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(694) 33. Abendstraßenlauf Herxheim

Mit der Inspiration von Marilyn Monroe auf den Wegen der Nostalgie! – ANIMUS-KLUB-Mädchen laufen in Herxheim Bestzeiten über 1.000 Meter!

Ja, die Südpfalz, rund um Herxheim, Hördt, Rheinzabern und Rülzheim, aber auch umliegende Städte und Gemeinden, wie Germersheim, Kandel, Landau und Wörth; sie weckt vor allem wunderschöne Erinnerungen unseres ersten Vorsitzenden, denn in dieser Region feierte er einst die größten Lauferfolge als Fußballtrainer (!) – So schenkten ihm unsere Mädchen mit ihrer Teilnahme an dem 33. Abendstraßenlauf in Herxheim einerseits ein Stück Nostalgie, andererseits legten sie für sich den Grundstein dafür, richtig gute Zeiten zu laufen, denn in diesen Gemeinden laufen immer noch sehr viel mehr Kinder als bei uns, und viele Kinder auch richtig gut.

Doch bevor wir über die neue Verbesserung unserer Mädchen berichten, möchten wir euch über unseren Besuch im Historischen Museum in Speyer berichten. Hier haben sich unsere Mädchen nämlich zuvor von der großen und unsterblichen Film-Diva Marylin Monroe inspirieren lassen, und das nicht zu knapp.

Marylin Monroe, wer kennt sie nicht? – Die wahrscheinlich erste ganz große Film-Ikone, der Anziehungsmagnet für Männer, und aufgrund ihrer Schönheit auch die meistfotografierte Frau der Welt – Kaum eine zweite Frau rüttelte die Filmwelt und das Showbusiness so auf, wie einst Marylin Monroe.

Filme mit ihr waren große Kassenschlager. Sie spielte an der Seite von Cary Grant, Tony Curtis oder Jack Lemon. Marylin Monroe, die mit richtigem Namen eigentlich Norma Jane Baker hieß, hatte im Laufe ihrer Karriere eigentlich alles erreicht, was man im Leben überhaupt erreichen kann. Bekanntheit, Ruhm, Geld und Reichtum. Doch hinter der Fassade der bildschönen Marylin, schlummerte eine labile und sehr zerbrechliche Persönlichkeit.

Als „Bastard“ zur Welt gekommen, und daher von ihrer Mutter verstoßen, wuchs sie ersten sieben Jahre bei streng religiösen Pflegeeltern auf. Danach kennzeichneten traumatische Erlebnisse ihre Kindheit. Ihr geliebter Hund wurde von einem Nachbarn erschossen. Ihr Großvater, zu dem sie eine ganz tolle Beziehung hatte, beging Suizid. So kam sie zurück zu ihrer leiblichen Mutter, die wenig später einen Nervenzusammenbruch erlitt, und fortan in einer Klinik stationär untergebracht werden musste. Marylin wurde dadurch Sozialwaise, und durchlief fortan eine Pflegefamilie und ein Heim nach dem anderen. In der Pubertät wurden sie sowohl von ein Pflegevater genötigt, als auch von einem Cousin zu sexuellen Handlungen gezwungen. Schwere traumatische Erfahrungen, die tiefe, emotionale Narben in die Seelenwelt Marilyns brannten, und am Ende vielleicht auch ursächlich für das Scheitern ihrer Beziehungen und den tragischen Selbstmord mit nur 36 Jahren waren.     

Die Ausstellung im Historischen Museum Speyer ist sehr aufwendig inszeniert, und bietet den Besuchern über Fotos und viele persönliche Accessoires, sowie Kinoleinwänden und interaktiven Bildschirmen, einen ultimativen Einblick in sämtliche Phasen ihres Lebens. Angefangen von der Kindheit, über die ersten Gehversuche im Showbizz, bis hin zu ihren ganz großen Erfolgen, kann man alles noch einmal hautnah nachempfinden.

Einmal durch das Leben einer so berühmten Diva zu schlendern, und die Höhen und Tiefen dieser mit unter doch sehr einsamen Welt nachzuempfinden. Das war schon eine sehr spannende Reise für unsere beiden Mädchen, die Marilyn Monroe bis dato noch nicht wirklich kannten. 

Fotografieren war in der Ausstellung allerdings nur an ein paar wenigen und bestimmten Stellen erlaubt. So durften unsere Mädchen leider nur zwei Mal mit dem großen Star posieren, und gegen Ende, als krönendes Highlight, noch in einem ganz in weiß gehaltenen Schlafzimmer, in die Rolle der Monroe schlüpfen und sich als Model ablichten lassen.

Nach dem Besuch der Ausstellung gab es für unsere Mädchen als Stärkung für den Abendstraßenlauf erst einmal lecker Pasta und Salat im Domnapf. Danach begann für unseren Vorsitzenden ein Hauch Nostalgie, denn nach gut 14 Jahren durfte er wieder die berühmte Fahrt über die B9 Richtung Karlsruhe fahren. Erinnerungen an unheimlich schöne und sehr liebevoll organisierte und auch erfolgreiche Volksläufe wurden wach.

Die Standartfrage von unserer Daniella: „Was glaubst du, welche Zeiten wir heute laufen werden?“, beantwortete unser Vorsitzender wie immer sehr diplomatisch. „Am besten lauft ihr so, dass ihr euch wohlfühlt, und wenn ihr dann mit Zeiten zwischen 4:10 Minuten und 4:35 Minuten ins Ziel kommt, dann wäre das schon toll!“

Rechtzeitig in Herxheim angekommen, hatten wir noch jede Menge Zeit uns die Strecke vorab anzuschauen. Diese führte zunächst durch ein Wohngebiet, und danach an einem Bach sowie einem Spielplatz vorbei. Da wir, wie bereits erwähnt, noch alle Zeit der Welt hatten, kamen unsere Mädchen natürlich nicht umher, das coole Calisthenics-Gerät auszuprobieren.

Dreißig Minuten vor dem Lauf fingen wir dann an uns aufzuwärmen. Dieses Mal auf einem Schulhof eines relativ neuen und topmodernen Schulzentrums, der irgendwie auch etwas und Düsteres an sich hatte. Ja, die modernen Bauten; sie spiegeln einfach keine Freude, keine Wärme und keine Motivation zum Lernen für Kinder wieder, unabhängig davon, dass die Architekten zumindest die Toiletten sehr großzügig geplant hatten. Mit insgesamt rekordverdächtigen 18 Pissoirs und neuen Waschbecken, sprengte sie irgendwie die Realität der berühmten Frage: „Herr Lehrer, darf ich mal kurz auf die Toilette gegen?“ 

 

Auch die Gesamtatmosphäre hatte nicht mehr den Charakter und das Flair wie vor 15 Jahren. Irgendwie raubt die heutige, interaktive Zeit den Menschen wirklich jegliches Verständnis. So kamen überzogen erfolgsorientierte Eltern nicht wirklich umhin noch bis kurz vor dem Start auf die Kinder einzuwirken, sie mit unendlich vielen Handy-Fotos abzulichten, und ihnen dadurch die Konzentration auf das Rennen zu rauben.

Auch später, vor dem Zielkanal, standen viele Eltern im Weg, um „DAS BILD“ ihres Kindes zu schießen, und erschwerten so den Kindern den Einlauf. Die Siegeszeit von dem 12-jährigen Tim Müller war mit 3:13 Minuten enorm schnell. Es war überhaupt ein sehr schnelles Rennen. So konnten unsere beiden Mädchen erneut Bestzeiten laufen. Daniella erreichte mit 4:10 Minuten als Siebte und Viktoria mit 4:24 Minuten als Neunte das Ziel.

Fazit: Herxheim macht der Südpfalz immer noch alle Ehre. Man läuft Bestzeiten und kommt nicht unter die ersten Drei. Das einstige, besondere Feeling aus der Vergangenheit, konnte jedoch aufgrund des heutigen Ambientes und der starken gesellschaftlichen Veränderungen der letzten zehn Jahre, nicht mehr erreicht werden. Wir freuen uns trotzdem sehr auf die Winterläufe in dieser Region, die unsere Kinder vor ganz neue Herausforderungen stellt.

Bilder: Alexander Höfer

 

 

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