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(613) All about Cats (2)

Wie leben Katzen und andere Tiere im Tierheim? – Wie werden sie versorgt? – Und an wen werden sie vermittelt? – ANIMUS-KLUB-KIDS durften einen Vormittag hinter die Kulissen der Tierpfleger schauen!

     

Etwas mit Katzen machen, ist gar nicht so einfach. Das haben wir bereits in unserem letzten Bericht über die Britisch Kurzhaar- und Langhaarkatzen von Sylvia und Peter Carlisle berichtet. Und so hat unser Vorsitzender im Vorfeld gleich mehrere Optionen in Betracht gezogen, und neben einigen Züchtern auch Frau Andrea Hoffart, die Leiterin des Mannheimer Tierheims angefragt. Allerdings mussten wir dieses Mal Floh, den Hund unseres Vorsitzenden, zu Hause lassen. „Hund und Katz‘ geht halt leider nicht!“ – Herzlichst empfangen von Frau Hoffart, ihren Kollegen und Kater Max, der sich gleich einmal ein paar Streicheleinheiten von unseren Mädchen abholte, zeigte uns die Leiterin zunächst einmal das Tierheim aus einer ganz neuen Perspektive. Aufgrund der Kälte, halten sich die meisten Tiere im Moment nicht im Außenbereich auf, sondern drinnen im Warmen.

Der Außenbereich wird im Winter sehr wenig genutzt. Viele Umbauarbeiten, aber auch Sanierungen finden derzeit statt. Der komplette Bereich für die Notaufnahme von Hunden wird vollständig erneuert. Das Mannheimer Tierheim kann bis zu 60 Hunde aufnehmen, und hat auch eine Quarantänestation auf sich der überwiegend Hunde aufhalten, die entweder illegal aus Osteuropa importiert wurden, oder noch nicht ausreichend geimpft sind. Derzeit befinden sich 50 Hunde im Tierheim und warten großteils auf einen neuen Besitzer.

      

Als nächstes zeigte uns Frau Hoffart den Tauben- und Hühnerstallbereich. Hühner gäbe es im Moment allerdings keine. Dafür stolzierten zwei prächtige Hähne patrouillenähnlich über das Gelände. Der Taubenstall muss täglich oft mehrfach gesäubert werden, denn Tauben machen sehr viel Dreck, und treiben auch unheimlich viel Schabernack. Gerade als wir den Stall betreten wollten, flatterte eine Taube wie wild über unsere Köpfe hinweg, hoch hinauf auf einen der Äste der umliegenden Bäume.

Nach diesem intensiven Einblick, stand als nächstes der Nagetierbereich auf dem Programm der Führung. Hier warten im Moment ganz süße Kaninchen, aber auch Hasen auf ein neues Zuhause. Kaninchen vergibt das Tierheim allerdings, genauso wie Meerschweinchen, nur im Doppelpack, denn diese Tiere lieben und brauchen vor allem Gesellschaft. Ausschließlich der Hamster dürfte alleine vermittelt werden, so Frau Hoffart. Dass unsere Mädchen natürlich sofort eines dieser süßen kleinen Babyhäschen mit nach Hause nehmen wollten, war klar. Zu schön und niedlich war ihr Anblick.

Als nächstes durften wir die Futterküche besuchen. Hier wird das Futter für sämtliche Haustiere aufbewahrt und dosiert. Viele unterschiedlich große Töpfe und Behälter stehen in diesem Raum. Jedes Tier braucht ein anderes Futter und natürlich auch eine andere Ration. In der Futterküche lief uns dann die zweite, und sehr wohlernährte und bildschöne Katze Frieda über den Weg. „Sie wohnt hier in der Küche“, erzählte uns die Leiterin, was man ihr nicht nur ansah, sondern auch nicht verdenken konnte. Hier gibt’s halt immer etwas zu futtern. Frieda war ihrem Schönheitsideal durchaus entsprechend ein richtig tolles Modell, und posierte so großartig vor der Fotokamera, dass wir nicht umhinkamen, ihr die Ehre zu gebühren, sie als Titelbild für unseren Bericht auszuwählen.   

Nachdem Frieda von unseren Mädchen mit sehr viel Liebe beschenkt worden war, und zu unserer großen Überraschung auch noch die Hundeleckerli unseres Vorsitzenden verputzt hatte, war es Zeit für die Hauptattraktion des Tages, nämlich das Katzenhaus.

Fortan gab es für unsere Mädchen natürlich kein Halten mehr, denn sie durften mit den Katzen spielen, sie auf den Arm nehmen, streicheln, oder herumnudeln so lange sie wollten.

Die Katzen im Tierheim verhielten sich allerdings alle ganz unterschiedlich. Einige von ihnen sind extrem schüchtern und zurückhaltend, ja fast schon ängstlich, andere wiederum total wild, aufgedreht und verspielt. Je nachdem, was die Katzen im Laufe ihres bisherigen Lebens oder bei ihren Vorbesitzern alles durchgemacht und erlitten haben, prägen diese Erlebnisse unweigerlich ihr Verhalten und ihren Charakter. Es ist irgendwie nicht wirklich vorstellbar, so einem kleinen und liebevollen Wesen etwas Böses anzutun. Aber der Mensch ist nach wie vor die grausamste Bestie, die es auf dieser Welt gibt. Nur Unmenschen oder sozial kranke und gestörte Persönlichkeiten haben die abgrundtiefe Begabung Tiere zu misshandeln.

Die zwei verspieltesten Katzen haben es unseren Mädchen jedoch voll angetan, und so gab es auch ziemlich viel zu lachen. Als unser Vorsitzender sich auf den Stuhl setzte, um unsere Kids und die zwei Katzen besser fotografieren zu können, da hüpften beide voller Freude auf ihn drauf. Eine machte es sich auf seinem Schoß bequem und die andere auf seinem Kopf.

Danach wurde es sportlich, denn die schwarz-weiße Katze packte den Ball und warf ihn mit Feuereifer quer durch den Raum, was unsere Mädchen regelrecht zum Quicken brachte. „Schupps!“, da flog der Ball schon wieder in die Luft, und die Katze machte einen gewaltigen Sprung nach vorne um den Ball wieder mit ihrer Pfote zu erhaschen.

      

Ja, wir hatten unheimlich viel Spaß bei unserem lehrreichen Rundgang durch das Tierheim, und dem Spielen mit den Katzen. Bleibt noch zu erwähnen, dass wir als Höhepunkt des Tages von Pfleger Giovanni die Möglichkeit bekamen eine Königs-Python zu streicheln. Dieses Unterfangen war unseren Mädchen allerdings doch ein bisschen zu unheimlich. Deshalb holte der Pfleger wenig später die kleinere Korn-Natter aus ihrer Vitrine heraus. Hier konnten sich unsere Mädchen schon eher überwinden mal mit ihren Fingern über die Haut der Schlange zu streicheln „Das fühlt sich ein bisschen an wie Leder!“, so das Empfinden unserer Mädchen, die mit dieser neuen Erfahrung heute nach Hause fahren durften.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Andrea Hoffart und ihrem tollen Team für diesen schönen Einblick, und wir kommen bestimmt bald mal wieder vorbei, denn es gibt ja dort noch mehr Tiere als nur Hunde und Katzen.

Bilder: Alexander Höfer

 

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ANIMUS KLUB

Wer mit Kindern und Tieren spielt, ist ein guter Mensch! – (Alexander Höfer)

      

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