Märchen.

So gehen wir wieder einmal mit einem ganz zauberhaften Eindruck zwischen Realität und Fantasie nach Hause, und sind sehr glücklich darüber, dass wir mit dieser großartigen Ausstellung unser Leben und unser Lernen wieder einmal unheimlich bereichern durften.

 

 

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ANIMUS KLUB

„Das Schicksal der Dinosaurier lehrt uns: „Größe allein garantiert keinen Erfolg!“ – (Ernst Probst)

      

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