Kultur für Kinder


Manege Frei für die Kultur für Kinder! – Der kleine Maulwurf, Jonglieren wie im Zirkus und Indonesisches Schattentheater! – Die Mannheimer Neckarstadt bot mehr als nur eine Lichtmeile!

Der kleine Maulwurf

Wer kennt ihn nicht, den kleinen und sympathischen, großen Zeichentrickheld des Kinderfernsehens. In seiner Heimat Tschechien genießt er sogar einen höheren Bekanntheitsgrad als der Präsident. Apropos, wie heißt noch gleich der Tschechische Präsident? – Aber nicht nur in Tschechien, sondern auch hierzulande hat sich dieser positive Star in sehr viele Kinder- und Erwachsenenherzen gespielt.

Mit der großen Vorfreude, den kleinen Maulwurf einmal live erleben zu dürfen, fuhren wir in die Bernhard-Kahn Bücherei nach Mannheim-Neckarstadt, und wurden absolut überrascht, um nicht zu sagen überrumpelt, dass wir dort ein völlig anderes und noch wesentlich größeres Programm geboten bekamen als wir erwartet hatten.

In der mit gut 200 Besuchern prallgefüllten Jugendbücherei präsentierte uns die geniale Maren Kaun ein Figurentheater, das sicherlich auch eine zehnfache Menge an Kindern restlos begeistert hätte. Der Held der Geschichte war allerdings nicht wie erhofft der besagte Tschechische Kultstar, sondern der nicht minder sympathische Maulwurf Yusuf, dem die Künstlerin bauchrednerisch ein so erheiterndes gustatorisches Grunzen auf den Leib schneiderte, dass die Zuschauer, um ständiges Schmunzeln überhaupt nicht herumkamen. Auf der Suche, wer ihm denn am Anfang der Geschichte einen Haufen auf den Kopf gesch… – gemacht hatte, verwandelte sich der Schauplatz des Maulwurfs plötzlich in unzählig viele Tiere. Zum Vorschein kamen ein Vogel, ein Pferd, eine Ziege, ein Schwein, eine Kuh und aus dem Ärmel der Akteurin kletterte auch noch ein Hase. Allesamt bewiesen sie dem verdutzten Maulwurf augenscheinlich, dass sie aufgrund der Form, sowie der Größe ihres Haufens, nicht der böse Übeltäter gewesen sein konnten.

ClownZu unserer Überraschung überreichte man uns gleich im Anschluss dieser großartigen Show einen riesigen Flyer, der mit weiteren 31 Programmpunkten (!) aufwartete, die in den nächsten drei Stunden über den Stadtteil verteilt noch stattfanden. Schnell das Programm überflogen, führte uns der große Wunsch der Kinder dann in die Einrichtung „Aufwind Mannheim“. Diese hatte ihre Räumlichkeiten an diesem Tag in eine große Zirkusmanege verwandelte, in der wir nicht nur mit Bällen, Tüchern und Diabolos jonglieren durften, sondern auch unsere Balance testen konnten.

Da uns nach einer weiteren Stunde toller Unterhaltung nur noch zwei Stunden für die restlichen 30 Aktionen verblieben, entschieden wir uns dafür, nur noch das Indonesische Schattentheater anzuschauen, und die anderen 29 Angebote auf die nächsten acht Jahre zu verschieben. Das Indonesische Schattentheater wird traditionell mit sehr aufwendig gestalteten und filigranen Puppen aus Tierhaut vorgeführt. Präsentiert wurde uns dann in völliger Dunkelheit eine wunderschön anzuschauende und hochanspruchsvolle Darbietung, eines modernen Märchens, bei dem sich sowohl die exzellente Erzählkunst als auch die perfekte Figureninszenierung Eins zu Eins ergänzten, und diese einzigartige Spielkunst Kinder und Erwachse gleichermaßen faszinierte.

Like GottwaldDamit noch nicht genug; denn die Verantwortlichen der Bernhard-Kahn Bücherei hatten zum Schluss noch einen ganz großen Leckerbissen für ihre Besucher parat. Like Gottwald, die Stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft hatte ein „Anklung“ – ein aus Bambus bestehendes Idiophon – (siehe Bild) mitgebracht, das sie, nach einer kurzen künstlerischen Darbietung, auseinandernahm, und dann zusammen mit den Kindern musizierte.

Alles hätte bei dieser dreitägigen, und für die Besucher generell kostenlosen Veranstaltung „Lichtmeile“ so schön sein können, wäre sie nicht gleich am zweiten Tag von dem traurigen Ereignis überschattet gewesen, dass irgendjemand der Künstlerin Maren Kaun während ihrer Inszenierung von Franz Kafkas Meisterwerk „Die Verwandlung“ eine liebevoll gestaltete Skulptur entwendet hätte. Die Künstlerin veröffentlichte das abhandengekommene Kunstwerk umgehend auf ihrer Facebook-Seite, und bat die Zuschauer dabei mitzuhelfen diese Ungeheuerlichkeit zu verbreiten, um so vielleicht zu erreichen, dass der Dieb sich niemals über seine Schandtat freuen kann. Wir unterstützen diese Aktion natürlich sehr gerne, auch wenn wir ganz stark bezweifeln, dass so jemand, selbst auch dann, wenn er hier in Nußloch wohnen sollte, weder die Rundschau noch unseren Bericht liest.


ANIMUS KLUB

„Menschen werden schlecht und schuldig, weil sie reden und handeln, ohne die Folgen ihrer Worte und Taten vorauszusehen.“ – (Franz Kafka)



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