(122) Die Nußlocher Spielplätze (Teil 6)


Das ideale Urlaubsparadies für Kiffer und Drogen-Junkies und die ultimativen „Wellness-Oasen“ für Out-Door-Swinger und Hardcore-Touristen!

Gammler 16  Gammler 10  Maulwurf 1  Maisbach 2  Zecke 2

Kinderspielplätze, ihre Beschaffenheit, ihre Sauberkeit, aber auch die Anzahl der Kinder, die regelmäßig auf ihnen spielen, sind soziale Indikatoren oder besser gesagt Aushängeschilder für das Zusammenleben der Menschen, die in der jeweiligen Gemeinde wohnen. Spielplätze sind es, die einer Gemeinde erst ein richtiges Leben einhauchen, weil sie nicht nur soziale Kontakte und Begegnungen von Kindern und Eltern ermöglichen, sondern gleichzeitig auch soziales Lernen (ein gemeinsames Miteinander) fördern, indem sie Kindern, im Normalfall, in einer sicheren, sauberen und gepflegten Umgebung mit sehr vielen Anregungen, Herausforderungen und dem Wecken von Abenteuerlüsten ihr Leben und ihre Entwicklung bereichern.

Kreisel 5Aber seit über 25 Jahren ist Nußloch, was Spielplätze oder auch Spielmöglichkeiten für Kinder betrifft, MF 12leider KEIN Normalfall, und in diesen Bereichen alles andere als gesund. Die schwere Erkrankung, die man vielleicht am besten als „Spielplatzpest“ bezeichnen könnte, ist offensichtlich so unheilbar, wie seinerzeit im Mittelalter die eigentliche Pest, denn das, was die Gemeinde Nußloch ihrem Nachwuchs zum Spielen anbietet, ist einfach nur traurig, um nicht zu sagen eine Schande, und großteils nur zum „Kiffen“ gut genug. Nur hier in Nußloch gibt es Spielplätze, die so „abgefucked“ sind, dass man Eltern sogar wegen Kindeswohlgefährdung anzeigen müsste, wenn sie ihren Kindern tatsächlich erlauben würden auf diesen Plätzen zu spielen.

Kiffer 7Das Schlimmste daran ist aber nicht, dass es den Verantwortlichen der Gemeinde Nußloch schon seit über 25 Jahren völlig egal ist, ob ein Spielplatz verdreckt, vermüllt, vergammelt, verwuchert, ob Hunde, Katzen oder betrunkene und asoziale Menschen darin ihre Notdurft verrichten, MF 3bzw., ob Jugendliche dort regelmäßig Drogen konsumieren, sondern das Schlimmste daran ist es, dass diese Misere auch der Nußlocher Bevölkerung völlig egal zu sein scheint, da sie diesen gegebenen dissozialen Zustand kommentarlos akzeptiert.

„Ist Gleichgültigkeit tatsächlich eine Folge fehlender Spielplätze und eines unbefriedigten Spieltriebes der Erwachsenen aus ihrer Kindheit? – Oder ist diese Kiffer 1soziale Ohnmacht das Resultat einer Politik, die dieses Problem schon seit Jahrzehnten ignoriert? – „Ist dieses mutlose und duckmäuserische Verhalten mittlerweile charakteristisch für die Nußlocher, die ja durchaus bekannt dafür sind, dass sie hintenherum hetzen, aber im entscheidenden Moment dann doch lieber den Mund halten, um sich gewisse Vorteile bei bestimmten Gremiumsmitgliedern nicht zu verscherzen?“ – „Sind die Nußlocher wirklich ALLE blind, taub und Max Berk 8stumm, wie das Kunstwerk der berühmten drei Affen, oder emotional so kalt und abgestumpft wie eine verlassene Liebe, der man vergeblich hinterhertrauert?“ – „Und wenn NEIN, wie ist es dann bitteschön zu erklären, dass es in Nußloch unzählige Eltern und Menschen gibt, die unmittelbar neben einem Spielplatz wohnen, und denen es aber völlig egal ist, ob dieser Spielplatz verdreckt oder eher eine ideale Herberge für Parasiten bietet?“ – „Ist diese Gleichgültigkeit vielleicht auch ein trauiges Phänomen unserer MF 4modernen Wegwerfgesellschaft, bei der auch Menschen in unserer Mitte sterben, ohne dass es die Nachbarschaft mitbekommt?“ – „Oder wohnen in Nußloch wirklich nur noch Menschen, denen alles um sie herum wirklich egal ist, solange sie nur ihre Ruhe haben?“ – „Fast könnte man das meinen, denn eine Solidarität bezüglich Gammler 17Spielplätzen gibt es hier in Nußloch keine, noch nicht einmal unter den Kindern und Jugendlichen selbst, und dass, obwohl wir im letzten Jahr mit unseren Berichten über die Lage der Spielplätze ziemlichen Dampf abgelassen haben, und auch die Rhein-Neckar-Zeitung ausführlich auf diesen Missstand aufmerksam gemacht hat.

Außer, dass die Mitarbeiter des Bauhofs auf einigen Spielplätzen erstmals seit sehr langer Zeit wieder die Schere angesetzt haben, um einige urwaldähnliche Dornenhecken zu entfernen – was aus einem schlechten Spielplatz noch lange keinen guten macht – hat sich in dieser Hinsicht nichts oder nicht wirklich viel getan. Die Nußlocher Spielplätze liegen nach wie vor immer noch ziemlich brach, ja fast gleichgültig und völlig zurecht unbeachtet im Herzen der Gemeinde.

Ja, 18 Spielplätze regelmäßig zu pflegen, das ist eine Menge Arbeit, und für diese Arbeit hat die Gemeinde offensichtlich entweder keine Zeit, keine Lust oder auch kein Geld. Zu wichtig ist Kreisel 4Kreisel 8offensichtlich die wöchentlich-mehrstündige Pflege beider Verkehrskreisel, die sich immer stärker zu den wichtigsten Prestige- und Vorzeigeobjekten unserer Gemeinde entwickeln; einer Gemeinde, deren äußere Schale zwar dadurch immer stärker glänzt, aber deren innerer Kern – das Zwischenmenschliche und das Zusammenleben – schon seit Jahrzehnten jämmerlich verfault. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Park, der sich ja als sichtbares Aushängeschild in Mitten des Orts befindet, auch in diesem Jahr von unseren Kindern mit ganz großem Abstand zu dem schönsten und besten Spielplatz gewählt wurde, obwohl er unter dem Strich nur noch die „Note Gut“ erhielt, und nicht wie die Jahre zuvor mit „1-2“ oder „Sehr gut“ abschnitt.

Park 1Bei unserer diesjährigen Spielplatzbewertung haben wir etwas verändert. Als erstes haben wir mit der „Größe“ ein neues und sehr wichtiges Bewertungskriterium hinzugefügt, welches wir die Jahre zuvor nicht berücksichtigt haben. Die Größe ist in der Tat eine sehr wichtige Komponente, denn sie ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Kinder sich richtig austoben können (Aggressivität in gesunde Bahnen gelenkt werden kann) oder auch ausreichend Platz zum Ballspielen vorhanden ist. 

Zusätzlich haben wir aus der Rubrik Pflege & Sauberkeit zwei eigenständige Rubriken gemacht, um diese Bereiche noch besser differenzieren zu können. Es wurde also nicht mehr, wie in den Jahren Notentabellezuvor, eine Gesamtnote gebildet und diese dann verdoppelt, sondern zwei einzelne Noten, die dann am Ende einfach gewertet wurden. Diese Trennung war auch deshalb notwendig, weil für die Pflege ausschließlich die Gemeinde zuständig ist, und für die Sauberkeit die Besucher der Spielplätze. Die Kriterien „Größe, Attraktivität und Spaßfaktor“ haben wir aufgrund ihrer Wichtigkeit bei der Bewertung jeweils doppelt, und die andern vier „Pflege, Sauberkeit, Lage und Erreichbarkeit“ einfach gewertet. Somit kommen wir bei einer Punkteskale von 0-10 Punkten, auf eine maximale Gesamtpunktzahl von 100 Punkten pro Spielplatz. Getreu dem Vorbild Schule haben wir dann bei 50 Punkten auch die Note „Ausreichend“ vergeben. Wie im letzten Jahr haben wir auch wieder zusätzliche Plus- oder Minuspunkte verteilt, und diese in unserer Zusammenfassung erläutert. Die „Note 7 – unverschämt!“ mussten wir ebenfalls des Öfteren vergeben.

Spielplatztest 2015

 

(!) Genauso wie bei unseren Spielplatztests 2013 und 2014 haben wir festgestellt, dass es immer noch KEINE geeigneten Spielplätze oder Flächen für Jugendliche gibt! – Die Spielplatzschilder wurden erneuert. Damit können Kinder aber nicht wirklich spielen! 

 

Zu den Bewertungen:

 

1. Der Park, der im letzten Jahr zusammen mit dem Gockelspielplatz noch auf gleicher Augenhöhe lag, bestätigte seinen Status als schönster und bester Spielplatz Nußlochs. Abzüge mussten wir nur in den Bereichen Pflege und Sauberkeit machen. Das Wasser war nicht wirklich sauber, und auch die Geräte könnten mal wieder mit neuer Farbe versehen werden. Ungewöhnlich viele Zigarettenstummel lagen auf dem Gelände herum, und wir fanden sogar gebrauchte Kondome am Schachtisch. Für diese Sauerei haben wir nachträglich 5 Punkte abgezogen, weil gebrauchte Kondome nichts auf einem Kinderspielplatz verloren haben.

Park 3  Park 4  Park 9  Park 6  Park 8

2. Der Max-Berk-Spielplatz machte in diesem Jahr den größten Sprung in der Tabelle nach oben. Letztes Jahr aufgrund der fehlenden Seilbahn noch auf Platz 9, gewinnt dieser Spielplatz durch dieses Spielgerät wieder mehr an Attraktivität, denn die Seilbahn macht wirklich sehr viel Spaß. Auch die Berücksichtigung der Größe – der Max-Berk-Spielplatz ist mit Abstand der größte und geräumigste Spieplatz für Kinder zum Toben – sowie die höhere Punktzahl bei der Pflege und Sauberkeit rechtfertigen in diesem Jahr den zweiten Tabellenplatz, wenn auch trotz der Größe Fußballspielen aufgrund nur eines vorhandenen Tores nicht möglich ist. Aber das ist halt Nußloch. 

Max Berk 10  Max Berk 5  Max Berk 7  Max Berk 3  Max Berk 1

3. Der Gockelspielplatz, der im letzten Jahr noch gleichauf mit dem Park auf Platz Eins rangierte, machte in diesem Jahr auf unsere Kinder nicht mehr ganz so einen schönen Eindruck. Die Pflege und Sauberkeit war bei Weitem nicht mehr so gut wie im letzten Jahr. Auch hier müssten die Geräte dringend mal wieder gestrichen werden. Die Abenteuerhecken und die Wege dahinter sind natürlich nach wie vor Top, und so gehört dieser Spielplatz nach wie vor noch zu den drei attraktivsten Spielplätzen Nußlochs. 

Gockel 1  Gockel 3  Gockel 2  Gockel 4  Gockel 5

4. Der Maulwurf – (Konrad-Adenauer-Spielplatz) – verbesserte sich ebenfalls um zwei Plätze nach oben. Zwar kann man auf dem Fußball(Maulwurf)-feld immer noch nicht richtig Fußballspielen, aber der Spielplatz machte im Großen und Ganzen einen wesentlich besseren Gesamteindruck als im letzten Jahr. Ein großes Manko bleibt nach wie vor die Rutsche, die regelmäßig von Jugendlichen als Urinal missbraucht wird (siehe Bild in der Überschrift). So zeichnete an allen Testtagen eine deutlich sichtbare Pinkelspur die Mitte des Rohres, und am Fußende klaffte eine gelbe Pfütze. Das Gestrüpp und die Hecken sind immer noch sehr unschön. Gras wurde auch nicht wirklich oft gemäht. Unkraut zierte sowohl die Ecken als auch den Fußbereich sowohl unter dem Tisch als auch der Bänke. Deshalb gibt es für diesen Spielplatz am Ende auch nur die Note „Befriedigend“.  

Maulwurf 3  Maulwurf 9  Maulwurf 8  Maulwurf 7  Maulwurf 4

5. Der Andernos-Spielplatz, der in diesem Jahr neu eröffnet wurde, schaffte es nur auf Platz „Fünf“, und erhielt von unseren Kindern am Ende ebenfalls nur die Note „Befriedigend“. Allein schon die Erschwernis, dass sich die Kinder und Eltern durch ein großes Kiesbett durchkämpfen müssen, um auf den Kleinkinderbereich zu gelangen, macht nicht wirklich viel Spaß. Hier wäre es Andernos 5Andernos 3besser gewesen den Bereich mit den Klettergeräten in den hinteren Teil des Spielplatzes zu legen und den Kleinkinderbereich vorne zu positionieren, oder über das Kiesbett eine Brücke zu bauen. Der Kiesbereich ist für diesen kleinen Spielplatz definitiv viel zu groß, wofür wir nachträglich Fünf Punkte abziehen. Ausgeschrieben ist Spielplatz für Kinder bis 14 Jahren. (???) Nur schade, dass die Erbauer die Bedürfnisse von 10-14-jährigen hier überhaupt nicht berücksichtigt haben. Außerdem fehlen Bänke zum Sitzen. Auch zwei ähnliche Klettergerüste, die zwar sehr schön aussehen, aber für die Kinder keine große Herausforderung darstellen, ist unserer Meinung nach eines zu viel. Gerade für kleine Spielplätze gilt: „Weniger ist oftmals mehr!“ 

6. Der Kanonenspielplatz, ist der erste Spielplatz, den unsere Kinder mit „ausreichend“ bewerteten, da er außer einer richtig tollen Rutsche nicht viel zu bieten hat. Der Spielplatz ist zwar Kanone 5Kanone 1schön und sauber gepflegt, aber viel zu klein, und auch die Lage ist sehr ungünstig gewählt. Die einzige natürliche Attraktivität ist eine noch vorhandene Sanddüne unweit des Spielplatzes. Hier zu spielen, zu buddeln, zu forschen und auf Entdeckungsreise zu gehen, macht wirklich richtig Spaß, und zeigt am besten, was Kinder zum Spielen benötigen, nämlich keine großen Geräte, oder irgendwelchen teuren High-Tech-Krimskrams, sondern einfach nur Boden und Natur. So könnte ein schöner Spielplatz auch aussehen.

7. Die Nessel – (Waldsportplatz) – machte ähnlich wie 2013 ihrem Spitznamen alle Ehre, denn das, was wir von März bis Juni dort vorfanden, war ein Unkrautwald der Superlative. Im letzten Jahr noch topgepflegt, wahrscheinlich auch wegen des Ferienlagers, das dort zu dieser Zeit stattfand, präsentierte sich uns der eigentlich richtig tolle Abenteuerspielplatz in einem grausamen Zustand. Meterhohes Unkraut steht überall herum. Der Sandkasten war verdreckt. Hier spielt kein Kind freiwillig. Genauso wie bei allen Spielplätzen, die in unserer Bewertung schlechter als die Note „ausreichend“ abschneiden, raten wir allen Eltern ihre Kinder nicht ohne vorherige Zeckenimpfung auf diesen Spielplatz zu lassen. Die Gefahr sich dort einen Parasit einzufangen ist derzeit einfach zu groß.

Nessel 5  Nessel 6  Nessel 3  Nessel 1  Nessel 2

8. Das Brunnenfeld – verliert in diesem Jahr leider enorm in der Gunst unserer Kinder. Gründe dafür: Das Holz der Geräte müsste dringend gestrichen und imprägniert werden. Auch die Baumkronen wurden gekappt, was unmittelbar zur Folge hat, dass der einst sehr schattige Spielplatz jetzt direkt der Sonne ausgeliefert ist. Auch hier machte das Gelände als solches einen recht traurigen und nicht gerade einladenden Eindruck zum Spielen für Kinder. Unkraut wie Sand am Meer, viele Gänseblümchen, was im Wald zwar nichts Ungewöhnliches ist, aber auf einem Spielplatz dann doch die letzte Freude am Spiel verdirbt. Selbst das Sitzen macht in diesem Jahr auf diesem Spielplatz nicht wirklich viel Spaß. 

Brunnen 2  Brunnen 5  Brunnen 1  Brunnen 4

9. Den Inter-Maisbach-Spielplatz haben wir sowohl 2013 als auch 2014 getestet und bewertet, aber irgendwie vergessen ihn aufzuführen. Viel hat sich in diesen zwei Jahren dort allerdings nicht geändert. Es ist ein Spielplatz, der eher den kleineren Kindern bis 8 Jahren gerecht wird. Einerseits wirkte der Spielplatz gepflegt. Die Graswiese war frisch gemäht. Andererseits zierte jede Menge Unkraut den Sandkastenbereich des Spielplatzes, was natürlich die Freude am Spielen enorm einschränkte. Zwar stehen auf diesem Spielplatz immer Spielsachen zur Verfügung, aber zum längeren Spielen ist dieser Spielplatz nicht wirklich geeignet. Es ist eher ein verlassener Ort, den man mal kurz für 10 Minuten aufsucht, um ein bisschen mit dem Karussell zu fahren. Mehr aber auch nicht.

Maisbach 4  Maisbach 1  Maisbach 3  Maisbach 2

10. Die Bitch(Grünewaldspielplatz) – erfuhr im letzten Jahr eine fast vollständige Erneuerung. Statt Unkraut, wie Brennnesseln und Disteln, ziert seit dieser Zeit ein Kiesbett den kompletten Spielplatz. Auch eine abschließbare Eingangstür wurde eingebaut. Durch diese Maßnahme wurde zwar das dortige Drogenproblem gelöst, jedoch auf Kosten der Spielattraktivität für die Kinder. Der viel zu kleine Spielplatz, der zwar mit einem akzeptablen Klettergerüst für Grundschulkinder aufwartet, ist zwar für Kinder bis 14 Jahren ausgeschrieben, bietet aber dieser Altersstufe nicht wirklich viel, außer eben die Möglichkeit dort vor lauter Elend Alkohol und Drogen zu konsumieren. Trotz besserer Pflege und Sauberkeit machte die Bitch auch in diesem Jahr auf unsere Kinder eher einen beerdigungswürdigenden Eindruck, was vielleicht auch der Grund dafür war, dass sie sich dort lebendig begruben.

Bitch 4  Bitch 6  Bitch 1  Bitch 5  Bitch 2

11. Die Zecke – (Der August-Ziegelmüller-Spielplatz) – ist uns ja schon seit zwei Jahren bestens bekannt für Parasiten. Auch in diesem Jahr erwartete uns ein entsetzlich ungepflegter und verwahrloster Spielplatz, bei dem sogar schon die Farbe des neuen Spielgerätes verbleicht. Der Spielplatz selbst, auf dem in den Siebzigern viele Kinder spielten, weil er zu dieser Zeit nicht nur eine kindgerechte Spieloase bot, sondern auch ganz tolle Hecken, um Räuber und Gendarm zu spielen, ist heute zurecht ein vergessener Spielplatz auf dem so gut wie keine Kinder mehr spielen. Warum auch. Das neue Klettergerüst ist die einzige Attraktivität, die dieser Spielplatz bietet, und alles andere, wie Brennnesseln, Disteln, Stachelkraut und Zecken brauchen Kinder nicht wirklich. Dafür gibt es fünf Punkte Abzug.

Zecke 7  Zecke 1  Zecke 4  Zecke 5

12. Der Swinger – (Der Silcherwegspielplatz) – ist nach wie vor ein alter, und brachliegender Spielplatz, der völlig zurecht noch nicht einmal von den Kindern benutzt wird, die dort wohnen. Es ist auch der erste Spielplatz auf dem man Verzweiflung, Traurigkeit, Tristesse und sozialen Ausstieg regelrecht spüren kann. Hier können Jugendliche sehr gut alleine oder mit Gleichgesinnten deprivieren, auf die Welt sch…, sich betrinken oder halt kiffen. Aufgrund der Abgeschiedenheit und der Beschaffenheit bietet das heckenreiche Gelände auch noch ideale Grundvoraussetzungen für Teenager, die auf Gruppensex stehen oder Out-Door-Swinger. Auf dem Spielplatz fehlen im Prinzip nur noch eine Streckbank, ein paar Handschellen und einige Peitschen, damit auch Menschen mit Vorlieben für SM ihre Bedürfnisse rundum befriedigen können. Das schönste und funktionstüchtigste ist noch die Eingangstür. Dafür gibt es 10 Punkte Abzug. „Ach du Scheiße, war die Bemerkung unserer Kinder!“, als sie diesen Spielplatz betraten. „Hier bleiben wir aber bitte nicht länger als fünf Minuten, oder?“ … „Nein!“

Swinger 1  Swinger 5  Swinger 2  Swinger 6

13. Die Motte – (Der Betty-Spielplatz) – benannt nach dem berühmten Parasit, der sich aufgrund schlechter Hygiene in Kleidern einschleicht, war auch dieses Jahr der Top-Spielplatz in der Rubrik „Ungenügend“. Die Ketten der Spielgeräte sind großteils verrostet. Die eine kaputte Stufe der ohnehin sehr schlechten Kletterwand ist auch nach drei Jahren immer noch nicht repariert. Auf diesem Spielplatz kriegt man wirklich die Motten. Zwar wurden die Hecken von der Gemeinde ein bisschen gestutzt, was aber hinsichtlich der Pflege nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein war. Auch dieser Spielplatz lässt sich kaum in nüchternem Zustand ertragen. Somit bietet der Betty-Spielplatz eine hervorragende Aussteigeratmosphäre für Jugendliche, um abzuhängen (zu chillen), auf den Boden zu spucken, sich zu betrinken oder zu bekiffen. Für so einen Dreck gibt es zurecht noch einmal nachträglich 10 Punkte Abzug.   

Motte 3  Motte 4  Motte 8  Motte 6

14. Der Gammler – (Mühlstraße) – ist und bleibt auch in diesem Jahr eines der größten und asozialsten Drecklöcher Nußlochs. In einem versüfften Hinterhof präsentiert sich dieser „Spielplatz“ seit letztem Jahr als Kiesgrube mit einem Science-Fiction-ähnlichen Klettergerät, das man besser ohne Gammler 13Rückfahrkarte auf den Mond geschossen hätte. 28.000 Euro kostete dieses Monstrum, das zwar sehr interessant und modern aussieht, aber auf dem eigentlich kein Kind wirklich klettern kann, oder das Klettern erlernen wird. Hinzu kommt, dass man den Gammler eigentlich nur dann als schön empfinden kann, wenn man entweder sturzbetrunken ist, oder vor dem Betreten irgendwelche verbotene Substanzen, bzw. zur Beruhigung sehr starke Barbiturate zu sich genommen hat. Das umweltfreundliche Dixi-Klo zur Verrichtung der Notdurft ist natürlich nach wie vor vorhanden, und auch der vergammelte Schmuddelsandkasten, dessen düsterer Vorplatz sich im Mittelalter bestens geeignet hätte, um darauf Exekutionen durchzuführen, liegt uns unverfälscht und in seiner ganzen Schönheit zu Füßen. Das ist in der Tat der Ort bei dem jeder normale Menschen nachvollziehen kann, wenn Jugendliche „Fuck you“ oder überdimensionale Penisse an die Wand schmieren. Die Gemeinde sollte sich vielleicht hier einmal Gedanken darüber machen, ob sie den Kindern zukünftig anstatt eines Baggers zum Spielen als neues Gerät eine „Abrissbirne“ zur Verfügung stellt. 10 Punkte Abzug sind für diesen Dreckstall noch viel zu wenig.

Gammler 9  Gammler 7  Gammler 3  Gammler 6

15. Der Joke – (Die Schillerschule) – Ja, dieser Spielplatz ist wirklich ein ganz großer Witz. Ganz nach dem kinderfreundlichen Motto Schluss! – Aus! – ZU – RUH! – typisch Nußloch halt, präsentiert sich uns wie immer dieser Spielplatz auf dem man alles kann, außer Spielen! Ach ja, spielen kann man dort Joke 2nur während der Schulzeit. Nur dass die Kinder dann in der Schule sitzen und lernen müssen. – Für diese Unverschämtheit gibt es 10 Punkte Abzug.

Kiffer 116. Der Kiffer – (Der Steinbolzer) – Ja, was wäre Nußloch wohl, ohne seinen Steinbolzer? – Nah, was wohl? – In Mitten eines Stachelheckenurwalds und eines angrenzenden Hofes auf dem jeden Tag tonnenweise Sperrmüll verfault, liegt ein „hochattraktives“ Fußballfeld aus Beton, bereichert mit einem Basketballkorb. Bei genauerem Hinschauen entpuppt sich diese Arena aber auch zu einem kompletten Supermarkt, in dem man alles bekommt, was das Herz begehrt. Angefangen von Leberwurstbrötchen, Chips, Schokoladenriegel und viele Beeren Kiffer 2(sogar echt Bio), bis hin zu Geschirrspülmittel, und wenn man etwas länger sucht, findet man bestimmt auch als Fleischzusatz noch ein paar tote Ratten. … „Mensch, die Jugendlichen, die hier jeden Abend kiffen oder Shisha rauchen, waschen sogar ihr Geschirr ab!“ – „Das hätte ich jetzt gar nicht für möglich gehalten!“, so das Zitat unserer Kiffer 6Kids – Also, noch nicht einmal, wenn uns die Gemeinde Nußloch Geld geben würde, würden wir mit unseren Kindern auf einem solchen „abgefuckten“ Platz Fußball oder Basketball spielen. Allein schon die längere Anwesenheit auf diesem Gelände verlieh uns ganz großen Ekel, zumal sich auch der Vorplatz in seiner gewohnten Form präsentierte. Hundekot und meterhohes und guinnessbuchrekordverdächtiges Unkraut, wohin man auch schaute, ja sogar Reste von Joints können wir finden. „Der Steinbolzer ist nach wie vor einer der Treffpunkt für Jugendliche zum kollektiven Kiffen!“ 10 Punkte Abzug für einen Spielplatz, der den Drogenkonsum unter Jugendlichen fördert, wie kaum ein zweiter in der Region.

Distel 117. Die Distel – (Kurt-Schumacher-Spielplatz) – das ist der neue Spitzname eines Spielplatzes, der eigentlich so klein ist, dass er unserer Meinung nach überhaupt Distel 4nicht als Spielplatz ausgewiesen werden dürfte. Obwohl dieser Spielplatz so klein ist, stehen auf ihm derzeit gut 100 Disteln. „Hier kann man nicht mehr guten Gewissens barfuß spielen!“, so der Kommentar unserer Kids, es sei denn die Disteln gehören zu irgendeiner chinesischen oder indischen Massage. Dort schlafen die Menschen ja auch auf Nägeln. Der Kurt-Schumacher-Spielplatz eine Wellnessoase?  „Übernachten auf Disteln, das wäre doch mal ein ganz abenteuerliches Ferienprogramm, oder nicht?“ – „Ja, ganz bestimmt, allerdings nur für Masochisten, genauso wie dieser Spielplatz!“ 10 Punkte Abzug für diese Sauerei.

MF 1418. Der Mother-Fucker – (Die Pipe) – ist nach wie vor das Schlusslicht der Nußlocher Spielplätze. Einen besseren Platz um sozial zu deprivieren, und vor lauter Elend Alkohol und Drogen zu konsumieren, gibt es in Nußloch nicht. An keinem anderen Ort in Nußloch spürt man den sozialen Zerfall unserer Gesellschaft, das MF 5Aussortieren und Abschieben unserer Jugendlichen auf das Abstellgleis, und den eigentlichen Wert unserer Jugend so stark, wie in dieser traurigen und tristen Umgebung. Die Pipe oder besser gesagt der „Mother-Fucker“ wäre allerdings der ideale Ort für die Karlsruher Marotte, um das Kindertheaterstück „Die Olchis“ mal live als Open-Air aufzuführen, denn dafür müssten die Verantwortlichen noch nicht einmal ihre Requisiten oder den dazugehörigen Mülleimer mitbringen, denn die Olchis würden hier auf dem Gelände alles finden, was ihr Herz begehrt – Dreck, MF 9Müll und vor allem natürlichen Gestank. Das soziale Elend, das man an diesem Platz empfindet, wenn man sich längere Zeit dort aufhält, ist so schmerzhaft, dass es eigentlich nur verständlich ist, dass Jugendliche entweder zur Flasche greifen oder Drogen nehmen, um aus dieser Welt kurzzeitig zu entschwinden. Die Pipe bleibt daher in Nußloch für Jugendliche der ultimative Ort, an dem sie einerseits ideal Abhängigkeiten und Süchte entwickeln können, aber auch andererseits optimale Bedingungen vorfinden, um bestimmte MF 10Bedürfnisbefriedigungen sogar bis zum Exzess zu treiben. In Anbetracht des Allgemeinzustandes sollte die Gemeinde Nußloch und der Gemeinderat vielleicht einmal in Erwägung ziehen, den Kindern und Jugendlichen noch einmal vier vergleichbar abscheuliche Dreckschleudern als Spielplätze zur Verfügung zu stellen, um mit diesen dann gewinnbringend in die Hardcore-Touristik-Branche einzusteigen. Es gibt bestimmt viele japanische Touristen oder Nachbauer, die sehr gerne 5 Euro Eintritt dafür bezahlen würden, um einmal einen solchen Spielplatz sehen zu dürfen. 10 Punkte Abzug für sind für diesen ekelerregenden Schandfleck zwar noch viel zu wenig, aber viel mehr Punktabzug war leider auch dieses Jahr nicht möglich.

Kreisel 3Fazit: In Nußloch wurde schon immer alles, was Kinder und Jugendliche betrifft, sehr schlecht geplant und mit sehr vielen Denkfehlern umgesetzt, oder zerstört. Das fängt bei einem zentralen und gut erreichbaren Schul- und Sportzentrum an, und endet bei den Spielplätzen. (Zitat: Alexander Höfer, 1990) – Die Idee in jeden Bezirk einen kleinen Spielplatz zu stellen, und auf diesem drei oder viel Spielgeräte aufzustellen, stammt noch aus den Siebzigern, ist allerdings heute nicht mehr zeitgemäß. Die Gemeinde Nußloch täte Gutes daran, sich mal in den Nachbargemeinden umzuschauen, wie ein moderner und schöner, aber vor allem großer und geräumiger Spielplatz aussehen sollte, denn nirgendwo im ganzen Rhein-Neckar-Kreis, sind die Spielplätze schlechter und asozialer als hier bei uns in Nußloch, und das schon über 25 Jahre.  Aber das Wichtigste ist: „Wir haben den schönsten Kreisel des Rhein-Neckar-Kreises“

 

 

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