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(695) 25. Michelsmarktlauf  

Bobfahren auf der Sommerrodelbahn! – Abenteuer im Kletterwald! – Und die Eindrücke einer wunderschönen Natur! – ANIMUS-KLUB-Mädchen laufen fantastische Zeiten in Reichelsheim!

Der zweite Tag unseres Erlebniswochenendes begann zunächst einmal mit einer Verbesserung unseres Lauf-Equipments. Viktoria brauchte neue Einlagen für ihre Laufschuhe. Bequeme Laufsocken und praktische Startnummerngürteln, wären auch nicht schlecht, um die Durchlöcherung der schönen Laufhemden fortan zu vermeiden. So führte uns das erste Programm des Tages direkt in den Marathon-Shop nach Wiesloch zu Engelbert Franz. Die beiden Mädchen bereits bestens bekannt, wurden wie immer bestens bedient, und fanden genau das, was sie für ihre Füße und das Laufen benötigen.  

Wenig später begann dann unser eigentliches Unterfangen Odenwald, und die Vorfreude auf den heutigen Tag, eine Mischung aus sportlichen Herausforderungen, kulinarischen Genüssen und einer großen Priese Spaß und Wohlbefinden, war bei Antritt unserer kleinen Reise bereits riesengroß.

Den zweiten Stopp des Tages machten wir in Wald-Michelbach. Dort gibt es nicht nur eine tolle Sommerrodelbahn, sondern auch einen unheimlich genialen Kletterwald mit zehn attraktiven Stationen. Angefangen haben wir mit der Sommerrodelbahn. Drei Mal durften unsere Mädchen mit dem Bob die 1.000-Meterlange Strecke ins Tal hinunterbrausen. Die Sommerrodelbahn von Wald-Michelbach erweckte bei unserem Vorsitzenden ein bisschen die Erinnerung an den Kalandpark von Sátoraljaújhely, den wir regelmäßig besuchen, wenn wir mit unseren Kindern in Ungarn sind. Die Bob-Bahn in Wald-Michelbach ist allerdings wesentlich kürzer als in Ungarn, bietet aber den gleichen Spaßfaktor. So brausten unsere Mädchen voller Enthusiasmus und mit rund 25 Stundenkilometer in das Tal hinunter bevor wir eine kleine Essenpause einlegten.

 

Gut gestärkt mit Chicken-Nuggets und Pommes ging es dann an die Herausforderung Kletterwald. Hier bekamen wir zunächst einmal erklärt, wie wir den Sicherheitsgürtel richtig anlegen müssen, sowie eine Einweisung, wie wir uns beim Klettern richtig verhalten und absichern. Die Sicherheitshaken sind so programmiert, dass sich der zweite Haken erst dann öffnen lässt, nachdem der erste wieder am Seil befestigt wurde. Das erklärte auch Daniellas Frage, warum sich der eine Kletterhaken beim Anlegen des Gürtels nicht öffnen ließ.

Sicherheit ist das Allerwichtigste beim Klettern. So bekamen wir an der ersten Station von einem Scout noch einmal die wichtigsten Regeln erklärt. Um die Sicherheit für alle Teilnehmer zu gewährleisten, gibt es ganz klare Vorschriften, die unbedingt beachtet werden müssen. So darf zum Beispiel immer nur ein Kind die jeweilige Kletterübung durchführen, um von der einen Plattform zu nächsten zu gelangen. Auf den Plattformen selbst, dürfen sich nie mehr als drei Personen befinden. Sprich, die nachfolgenden Teilnehmer müssen warten, bis die Übung wieder frei ist. Um die jeweilige Station am Ende zu verlassen, gibt es einen Entsicherungshaken.

 

Während des Kletterns galt auch ein Animus-Klub-Motto, nämlich: „Jeder so gut, bzw. jeder so schnell er kann, bzw. jeder so viel, oder so hoch er möchte!“ – Unsere beiden Mädchen hatten so die Möglichkeit an den einzelnen Stationen ihre persönlichen Grenzen zu erfahren und sich auszuprobieren. „Das schaffe ich, oder das möchte ich probieren, bzw., das möchte ich noch nicht probieren!“ – Die Entscheidung konnten beide für sich selbst treffen.

 

Nach dieser neuen und bereichernden Selbsterfahrung machten wir uns auf den Weg zu unserer dritten Station, nämlich dem Michelsmarkt, oder genauer gesagt, dem Michelsmarktlauf in Reichelsheim.

Zum 25. Mal veranstaltete der KSV Reichelsheim den Michelsmarktlauf. Unser beiden Mädchen hatten also die Ehre im Jubiläumsjahr bei diesem 1.400-Meterlauf durch die historische Altstadt teilzunehmen. Ähnlich wie in Herxheim ist dieser Lauf mit einem enorm starken Läuferfeld besetzt. Es läuft mit der LG Odenwald, der TSG Bad König, dem TSV Erbach undnicht zu Letzt auch mit den Gastgebern dem KSV Reichelsheim quasi alles, was in dieser Region Rang und Namen hat, und auch Läufer und Läuferinnen, die aktuell in der Hessischen Bestenliste vertreten sind. Mit Patrick Lorenz auch der derzeit Führende über 1.000 Meter.

So war bereits vor dem Start schon klar, dass unsere beiden Mädchen neben einer stechenden Hitze, heute gleich der nächste unheimlich schnelle Lauf erwarten würde. Gestern in Herxheim mit einem Teil der stärksten Läufer aus der Südpfalz am Start. Heute in den Reihen der Besten aus Südhessen. Mehr kann man Kindern nicht wirklich bieten. So kribbelte das Adrenalin bereits beim Aufwärmen ziemlich mächtig in den Adern unserer Mädchen.

   

Da sich sowohl der Start als auch der Zieleinlaufbereich bergaufwärts befand, führte unser Vorsitzender heute ein spezielles Koordinationstraining mit Daniella und Viktoria durch, und schickte sie mit der Taktik, sich gleich zu Beginn des Laufes an einer gleichschnellen Läuferin festzubeißen, um diese dann auf der Zielgeraden am Berganstieg zu überlaufen ins Rennen.

Der anschließende 1.400-Meterlauf war dann so schnell wie erwartet. Patrik Lorenz gewann souverän mit 4:19,7 Minuten, und legte dadurch den Grundstein dafür, dass unsere Mädchen an diesem Tag wieder einmal alle Erwartungen auf den Kopf stellen konnten. So hielten beide sich wie in den vergangene Läufen ganz exakt an alle taktischen Vorgaben unseres Vorsitzenden, und Daniella auf der Zielgeraden noch eine Läuferin übersprinten, und sich dadurch völlig überraschend in einer ganz großartigen Zeit von 6:25,3 Minuten auf den dritten Platz ihrer Altersklasse laufen.  

Aber auch Viktoria lief mit 7:01,5 Minuten eine neue persönliche Bestzeit über diese Strecke, und verbesserte sich damit enorm. Und wenn wir in diesem Zusammenhang mal wieder auf den April zurückblicken, als beide Mädchen noch nicht einmal in der Lage waren eine Runde im Stadion zu laufen, und Viktorias erste Zeit über 800 Meter bei 5:44 Minuten lag, dann bleibt uns wieder einmal nichts anderes übrig als „Ganz-große-Klasse“ zu sagen.

Zum Schluss unseres wunderschönen Tagesausfluges in den Odenwald, gab es noch ein kleines Déjà-vu, denn auf dem Michelsmarkt gab es bei den Vereinen der Partnerstädte original „Ungarische Lángos“ zu essen. Dass die beiden da nicht umher kamen unseren Vorsitzenden, der sich ja derzeit noch weiter in der Abnehmphase befindet, ein wenig aufzuziehen, sei Ihnen gegönnt. Aber auch unser Vorsitzender gönnte sich zur Feier des Tages etwas unheimlich Leckeres, nämlich Polnisches Bigos. Wir freuen uns auf die nächsten Läufe. 

Bilder: Alexander Höfer

 

 

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