(403) Das Mannheimer Erbe der Weltkulturen (3)


Ungarische Klassik, Kroatischer Wein und viele andere kulturelle Kostbarkeiten und Schätze ! – Zeitraumexit eröffnete im Rahmen des SUPERCOPY-Festivals die Ausstellung „Das Mannheimer Erbe der Weltkulturen!“

        

Mit zwei Beiträgen „Ungarn und Kroatien“ haben wir uns zusammen mit unseren Mitgliedern und Freunden beim Mannheimer Erbe der Weltkulturen beteiligt. Seit letzter Woche nun geht dieses ehrenwerte Projekt in die dritte Phase, denn fortan hat die Bevölkerung die Möglichkeit alle Weltkulturerben in einer ganz speziellen und in dieser Form noch nie dagewesenen Ausstellung anzuschauen und zu erleben. Speziell deshalb, weil einige „Ausstellungsstücke“ nur während eines Rundgang oder einer Rundfahrt mit dem Fahrrad angeschaut, bzw. probiert werden können. Dazu später mehr.

Aufgrund der großen internationalen Beteiligung hielt Jan-Philipp Possmann seine Begrüßungsrede wieder auf Englisch, und ließ noch einmal alle wichtigen Momente dieses Mamut-Projektes Revue passieren. „Es war ein langer und auch sehr kostspieliger Weg, von der anfänglichen Idee, bis hin zu der Realisierung“, so Possmann.

Als Schirmherren für dieses Projekt konnten die Verantwortlichen jedoch sehr schnell die Deutsche UNESCO-Kommission gewinnen, und so war es möglich das Projekt nach acht Monaten Vorbereitungszeit Mitte Januar im Ratssaal der Stadt Mannheim durchzuführen. Zwei Tage lang präsentierten zum damaligen Zeitpunkt rund 90 Nationen ihre Beiträge zum Weltkulturerbe. Auch wir waren bei der Live-Präsentation dabei, und ließen von der Jury die Ungarische Klassik von Franz Liszt in das Mannheimer Erbe der Weltkulturen aufnehmen. 

Der Geschäftsführer des zeitraumexits bedankte sich vor allem bei den vielen Sponsoren, ohne die dieses einmalige Projekt, welches sämtliche Kulturen Mannheims in sich miteinander vereint, nicht möglich gewesen wäre. Große Worte des Dankes richtete er auch an sein gesamtes Team, das besonders in der Durchführungsphase, quasi unermüdlich zu Werke ging, damit die ganze Aktion am Ende zu diesem großen Erfolg avancieren konnte.

Nach der Begrüßungsrede richtete dann auch noch das Kernteam des Weltkulturerbes, bestehend aus den ehrenamtlich tätigen Irina Bartsey, Maria Fix und Rieke Hettinger, sowie der Organisatorin des Symposiums Jessica Teschke und dem Projektleiter des SUPERCOPY-Festivals Matti Kunstek ein paar Worte an die Besucher.

Maria Fix stellte in diesem Zusammenhang das Begleitbuch zu der Ausstellung vor. Für gewöhnlich wird am Ende eines so großes Projekt ein Buch erstellt, in dem alles noch einmal ganz genau chronologisch aufgeführt wird. Diese Dokumentationsform war den Verantwortlichen aber zu langweilig, und so kamen sie auf die großartige Idee ein Sticker-Sammel-Album herauszubringen. Jeder Vertreter bekam nun ein Album, sowie 10 Päckchen Sammel-Karten, also längst nicht so viele Karten, wie es Kulturerben gab. Das dabei natürlich auch, wie könnte es anders sein, doppelte Karten vorhanden waren, versteht sich von selbst. Um das Album also zu komplementieren, müssen die einzelnen Nationen auch im Nachhinein noch in Kontakt bleiben und kräftig Bilder tauschen.

Rieke Hettinger präsentierte dann im Rahmen ihrer Rede die wunderschöne Gedenktafel, die man ab sofort an allen Gebäuden, die in das Mannheimer Erbe der Weltkulturen aufgenommen wurden, vorfinden kann.

Asma Sbou, stellte gegen Ende der Begrüßung noch einmal kurz das sehr umfangreiche Begleitprogramm zu der Ausstellung vor. So gibt in bis zum 04. Juni jeweils samstags die Möglichkeit entweder bei Stadtrundgängen oder bei Stadtrundfahrten mit den Fahrrädern nicht nur die Gebäude, sondern auch zwischendurch die verschiedenen kulinarischen Spezialitäten des Weltkulturerbes kennenzulernen.

Als Prolog zu Ausstellungseröffnung stellte uns Laura Hoxhaj noch einmal das Albanische Weltkulturerbe vor, nämlich das Albanische Ehrenwort.

Besa, heißt es, und es handelt sich dabei um einen Albaner, der sein Wort hält, jemand, dem man sein Leben und das seiner Familie anvertrauen kann. Die Besa wird von Generation zu Generation weitergegeben. Sein Versprechen zu halten, gilt als eine Frage der Ehre. Das galt und gilt besonders im albanischen Kulturkreis.

Laura Hoxhaj wünschte sich zum Ende ihrer Ausführungen, dass Mannheim kulturell weiter so bunt und vielfältig bleibt, wie es heute ist.  

Danach war der große Moment gekommen, und Jan-Philipp Possmann öffnete die Tür zu den Weltkulturerben. Große, auf Leinwand gedruckte Lithografen bestimmter Erben hingen von der Decke herab und begrüßten die Besucher würdevoll.

Mit sehr viel Mühe und großer Liebe zum Detail hat das zeitraumexit-Team diesen Kulturerben einen besonderen Rahmen geschaffen. So war der Raum mehrfach unterteilt, und sehr in sehr warmen Farben unglaublich anspruchsvoll gestaltet. Zu Beginn der Vernissage erhält man erst einmal sehr viel Wissenswertes über Mannheim und die Anzahl der einzelnen Migrantengruppen.

Eine bunte Musikwand lässt die Besucher eintauchen in die unterschiedlichsten Musikerben, unter anderem auch in unser Ungarisches Kulturerbe, die klassische Musik von Franz Liszt.

Die große Box, das ultimative Gesamtwerk des Musikers, steht andächtig auf einem eigens dafür angefertigten Sockel.

Kunstwerke aus aller Welt, darunter bildschöne Gemälde und das Bulgarische Alphabet von Hand mit Tusche geschrieben, zieren die Wände eines Oktagons. Auf Begleittischen finden sich dann die prunkvollen religiösen Kulturerben aus dem vorderen Orient, und in durchsichtigen Schaustellerkisten ragen wertvolle Musikinstrumente hinter Glas geschützt hervor. Zu Erwähnen gäbe es wie immer noch viel, viel mehr, aber wir wollen nicht spoilen, sondern vielmehr dazu anregen diese großartige Ausstellung zu besuchen und die unterschiedlichen Kulturerben in sich aufzunehmen. 

        

Wir sagen noch einmal Dankeschön an das tolle Team des zeitraumexits, dass wir gleich zwei Mal Teil dieses fantastischen Projektes sein durften, und wir freuen uns heute schon auf einen der besonderen Stadtrundgänge zu den architektonischen und kulinarischen Weltkulturerben Mannheims.

 

Bilder: Alexander Höfer & Christian Kleiner

 

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